Gegenteiliges zum Beitrag: Unternimmt mein Kind zuviel?

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von alexma1978 11.02.11 - 13:30 Uhr

Hallo,

wir haben genau das gegenteilige Problem, welches im Beitrag unten beschrieben wird.

Mein Sohn (wird im Mai vier) will keine Sport-oder Musiktermine haben. Zitat: Ich finde Hobbies blöd:-)

Leider hat er Defizite im sozialen Bereich und findet keinen Anschluss im Kiga. Er hat keine Freunde.

Die Erzieherinnen halten es deshalb auch für sinnvoll, dass er privat etwas macht. Wir haben bisher Wassergewöhnung, Kinderturnen und Liedergarten versucht. Leider heult er schon bevor wir losgefahren sind.

Vorgeschlagen habe ich ihm Mufrü, einen Kunstkurs, Fussball. Doch er heult schon.

Habt Ihr noch Ideen, was wir machen können?

LG,

Alexandra

Beitrag von taeboginger 11.02.11 - 13:38 Uhr

Hallo

wenn Dein Sohn Schwierigkeiten hat Kontakte aufzubauen und sich vielleicht auch deshalb nicht traut, etwas zu machen guck doch mal, ob es was mit Tieren (Bauernhof, im Tiergarten helfen......) oder Natur in Eurer Gegend gibt, was ihm Spaß machen könnte. Vielelicht hat er da mehr Zug hin und auch auf diesem Weg kann man Kontakte knöpfen.

Wenn Du sagst, daß er im sozialen Bereich defizite hat würde ich da anknüpfen und vlt auch mal das Gespräch mit Erzieherin im Kiga oder dem KiArzt suchen, die haben vielleicht auch eine Idee, über welchen Weg es ihm einfacher fallen könnte, Kontakte zu finden.

LG Tae

Beitrag von bine3002 11.02.11 - 13:38 Uhr

Die meisten Kinder, die ich kenne, fangen erst mit 4 irgendein Hobby an. Vorher hatten sie kein Interesse.

Meine Tochter meldete mit 3 3/4 an, dass sie zum Ballett möchte. Ich muss allerdings dazu sagen, dass ihr halbe Kindergartengruppe beim Ballett war und die Mädels im Kindergarten immer kleine Aufführungen gemacht haben (im Spiel). Das wollte sie halt auch und ich habe es ihr ermöglicht. Die ersten Male war sie Feuer und Flamme, dann wurde sie wieder etwas schüchtern, zog es aber durch und nun ist sie eine begeisterte Ballerina, die auch zu Hause immer übt (täglich 1 bis 2 Stunden spielerisch und von sich aus).

Dann war sie bis Dezember beim Ponyreiten. Das machen wir seit sie 2 1/2 war. Es hat ihr auch immer Spaß gemacht bis es dann im Dezember zu langweilig wurde. Der Wunsch war da etwas Aktives zu machen, nur geht Reiten erst mit ca. 8 Jahren.

Also bin ich mit ihr dann mal beim Rollschuclub zum Schnuppern gegangen. Und das war ihr Ding: Mädels in Glitzerkleidern, Show und Musik, Rollschuhe waren auch gerade hoch im Kurs... perfekt für sie! Und es gefiel ihr. Seitdem kann sie 3 mal in der Woche trainieren und das ab 17 Uhr, sodass vorher noch viel Zeit zum Spielen bleibt. Sie KANN 3 mal in der Woche gehen, MUSS aber nicht, sodass wir da trotz Termin noch sehr flexibel sind.

Ich würde mit dem Jungen einfach mal irgendwo zum Schnuppern gehen. Setzt Euch gemeinsam auf die Bank und schaut einfach mal bei verschiedenen Sportarten zu, die potentiell was für ihn sein könnten. Ich würde dabei ruhig auch mal für einen Jungen Exotisches ausprobieren wie Ballett und Kindertanzen.

Beitrag von alexma1978 11.02.11 - 13:43 Uhr

Hallo,

ich hätte kein Problem damit, ihn beim Ballett o.ä. anzumelden. Aber er will nicht. Neulich wollten wir uns einen Trampolinkurs anschauen, da er zu Hause gerne darauf springt und laut den Erzieherinnen motorisch sehr weit entwickelt ist.

Er hat im Auto so geweint, dass wir nicht reingehen konnten.

Der KiA findet sein Verhalten noch nicht schlimm. Sagt das kommt noch. Im Kiga nehmen die das Problem zum Glück ernst. Animieren ihn zum Spiel mit anderen Kindern. Bisher allerdings mit nicht so großem Erfolg.

Er mag irgendwie keine Kinder. Spielt auch am Liebsten mit den Erzieherin.

Gruß

Beitrag von taeboginger 11.02.11 - 14:03 Uhr

wie lange geht er denn schon in den Kindergarten? Bei uns hat es auch eine Weile gedauert, bis sich unsere Ältere an Kinder "herangetraut" hat und am Anfang waren die Erzieherinnen auch eher Spielpartner. Hat sich dann aber gegeben. Vlt braucht Dein Sohn einfach ein bischen mehr Zeit.

Ich würde ihm einfach von Zeit zu Zeit immer mal etwas an Aktivität anbieten und ihm vor allem klarmachen, daß Du ja mit dabei bist und er nicht alleine ist

Beitrag von bine3002 11.02.11 - 17:09 Uhr

Dann lass ihm noch Zeit. Schaut Euch vielleicht mal Sport im Fernsehen an oder auch mal live unter dem Vorwand, dass dich das interessiert.

Ich finde es schon wichtig, dass Kinder Sport machen, weil es auch das Selbstbewusstsein stärkt (zumindest ist das bei meiner Tochter so) und natürlich auch, weil es gesund ist. Aber er ist ja noch klein.

Beitrag von zahnweh 11.02.11 - 13:57 Uhr

Hallo,

spontan würde ich sagen: nicht bedrängen.

Da aber Defizite vorliegen....
könnt ihr Kinder zu euch nach Hause einladen? Erst mal eines. In vertrauter Umgebung.

Oder mit anderen Kindern auf dem Spielplatz treffen. Anfangs ein bisschen lockerer. Oder du verabredest dich mit einer anderen Mutter mit Kind zum Schwimmen. Ohne Kurs, einfach so zum Treffen...

Wäre das denkbar?

Beitrag von inajk 11.02.11 - 14:39 Uhr

Genau das wollte ich auch schreiben. Ein Sport oder aehnliches ist offensichtlich zu hoch gegriffen, und mehr Druck erzeugt nur mehr Angst. Also niedrigschwellig anfangen, und das geht tatsaechlich am besten in vertrauter Umgebung mit einem anderen Kind zusammen spielen...

LG
Ina

Beitrag von marathoni 11.02.11 - 14:25 Uhr

Lade Kinder zu euch nach Hause ein ! Hat er nicht einen Jungen oder Mädchen mit denen er im Kiga spielt ? Da tut einem ja das Herz drum weh.
Er braucht sozial Kontakte, sonst wird er immer ein Sonderling und ein Außenseiter bleiben.
Gehst du mit ihm auf Spielplätze ? Im Ort! Nicht in einer fremden Umgebung unbedingt.
Also, Kinder einladen, vielleicht Mamas dazu für dich zum quatschen. Er muss sehen, dass du auch Kontakte und Freundschaften pflegst.

Beitrag von gussymaus 11.02.11 - 14:35 Uhr

men großer hat im vorschulalter mit sport angefangen, der kleine ien jahr eher, aber nur wegen dem bruder...

verabrdeungen waren auch selten, finde ich ok... meine jungs waren einfach platt nach einem vormittag mit 50kindern im KiGa... da hatten die schlicht keinen bedarf mehr...

also ich halte ja an sich gar nichts von so gezwungenen sachen. ich würde mich erstmal schlau machen ob das wirklich so iunnormal ist was dein zwerg anstellt. mein sohn hat jetzt auch seinen besten freund, und wo jetzt in der schule keine zeit mehr zum spielen ist will er sich auch verabreden. vorher gabs da gar keinen anlass zu... einige sind eben nicht so unternehmungslustig und haben nach KiGa keine lust mehr...

Beitrag von alexma1978 11.02.11 - 15:39 Uhr

Hallo,

danke für die lieben Antworten. In dieser Gruppe ist er seit dem Sommer, vorher in der U3-Gruppe (Kinder müssten ihm also vertraut sein).

Leider ist die Gruppenstruktur für uns schlecht. Nur drei Dreijährige (unser Sohn, ein Förderkind und ein Mädchen, das vom Sozialverhalten viel weiter als unser Sohn ist und auch schon Anschluss an die Großen hat).

Nach Ausage der Erzieherin blockt mein Sohn die Kontakte eher ab. Ist also eher so, dass er mit keinem spielen will.

Andere Kinder einzuladen ist aber eine gute Idee. Werd ich nächste Woche mal anregen. Glaub auch, dass in Vereinen einfach zu viele Kinder sind.

Wir sind leider von der Großstadt in ein Dorf gezogen (was ich hasse). Auf den Spielplätzen sind wir meistens die einzigen. Ansonsten streunern da manchmal Kinder rum. Kontakte ergeben sich nie.

Das war schön, als wir noch zentral gewohnt haben, und immer die gleichen Eltern auf dem Spielplatz waren.

LG,

Alexandra

Beitrag von gussymaus 14.02.11 - 11:51 Uhr

ja, ist bei uns auch so... was magst du denn am dorf nicht? ich finds ja klasse.. aber ich lebe auch schon immer hier... vielleicht liegts daran..

die spielplätze hier sind auch immer verwaist, erst ab 17h ist da betrieb, und dann sucht man mit kleinen kindern besser das weite :-(

wenn dein zwerg da ein bisschen verschlossen ist ist vielleicht wirklich das private date die bessere sache... die einen kommen zu hause besser klar, mit heim vorteil, andere brauchen den schubs woanders spielen zu müssen.

die freundin meiner kleinen (beide 2) ist zu hause NUR am schreien "MEINS" und meine süße darf nichts anfanssen... hier geht das. meine maus hat dieses "MEINS" (zumindest im moment) nicht so und so können beide gut aufeinander zu. wir gehen trotzdem auch immer mal zu ihr, und so lernen sie es eben langsam...

ich würde in eurem fall auf jeden fall dabei bleiben... vielleicht hast du eine kiGa-mama mit der du gut kannst? lad sie zum tee ein oder so... dann haben beide ihre mama dabei.. wenn das kind etwas älter oder jünger ist als deins ist das doch egal... freundschaften in dem alter halten eh nicht für ewig... mein sohn hat nur EINEN freund von vor der schule, (wir mamas waren zusammen schwanger), sein bester schulfreund war mit ihm im kindergarten, aber da hatten sie noch gar nichts miteinander...

ergreif doch einfach die initiative. was deinem kind besser tut musst du ausprobieren oder selber abschätzen... also der heimvorteil bei einer einladung nach hause oder eben der kleine schubs mit fremdem spielzeug spielen zu müssen wenn IHR wo hin geht, und sich zwnagsläufig mit dem besitzer auseinanderzusetzen...

viel erfolg!
gussy

Beitrag von schnuffel0101 11.02.11 - 17:07 Uhr

Was ist Mufrü?

Beitrag von alexma1978 11.02.11 - 17:16 Uhr

Musikalische Früherziehung:-)

Beitrag von kuckuk 11.02.11 - 21:56 Uhr

wie wärs mal mit unverfänglichen Spielplatzbesuchen? Schau wann bei euch viel los ist (bei uns ab 16.30 vor dem Abendessen).
Nimm eine Zeitung mit, dann kommt er früher oder später in Kontakt mit Kindern