Konsequenz, welche am besten?

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von millamaus 11.02.11 - 14:57 Uhr

Huhu,

unsere Tochter, 2,5 Jahre alt, meint jeden Abend und jeden Mittag einen kompletten Marsch durch alle Räume zu machen, obwohl sie eigentlich schlafen soll. Also verlässt sie immer wieder ihr Bett, was seit Wochen offen ist.
Wir haben als Konsequenz immer ihr Bett wieder umgedreht und es später wieder ausprobiert, aber wie sich immer mehr herausstellt macht es ihr null aus. Heute wollte sie mir sogar dabei helfen ihr Bett wieder rumzudrehen, denn sie meinte auch heute wieder nicht schlafen zu müssen und tanzte durchdie gegen..

Habt ihr vielleicht eine Idee, welche Konsequenz sonst sinnvoll wäre?

Lg

Beitrag von 3erclan 11.02.11 - 15:23 Uhr

Hallo

warum muss sie mittags schlafen?
Meine schliefen mit jeweils 2 Jahre nicht mehr mittags.
Sie ist evlt nicht müde.

lg

Beitrag von millamaus 11.02.11 - 15:27 Uhr

Doch ist sie..

Haben es bereits ohne ausprobiert und das hat auch nicht geklappt.

Auch abends ,wenn sie sich die Augen reibt rennt sie umher..

Beitrag von zahnweh 11.02.11 - 22:25 Uhr

dazu legen und Kuschelrunde?

wenn meine mal übermüdet ist oder von sich aus nicht zur Ruhe findet(selten, aber doch mal), hilft nur kuscheln, dabei bleiben. Manchmal auch leicht festhalten - mit meinen armen "pucken" und ganz wichtig:

selbst innere Ruhe ausstrahlen, selbst alle Gedanken/Termine/Erledigungen ausblenden, selbst dabei Entspannen...

dann kommt meine auch wieder runter und schläft. Nach einigen Minuten kann ich wieder aufstehen. Zur Not hab ich auch ein Buch griffbereit, falls sie in einem Schub steckt und es ein bisschen länger dauert mit dem wieder aufstehen. Wobei ich auch zu genießen gelernt habe. Abends im Bett kuschelnd lesen und der restliche Tag kann mich mal. Einfach mal nicht im Stress sein ;-)

Beitrag von sinope 11.02.11 - 15:54 Uhr

hallo millamaus,

so was ähnliches kennen wir von unserem spatz.
es wechselt.
die erfahrung die wir gemacht haben ist, das er unterschiedlich lange braucht bis er "runter kommt" um schlafen zu können.
wenn es mal wieder etwas "schlimmer ist" wir nehmen uns abends dann mehr zeit und streicheln ihn oder kuscheln mit ihm. solange liegt er im bett (im dunkeln) und man merkt wie "er runter kommt". dann steht er entweder garnicht auf oder weniger oft.

muss dazu aber auch sagen, wenn ich sage er soll wieder ins bett gehen, läuft er alleine wieder zurück. er probiert sich dann selber zuzudecken und wir helfen ggf. noch mal nach.

lg
sinope

Beitrag von xxtanja18xx 11.02.11 - 16:06 Uhr

Einfach das Bett umgedreht lassen??

Sie ist wohl noch zu jung dafür....gib ihr Zeit und lass das bett anderster rum stehen.

Beitrag von marathoni 11.02.11 - 16:43 Uhr

Einfach nicht mehr schlafen lassen. Würde sie müde sein, würde sie auch in ihrem Bett liegen lassen.
Sie ist doch schon 2,5 Jahre alt ! Da muß ein Kind nicht mehr schlafen!!! Außer natürlich freiwillig, aber so wie es bei euch aussieht ist das ja eher ein Machtkampf.

Beitrag von ayshe 11.02.11 - 17:08 Uhr

Ich würde mal zusammenzählen, wie viele Stunden sie an Schlaf braucht.
Und wie lange schläft sie davon mittags?

Ich kenne nur wenige, die mit 2,5 oder 3 noch mittags schlafen.

Um welche Zeit ist sie denn mittags richtig müde?
Auch wenn sie ein bißchen müde ist, würde ich sie eher wachlassen und die Prozedur der Umstellung auf nur den Nachtschlaf anfangen.

Bei uns dauerte es, weil der Müdiglkeitszeitpunkt dann nachmittags war und dann am frühen Abend und letztlich dann eben am Abend.


Vllt ist es für sie zu einem Spielchen geworden, wenn sie es schon ankündigt und selber das Bett umstellt.
Die Umstellerei ist doch völlig sinnlos.

Wenn es wirklich Zeit zum Schlafen ist, würde ich sonst bei ihr bleiben bis sie schläft und fertig.


Und immer, wenn ich so etwas lese, bin ich froh, daß wir ein Familienbett hatten, es gab eh keine Gitter und meine Tochter schlief da einfach und hatte gar keinen Ehrgeiz und keinen Grund dauernd da rauszugehen.

Beitrag von tagpfauenauge 11.02.11 - 17:31 Uhr

Hi,

sie ist zu alt für den Mittagsschlaf und ist deshalb nicht müde.

vg

Beitrag von kaffetante 11.02.11 - 18:37 Uhr

Das ist halt das Problem des offenen Bettes. Ein Grund, warum wir die Gitter noch dran haben. Er aktzeptiert sie als Grenze und hat noch nicht versucht raus zu klettern und kann es wegen des Schlafsackes auch nicht.

Sollte sie mitttags wirklich nixht mehr müde sein, was ich in dem Alter noch nicht glaube, selbst mein Großer würde mit 5 noch schlafen, wenn ich es zulassen würde, dann würde ich ihr einfach ein Hörspiel anmachen, sie ins Bett legen, Zimmer abdunkeln und darauf bestehen, dass sie sich wenigestens eine halbe Stunde ausruht. Bei meinem ist es dann so, dass er entweder dabei einschläft oder am Ende des Hörspiels nach mir ruft. Dann hole ich ihn raus.

LG

Beitrag von engelchen28 12.02.11 - 17:17 Uhr

hi kaffee!

oooh...wenn du dich da nicht mal vertust. mit schlafsack geht so ziemlich alles, was auch ohne schlafsack geht. treppen rauf- und runtergehen, rennen, aus dem bett klettern...! dein kleiner hat's wahrscheinlich einfach noch nicht entdeckt. ich drücke dir die daumen, dass diese phase noch laaaange dauert #:-)!

lg

Beitrag von zahnweh 11.02.11 - 22:18 Uhr

Hallo,

ist sie denn müde?
wie ist es, wenn du dabei bleibst, bis sie schläft?

Meine lege ich ins Bett, wenn sie müde ist. Dann bleibe ich dabei und sie schläft meistens rasch.

Ich selbst kann mich zwar wach ins Bett legen, aber schlafen kann ich dann nicht. Egal was die Uhr sagt. Eher wälze mich noch länger, als wenn ich erst müde ins Bett gegangen wäre.

Beitrag von thyme 11.02.11 - 22:27 Uhr

Ist sie denn müde genug? Ich meine, nicht alle Kinder schlafen mit 2.5 noch zweimal. Ich würde das mal beobachten, evtl. ein Schlaftagebuch führen oder den Tag anders gestalten, sie früher aufstehen lassen z.b.

Wie klingt denn euer Tag aus? Habt ihr ein angenehmes Abendritual? Alternativ könnte vielleicht ein wildes Austoben vor dem Kuscheln und Zähneputzen helfen. Mein Sohn ist zwar älter, aber abends meist noch so aufgedreht, dass eine wilde Kissenschlacht vieles entspannen kann.

LG thyme, die den Unterschied zwischen Konsequenz und Strafe immer noch nicht ganz begriffen hat.

Beitrag von nadineriemer 11.02.11 - 23:19 Uhr

Hallo,
also mein großer hat noch bis er 5 Jahre alt war geschlafen und mein kleiner mit faßt 3 Jahren wollte Mittags nicht mehr schlafen.Kinder sind da unterschiedlich.Vielleicht braucht sie es mittags nicht mehr.

Nadine

Beitrag von lisasimpson 12.02.11 - 08:11 Uhr

"die den Unterschied zwischen Konsequenz und Strafe immer noch nicht ganz begriffen hat."

hier meine meinung dazu:

Eine Konsequenz ist das Ergebnis/ die Folge einer einer Handlung.
wenn ich alle bonbons auf ein mal aufesse, dann habe ich später keine mehr- denn sie sind weg. Das wäre eine "natürliche Konsequenz"- also eine, die nicht von außen erfolgen muß, sondern die immanent ist.

Konsequenz als Erziehungsmittel ist auf ein Ergebnis gerichtet. Wenn das Kind also wieder aufsteht und mir das mißfällt, dann muß ich überlegen, was mein Ziel ist (sie soll im bett blieben?) dann muß ich überlegen, welche Bedingungen ich schaffen muß, um dieses ziel zu erreichen (sie sollte müde sein, wenn sie ins bett geht, sie braucht vielleicht noch die gitter, die sie am herauskrabbeln hindern, sie braucht eine alternative, die sie tun kann, wenn sie noch nicht müde ist- Bücher lesen?)
die Konsequenz ist also eine Handlung, die dazu führen soll, daß das Ziel erreicht wird.

Eine Strafe als Erziehungmittel ist darauf ausgerichtet, dem Kind durch eine unangenehme reaktion die Hanldung zu verleiden.
Das kind kommt raus- er folgt eine für das kind unangenehme handlung. diese soll das kind in verbindung mit der handlung (rauskommen) bringen und die schlußfoderung ziehen: immer wenn ich a mache, kommt b- b gefällt mir nicht ,also lasse ich a lieber bleiben um b zu vermeiden.
das funktioniert in aller regel nicht.
zum einen ist das eine große kombinatorische leistung, die kleinkindern häufig noch nicht möglich ist. zum anderen müßte die strafe jedes mal erfolgen, daß sich überhaupt so ein bewußtsein einstellen könnte. die strafe muß wirklich als unangenehm erlebt werden, weil nur dann ja die schlußfoderung zieht.
und: es gibt nicht KEIN alternativverhalten.
also wenn ich das rausgehen bestrafe, dann sucht sich das kind etwas anderes (im bett liegen bleiben und brüllen)- dann muß ich also die nächste handlung bestrafen (das brüllen)
das sind nur einige probleme an der Strafe als erziehungsmittel.

und auch wenn hier auf die begriffe strafe und Konsequenz durcheinander geworfen werden, so sind beide etwas völlig unterschiedliches.
Eine Konsequenz kann als strafe empfunden werden (wenn die bonbons weg sind kann ich das durchaus als unangenehm empfinden und daraus meine schlußfolgerung ableiten) oder als total angehem- das spielt keine rolle, denn nur das Erreichen des zieles zählt.


lisasimpson

Beitrag von tibu79 13.02.11 - 19:48 Uhr

Also meine Kinder (Ältester 3,5 J ) machen noch Mittagschlaf und das sehr lange. Trotzdem schlafen sie auch nachts lang. Also wenn Du weißt, dass sie müde ist, würd ich auch versuchen, sie zum schlafen zu bewegen.

Mein Großer hatte mit 2 1/4 J auch mal 2 Wochen mittags Terz gemacht, er wolle nicht schlafen. Dabei war er den Rest des Tages ungenießbar. Selbst im Auto mittags vom Kiga zurück, ist er eingenickt, wollte aber partout danach nicht in sein Bett.

Bei uns wars, glaube ich, ne Trotzphase. Grenzen austesten. Seitdem schläft er wieder wie ein Baby u. ist nachmittags super drauf.

Viel Glück u. Nerven wünsch ich...

#winke

Beitrag von gussymaus 14.02.11 - 16:28 Uhr

mittagschlaf weglassen... dann ist sie abends eher müdegenug um auch liegen zu bleiben.

meine bleiben mit eineihlab mittags auch nicht mehr freiwillig liegen. und einsperren mag ich gar nicht, ohne mittagschlaf ging es abends dann auch wieder prima..