Job kündigen - ja oder nein?

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von cashmere0815 11.02.11 - 15:07 Uhr

Hallo,

ich habe seit letztem Monat eine neue Stelle. Ich hatte schon vor Vertragsunterzeichnung ein ungutes Gefühl, habe das aber verdrängt, weil ich unbedingt wieder in meinem erlernten Beruf zurück wollte und das die Chance war/ist.
Es gibt sozusagen mehrere Chefs, denen ich zuarbeiten muss. Mit allen komme ich super klar bis auf einen. Ich habe den Eindruck, dass ich bzw. meine Arbeit nicht anerkannt wird, weil es ständig irgendwas zu bemängeln gibt. Oder es wird hinterfragt und und und. Und ich werde durch die Blumen als langsam abgestempelt, nach dem Motto, ob ich das denn heute noch geregelt bekomme?! Obwohl die Arbeit nicht von ihm persönlich ist. Also, überall wird sich reingehangen. Heute war dann wieder so ein Beispiel, wo Dinge aufgezählt wurden, die ich noch erledigen muss. Ich komme mir immer wie klein Doofi vor. Ich habe dann von mir aus auch noch Dinge aufgezählt, die gemacht werde müssen und erklärt, das ich nicht täglich 8 Stunden arbeite, sondern nur 3x die Woche und dann auch nur wenige Stunden. Eine komplette Umstrukturierung des Büros und noch die alltägliche Arbeit ansich braucht halt Zeit. Davon abgesehen muß ich mich mit der Thematik auch noch ein wenig auseinandersetzen. Ich wurde mit großen Augen angeguckt und dann kam nur:"Ja, dann haben Sie ja noch einiges vor." ...und schwupps war ich wieder allein.
Meine Vorgängerin hat mich heute im Büro besucht und als wir uns unterhielten, konnte ich einfach nicht mehr. Ich mußte wirklich weinen. Normalerweise bin ich ziemlich hart im Nehmen. Na ja, sie kann mich verstehen, weil das u. a. auch ein Grund war, weshalb sie aufgehört hat.

Nun sitze ich hier und möchte am liebsten das Handtuch werfen. Ich kann wirklich nicht mehr. Meine Bedenken sind halt nur, das ich dann die Gelegenheit wegwerfe wieder in meinem Beruf zu arbeiten. Dann kenne ich mehr oder weniger einige Kunden privat. Es würde den Eindruck machen, das ich das nicht geschafft habe, dort zu arbeiten. Andererseits ist es egal, denn ich weiß ja, wie es wirklich ist. Mein Mann meinte vorhin am Telefon schon, dass ich am Montag kündigen soll. Ich bin hin und her gerissen.
Wie würdet Ihr mit der Situation umgehen?
Lieben Gruß
Cashmere0815

Beitrag von bruchetta 11.02.11 - 15:15 Uhr

Zum einen würde es mich erheblich trösten, dass es Deiner Vorgängerin auch so gegangen ist.
Von daher kann es ja nicht persönlich gemeint sein, wahrscheinlich hätte da JEDER Probleme dieser Art.

Zum zweiten würde ich hingehen und noch mal ein ernstes Gespräch über diese Dinge führen.

Zum Dritten solltest Du Dir höchstwahrscheinlich ein dickeres Fell zulegen und die Äußererungen der Herrschaften Dir eben nicht so zu Herzen nehmen.

Du kannst Dich ja paralell weiter umgucken, aber kündigen würde ich nicht!

Beitrag von cashmere0815 12.02.11 - 00:21 Uhr

Nein, ich weiß das die Aktionen/Aussagen gegen mich NICHT persönlich sind, denn meine Vorgängerin hat dies auch erlebt. Sie hat es ja auch nach ihrer Kündigung als Grund in mehreren Gesprächen erläutert. Nur mit mir wird ja jetzt haargenau das gleiche praktiziert.
Aber ein dickeres Fell muß ich mir wirklich zulegen.
Ich bin immer noch fertig, weil ich ziemlich enttäuscht bin.

Beitrag von gr202 11.02.11 - 19:45 Uhr

Ich würde von Dir aus das Gespräch suchen mit den Herren zusammen, dort würde ich sagen: so, meine Herrschaften, ich arbeite hier x Stunden in der Woche, mein Arbeitsgebiet umfaßt a,b,c,d, etc. Für diese Arbeit brauche ich y Stunden. Und nun mal Klartext: was hat Priorität? Da müssen sich die Herren absprechen und Dir sagen, was zu tun ist. Du kannst dabei noch mal betonen, dass Du gerne die Arbeit machst und bestimmt, nachdem Du eingearbeitet bist und länger da bist, auch mehr in der Zeit schaffst. Und frage im Gespräch, während alle da sind, wie zufrieden die Herren sind.

Und wenn sie nicht zufrieden sind, sollen sie Dir kündigen.

Ich drück Dir die Daumen.

Gruß
GR

Beitrag von cashmere0815 12.02.11 - 00:24 Uhr

Ein Gespräch werde ich wohl am Montag führen bzw. anfragen und dann lasse ich mir das alles noch einmal durch den Kopf gehen.
Ich bin halt nur persönlich sehr enttäuscht, weil ich das eigentlich habe kommen sehen, aber ich wollte den Job unbedingt!

Beitrag von berta.in.schwarz 12.02.11 - 14:09 Uhr

Du bist erst seit letztem Monat dabei, das ist doch noch keine Zeit.

Schreib dir Prioritätenlisten und mache einen Zeitplan, den du mit jeder Zeitplanung verfeinerst.

>Ich habe dann von mir aus auch noch Dinge aufgezählt, die gemacht werde müssen und erklärt, das ich nicht täglich 8 Stunden arbeite, sondern nur 3x die Woche und dann auch nur wenige Stunden.>
Hast du doch ganz gut gemacht :-)
Zeige selbstbewußt, daß du den Überblick über deine Arbeiten hast.