Arbeit auf Honorarbasis

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von lena1309 11.02.11 - 19:37 Uhr

Hallo,

ich habe mal eine Frage, hat jemand von euch vielleicht einen guten Link, auf dem man sich mal zum Einstieg über das Arbeiten auf Honorarbasis schlau machen kann?
Ich habe eine Stellenanzeige gesehen, auf die ich mich sofort bewerben würde, wenn es ein normaler Vertrag wäre, aber das mit dem Honorar schreckt mich. Habe davon bis jetzt keine Ahnung und ich bin heute irgendwie zu doof, um Google richtig zu benutzen.

Falls das relevant ist, es wäre was im Bereich der Jugendberufshilfe.

Danke euch.

LG
M.

Beitrag von anyca 11.02.11 - 19:59 Uhr

Nun ja, Du wirst eben pro durchgeführter Veranstaltung (oder worum es da immer geht) bezahlt und bist für sämtliche Steuern, Versicherungen etc. selber zuständig. Einen Monat hast du vielleicht ein gutes Einkommen, in einem anderen ein geringes oder gar keins, je nachdem ob Dein Einsatz grade gefragt ist. Du hast keinerlei Kündigungsfristen o.ä., sprich die können jederzeit sagen, Du kriegst keine Aufträge mehr - und Du kannst natürlich auch jederzeit sagen, Du kommst nicht mehr.

Beitrag von lena1309 11.02.11 - 20:29 Uhr

Hallo,

ja, dass ich mich dann wohl selbständig machen müsste, ist mir schon klar. Und daher kommt ja auch mein Zögern.
Ich habe so ein unglaublich wackelndes Halbwissen in dem Bereich, dass ich eben gerne schon mal ein wenig Entscheidungshilfe haben wollte.
Ich weiß, dass es über die Agentur Hilfen für den Start gibt beispielsweise, aber so ganz ohne Fangnetz arbeiten, naja, da will ich doch nicht uninformiert eine Entscheidung treffen.

Und es gibt ja auch Einkommensgrenzen, innerhalb derer ich noch familienversichert bleiben kann etc.

Ich werde einfach mal weiter sichten.

Danke dir.
M.

Beitrag von anja9002000 11.02.11 - 21:33 Uhr

Hallo,

du musst dich selbst versichern (Krankenversicherung, Arbeitslosenversicherung, Sozialabgaben) und Steuern zahlen (zum Teil im Voraus ans Finanzamt abführen).
Das heißt, du trägst die gesamten Risiken und der Arbeitgeber (wenn man den dann noch so nennen kann) hat überhaupt kein Risiko und bezahlt dich ohne Verpflichtung.
Im Prinzip giltst du beim Finanzamt und bei den Sozialkassen als Selbstständige und wirst auch so behandelt. Also keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, kein Arbeitslosengeld etc.
Rentiert sich nur, wenn man wirklich viel Kohle verdient.
Ich hab das mal eine zeitlang gemacht mit Nachhilfe. Von den 250 bis 350 Euro, die ich im Monat verdient habe (je nachdem, ob Ferien dabei waren oder viele Feiertage) musste ich ca. 100 Euro Steuern und Sozialabgaben zahlen. Nicht wirklich rentabel.
LG Anja

Beitrag von susannea 11.02.11 - 21:36 Uhr

Wer der Ag ist, ist dann auch noch interessant und wieviel man dabei verdient, denn es gibt gewisse Dinge, die kann man auf Honorarbasis bis zu einer bestimmten Summe Sozialversicherungs- und Steuerfrei kriegen.

Beitrag von hedda.gabler 11.02.11 - 23:24 Uhr

Hallo.

Wühl Dich hier mal durch (Achtung: Bei den einzelnen Themen gibt es immer ne Menge lesenswerte Querverweise) ...

http://www.mediafon.net/ratgeber.php3?view=&si=4d55b93d6f23e&lang=1

... die Seite hat mir ungemein geholfen, als ich ne zeitlang eine Weile als Honorar-Dozentin unterwegs war.

Da ich denke, dass es bei Dir um Maßnahmen für Jugendliche geht, Du also auh aus Dozentin oder Sozialpädagogin frei tätig sein wirst, kannst Du Dich gerne bei Fragen melden.

Gruß von der Hedda.

Beitrag von lena1309 13.02.11 - 16:28 Uhr

Hallo Hedda,

ich danke dir für den Link, da kann ich mich gemütlich durcharbeiten.
Dann wollte ich mich in der kommenden Woche mal ans Telefon klemmen, z.B. Krankenkasse nach den Grenzen des Einkommens fragen, ab wann ich mich selbst versichern muss, etc.

Und ja du hast recht, es geht um die freie Tätigkeit als Sozialpädagogin im Bereich der Jugendberufshilfe, halt Bewerbungstraining machen, Soziales Training, Einzelfallbetreuung usw.

Und da juckt es mich schon in den Fingern, denn ich muss ja eigentlich keine Anschaffungen machen, keinen Laden mieten oder so, also nichts mit großen Vorkosten. Und da mein Mann eine volles Einkommen hat, ist unsere Grundlage gesichert.

Aber ob ich mutig genug bin, weiß ich noch nicht, da will ich mich jetzt schlau machen.
Und dann, vielleicht springe ich doch über meinen Schatten.

Wünsche dir noch einen schönen Sonntag.
M.