Mein Kind will nicht alleine spielen

Archiv des urbia-Forums Kindergartenalter.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von haferfloeckchen 11.02.11 - 20:43 Uhr

Hi,

ich möchte hier auch mal wieder was fragen.

Wir dachten eigentlich, unsre Tochter hätte die größte Trotzphase überstanden (ist jetzt 3,5), aber dem ist nicht so ;-)

Es geht darum, dass sie partout nicht mehr alleine spielen will.
Früher hat sie immer toll alleine gespielt, auch längere Zeit.

Seit ein paar Wochen ist es so, dass sie an mir klebt. Wuselt ständig um mich herum. Ich beschäftige mich sehr viel mit ihr, da ich ja zuhause bin (Elternzeit, mein kleiner Sohn ist jetzt 7 Monate).
Klar, sie ist oft eifersüchtig (da hatten wir Riesenprobleme, aber das hatten wir echt im Griff). Es ist eigentlich nichts passiert, was der Auslöser dafür sein könnte, außer dass wir natürlich momentan unsren Sohn oft loben, wenn er was neues macht.
Aber genauso oft, wenn nicht öfter, loben wir die Große. Ich sag ihr ständig, wie lieb ich sie hab, dass ich dies und jenes auch mit ihr früher gemacht hab, was ich jetzt mit dem Kleinen mache usw.
Ich finde es nur wirklich stressig und auch ein wenig unnormal, dass sie so gar nicht mehr allein spielen mag. Ihr ist immer "langweilig" (Spielzeug hat sie genug, aber nicht soviel, dass sie dran erstickt, ich sortiere immer aus und stell was anderes hin...). Sie möchte immer, dass ich mitmache, nur kann und möchte ich nicht 8 Stunden am Tag spielen. Ich spiele in etwa 2-3 Std am Tag mit ihr, was ich schon sehr viel finde. Zudem dreht sich ja auch der restliche Tag um sie, wir gehen spazieren oder zu Freunden, wo sie spielen kann (da kann sie es dann plötzlich, und im Kiga spielt sie auch wunderbar).

Ich frag mich oft: Wie lange können/sollen/müssen Kinder in dem Alter den alleine spielen können? Wie soll ich sie ans Spielen bringen? Zu sagen "geh spielen" kommt mir blöd vor, ich will sie ja nicht abschieben. Muss dazu sagen, ich leide ständig unter schlechtem Gewissen, weil sie mir immer leid tut, wenn sie mal eifersüchtig ist oder so... das ist ein Teufelskreis. Aber sie muss es ja mal lernen? Oder seh ich das falsch und ich muss mit ihr spielen, weil ich ja eh daheim bin?

Helft mir mal, ich bin für jeden Tipp dankbar. Wielange spielen eure 3,5 jährigen so, und welche Ratschläge habt ihr für mich.

Lg

Beitrag von heidihh78 11.02.11 - 20:50 Uhr

Hallo Du,

ich kann Dir zwar leider auch nicht helfen, aber mich würden die Antworten auch brennend interessieren. Bei uns ist es ganz genauso. Jannis konnte, bevor er in den Kindergarten gekommen ist (im August), total gut alleine spielen. Seitdem ist es aber eine Katastrophe :-[. Er klebt entweder an mir oder an seinem großen Bruder, der teilweise gerne mit ihm spielt, aber auch gerne mal etwas alleine spielt oder sich verabredet. Das ist dann ein Drama. Keine Ahnung, ob das am Alter liegt??? Hoffe, dass das bald wieder besser wird ;-)!

LG Heidi mit
Julian (5 1/2), Jannis fast 3 1/2 und Jonathan *20.3.2010

Beitrag von zahnweh 11.02.11 - 21:48 Uhr

Hallo,

meine spielt mal mehr, mal weniger lang alleine. Ich bin zwischendurch immer gefragt. D.h. halbe Stunde spielt sie, halbe Stunde zusammen, ...

Wobei meine es liebt Haushalt mit mir zusammen zu machen! Wäsche sortieren ("bitte hol mal alle Socken raus aus dem Haufen"; "schaffst du es alles was HELL ist auf den Haufen zu legen?") ... das ist für meine auch spielen und sie findet es toll. Da sie in der Zeit nichts anstellt, bin ich auch nicht langsamer und Spaß macht es oben drein. Zumal ich es nicht mehr nur noch als "MUSS" das so schnell wie möglich hinter mich bringen sehe, sondern eben als gemeinsame Aktivität.


Was mir noch eingefallen ist, aus Berichten von Freunden. die meisten Großen wurden erst richtig eifersüchtig, als der/die Kleine mobil wurde. Als das Geschwisterchen nur rumlag und Mama hin und wieder beanspruchte, war vieles noch ok. Als die ersten Drehungen und Fortbewegungsarten dazukamen und das "Revier" der/des Großen mobil erobert wurde, kamen oft erneute, heftiger Eifersuchtsschübe auf.
So wurde mir jedenfalls berichtet und konnte ich bei Besuchen auch sehen.