Judo? Taekwondo? Eure Erfahrungen?

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von sternchen7778 11.02.11 - 21:41 Uhr

Hallo,

welche Erfahrungen habt Ihr bei ca. 5-Jährigen mit Judo, Taekwondo und ähnlichen Sportarten gemacht?

Wie sind vor allem Eure Erfahrungen bei nicht so robusten, eher bewegungsscheuen und sensiblen Kindern, die Raufereien eher aus dem Weg gehen bzw. versuchen, die Streitereien mit Worten zu stoppen?

#danke für jede Antwort!

LG, #stern

Beitrag von lulu06 11.02.11 - 21:46 Uhr

Hallo,

ich habe viele Jahre Karate gemacht und 5 finde ich zu früh, weil es sehr komplexe Übungen sind...auch beim Judo und Taekwondo...da ist die Verletzungsgefahr doch sehr hoch. und ich weiß garnicht, ob es Vereine gibt, die so früh anfangen.

LG lulu

Beitrag von sillysilly 11.02.11 - 21:55 Uhr

Hallo

bei uns fängt das Judo mit 4 Jahren an bis ca. 6 mit so einer Spielgruppe die an Judo heran führt. Dann machen die Kinder einen Gürtel, und
Danach gibt es dann die Anfängergruppe Judo

Strecksprünge, Abrollen, ect. eingebaut in normale Kinderspiele.
Schildröten umwerfen ect.

Wird echt sehr toll gemacht.

Grüße Silly

Beitrag von sternchen7778 11.02.11 - 21:58 Uhr

Hallo,

der Verein beschreibt das Bambini-Training so:

"Dabei schulen wir kleine Kinder zwischen 3-6 Jahre. Behutsames Heranführen an den Kampfsport durch spielerisches Training. Dabei spielen Turnübungen, Koordinationsübungen, Spaß und natürlich das Spielen selbst eine große Rolle. Trainingseffekte wie Zuhören, das Umsetzen, Koordination und Disziplin sind unsere ersten Ziele."

Auf das Erlernen des eigentlichen Kampfsportes wird das erst zwischen 6-12 Wert gelegt.

Was hälst Du davon?

Ich kenne mich halt gar nicht damit aus und kann nur nach solchen Beschreibungen gehen... Ich war zwar mal selbst im Judo, aber da war ich schon 12 oder so. Ich hab's auch nur wenige Monate mit minimaler Begeisterung gemacht.

LG

Beitrag von zahnweh 11.02.11 - 22:09 Uhr

Hallo,

diese Beschreibung könnte auf unsere Judo-Minis zutreffen und meine findet es super. :-)

Ihr ist die kleine Gruppe wichtig und auch, dass Unruhestifter nicht einfach so davon kommen, sondern ermahnt werden.

Dürft ihr schnuppern?
Bei uns darf man mal mitmachen und schauen und kann sich danach dann entscheiden.

Beitrag von sternchen7778 11.02.11 - 22:14 Uhr

Hallo,

ja, Probetraining ist lt. HP kein Problem. Ich denke mal, wenn das Thema doch konkreter wird, muss ein Schnuppertraining sein. Sonst kann er sich da wahrscheinlich nicht so viel drunter vorstellen (und ich auch nicht);-)

LG, #stern

Beitrag von winny14 12.02.11 - 07:33 Uhr

Hallo, mein Sohn ist fast 6 . Er hat vor 9 Monaten mit Karate angefangen .
Klar ist das am Anfang schwierig , vor allem die Katas die er sich merken muss , mit allen Schritten und Wendungen , aber das lernt sich relativ schnell.
Bei uns können die Kinder im Bambinikarate mit 4 anfangen , aber das ist wenig Karate und viel Spielen .
Verletzungen hatte noch kein Kind im Training !

Fürs Selbstbewußtsein ist das super , für die Motorik auch . Und Disziplin lernen sie noch so nebenbei !

Viele Grüße
Winny und Michael ( der heute auf einen Karatelehrgang fährt und sich schon wie toll freut !!! )

Beitrag von sillysilly 11.02.11 - 21:51 Uhr

Hallo

meine Tochter macht jetzt Judo seit Juni letzten Jahres -

Super toll gemacht, mit vielen, vielen Spielen die das Körpergefühl fördern sollen, Bewegungsabläufe, Schnelligkeit ect.
z.B. Feuer, Wasser, Luft und dann halt eine Judo-Figur wie Abrollen dazu.
Geht in erster Linie um den Spaß an der Freude
und ist natürlich nur eine Vorstufe von richtigem Judo.
Aber sie lassen halt viel schon im kleinen mit einfließen, wie Abrollen, Sprünge, umwerfen, ect.

Meine kleine Tochter ist ein sehr, sehr sportlicher Typ - sehr ehrgeizig und wirklich schnell im Begreifen. Sie darf jetzt nach einer ( Probephase ) auch beim Judo mitmachen, obwohl es erst ab 4 Jahren ist.
Aber sie versteht den Sinn mancher Übungen echt schneller und irgendwie intuitiver als meine Große .....
allerdings ist es schon auch schwierig für sie, wenn keiner so recht die Übungen mit ihr machen will ...... - da muß dann die Schwester her halten.


Also es ist bei uns sehr Körperlich, sehr viel Bewegung und der Spaß am engagierten mitmachen sollte schon gegeben sein.

Es muß Kindern liegen, sonst fühlen sie sich unwohl .... denn vieles ist schon auch eine Überwindung für ein Kind, oder einfach aufregend.


Finde es aber super.


Grüße Silly

Beitrag von honea 11.02.11 - 22:25 Uhr

Hallo,

meine Tochter ist 4 Jahre alt und macht jetzt Juijuitsu. Sie ist eigentlich immer sehr schüchtern und zurückhaltend aber dieser Sport macht ihr unheimlich viel Spaß. Wenn sie wiederkommt strahlt sie immer übers ganze Gesicht. Sie ist die jüngste in ihrer Gruppe, die anderen sind von 5 bis ca. 12 Jahre alt. Die haben auch alle unterschiedliche Gürtel, die älteren sind klar schon weiter aber der Trainer macht das echt super.
Sie war jetzt nur 4 mal da, ist aber längst nicht mehr so schüchtern anderen Kindern gegenüber wie vorher. Ich habe meine Tochter vor die Wahl gestellt was sie machen wollte, Kinderturnen fand sie langweilig, Tanzschule wollte sie gar nicht erst hin, obwohl sie zu Hause gerne tanzt, und Juijuitsu.

Geh doch einfach mal mit deinem Jungen hin und schaut es euch an, und laß ihn selber entscheiden. Oft mals darf man ja auch 2 bis 3 mal zum Probetraining mit bevor man sich anmelden muß.

LG Honea

Beitrag von a79 11.02.11 - 22:44 Uhr

Hallo Sandra,

ich kann nicht aus eigener Erfahrung berichten, kann mir aber gut vorstellen, dass gerade bei sensibleren Kindern eine "Kampfsportart" gut für das Selbstbewusstsein ist - und sei doch froh, dass Dein Sohn kein solcher Raufbold ist -meiner ist nämlich genau das Gegenteil von Deinem...weshalb er auch Fußball spielt, um seinen Bewegungsdrang auszuleben und seine Energie sinnvoll zu verpulvern...

LG

Andrea

Beitrag von sternchen7778 11.02.11 - 22:54 Uhr

Hallo Andrea,

einerseits bin ich ja froh, dass er nicht bei jeder Rauferei der Anführer ist. Wenn er dann aber doch mal darin verwickelt ist, kommt er mir doch oft hilflos vor.
Und Bewegung muss für ihn gar nicht sein#aerger. Höchststrafe ist für ihn, wenn wir in den Kiga laufen. Mit Fahrrad oder Roller ist es ok. Aber so richtig zu Fuß, ohne Räder, einfach nur LAUFEN, das geht gar nicht für ihn:-[. Naja, bin ja nicht unschuldig. Ich hab' ihn ja ewig im Kiwa rumgeschoben...

Ich werd' jetzt mal die kommende U abwarten und den KiA fragen, wie er seinen Stand der Dinge bei Motorik, Koordination usw. sieht. Dann entscheide ich weiter.

LG, Sandra.

Beitrag von a79 11.02.11 - 23:16 Uhr

Hallo,

Jonathan ist auch nicht der geborene Zu-Fuß-Läufer aber mit dem Fahrrad oder einem Ball vor den Füßen legt er schon ordentliche Strecken zurück, weshalb ich mir bei ihm um die Motorik eigentlich keine großen Sorgen mache...habe ihn auch in der Karre rumgeschoben, bis er so 2,5 JAhre alt war...Konstantin läuft jetzt schon das meiste zu Fuß und der Kinderwagen steht nur noch rum...und er wird im März erst zwei...so verschieden sind sie halt...

Lg

ANdrea

Beitrag von tirolerin09 12.02.11 - 09:32 Uhr

hallo,

ich kann dir nur von meiner Seite aus berichten, dass wir mit Taekwondo sehr gute Erfahrungen gemacht haben. Ich betreibe es selbst, seit ich ein Kind war, bin seit einigen Jahren auch Trainerin und nehme seit dieser Saison auch meine 4jährige Tochter zum Training mit.
Bei uns fangen die Kids generell so mit 5-6 Jahren an.
Es gibt aber auch Vereine, die schon 4jährige nehmen.


LG Nicole

Beitrag von mimibite 12.02.11 - 14:29 Uhr

Hi,

ich habe selbst jahrelang Judo gemacht und mein Mann macht es heute noch. Das ist ein Sport für alle Alters- und Gewichtsklassen (ich war schon immer sehr zart und schüchtern). Judo ist super fürs Körpergefühl und Selbstbewußtsein und gehört zu den verletzungsärmsten Sportarten! Wir werden unseren Sohn jetzt mit 3 starten lassen und mit 5 solltest du einige Vereine finden, die das anbieten. Einfach mal zum Schnuppern hingehen!

Viel Spaß!
Mimi

Beitrag von joshua0709 13.02.11 - 09:56 Uhr

Hallo,
ich kann dir nur empfehlen: Probiert es aus, macht ein Probetraining.
Ich selbst habe jahrelang Taekwondo trainiert und auch bei so kleinen Kindern Training gegeben. Sie haben einen heiden Spaß an kleinen Wettkämpfen und spielerischem Messen. Gut durchgeführtes Kindertraining enthält in dem Alter noch kaum Kampfsportelemente, aber viel Koordination und Kondition. Ich habe unterschiedliche Kinder erlebt, auch die bewegungsscheuen. Die allermeisten haben sich von der Gruppe anstecken lassen. Bei so manchem war ersichtlich, dass er eher verloren wirkte. Da gab es dann die Empfehlung noch ein Jahr zu warten. Mit 5 ist es prinzipiell je nach Verein möglich, aber ihr müsst das ausprobieren.
LG
Uta