Fragen zum "Ferbern"

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Forum: Schlafen

Bitte, Baby, schlaf jetzt ein: Manches Neugeborene macht die Nacht gern zum Tag. Hier könnt ihr Trost nach schlimmen Nächten finden und euch gegenseitig Tipps geben, wie ihr Baby zu einem guten Schläfer wird.

Beitrag von casssiopaia 12.02.11 - 01:37 Uhr

Hallo #blume,

bevor Steine fliegen: ich würde nie im Leben auf die Idee kommen, meine Tochter zu ferbern. Sie war bzw. ist mit ihren inzwischen 2 Jahren noch nie eine gute Schläferin, schläft zwar in ihrem Bett ein, landet aber jede Nacht bei uns im Familienbett. Und das ist völlig in Ordnung so.

Ich habe allerdings eine Bekannte, die ihr 1 Jahr altes Kind nach der JKKSL-Methode zum Ein- und Durchschlafen bringen möchte (mehr oder weniger, damit sie endlich wieder richtig schlafen kann). Leider ist sie völlig beratungsresistent #augen.

Ich habe hier im Forum zwei Geschichten gelesen, die sie vielleicht wachrütteln könnten. Zumindest haben mich diese Geschichten sehr berührt, als ich sie gelesen habe. Und sollte ich jemals auch nur eine Sekunde darüber nachgedacht haben, Magdalena zu ferbern - spätestens nach dem Lesen dieser Geschichten hätte ich den Gedanken wieder verworfen. Deshalb wollte ich fragen, ob jemand von euch diese Geschichten abgespeichert hat und sie hier posten kann.

In der ersten Geschichte ging es um "Ferbern aus Sicht des Kindes". Das Kind ist traurig, weil es alleine schlafen muss und weint. Mama kommt, das Kind ist glücklich. Mama geht, das Kind weint wieder. Usw. Bis das Kind irgendwann vor lauter Erschöpfung unter Todesangst einschläft.

In der zweiten Geschichte ging es um einen Vergleich zu uns Erwachsenen. Ich weiß nur noch, dass es mit Süd- oder Nordpol bzw. der Arktis/Antarktis zu tun hatte.

Ich hoffe, es findet sich jemand, der weiß, wovon ich rede #schein.

Vielen Dank schon mal!

VG
Claudia #sonne

Beitrag von littlelight 12.02.11 - 09:33 Uhr

Hui, ich glaube ich weiß in etwa, was du meinst. Habe mal gesucht, allerdings finde ich den Thread in dem ich die Geschichten vermute nicht, er scheint gelöscht worden zu sein, die TE damals hat sich ja auch löschen lassen.

Ich kann dir einen Vergleich zu Erwachsenen mit Spinnen anbieten. Hab ich mal hier gelesen und auch selbst mal sinngemäß wiedergegeben.

Ansonsten frage mal marysa, die hatte mal den Vergleich zu Erwachsenen anhand des Umgangs mit dem pflegebedürftigen Ehemann aufgestellt (ich glaube es war marysa, wenn nicht sorry). Den fand ich auch sehr treffend.


LG littlelight

Beitrag von littlelight 12.02.11 - 09:33 Uhr

Hier, falls es dich interessiert:

Hast du vor etwas Angst? Ekelst du dich vielleicht vor Spinnen? Wenn du Spinnen magst, denke dir was anderes, wovor du panische Angst hast. Denn das ist das, was dein Sohn allein in seinem Bett empfindet: Angst, Angst allein zu sein, Angst vor der Dunkelheit. Diese Ängste sind angeboren, sie dienen dem Schutz des Kindes! Das hat die Natur so eingerichtet.

Nun stell dir vor, ich lege dich in einen Raum voller schwarzer Spinnen. Diese ekligen dicken, mit den schwarzen Haaren an den Beinen. Ich lege dich da rein und gehe, schließe die Tür hinter mir zu. Du bekommst natürlich Angst und schreist. Ich komme nach einer Minute wieder, diese Minute erscheint dir wie eine Ewigkeit, weil du nämlich Angst hast! Aber anstatt dich aus dieser Situation zu befreien stelle ich mich neben dich, streichel dir über den Kopf und erzähle dir, dass es nicht schlimm ist. Die Spinnen sind harmlos, du brauchst dich nicht zu fürchten. Meine Anwesenheit beruhigt dich ein wenig, du hast immer noch Angst, aber du bist nicht allein. Aber dann gehe ich wieder und schließe die Tür hinter mir. Du bist wieder allein. Allein mit den Spinnen vor denen du dich so fürchtest. Sie krabbeln an dir hoch und du schreist, du hast panische Angst. Die Zeit will gar nicht vergehen, aber endlich komme ich wieder. Nach zwei Minuten betrete ich den Raum, aber nicht um dich zu erlösen, ich streichel dich wieder und erkläre dir, dass du keine Angst haben musst. Schlaf ein, wenn du morgen auswachst sind die Spinnen weg. Wieder gehe ich und du bist wieder allein, allein in der Situation die dir Angst machst. Wieder schreist du, aber ich komme diesmal nicht wieder. Du bleibst allein, niemand tröstet dich niemand rettet dich. Voller Angst schläfst du ein. Als ich nach 5 Minuten den Raum betrete finde ich dich schlafend vor. Prima! Nachdem ich das mehrere Nächte mit dir gemacht habe, schreist du nicht mehr. Du hast gemerkt, dass ich dir so oder so nicht helfe. Also liegst du nun ganz still da und wartest, dass du einschläfst und ich kann sagen: ich habe dir beigebracht es dort unter den schwarzen Spinnen mit den langen Haaren an den Beinen ohne Angst auszuhalten. Aber stimmt das? Hast du wirklich keine Angst mehr? Weiterhin: glaubst du nicht, dass dich dieses Erleben noch eine Weile verfolgen wird?

Beitrag von sparrow1967 12.02.11 - 10:11 Uhr

Diese Texte hab ich leider auch nicht, aber etwas anderes:

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&bid=52&tid=638240

http://www.docs4you.at/Content.Node/Vorsorgemedizin/Baby/die_kunst_sein_kind_schlafen_zu_lassen.php

und hier noch eine Rezension zum A.W Buch- falls deine Bekannte auf diese Idee kommen sollte ;-)

http://www.ciao.de/Kleine_Kinder_brauchen_uns_Wahlgren_Anna__Test_3106010

Viel Erfolg,

sparrow

Beitrag von marysa1705 12.02.11 - 10:34 Uhr

Vielleicht findest Du ja in dieser Antwort Deine gesuchten Texte? ;-)

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&bid=52&tid=2599147&pid=16487283

LG Sabrina