nach Konisation: erst KS gehabt - nun spontan möglich? Erfahrungen!

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von lona27 12.02.11 - 14:56 Uhr

Hallo Ihr Lieben!

Meine erste Tochter hab ich leider nicht spontan entbinden können. Nachdem vor dem Termin mein Mumu immer schön fingerdurchlässig war, verschloss sich dieser unter dem Druck während der Geburt immer mehr, war zum Ende so verklebt, so dass ich nach 21 Stunden völlig fertig einen KS bekam. Angeblich hätte sonst der Mumu reissen können, was eine lebensbedrohliche Blutung hätte auslösen können.
Bei der Entlassuntersuchung wurde mir gesagt, dass ich bei folgenden Schwangerschaften auch per KS entbinden solle...

Mit dieser Info bin ich in die zweite Schwangerschaft gegangen und immer davon ausgegangen, dass mir die Spontangeburt vorenthalten bleibt. Ich habe monatelang an dem KS zu knapsen gehabt und merke auch jetzt, dass ich da manches wohl nicht ganz verarbeitet habe, je näher die Geburtsplanung rückt.

Beim letzten FA-Besuch (bin nach Umzug bei einem anderen Arzt) fragte ich diese, was sie dazu meine. Sie sagte, dass es durchaus ganz anders laufen könne als bei Kind Nr. 1 und es spontan versuchen solle. Im Notfall sei der OP keine zwei Minuten entfernt....

Meine Hebi hab ich jetzt auch endlich kennengelernt, das ist ein gutes Verhältnis, hab ein gutes gefühl und habe mit ihr auch die erste Geburt besprochen - und Hebis haben ja von Natur aus eh nochmal einen anderen Blick auf die Geburt. Sie empfahl mir eine Beleghebamme - leider hat die nix mehr frei. Da ich ja bis dahin vom KS ausging, hab ich mich ja auch viel zu spät erst dort gemeldet#schmoll.
Naja, jedenfalls meinte sie, dass auch meine Ängste und Sorgen während Geburt Nr1 ihren Beitrag zum sich nicht öffnenden Mumu geleistet haben könnten. Auch sie findet, dass nix gegen spontan spricht.

Mich belastet aber immer noch sehr das heftige Erlebnis der ersten Geburt, wo ich völlig hilflos war und mir alleingelassen vorkam von den Ärzten und der Hebamme...

Habe nun einen Termin im KH und werde mal sehen, was die so dazu sagen... Befürchte allerdings, dass sie mir aufgrund der wirtschaftlich attraktiveren Stellung des KS eher dazu raten werden...

Wer hat denn schon ERfahrungen dazu? Wo kann ich mich schlau machen????

DANKE!

Beitrag von milchreis84 12.02.11 - 15:22 Uhr

Hallo,

wow, das hört sich aber auch nach einer abenteuerlichen ersten Geburt an. Also meine Ärztin meinte, dass es beim 2. ganz anders laufen kann. Hatte auch beim ersten nen KS und hoffe bei Nr. 2 jetzt normal entbinden zu können. Leider kann man das ja erst sagen, wenns soweit ist.

Ich habe aber eine Bekannte, die ihr 2. KInd nach dem KS normal entbunden hat. Möglich ist das also schon!

Beitrag von lona27 12.02.11 - 15:49 Uhr

das Problem ist weniger der KS vorher, sondern die Konisation. In den meisten Fällen kommt es danach eher zu einer Cervixinsuffizienz, bei mir wohl aber eher nicht...

Beitrag von katzelea 12.02.11 - 16:39 Uhr

Hallo,

also ich hatte bei meinem Großen 2004 einen Notkaiserschnitt in der 30. SSW, da ich schwer krank war, sich der Kleine noch im Bauch angesteckt hatte und der Mumu damals schlagartig dank nicht mehr zu stoppender Wehen auf 6 cm aufging. Alles in allem war es ein ziemlicher Horror und ich hatte totale Panik vor der nächsten Geburt. Ich wollte es daher unbedingt auf normalem Wege versuchen, was meine Ärzte auch unterstützten. Ergebnis: 2006, 2007 und 2009 habe ich völlig komplikationslose natürliche Geburten erlebt und hoffe, dass nun auch unser 5. Zwerg genauso "brav" mitspielen wird. Einzige Voraussetzung war von Seiten der Klinik, dass ich auf alle Fälle auf eine PDA verzichte, damit ich notfalls das Reissen der inneren Narbe (an der GM) frühzeitig spüren könnte. War aber Gott sei Dank nie der Fall!

LG
Katze

Beitrag von lona27 12.02.11 - 17:38 Uhr

danke Katze - aber bei mir ist weniger der KS das Problem, sondern der vernarbte Muttermund nach der Konisation. Darum suche ich eher nach Erfahrungen von Geburten nach einer Konisation, wenn eine Geburt ein KS war. Wüsste halt gern, ob dann die zweite Geburt automatisch auch kompliziert ist, weil sich der Mumu wieder nicht öffnet.

Beitrag von maeusekrieger 12.02.11 - 20:59 Uhr

Hi!
Ich hatte auch einen KS beim 1. Kind (geplant, BEL) und dann eine natürliche Geburt, bei der mir die Hebammen einredeten eine PDA wäre in meinem Fall zu gefährlich wg. Gefahr des Nicht-Erkennens einer Ruptur. Mein FA meinte dann im Nachhinein (toll!!) das sei völliger Schwachsinn, ganz im Gegenteil, durch eine PDA wäre alles viel entspannter und die Gefahr einer Ruptur geringer bzw. würde man dies auch sofort bemerken. Naja, ich habs beim 2. ohne PDA geschafft, also wirds auch beim 3. gehen. Aber interessant, wie unterschiedliche Meinungen es da gibt..
lg