Alle reden von Schmerzensgeld....

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von marina300601 12.02.11 - 16:18 Uhr

Hallo zusammen,

ich hatte am Donnerstag einen Autounfall, ich bin nicht schuld. Ich stand an einer Roten Ampel und von hinten kam eine Dame zu schnell angefahren und ist mir hinten drauf gefahren.
Ich hatte sofort Kopfschmerzen und schmerzen im HWS bereich.
Der Krankenwagen hat mich auch mitgenommen zum Röntgen, an der HWS war nix zu sehen, also nur "stauchung".
Ich bin sehr bewegungseingeschränkt und hab starke schmerzen. Ich bin erstmal bis nächsten freitag Krankgeschrieben und bekomme Krankengymnastik, wärme, reizstrom.
Das ganze war ein Arbeitsunfall.

Jetzt erzählt mir jeder einen von Schmerzensgeld, ich soll zum Anwalt gehen.
Kennt sich jemand mit so einer geschichte aus?
Ich weiß garnicht wie die DAme heißt die mir reingefahren ist, weder weiß ich welche Versicherung sie hat.NIX.

Wie müßte man vorgehen?

Vielen Dank für Eure antworten

Marina

Beitrag von bobb 12.02.11 - 16:29 Uhr

Ist es polizeilich aufgenommen worden?Dann haben die die Daten der Frau.

Beitrag von seikon 12.02.11 - 16:32 Uhr

Da du Geschädigte bist entstehen dir keine Kosten. Ich würde mir auch einen Anwalt nehmen. Der regelt dann alles weitere für dich. Wichtig ist nur, dass deine Verletzungen ausreichend ärztlich dokumentiert sind.

Ich nehme an, dass die Polizei vor Ort war? Dann haben die die Daten von der Verursacherin aufgenommen. Dein Anwalt kann sich das dann alles von der Polizei an Infos holen.

Beitrag von marina300601 12.02.11 - 16:40 Uhr

danke schon mal für eure antworten,

ja die Polizei war da.

Beitrag von kati543 12.02.11 - 17:08 Uhr

Ich denke schon, dass du Anspruch auf Schmerzensgeld hast. Ein Anwalt kann dich diesbezüglich auch beraten. Wichtig ist nur, dass du dir von vornherein klar machst, dass wir in Deutschland und nicht in Amerika leben. Also astronomische Summen darfst du nicht erwarten. Ein Bekannter von uns hatte einmal einen Unfall mit einer Straßenbahn. Er arbeitet auf den Schienen und die Straßenbahn ist ungebremst in ihn gefahren. Sein Kollege konnte noch aus dem Gleis springen und wurde nur gering verletzt. Aber er wurde mit Hubschrauber ins KH geflogen, ITS, OP, Reha, monatelange Therapien und Medikamente, über 1 Jahr krank geschrieben. Jetzt wurde er gerade wieder langsam eingegliedert. Der Straßenbahnfahrer hatte zu 100% Schuld. Die Gerichte haben meinen Bekannten keine Mitschuld gegeben. Das Schmerzensgeld betrug gerade mal 3000€. Allerdings hatte er zum Glück auch keine bleibenden Schäden davongetragen.

Beitrag von bienchen.83 12.02.11 - 20:47 Uhr

Hallo,

natürlich bekommst Du Schmerzensgeld. Ich weiß es, weil ich bei einem Anwalt arbeite. Würde Dir raten, zu einem zu gehen. Der Unfall wurde doch bestimmt polizeilich aufgenommen. Für den Anwalt ist es dann ein Leichtes an die notwendigen Daten zu kommen. Für Dich entstehen auch keine Anwaltskosten. Die trägt nämlich die Versicherung der Fahrerin.

LG Jasmin

Beitrag von marina300601 12.02.11 - 21:44 Uhr

Vielen Dank für Deine Antwort.

Ich kenne mich mit sowas leider garnciht aus.
Ich denke ich werde nächste woche mal einen Anwalt anrufen und einen Termin ausmachen.

Gruß Marina

Beitrag von kati543 13.02.11 - 08:46 Uhr

"natürlich bekommst Du Schmerzensgeld"
Habe ich etwas anderes behauptet?

Beitrag von bienchen.83 13.02.11 - 12:19 Uhr

Sorry wenn Du Dich etwas angegriffen gefühlt hast. Meine Antwort war nicht auf Deine bezogen.

Beitrag von catch-up 12.02.11 - 21:57 Uhr

Hast du das Kennzeichen der Frau? Wenn ja, 0180/25026 (Zentralruf der Autoversicherer). Dort erfragst du, welche Versicherung + Versicherungsnummer zu dem Kennzeichen der Unfallgegnerin gehört. Der Zentralruf leitet gleichzeitig deine Anfrage an die entsprechende Versicherung weiter, es erfolgt quasi eine Art Unfallmeldung!

Joa, dann würd ich auch mal zum Anwalt gehen. Ich mein, da kommt vielleicht 150 EUR Schmerzensgeld bei rum, aber das ist ja nicht das einzigste. Du wirst ja auch n Schaden am Auto haben, oder????

Allerdings isses ja eher n Bagatellunfall. Wenn du keine Verkehrsrechtschutz hast, würd ich gar nix machen!

LG Janine, die nix von HWS-Schleudertraumen hält (damit kann man echt nur in Deutschland Geld machen)

Beitrag von manavgat 12.02.11 - 22:05 Uhr

Ich hatte 2 x HWS und 1 x BWS.

Was Du davon hälst, ist sch... egal!

von dem letzten Unfall habe ich 15 Jahre danach noch was.

Gruß

Manavgat

Beitrag von catch-up 12.02.11 - 22:12 Uhr

Kommt drauf an, was du fürn Unfall hattest! Wenn dir mir 20 einer hinten drauf kullert, hast bestimmt nicht 15 Jahre Nachwehen! Dann hat das andere Gründe (Verschleiß, Psyche)!

Das wird dir jeder seriöse Unfallchirurg sagen! Ich hab bisher 5 Medizinschulungen mitgemacht und in JEDER wurde gesagt, dass HWS Beschwerden nach nem Autounfall höchstens 14 Tage AU rechtfertigen, wenn an der HWS nichts weiter gefunden wird!

Aber weil Versicherungen ja immer böse sind, werden durchaus 12 Wochen genehmigt.

Mir kommen die Tränen!

Beitrag von manavgat 12.02.11 - 22:15 Uhr

Blödsinn.

Beitrag von catch-up 12.02.11 - 22:19 Uhr

#augen#augen#augen

Ja, is schon klar! Professoren reden Blödsinn, Madamme hat Recht!

Beitrag von susannea 13.02.11 - 09:11 Uhr

Oh, ich denke, da übertreibst du etwas, denn das HWS-Schleudertrauma kann böse Folgen haben.

EIne Bekannte hat seitdem davon ausgelöst epileptische Anfälle, musste ihr ganzes Leben aufgeben, mit über 30 Jahren wieder zu ihren Eltern ziehen, weil sie alleine nciht mehr Leben kann (kann ja immer eine Anfall kommen) und ihren Beruf als Grundschullehrerin kann sie natürlich auch nciht mehr ausüben.

Sprich, mit dem Schmerzensgeld würde sie z.B. keine Geld machen, sondern nur ihr Leben versuchen zu bestreiten!

Beitrag von tabea33 13.02.11 - 12:31 Uhr

"...die nix von HWS-Schleudertraumen hält"

Was willst du damit sagen?

Beitrag von manavgat 12.02.11 - 22:04 Uhr

Da Du nicht schuld bist, nimmst Du Dir umgehend eine Fachanwältin für Verkehrsrecht und gibst ihr den Auftrag, alles rauszuholen, was geht. Einschließlich Schmerzensgeld und eventuell Haushaltshilfe. Autoreparatur/Wertverlust/Leihwagen

Ich hatte 3 Unfälle diese Art. Vom letzten habe ich - auch 15 Jahre später - immer noch anfallsweise Taubheitsgefühle in den Fingern...

Solltest Du eine private Unfallversicherung haben: unbedingt melden.

Wenn die Verursacherin geflüchtet ist: Anzeige gegen Unbekannt - die Polizei ermittelt dann. Hast Du die Autonummer umso besser.


Gruß

Manavgat

Beitrag von catch-up 12.02.11 - 22:15 Uhr

Also man kann aus ner Mücke auch nen Elefanten machen!

Sie wird schon wissen, was sie tut! Wenn sie gegenüber der Alten Dame keine Gräuel und Rachegefühle pflegt, warum soll sie dann klagen???

Das war n Arbetsunfall! HaHaHi kann sie also gar nicht einklagen! Es geht NUR ums Schmerzensgeld! Was anderes kannst beim AU nicht reinholen!

Beitrag von manavgat 12.02.11 - 23:01 Uhr

du erzählst ein Zeug!

Ich hatte es 3 Mal.

2 x in Deutschland. Klassischer Auffahrunfall - Hintermann hatte gepennt. Beide Male ein Wegeunfall (von der Arbeit nach Hause)

Schmerzensgeld, Autoreparatur, Wertverlust, Haushaltshilfe. Das ganze Programm. Beide Male mit Anwalt.

Zahlt sowieso die gegenerische Versicherung, also was soll's!

Manavgat