Kindergartenwahl = Qual....könnt ihr mir helfen?

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von kitty101 12.02.11 - 17:39 Uhr

Hi ihr,

meine kleine Tochter kommt im Sommer in den Kindergarten. Mir fällt bei ihr die Wahl extrem schwer. Vielleicht könnt ihr mir helfen. Hier Beschreibungen der Kigas:

Kiga A
- hier gehen meine beiden Söhne hin, der Große kommt im Sommer in die Schule, der Kleine nächstes Jahr
- ist ca. 6 km entfernt, wir müssen mit dem Auto fahren
- Einzugsgebiet einer anderen Grundschule
- geschlossene Gruppen
- sehr gutes Schulkindprojekt
- eher kleiner Kindergarten (4 Gruppen, Kiga-Räumlichkeiten eher klein)
- Feste wie Fasching usw. werden sehr schön vorbereitet, Kiga-Feste sind immer sehr schön (Sommerfest)
- viele Elternnachmittage
- feste Termine z. B. 1 x Woche Turnraum, 1 x Singkreis
- jeden Tag auf Außengelände
- schönes Außengelände, nach hinten raus (nicht zur Straße hin)
- ab und zu sportliche Zusatzangebote, z. B. Tennisschnupperkurs, Turnen im Turnverein
- es wird aber relativ wenig "Besonderes" mit den Kids gemacht, d. h. recht wenige Ausflüge (wenn, dann z. B. Fahrt mit dem Bus zur Bücherei, Waldtag usw.)
- Je nach Gruppe wird nicht sehr viel gebastelt
- Oft nur 1 Erzieherin in Gruppe (z. B. im Krankheitsfall der 2.), keine Springer

Kiga B
- in Laufweite von uns (ca. 600 m)
- Integrativer Kiga mit halboffenem Konzept
- Einzugsgebiet unserer Grundschule
- groß (5 Gruppen, großes Haus, Gruppen mit 2 Ebenen)
- morgens gibt es einen Stuhlkreis, danach können sich die Kids im Kiga frei bewegen, sich aussuchen, ob sie z. B. in die Turnhalle oder in den Vorleseraum möchten
- mehr Ausflüge
- kein schönes Außengelände
- alle Kinder werden gleich behandelt, egal welches Alter (d. h. auch die neuen, 3-jährigen Kids werden alleine durch den Kiga geschickt laut Leiterin)
- Kinder sind laut Leiterin teilweise unbeaufsichtigt alleine in der Turnhalle
- größere Kinder dürfen alleine unbeaufsichtig aufs Außengelände
- Außengelände liegt zur Straße hin, Zaun nicht übermäßig hoch
- es sind schon Kinder ausgebüxt und abgehauen, weil die Schulkinder im Außengelände das Tor öffnen können

So, also was meint ihr denn? Das sind jetzt mal alle Sachen, die mir so auf Anhieb einfallen.

Eigentlich müsste die Wahl auf Kiga B fallen, aber der macht mir Bauchschmerzen. Ich kenne halt nur den geschlossenen und sehr behüteten Kiga A. Es gefällt mir nicht, dass dass die Kinder dort schon von Anfang an alleine losgeschickt werden.

Ich habe die Leiterin auch darauf angesprochen, dass ja schon Kinder abgehauen sind, ob ich mir deswegen Sorgen machen soll. Wisst ihr, was sie gesagt hat? "Es kommt schon mal vor, dass Kinder abhauen, wir sind ja auch kein Hochsicherheitsgefängnis!" OH JE!

Ich hatte mir Kiga B schon vor 5 Jahren angeschaut, und mich dagegen entschieden, weil es damals dort total chaotisch war (alle Kinder auf dem Gang). Ich habe ihn jetzt noch mal angeschaut, weil es einfacher für mich wäre, wenn meine Tochter dort hinginge. Ich bräuchte dann in einem Jahr nämlich gar nicht mehr mit dem Auto fahren.

Kiga A haben wir damals genommen, weil meine Eltern in der Nähe wohnen, und die Kids öfters abholen.

Meine Söhne fühlen sich dort sehr wohl, obwohl nicht sooo viel gemacht wird.

Ich weiß echt nicht, was ich machen soll. Was meint ihr denn, so ganz neutral?

Irgendwie macht mir Kiga B echt Angst nach der Aussage von der Leiterin, mein Mann meint, ich würde übertreiben.

Puh....bin mal auf eure Meinungen gespannt.

Ganz liebe Grüße,
Eure Kitty

Beitrag von frifri10 12.02.11 - 17:42 Uhr

ich würde mich für Kindergarten B entscheiden. Da überwiegt für mich so einiges ;-)
Wir haben uns auch für eine andere Alternative, als den vor Ort entschieden und haben es keinen Tag bereut.



lg fri

Beitrag von frifri10 12.02.11 - 17:43 Uhr

ahhhh wie doof......Kindergarten A wollte ich schreiben #winke

Beitrag von kitty101 12.02.11 - 17:47 Uhr

Ah, ok :-)

Da tendiere ich im Moment auch eher dazu....wechselt aber stündlich. Muss mich allerdings bis Montag entschieden haben (ARGH)....Dienstag werden die Plätze vergeben.

Beitrag von kitty101 12.02.11 - 17:45 Uhr

Hi fri,

Kindergarten B ist aber der vor Ort. Meinst du den? Also den offenen, oder doch A, der weiter weg ist?

Habs nicht so ganz verstanden :-p

LG,
Kitty

Beitrag von frifri10 12.02.11 - 17:59 Uhr

hab ja auch doof geantwortet. Ich würde den wählen der weiter weg ist :-)

Beitrag von schullek 12.02.11 - 17:50 Uhr

hallo,

du hast gute erfahrungen mit a, kennst die erzieher, das konzept und hast vertrauen. das wäre für mich ausschlaggebend. wichtig finde ich nicht vordergründig, was alles im kiga gemacht wird, sondern ob sich das kind wohlfühlt und ich vertrauen zu den erziehern habe. das hast du bei a, bei b kannst du es nicht sagen bzw. hast du punkte, die für dich schon vorher negativ sind. meine wahl wäre daher a. trotz fahren.

lg

Beitrag von kitty101 12.02.11 - 17:58 Uhr

Hi,

also natürlich gefallen mir im Kiga A auch so manche Sachen nicht, aber allein die Aussage der Leiterin mit dem Abhauen.....Ich meine, ich muss mich doch darauf verlassen können, dass mein Kind dort nicht abhauen kann.

Persönlich wäre mir A wohl auch lieber..... Irgendwie sagen aber alle um mich herum, ich solle B nehmen, wegen des Vorteils des Fahrens.

Auch sind die Nachbarskinder alle in B und die sind auch zufrieden.

Echt schwierig.

Ganz liebe Grüße und danke für die Antwort.

LG,
Kitty

Beitrag von zahnweh 12.02.11 - 18:08 Uhr

Hallo,

1. Frage: wo fühlt sich dein Kind wohler?
ich habe meine damals zu allen mitgenommen und es war sehr schnell klar, wo sie sich wohl fühlt. Sie wurde direkt begrüßt und aufgenommen (obwohl nur zum Anschauen da). ... Es wurde nicht nur über ihren Kopf hinweg geredet, als wäre sie gar nich dabei.

2. was von den aufgelisteten Dingen, ist dir am Wichtigsten?
a) mache mal eine Reihenfolge mit deinen Prioriäten. erst mal nur, was dir wichtig ist. ... dann schaue dir die Kigas an und vergleiche, welcher von ihnen es erfüllt.

Beispiel:
mir ist wichtig
+ mein Kind muss sich wohlfühlen
+ ich muss das Gefühl haben, jederzeit mit den Erzieherinnen über alles reden zu können, was mein Kind betrifft
+ unsere Erziehungsschwerpunkte sollten übereinstimmen
+ die Kinder dürfen selbst basteln und es wird ihnen nichts vorgesetzt, was die Erzieherinnen gemacht haben
+ er muss bei jedem Wetter erreichbar sein (habe kein Auto)
+ dass altersgemischte UND altershomogene Aktivitäten angeboten werden (Ausflge für die Großen oder Gruppenaufgaben im Kindergarten direkt)
+ mein Bauchgefühl muss gut sein :-)

Davon hat unser Kindergarten alles erfüllt. Die anderen nur zum Teil.


Mittelwichtig ist mir
+ das Außengelände, das auch genutzt wird
+ dass es wenige Ausflüge sind oder wenn mit den großen
(das meiste mache ich mit meinem Kind selbst und ich fand es als Kind schrecklich, auf die Erzieherinnen oder fremde Mütter angewiesen zu sein, wenn ich mal musste. Im letzten Kiga-Jahr war ich dann schon reif dafür, aber davor noch nicht)
+ dass es nicht zu viele Angebote gibt
(von manchen Kigas wird man mit Angebotswerbung fast schon erschlagen)
+ dass die Kinder auch ohne Sonderprogramm, die Möglichkeit haben, manches auszuprobieren

auch hier liegt unser Kiga gut dabei.


Von den anderen Kindergärten haben mich dann noch ein paar andere Dinge abgeschreckt, so dass unsere Wahl schnell klar war :-)

Beitrag von kitty101 12.02.11 - 18:16 Uhr

Hi Zahnweh,

danke dir für deine lange Antwort.

Meine Tochter kennt den Kiga von meinen Jungs natürlich schon, weil sie immer beim Bringen und Holen dabei ist. Wir waren auch schon in der Gruppe, in die sie dort käme, wenn wir sie dort anmelden. Sie wurde sehr lieb aufgenommen, sie sollte gleich mitmalen. Allerdings geht eine der Erzieherinnen bald in Mutterschutz, und es gibt noch keine Nachfolge (Stelle wird gerade ausgeschrieben).

Im zweiten Kiga war sie auch mit, auch dort wurde sie nett aufgenommen. Die Leiterin schickte sie gleich mal alleine weg, dass sie sich umschauen kann. Sie hat auch gleich ein paar Nachbarskinder gefunden.

Ich mache mir eine Liste, nach deinen Vorschlägen. Mal sehen, wie ich mich entscheide.

LG und noch mal merci,
Kitty

Beitrag von kati543 12.02.11 - 18:26 Uhr

Ich würde meine Kinder in keinen Kiga geben, wo nicht permanent eine Betreuung ist. Und wo die Kinder abhauen können. Gerade ein I-Kiga muß ja wesentlich mehr Personal haben (also eine Erzieherin pro Gruppe geht einfach nicht) und auf alle Fälle müssen die Ausgänge bewacht werden, wenn die Kinder draußen spielen. Gerade besondere Kinder haben häufig null Gefahrenbewußtsein und Weglauftendenzen. Und ja, ich erwarte von einem Kiga, dass er wie ein Hochsicherheitsgefängnis ist. Niemand darf unbefugt rein und kein Kind ohne Eltern raus. Ich werde sogar angerufen, wenn eine für die neue Erzieherin "fremde" Person meinen Sohn abholt.

Beitrag von kitty101 12.02.11 - 18:46 Uhr

Hi,

ehrlich gesagt erwarte ich auch, dass der Kiga wie ein Hochsicherheitsgefängnis ist. Zumindest, was das Weglaufen betrifft, denn das geht einfach nicht.

Ich weiß nicht, was der Leiterin da eingefallen ist. Von einer Nachbarin weiß ich, dass das besagte Tor bis 12:00 Uhr abgeschlossen ist. Warum sagt sie dann solche Sachen? Will sie sich absichern?

Ich fands total daneben.

LG und danke für deine Antwort,
Kitty

Beitrag von marenchen23 12.02.11 - 19:36 Uhr

Hi,

ich finde es kommt auch irgendwie aufs Kind an. Es gibt Kinder, die brauchen ihren Raum und wollen immer mit den gleichen Leuten sein und die wären unglücklich, wenn ständig jemand "fremdes" in der Gruppe ist.

Unser Kiga ist auch ein halb-offener. Es gibt feste Gruppenzeiten und danach darf jedes Kind woanders hin, aber es muss fragen und dann wird eingetragen wo das KInd am Vormittag war. Für meinen ist das toll, wobei der mit 3 - also im esten jahr - die meiste Zeit in SEINER Gruppe war, bei seiner Ilona :-)
Aber jetzt ist er total glücklich mit dem offenen Konzept. Es sind gut 100 Kinder dort in 4 Gruppen, und er kennt sie fast alle :-) eben auch durch diese Konzept.
BEi uns kann keiner abhauen. Zaun sehr hoch, ohne Erzieher gehen nur Kids alleine raus, denen sie wirklich vertrauen. und die Tür ist immer abgesperrt vorne.

So wie du aber klingst hast du dich eh bereits entschieden. Du hast gute Erfahrungen mit A gemacht, daher finde ich von deiner Frage her, du kannst sie fast selbst beantworten :-)

Maren

Beitrag von flammerie07 12.02.11 - 20:10 Uhr

Du hast doch deine Wahl schon getroffen!

Kindergarten B klingt übrigens ganz nach unserem Kiga hier im Ort und sorry wenn ich das so krass sage: Ich würde mir eher die Hand abhacken als meinen Sohn dorthin zu geben. ein einziges Chaos, keiner weiß wo die Kids sind, ausgeschlagene Vorderzähne und keiner hat´s mitbekommen, falsches Kind beim Abholen gebracht, 15 jährige Praktikanten alleine mit den Kindern der integrativen Gruppe usw usf...ich könnte Stunden so weiter machen...ist genau das selbe Konzept wie der Kiga B, den du beschrieben hast...

nunja...jetzt kennst du meine Meinung

Beitrag von sunnylu 13.02.11 - 14:13 Uhr

Hallo Kitty,

ich würde mich für A entscheiden, da ich weiss, dass für unseren Sohn feste Strukturen und ein überschaubares Umfeld wichtig sind.
Dazu würde für mich sehr ins Gewicht fallen, dass sie regelmässig draussen sind (also schönes Aussengelände) und das Klima generell schön ist.

Ausflüge sind in meinen Augen unwichtig, das mache ich nachmittags oder am Wochenende sowieso. Und es werden ja Sportangebote / Singkreis, etc. gemacht - ich finde das ausreichend.

Diese offenen Konzepte begeistern mich nicht so - nach meinen Erfahrungen.

Gute Entscheidung - höre auf dein Bauchgefühl!

LG,
Susanne

Beitrag von mel-t 13.02.11 - 16:40 Uhr

Ich würde auf mein Bauchgefühl hören, denn eigentlich hast Du Deine Wahl ja schon getroffen. Du bist mit dem Kindergarten deiner Söhne zufrieden und sie haben sich offensichtlich wohl gefühlt, der andere ist Dir nicht geheuer.... das überträgt sich auch auf das Kind. Da ist die Entscheidung doch eigentlich klar. Das mit dem Einzugsgebiet der Schule ist nicht so dramatisch, die Kinder finden in der Schule in der Regel sowieso neue Freunde.

Mfg
Mel-t