Habt ihr auch so merkwürdige "Freunde"?

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Beitrag von derhimmelmusswarten 12.02.11 - 19:27 Uhr

In letzter Zeit fällt mir immer mehr auf, dass ich eigentlich niemanden mehr als Freund bezeichnen kann... Jedenfalls haben mir so einige Vorfälle in der letzten Zeit sehr zu denken gegeben. Um einige Beispiele zu nennen:

Meine "beste Freundin" kenne ich seit der ersten Klasse. Immerhin schon 22 Jahre. Wir haben zusammen die Schule besucht. Irgendwann machte sie Abitur, ich entschied mich aber für eine Ausbildung. Natürlich sahen wir uns dann nicht mehr jeden Tag. Mit 19 lernte sie ihren Freund kennen, mit dem sie jetzt noch zusammen ist. Im Laufe der Zeit zog sie mehrmals um. Aber erst zuletzt etwas weiter weg (aber immer nur noch ca. 45 Minuten entfernt). Früher besuchte ich sie schon selten. Es lag aber immer an ihr. Ich habe sehr oft gefragt, ob wir uns treffen sollen. Aber sie hatte eher selten Lust. Fragte von sich aus seltener als ich. Aber daran hatte ich mich schon gewöhnt. Andererseits war sie immer hilfsbereit. Besuchte mich im Krankenhaus nach der Geburt meiner Tochter, fuhr mit mir zum Arzt, mit der Kleinen zum Arzt und auch mit ins Krankenhaus als die Kleine dorthin musste. Seit sie umgezogen ist (fast ein Jahr her), habe ich sie kein einziges Mal mehr besucht. Ein Treffen platzte, da meine Tochter krank war. Aber dabei handelte es sich auch um ihre Geburtstagsfeier. Außer an Geburtstagen wird man eigentlich sowieso nicht eingeladen. Danach folgte keine Einladung mehr. Ich habe mal angefragt, ob man sich am neuen Ort denn schon eingelebt hätte und was sie am neuen Wohnort denn am Wochenende so machen würden. Darauf kam, dass sie sich dort noch gar nicht auskennen und immer nur zu Hause wären...

Nun kam der Hammer. Die beiden heiraten und sie teilte direkt mit, dass sie niemanden einlädt. Später hieß es dann, dass sie nur Verwandte einlädt. Mein Freund hat nur den Kopf geschüttelt und gemeint, dass sowas ja nach 22 Jahren Freundschaft unter aller Kanone wäre. Abgesehen davon handelt es sich ohnehin nur um einen Kaffee- und Kuchen-Nachmittag daheim. Also lächerlich, da nicht noch ein paar enge Freunde einzuladen...

Eine andere "Freundin" lernte ich vor 9 Jahren während meiner Ausbildung kennen. Wir gingen mittags oft zusammen essen und trafen uns auch abends öfter zum Essen. Irgendwann riss der Kontakt ab, da wir die Arbeitsstellen wechselten. Vor 2 Jahren fanden wir uns über wkw wieder. Inzwischen waren wir beide Mutter geworden und trafen uns dann wieder. Seit ich sie kenne, war ich kein einziges Mal bei ihr zu Hause. Wir trafen uns früher nur außerhalb. Gut. Sie wohnt zu Hause bei ihren Eltern. Nachdem der Typ sie verlassen hat, von dem sie ein Kind hat, auch. Aber daran kann es nicht liegen. Denn wir trafen uns auch früher nie zu Hause als sie noch nicht liiert war und wir beide noch bei unseren Eltern lebten. Nachdem wir uns wieder trafen, besuchte sie mich mehrfach mit ihrem Baby bei uns zu Hause. Die ersten Male habe ich Kaffee und Kuchen aufgetischt. Von ihr kam nichts. Weder ein kleines Geschenk für meine Tochter, noch mal ein Mitbringsel zum Kaffee. Daraufhin habe ich nur noch was zu Trinken hin gestellt. Wenn wir uns denn mal ohne Kinder treffen, dann abends zum Essen. Außerhalb.

Andererseits erzählt sie mir, dass sie daheim die Taufe ihres Sohnes gefeiert hat und Freundinnen vorbei kamen. Es ist also nicht so, dass niemand zu ihr kommt. Aber es kam wie gesagt niemals eine Einladung, dass wir auch mal vorbei kommen könnten. Nun hat sie Geburtstag. Im Vorfeld hat sie mich mal gefragt, ob wir dann abends Essen gehen wollen. Nun hat sie mir eine SMS geschrieben, dass vorher nachmittags Leute zum Kaffee trinken kommen würden... Natürlich bin ich dazu nicht eingeladen.

Ich finde das sehr sehr seltsam. Was sind das alles für komische Leute?

Ansonsten habe ich noch eine Freundin, die allerdings aufgrund ihrer türkischen Herkunft eine sehr sehr große Familie hat. Dadurch hat sie selten Zeit, denn dort ist es üblich, dass man sich an jedem Wochenende bei einem anderen Familienmitglied trifft und wenn nicht, stehen Hochzeiten oder andere Familienfeiern auf dem Programm. Daher sehen wir uns auch nur relativ selten mal. Dann laufen die Treffen aber normal ab. Mal bei uns, mal bei ihr oder auch mal draußen irgendwo.

Eine andere Freundin hat sich quasi nicht mehr gemeldet seit ich ein Kind habe, was ich aber auch irgendwo noch nachvollziehen kann, da sie weiter weg wohnt, kein Kind hat, keinen Freund und im Prinzip am Wochenende auf Partys unterwegs ist.

Mein Freund hat ähnliche Erfahrungen gemacht. Leute, mit denen man früher zu tun hatte, melden sich überhaupt nicht mehr. Wobei ich das bei ihm noch eher nachvollziehen kann, da er, ehe wir uns kannten, halt sehr viel am Wochenende unterwegs war und das nun mit Familie natürlich nicht mehr macht. Dennoch melden sich die wenigen Leute, die er noch so kennt, auch nie. Haben scheinbar alle andere Freunde...

In Vereinen sind wir nicht. Er hat eine Schwester, die aber 8 Jahre älter ist, auch keine Kinder hat und ziemlich unflexibel ist. Ich habe drei Halbgeschwister, die viel jünger sind als ich und außerdem alles Jungs. Da besteht auch kein wirklicher Kontakt.

Mein Freund meint, die beiden erstgenannten Freundinnen, die ich habe, solle ich abhaken und mich nicht mehr melden. Bei uns daheim wolle er sie eigentlich auch nicht mehr sehen, da er meint, dass es eine Frechheit ist. Eigentlich sehe ich das auch so. Aber irgendwie hätte ich dann gar niemanden mehr. Wirklich niemanden mehr. Mein Opa und meine Oma sind nicht mehr da. Früher lebte ich dort und später war ich jeden Tag dort. Mein Opa ist tot, meine Oma kommt ins Pflegeheim, meine Mutter geht den ganzen Tag arbeiten...

Oder ist es etwa der Normalfall, dass man weitestgehend allein ist bzw. dass sogenannte Freunde so seltsam sind?! #kratz

Beitrag von alkesh 12.02.11 - 20:12 Uhr

Meine Freunde haben sich für mich gefreut als ich, nur im Kreise der engsten Familienmitglieder, geheiratet habe!
Das ist mein bzw. unser Tag und den gestalte ich wie es mir passt. Daraus zu folgern das einem die Freunde nicht wichtig sind - #contra

Kleiner Tip: sprechenden Menschen kann geholfen werden, also einfach mal fragen!

LG

Beitrag von dina131283 12.02.11 - 21:55 Uhr

#pro !!

Beitrag von lotta12 12.02.11 - 20:28 Uhr


Hallo,
tut mir leid, dass es bei dir so läuft.
Wenn du immer den Anfang machen mußt, mußt du überlegen, ob es noch Sinn hat.
Ich kenne das aber auch, dass manchmal der Kontakt einschläft.

Die Freundin, mit der ich schon zusammen im Kiga war, meldet sich auch kaum. Nun, die beiden-also sie und ihr Mann- haben keine Kinder.--
Deswegen fehlt denen sicher der Bezug zu uns. Richtig ehrlich sind die auch nicht.
In unserer Jugend haben wir uns alles erzählt.
Doch nun erwähnen sie nur kurz die schönen Seiten ihres Lebens, wenn wir uns dann mal alle 3 Monate treffen. Aber von uns wollen sie alles wissen. Aber den Kontakt will ich trotzdem erhalten, manchmal quatschen wir noch über die alten Zeiten, haben Spaß.

Eine Freundin von mir ist vor wenigen Jahren an Krebs gestorben, hat Mann und Kinder zurückgelassen. Ich wußte nicht einmal, daß sie krank war. Da bereue ich es jetzt, dass ich mich nicht von ihr verabschiedet hatte, der Kontakt war vorher auch abgebrochen.

Andere Freunde melden sich alle 2 Wochen- manchmal reicht das auch. Doch finde ich, dass ich nach einem Anruf meistens eine positive Resonanz bekomme.
Wir treffen uns bei Jedem mal.
Heutzutage ist es wirklich schwer, vernünftige und ehrliche Leute zu finden. Ich finde, viele legen mehr Wert auf den Konsum und bestimmte Marken. Schätzen ihre Freunde auch danach ein. Es entsteht Neid oder es wird gespottet.

Aber gib den Mut nicht auf. Irgendwo lernt man immer neue kennen.

Und es läßt sich eine neue Freundschaft gründen.

Habe auch später nette Leute kennengelernt.

Ich wünsche dir viel Glück!

Lotta :-)

Beitrag von silbermond65 12.02.11 - 20:46 Uhr

Wenn ich heirate ,lade ich ein wen ich möchte.Und wenn ich ganz alleine feiere ,dann ist das MEINE Sache .
Wenn sich andere deswegen angepisst fühlen......nicht mein Problem.
Entweder redest du mal mit deinen "Freundinnen" und sagst ihnen was dir nicht gefällt oder brichst die "Freundschaft" einfach ab.

Beitrag von meckikopf 12.02.11 - 22:20 Uhr

Das mit der Hochzeit habe ich ja auch schon so geschrieben. Aber MUSS man dann lügen? Davon ab, dass man niemanden anlügt, aber dann auch noch die Freundin? Denn das ist echt panne und total daneben!
Noch mal - es geht nicht ums Nicht-eingeladen-Werden, sondern ums Lügen!

Beitrag von frau-mietz 12.02.11 - 21:13 Uhr

Hallo!

Wirkliche Freunde hab ich wenig, ich würde sagen 3 wahre.

Meine beste Freundin ist manchmal auch komisch :-)
Sie ist des öfteren eingeschnappt, wegen Kleinigkeiten.
ZB wenn ich sage ich ruf morgen an, vergesse das denn und ruf halt den nächsten Tag an.
Dann kommt ein zickiges: Tja, hattest wohl was wichtigeres vor wa?

Ich lach darüber, ich kenne sie seit 20 Jahren und sie ist immernoch wie damals.#rofl

Oder sie schreibt mir und fragt wie es mir geht.Ich antworte und als ich mal nicht gefragt habe, was denn bei ihr so los ist, kommt zurück: Aha,bla,bla,bla....Übrigens danke der Nachfrage,mir gehts auch gut. *Ironie off*
(Wir schreiben fast täglich)

Aber ich mag die Zicke wie sie ist.Wir halten zusammen und sind füreinander da, dass ist das Wichtigste. :-)

Mir ist außerdem auch aufgefallen, das angebliche "Freunde" sich nicht mehr melden, seitdem ich Mutter bin. #kratz

Naja was soll´s.Kann auch gut ohne die leben ;-)

LG

Beitrag von drele74 12.02.11 - 21:28 Uhr

Nur zum thema Hochzeit im kleinen Kreis:

Ich heirate im Mai, nur mit engster Familie! Keine Freunde - nix...

Das ist unsere Entscheidung und es geht niemanden etwas an!

Vielleicht liegts an Dir, dass Dich keiner von sich aus sehen will...

Grüße
Andrea

Beitrag von canadia.und.baby. 12.02.11 - 21:48 Uhr

Wir haben auch nur im ganz kleinen Kreis geheiratet (wir 3, meine Mama und 2 trauzeugen )!

Ich finde da auch ncihts schlimmes bei , wir haben am 30.12.10 geheiratet und werden etwas größer im August nachfeiern. Aber auch da werden nur ganz bestimmte leute eingeladen , sonst wird es einfach zu groß!

Würde sage , du hast dich mit deiner langjährigen Freundin auseinander gelebt , passiert halt.


Beitrag von meckikopf 12.02.11 - 22:17 Uhr

Nein, solche Freunde habe ich nicht.

Aber ich finde trotz alledem - so sehr dich das auch verletzen mag - dass jeder zu seiner Hochzeit einladen darf, wen er möchte. Und wenn deine Freundin dies halt nur im allerengsten Verwandtenkreis getan haben, dann ist es halt so. Aber sie hätte dich nicht anlügen brauchen und dürfen, dass sie niemanden einlädt - und dann DOCH - wenn auch nur im engsten Kreis mit der Verwandtschaft - feiert. Das finde ich auch eine Sauerei (also das Lügen - nicht das alleinige Feiern mit der Verwandtschaft!) und das hätte ich ihr auch genauso auf den Kopf zugesagt. Denn lügen hasse ich nämlich wie die Pest - und ich lasse mich nicht anlügen! Von niemandem. Da wär's dann auch bei mir aus mit der Freundschaft. Denn eine Freundschaft, die auf Lügen aufgebaut ist, ist sowieso im vornhinein zum Scheitern verurteilt! Wie gesagt, ich hätte absolut kein Problem damit, wenn man sagt, dass man keine Freunde und Bekannte, sondern nur die Verwandtschaft, einladen möchte, aber beim Lügen hört's bei mir echt auf. Sowas kann ich auf den Tod nicht ab! Und das hat auch ganz gewaltig was von feige!

Aber ansonsten... was deine sog. "Freunde" sonst so betrifft und was du hier sonst so von denen schreibst... da würde ich dir vorschlagen, hak' die ab und brich die Freundschaft mit denen ab, wenn du dich nicht mehr wohlfühlst. Das ist zwar doof und sehr unangenehm, aber WAS will man denn, bitte schön, mit solchen "Freunden"?

Und wie stehen sie sonst so zu dir? Wie gesagt, wenn da sonst auch nicht viel los ist, dann zieh' schnellstmöglich den Schlussstrich.

Beitrag von nick71 13.02.11 - 10:24 Uhr

"Aber sie hätte dich nicht anlügen brauchen und dürfen, dass sie niemanden einlädt - und dann DOCH - wenn auch nur im engsten Kreis mit der Verwandtschaft - feiert."

Vielleicht wollte das Paar erst niemanden einladen und hat sich dann doch entschieden, wenigstens mit der Familie zu feiern. Ich lese hier jedenfalls nix davon, dass gelogen wurde...

Beitrag von windsbraut69 13.02.11 - 10:33 Uhr

So hätte ich das auch erstmal verstanden.
Davon abgesehen liest sich ja heraus, dass der Kontakt schon längere Zeit sehr einseitig verläuft. Vielleicht fühlte sich die Freundin auch bisschen bedrängt, wenn es denn tatsächlich gelogen war.

LG,

W

Beitrag von nina1984 12.02.11 - 22:28 Uhr

Hey uns geht es genau so. Mein Mann und ich haben die letzten Wochenenden auch hier schon gesessen und uns gefragt, ob wir komisch sind oder die Anderen.

Wir wollen mal gucken, ob wir irgendwo neue Kontakte finden...

Beitrag von cashmere0815 12.02.11 - 23:54 Uhr

Ich denke im Laufe der Zeit verändert man sich und die Interessen sind unterschiedlich. Manch eine Freundschaft hält das aus und einige eben leider nicht. Dann kommt es halt immer drauf an, was man selbst möchte oder aber der andere Part. Weil ich vielleicht noch enge Freundschaft empfinde, muß der andere das leider nicht mehr so empfinden. So traurig das auch ist. Oder aber umgekehrt.
Meine frühere beste Freundin z.B. hatte keine Lust sich extra für meine Hochzeit einen Tag Urlaub zu nehmen, da sie schon ihren Jahresurlaub anderweitig verplant hat. Das habe ich akzeptiert, obwohl ich sehr enttäuscht gewesen bin. Unsere Freundschaft ist mehr oder weniger letztlich daran zerbrochen, dass mein Mann keine Lust hatte ihren PC wieder ans Laufen zu bringen. Mir wurde vorgeworfen, ob ich bzw. er zwischen Bekannten und Freunden nicht unterscheiden könne. Wenn ich Bilanz ziehe, war es immer so, dass ich/wir gesprungen sind, wenn sie Hilfe brauchte. Hatte ich mal keine Zeit, war sie sauer und ich bin letztlich doch gesprungen. Wenn ich Hilfe brauchte, hatte sie oft keine Zeit und ich habe das akzeptiert. Wie oft hat sich sich nicht mehr bei mir gemeldet, weil sie sauer war. Immer bin ich ihr hinterhergelaufen. Im nachhinein war es wohl doch sehr einseitig, aber ich sehe sie trotzdem immer noch als meine frühere beste Freundin an. Ich habe immer eine Seelenverwandschaft empfunden. Und ich vermisse sie nach all den Jahren immer noch.
Umgekehrt war es auch mal so, dass mich eine als ihre Freundin tituliert hat. Ich habe sie als Bekannte gesehen, aber nicht mehr. Irgendwann ging sie mir dermassen auf den Geist, dass ich einfach keine Lust mehr hatte mich mit ihr zu treffen. Wir haben mittlerweile 0 Kontakt und mir geht es besser als wenn ich mit ihr Kontakt habe.
Und dann gibt es ganz viele Bekannte mit denen man sich ab und an trifft oder getroffen hat, aber es wird/wurde nie mehr draus. Entweder hat man andere Interessen oder aber es ist totlangweilig. Ich kenne z.B. eine Frau bzw. Familie, die jedes 1/2 Jahr ein Treffen mit uns organisieren, weil ja unsere beiden Söhne in eine Klasse gehen und es ganz nett sei. Mich langweilen diese Treffen, weil man sich kaum was zu sagen hat. Die Gespräche sind mehr oder weniger oberflächlich und wir sind von unseren Interessen auch völlig unterschiedlich. Und unsere Söhne können eigentlich auch nicht wirklich miteinander. Wir haben bei den letzten Verabredungsversuchen auch gesagt, dass wir soviel zu tun haben....mittlerweile haben sie es verstanden.
Ich habe auch keine Freundin mehr, der ich wirklich alles erzählen kann. Ich vermisse meine frühere Freundin unwahrscheinlich, aber eine neue Freundschaft aufzubauen ist für mich sehr schwierig. Oder ich bin zu anspruchsvoll.
Also, Du bist nicht allein! :-(

Beitrag von ms.luna 13.02.11 - 08:31 Uhr

Hallo,

ich kenn das auch.
Meine ehemalige "Freundin" war auch irgendwie komisch...Sie wollte sich immer gerne "Wichtig" fühlen und als was besonders.
Das Gefühl hab ich ihr auch gerne gegeben...mein Gott, warum nicht, hab ich gedacht.Wir haben zusammen gearbeitet und - weil wir etwas weiter auseinander wohnen ( 45 Minuten mit dem Auto) häufiger telefoniert als uns getroffen. ( Also außerhalb der Arbeit). Das sie nicht immer so 100% bei der Warheit bleibt wußte ich, dachte aber, dass ich das im Griff habe und sie sowas mit mir nicht macht.
Irgendwann habe ich dann gemerkt, dass sie mich bei den Kunden schlecht macht...das war schon ein harter Schlag. ( Es ist meine Firma). Dann bin ich für einige Zeit ausgefallen, weil ich schwanger war. In der Zeit ist der Kontakt dann völlig abgebrochen.
1. Weil sie ohne meine " Aufsicht" nicht mehr gearbeitet hat ( sie hat die Arbeit wirklich schlichtweg nicht gemacht, und die Zeit im Betrieb regelrecht abgesessen.) Als ich sie darauf ansprach war sie sauer.
2. Hat sie sich dann mit einer anderen Kollegin "verbündet" und mit ihr begonnen Intrigen gegen andere Mitarbeiter zu spinnen, und hat mich vor den Mitarbeitern schlecht gemacht.
Als ich dann nach der SS wieder zu arbeiten anfing hat sie gekündigt. Per SMS mit dem Beisatz, ich bräuchte sie auch nicht mehr anrufen....

6 Monate später wollte sie gerne wieder zurück in den Betrieb. Hat sich entschuldigt, mich jeden Tag angrufen...wir haben stundenlang gequatscht...aber als sie merkte, dass ich "nur" die Freundschaftg will, sie aber ihren Job als meine "rechte Hand " nicht wieder bekommt hab ich nie wieder was von ihr gehört.

Nun arbeitet sie bei einem Mitbewerber...und von dort hört man Gerüchte, dass sie mit mir nie wieder was zu tun haben will, weil ich falsch und hinterhältig bin :-(

Verstanden hab ich das bis heute nicht, warum sie so ist.
Wir waren 8 Jahre wirklich eng befreundet, haben viel gemeinsam, und sind als Arbeitsteam unschlagbar... Und so blöde wie es klingt : Sie fehlt mir total ...und wenn sie nicht so intrigant wäre würde ich sie auf der Stelle wieder - auch im Job- auf ihre alte Position setzten.....

Beitrag von hsicks 13.02.11 - 09:12 Uhr

Hallo,

ich glaube mich zu erinnern, dass laut Statistik Freundschaften - oder das, was man dafür halten mag - durchschnittlich 6 Jahre halten.

Seien wir ehrlich : In den meisten Fällen handelt es sich mehr um Zweckgemeinschaften in einer bestimmten Lebenssituation wie Schule, Studium, Verein, Beruf. Ist diese Zeitspanne beendet, geht jede(r) ihren/seinen eigenen Interessen nach und man entwickelt sich einfach auseinander, so dass es irgendwann nicht mehr " passt ", weil man sich nichts mehr zu sagen hat.

Und dann gibt es noch die " Ausnutzer und Abstauber ", die eine " Quasi-Freundschaft " nur aufbauen, um Freund/Freundin auszunutzen - das sind diejenigen, von denen man nur dann hört, wenn sie etwas ausleihen wollen oder man ihnen einen anderen Gefallen tun soll, eventuell, weil man Beziehungen zu etwas hat, das dieser Quasi-Freund/Quasi-Freundin gerne haben will.

Ich selbst glaube mit 51 Jahren nicht mehr an Freundschaften und pflege ganz konsequent auch keine mehr. Ich mag keinem etwas schuldig sein , aber komme im Umkehrschluss auch nicht unbedingt anderen noch hilfreich entgegen.

Gruß,
Heike

Beitrag von frau-mietz 13.02.11 - 09:27 Uhr

Du hast die Leute vergessen, die einen als seelischen Mülleimer missbrauchen.
Wenn man selbst ein Problem hat, wollen die davon nichts wissen, da es ihnen wesentlich schlechter geht.

;-)


LG

Beitrag von lahme-ente 13.02.11 - 10:10 Uhr

Hallo,

ich sage jetzt nur was zum Thema Hochzeit. Wir waren nur zu dritt. Mein Mann, ich und meine Tochter. Mehr nicht. Klar, waren hinterher welche angepisst aber das kümmert mich nicht. Ist ja schliesslich unsere Sachen wen wir einladen.

Und das solltest Du auch akzeptieren, ist ja schliesslich nicht EUER Tag, sondern der Deiner Freundin und ihren Mann.

Ich finde es immer total blöd, wenn andere einen Vorhaltungen machen deswegen.

Beitrag von nick71 13.02.11 - 10:33 Uhr

"Was sind das alles für komische Leute?"

Wenn man den Eindruck hat, dass alle Leute komisch sind, fängt man am besten mal an, über sich selber nachzudenken.

Beitrag von windsbraut69 13.02.11 - 10:36 Uhr

Aus Deiner Schilderung geht ja hervor, dass die Freunde oder ehemaligen Freunde durchaus andere Kontakte ganz "normal" pflegen.
Dann würde ich jetzt nicht davon ausgehen, dass sie alle merkwürdig sind oder ein Problem haben.

Vielleicht verhaltet auch Ihr Euch (unbewußt) so, dass sie keine Lust auf engeren Kontakt haben?

Gruß,

W

Beitrag von orangeleseratte 13.02.11 - 13:36 Uhr

Ja hab ich auch! Eine Freundin habe ich bereits seit über 30 Jahren! Wir sind also quasi im Kindergarten zusammen gekommen und der Kontakt ist in den letzten Jahren zwecks unterschiedlicher Lebensweisen zwar spärlicher geworden, aber nie abgerissen! Sie ist sogar meine Trauzeuginn und war mir immer sehr wichtig! Letzte Woche hab ich über andere erfahren dass sie schwanger ist! Das hat mir einen großen Stich versetzt! Ich freu mich natürlich sehr für sie, aber dass sie mir nichts davon sagt, verletzt mich schon tief! Warum??? Keine Ahnung! Vielleicht war die Freundschaft von meiner Seite aus immer intensiver als von ihr???Ich finde das schmerzlich, werd es aber akzeptieren müssen! 30 Jahre hake ich nicht einfach so ab! Die genauen Hintergründe sind ja oft ganz anders, als man denkt! Also - ab und zu muß man versuchen über den Dingen zu stehen und den anderen auch mit seinen Macken zu akzeptieren! Ich wünsch dir viel Glück!!!