Stillen klappt nicht ( lang)

Archiv des urbia-Forums Stillen & Ernährung.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. 

Beitrag von andi2184 12.02.11 - 20:20 Uhr

He ihr,
unsere Maus ist jetzt 2 Wochen alt und ich bin diese Woche teilweise stundenlang am stillen.Hauptsächlich Nachts.Die Kleine trinkt erst normal und nach 5 - 10 Minuten schläft sie ein.Dann wickel ich sie das sie wach wird.Danach leg ich sie nochmals an.Ich schau immer das sie mindestens 20 Min. trinkt und warte ab bis sie sich auf meine Brust zum schlafen legt.
Seid Sonntag Nacht wacht sie 5 Minuten später auf und weint,dann leg ich sie nochmals an und dann tut sie rasend.Wackelt mit dem Kopf und weint an der Brust.Für mich hört sich es immer an als ob sie nicht satt wird.
Das gleiche geht jetzt auch in der früh los.Bin jede Stunde am stillen.Heute von 7 Uhr morgens bis 11 Uhr.Dadurch komm ich halt zu gar nichts und ess und trink fast nichts.Die Maus geht da erst mal vor,aber ich befürchte jetzt das ich dadurch weniger Milch habe als letzte Woche(da hat mein Freund gekocht)
Hab heut nochmals mit meiner Hebamme telefoniert die meinte ich sollte jetzt Nachts erst mal zufüttern,und am Tag über alle 2 Stunden die Kleine anlegen.
Habt ihr auch solche Erfahrungen?bin halt etwas planlos weil es ja mein erstes Kind ist und ich nichts falsch machen möchte



Lg Andi

Beitrag von matsel 12.02.11 - 20:30 Uhr

hallo,
aber das ist doch am anfang völlig normal das man stündl. stiillt. und die kleinen haben einfach noch keinen tag/nacht-rhythmus. ich würde def nicht zufüttern, wenn du weiterstillen möchtest muß man da auch einfach mal durch - ich versteh die hebamme nicht, die in dem alter, wenn sich erst aml alles einstellen muß zum zufüttern rät. wenn deine maus pullert, einen guten gesamteindruck macht u nicht abnimmt gitb es keinen grund zum zufüttern.
schluckt sie denn, wenn du stillst? hast du einen merklichen miclheinschuss? du mußt auf jeden fall auch genug trinken u wenigstens ein bissel was zu dir nehmen, auch wenn du keinen apetit verspüren solltest.
lg

Beitrag von andi2184 12.02.11 - 20:39 Uhr

he du,
nen Milcheinschuss hatte ich schon aber irgendwie ist der zurück gegangen.( lt meinen Freund sind meine Brüste auch kleiner geworden) Meine Brüste spannen nicht vor dem trinken oder die Milch läuft von alleine raus.Schlucken tut die Kleine fleissig-
Aber ich hab grad im Internet nachgelesen das wenn man zufüttern anfängt,das abstillen nicht weit ist und das möchte ich nicht.
Also versuch ich es weiter.Hab ja im Notfall Nahrung zum zufüttern da.


Schönen Abend noch

Beitrag von matsel 12.02.11 - 21:05 Uhr

halo,
wenn sie schluckt ist super. das die brüste nicht mehr so spannen nach ner weile und auch wieder kleiner werden ist völlig normal und sagt nichts über die milchmenge aus. ich würde mich, wie von den anderen auch gesagt, an eine stillgruppe wenden. dort bekommst du mit sicherheit die hilfe die du brauchst. laß dich nicht verunsichern, immer anlegen wenn du das gefühl hast es ist nötig, du kannst nicht üebrfüttern und nur häufiges anlegen steigert auch die milchmenge. es ist mit sicherheit manchmal nervenaufreibend und anstrengend aber es lohnt sich.
lg

Beitrag von tanzlokale 12.02.11 - 21:13 Uhr

Es ist auch normal, dass die Brust wieder kleiner wird! Meine war ein paar Tage nach der Geburt echt atomig (meine Mutter: "Man muss ja Angst haben, dass einem die Dinger um die Ohren fliegen.") Und dann war es auf einmal wieder weg. Und ich stille bis heute ;-)

Mir ist übrigens auch nie sonderlich Milch von allein ausgelaufen.

Der Tipp mit dem clusterfeeding ist gut - hat mir damals auch geholfen. Ich hab auch oft, oft, oft gestillt. Allerdings hat mein Kind schon immer so gut zugenommen, dass der Gedanke nach zu wenig Milch nicht aufkommen konnte.

Zum Essen: prinzipiell nimmt dein Körper erstmal die Milchproduktion wichtiger, als dich! D.h. bevor die Milch "schlecht" wird, hast eher du selbst irgendwelche Mangelerscheinungen - aber so fix geht das nun auch wieder nicht. Stress ist da bedeutend schlimmer... auch solcher, den man sich beim Grübeln und Vorwürfe machen erzeugt. Also bleib erstmal ganz ruhig - DU HAST GENUG MILCH!

Kauf dir am Montag gleich mal eine Tüte Studentenfutter und stell es in einer Schüssel neben deinen Stillplatz. (Oder kauf dir mehrere und verteile sie auf die Stillplätze). Lass deinen Freund noch einen Kasten Wasser besorgen und verteil auch das nebst Gläsern. Jedes mal beim stillen ist du eine Handvoll Studentenfutter und trinkst ein Glas Wasser. Das ist ein Befehl ;-)

Und dann bewahrst du weiter die Ruhe. Gibst deinem Kind deine Milch und Liebe. Und in zwei Wochen sieht schon wieder alles ganz anders aus und du schmierst dir auch mal wieder ein Brot selbst;-)

Alles Liebe!

Beitrag von tanzlokale 12.02.11 - 21:15 Uhr

argh... Du sollst natürlich kein Studentenfutter werden, sondern es essen ;-)!

Beitrag von lilly7686 12.02.11 - 20:35 Uhr

Hallo!

Anfangs ist es völlig normal, sehr viel und oft zu stillen.
Was du beschreibst nennt sich Clusterfeeding. Google mal, das ist ganz normal!

Schau mal, ob du ne Stillberaterin in der Nähe hast:
http://www.afs-stillen.de
http://www.lalecheliga.de
Beide Vereine arbeiten ehrenamtlich, du zahlst also nichts für deren Hilfe.

Liebe Grüße!

Beitrag von sanna23 12.02.11 - 20:53 Uhr

Hallo,

das hat meiner zu der zeit auch gemacht. NICHT zufüttern! Meine Hebamme ist auch sone ,,Spezialistin'' und meinte ich soll ihm Wasser geben und versuchen die Abstände zu vergrößern...ich habe das aber nicht gemacht. Ich habe mir das handbuch für die stillende mutter von der LLL gekauft. Das ist gold wert gewesen.
Kauf dir Malzbier und mein Freund hat mir immer abends nen reichhaltigen Cocktail gemixt bzw. für 2 Tage vorbereitet:

für 250ml ( oder für 2 tage die doppelte menge)

-250ml Vollmilch
-1 Tl Mandelmus
-1Tl Sesammus ( Tahin)
-1 EL Hefeflocken
-1Tl Weizenkeime ( am besten vorher zermalen)
- 1 Banane

und ich habe 2 tassen von dem Stilltee von Weleda getrunken ( da ist Bockshornkleesamen drin, in den anderen meist nicht)

Ich hatte dann nochmal wie nen kleinen Milcheinschuss.

Mein Kleiner hat nämlich zu Hause wieder abgenommen, weil ich auch zu wenig gegessen habe. Danach ging es bergauf!

Halte durch! Ich bin auch manchmal fast verzweifelt aber ich muss sagen nach 5 Wochen hat es gut geklappt und jetzt nach 8 Wochen geht alles problemlos. Jetzt kommt er zwar wieder sehr oft und ich habe auch wieder abends das gefühl das es nicht reicht, aber ich weiß, dass ist normal ( 8 Wochen Schub) und kann damit jetzt viel lockerer umgehen.

Liebe Grüße Sanna mit Linus 8 Wochen nach nem Schreianfall bei Papa im Bondolino

Beitrag von febe 12.02.11 - 21:36 Uhr

Nicht zufüttern! Nicht alle 2 Stunden füttern, sondern immer und nach Bedarf auch alle 30 min, das ist ganz normal. Immer wenn das Kind schläft: essen. Unbedingt warme Malzeiten, Stilltee und Malzbier. Alle anderen Ansprüche: auf später verschieben! Denn was sind schon 3 Monate nur Versorgen für eine wunderschöne vielleicht jahrelange Stillbeziehung.

Frag nochmal eine Stillberaterin, wenn Du unsicher bist, denn Deine Hebamme gibt nicht die richtigen Tips

febe

Beitrag von debbie-fee1901 12.02.11 - 22:04 Uhr

Hallo, kann mir nur anschließen: NICHT zufüttern und NICHT den kopf hängen lassen.
Gerade in den ersten wochen ist std. stillen normal. Dein Baby wächst und barcuht mehr und diese Milch muss produziert werden. Und wenn dein Baby schläft unbedingt ESSEN, ESSEN, ESSEN und viel trinken. Mir hat nur Wasser etwas gebracht evtl. mit einem schuss apfelsaft und Stilltee! Gibt es beim DM!!!!!!

Und kopf hoch das schaffst du schon. Dein Würmi dankt es dir!!!

LG Und einen schönen abend
Debbie

Beitrag von sunmelon 13.02.11 - 16:28 Uhr

Wusstest du, dass viele stillende Mütter in den ersten 4 - 6 Wochen abstillen, weil sie unsicher sind, ob ihr Kind satt wird, weil die Brust weh tut oder andere Sachen?

Mir ging es ähnlich, ich musste 8 Wochen lang durchhalten, bis meine Tochter mich nicht mehr beim stillen weh tat. Auf der anderen Seite bin ich froh, dass ich es durch gehalten habe, weil ich es jetzt nicht mehr so schlimm finde, wenn ab und zu der Kiefer (wg Zähne) von ihr hart wird.

Zwecks zufüttern, ich habe ihr einmal am Tag eine Flasche gegeben, damit ich mich um Haushalt & Co. kümmern konnte. Es hatte ein guten Nebeneffekt, Oma, Opa Schwiegermama hatten auch was davon. Meine Schwiegermutter hatte das schnell raus und kam dann auch immer zu dieser Mahlzeit hoch um die Kleine zu füttern. Währenddessen konnte ich aufräumen, essen oder Wäsche waschen. Zudem gab es für meine Tochter immer mal Wasser oder Tee. Wir hatten kaum Probleme mit Bauchschmerzen oder Blähungen.

Gutes gelingen.

Grüße Steffi