Authismus? Asperger-Syndrom?

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Stolpersteine im Leben sind manchmal überwindbar, manchmal muss man sich mit ihnen arrangieren. Hier ist der Ort, um darüber zu sprechen: Entwicklungsverzögerung beim Kind, ADHS, das Down-Syndrom, Spina Bifida, Leben im Rollstuhl ...

Beitrag von elea 12.02.11 - 21:55 Uhr

Hallo zusammen,

ich muss mir jetzt mal meine Sorgen von der Seele schreiben, vll. kann mir jemand weiterhelfen.

Ich habe zwei Töchter, Laura (4) und Finja, noch ein Baby.

Seit einigen Wochen/monaten fällt meinem Mann und mir immer mehr auf, wie Laura sich verändert, bzw. anders ist als wir denken, dass es normal ist.
Wir dachten eigentlich lange, es gehört so,sie testet sich und uns aus, aber ob das wirklich so ist?

Ihr Sozialverhalten scheint im Kindergarten nicht besonders auffällig zu sein, allerdings sind ihre "besten" Freunde schon mindestens 1 Jahr älter, mit den kleinen kommt sie nicht klar - jedenfalls nicht im Spiel, eher wenn es darum geht, die kleinen zu belehren.

Was sie oft macht: sie sucht eigentlich den nachmittäglichen kontakt zu anderen Kindern, will spielen gehen usw. Meistens endet es dann aber im Streit, denn Laura will immer Recht haben, sie teilt nicht gerne und wenn sie "muss",(weil wir mütter erklären,dass sie,wenn sie spielsachen von anderen nimmt,ihre auch abgeben muss) ein wahnsinns theater macht, mit Schreien, toben, mich hauen. Ich weiss oft nicht mehr was ich machen soll und packe meine Sachen und wir gehen nach Hause.
Sie spielt gerne z.b. im Haus mit anderen Kindern,zieht sich dann aber wieder gerne mit einem Buch oder einem puzzle in eine ruhigere Ecke zurück und mag es auch nicht,dann gestört zu werden.

dann fällt uns seit einiger zeit noch etwas sehr viel "krasseres" auf. laura braucht immer was zum kuscheln, das sucht sie sich aus, derzeit sind es ein eisbär und ein kleines Püppchen. Diese werden von ihr in der richtigen reihenfolge unter ihren arm geklemmt. dann hat sie (in ermangelung eines nachtschränkchens) einen kleinen stuhl am bett stehen - der wird wirklich millimetergenau an den platz gerückt,den sie für richtig hält. es muss auf diesen stuhl ein SAUBERES (es darf nicht zerknittert sein) Taschentuch gelegt und darauf wiederum muss ihr Wasserglas stehen. Eine Zeitlang mustte es auch ein großes glas sein,kein kinderbecher oder kleines glas, Nein, ein großes!

Das erschreckt uns ziemlich.

Im kindergarten sagte man uns, laura sei nicht ungewöhnlich,sie sei sehr intelligent und fantasievoll, spiele toll mit und integriere sich auch.
Sie hat schon immer ein super sprachverständniss, 2-wort-sätze konnte sie mit 1 1/2 sagen, gelaufen ist sie mit 10 monaten und war immer allen kindern einen schritt voraus. sie merkt sich auch alles mögliche, aus büchern (wehe man liest einen satz anders als sie ihn kennt, dann korrigiert sie uns sofort), auch aus dem fernsehen oder sie schnappt sätze von uns auf,die sie immer wieder wiederholt.

ich weiss nicht,was ich davon halten soll, wir wurden schon mal auf hochbegabung angesprochen, hatten es aber nicht für sinnvoll gehalten,da jetzt schon danach schauen zu lassen.

ihr lieben mütter, die ihr euch vll. auf diesem thema auskennt, kann mir einfach jemand sagen, wie ich mich verhalten soll? ist das alles noch normal? soll ich mich beraten lassen?wenn ja, wo? ich bin ziemlich konfus, das ganze spukt mir schon so lange im kopf herum und ich hab immer vermieden, darüber zu googeln. bis heute - und jetzt weiss ich nicht,wie ich mich verhalten soll.

über ein paar meinungen und ratschläge würde ich mich wirklich freuen.

lg

Alexandra

Beitrag von elea 12.02.11 - 22:02 Uhr

Achja, noch eine Sache, die ich vergessen habe:

Laura hat z.B. auch ihren Anziehrhytmus. Zuerst muss ich ihren Popo waschen, dann anziehen, dann Haare kämmen, und dann Zähne outzen.

Wenn ich jetzt aber auf die Idee komme, zuerst das Gesicht zu waschen, dann ist bei uns Land unter. Da wird geschrien, getobt,solange bis sie völlig fassungslos weint und schreit und schluchzt (kam bisher éinmal oder zweimal vor). um ihr den tagesbeginn zu erleichtern - und ehrlich gesagt: mir auch! - machen wir es so wie sie es will.

Das wollte ich nur noch dazu schreiben....

Beitrag von kati543 13.02.11 - 00:46 Uhr

Ehrlich gesagt, finde ich in der gesamten Beschreibung von dir nicht einen einzigen Hinweis, dass mit deiner Tochter etwas nicht in Ordnung sein sollte. Gegen Autismus spricht auf alle Fälle, dass sie früh gesprochen hat und dass sie kein Problem hat, auf andere Kinder oder Erwachsene zuzugehen und sich im Kiga freiwillig integriert. Für Autisten ist das extrem schwierig und nur nach langem Training überhaupt möglich. Die ganzen typischen Verhaltensmuster für Autisten hast du hier überhaupt nicht genannt, obwohl sie dir mit Sicherheit aufgefallen wären, wenn deine Tochter so wäre.

Deine Tochter ist 4 Jahre. Das ist das Alter, wo das "Ich" erwacht. Deine Tochter macht derzeit so viele Entwicklungsschritte, dass Rituale für sie einfach sehr wichtig sind. Das ist nämlich das Einzigste, woran sie sich "festhalten" kann, während sich alles andere ändert.

Versuche nicht, deinem Kind irgendeine Erkrankung zuzuordnen. Gerade bei Autismus bei Kindern sind die Bestimmungen in Deutschland sehr streng. Die Diagnose darf ausschließlich die KJP treffen. Niemand sonst. Es ist sehr schwierig in diesem jungen Alter das richtig zu diagnostizieren.

Beitrag von elea 13.02.11 - 06:58 Uhr

Liebe Kati,

glaub mir ich bin froh,wenn Laura "gesund" ist, ich habe kein Interesse daran,ihr eine Krankheit anzudichten. mir sind diese dinge nämlich einfach aufgefallen und eigentlich dachten mein mann und ich schon,dass das normal ist, aber wir waren eben etwas beunruhigt die letzte zeit,so,dass ich einfach mal nachfragen wollte.

Kinder im Bekanntenkreis haben diese (wir nennen es:Ihre ticks) nämlich nicht und vll.ist es uns nur deshalb komisch vorgekommen.

bitte nicht glauben, ich möchte mein kind krank sehen, ich bin wirklich froh,wenn alle arztbesuche nur zur U-Untersuchung sind, ich bin dankbar,2 tolle Mädels zu haben,ich wollte mich nur mal erkundigen, bevor ICH etwas verrückt werde!

Danke trotzdem für deine antwort,sie hat mich beruhigt!

Alexandra

Beitrag von kati543 13.02.11 - 08:32 Uhr

Hallo Alexandra,
ich wollte dir nicht vorwerfen, dass du deinem Kind etwas andichtest. Als Mutter ist man ja immer sehr aufmerksam und vorsichtig, was das betrifft. Aber jedes Kindist einfach anders. Und das was du beschreibst ist wirklich das Gegenteil dessen, was Autisten haben. Mein Großer hat "nur" autistische Züge wegen einer Valproatembryopathie. Von daher bekomme ich einiges "typisches" für Autisten mit. Wir haben durch 1,5 Jahre intensiver Förderung und Therapien erreicht, dass er jetzt wenigstens gut bekannten Personen (also Eltern, Großeltern, Erzieherinnen) kurzzeitig in die Augen schauen kann. Bei Überforderung durch die Umwelt fängt er an ganz wild mit den Armen zu "fliegen" und wirft den Kopf hin und her und summt. Er hat daher an allen Orten, an denen er regelmäßig ist, Decken liegen, unter die er dann kriecht. Er hat eine Inselbegabung (Puzzeln), in der er seinem Altern um Jahre voraus ist. Aber in allen anderen Bereichen ist er weit hinterher. Er kann sich Stundenlang vor die Waschmaschine setzen und zuschauen, wie sie sich dreht. Das selbe gilt für Autoreifen, Fahrradreifen,... Nur hätte deine Tochter etwas in dieser Richtung, hättest du das beschrieben.

Beitrag von scrollan01 13.02.11 - 20:53 Uhr

Hi!

Sie ist exakt wie meine, gerade 5 geworden!
Dazu kommt, dass sie tag ein und tag aus sowie nachts ihren blauen Schal trägt!

Autistisch ist sie nicht!

Aber es gibt Kinder so wie deine und meine, die sind einerseits super fit und clever, brauchen aber einfach eine extreme Sicherheit weil die Welt für sie noch so groß ist!

Also erfinden sie für sich Rituale von denen besser nicht abgewichen werden sollte da sie eben Sicherheit bedeuten.
s ist halt so, die "Macken" bleiben eine Weile, danach gehen sie und werden durch neue abgelöst. Manchmal dauert eine "Macke" nur 1 Monat, bei uns ist quasi die 3 Monate - Regel irgendwie drin!

Lass sie in Ruhe und akzeptiere sie so wie sie ist!
Je älter sie werden, umso weniger brauchen sie ihre Sicherheiten!
Und umso flexibler werden sie!

LG

Beitrag von bigmamahb 13.02.11 - 10:32 Uhr

Hallo Kati543...
nun muss ich dir leider widersprechen..ich lese schon zum 2x von dir..
das du schreibst..das es gegen Autismus spricht,da das Kind früh gesprochen hat..
ich kann nur vom Asperger Syndrom schreiben..da bei meinem Sohn der Verdacht auf das Asperger Syndrom gegeben ist..und mein Sohn hat sehr sehr früh gesprochen..schnell in 3 Wort Sätze...und wie ein Erwachsener..und das schon mit 3 Jahren..bei Kanner oder aber bei frühkindlichem Autismus ..ok,da ist es so,das sprachlich..sie nun aus dem Muster gefallen wäre..denn die sprechen entweder gar nicht oder aber wenig ..obwohl kann man da von sprechen schreiben..naja..aber bei Aspergern ist das anders...und man sollte nicht pauschalieren und Autismus ist nicht gleich Autismus..da gibt es viele Unterformen..

Dann schreibst Du..das ausschliesslich die KJP die Diagnose stellen darf..mh..
wir sind im SPZ/sozialpädiatrischen Zentrum und bekommen von dort die Diagnose..die auch anerkannt wird..mh..
dort sitzt eine Ärztin/Diplompsychologin und 3 weitere Diplompsychologinnen..bei der KJP waren wir auch..gehen aber den ambulanten Weg mit dem SPZ und ATZ(Autismusambulanz)..
ich kenne noch weitere Eltern..die über das SPZ gegangen sind und die Diagnose von dort ..anerkannt wird..ob nun SBA oder Nachteilsausgleich für die Schule..sogar Pflegegeldstelle..also würde ich gegen behaupten..das nicht nur die KJP die Diagnose stellen darf..
klar gibt es SPZ ..die nur begleiten da sind..und Therapien anbieten und Hilfe allgemein..dies sagen sie aber von Anfang an und verweisen auf die KJP oder anderes SPZ....

@Elea
ich muss beipflichten..das das Sozialverhalten deiner Tochter..so wie Du es hier beschreibst..nicht in die Aspergerspalte passt..gerade auch was das integrieren an geht..bei Mädchen ist es aber auch ..laut Aussage von Ärzten und Psychologen schwieriger ..es zu diagnostizieren..wie gesagt..laut Ärzten und Psychologen..
wenn Du deine Angst oder das Gefühl loswerden möchtest..dann wende dich an eine Autismusambulanz..wo du dich und dein Kind vorstellen kannst..und die werden dir gewiss mitteilen können..ob Autismus vorhanden ist oder autistische Züge..gib bei google einfach mal Asperger Syndrom und Tests für Kinder ein..da kannste was finden..lese dich ein ins Asperger oder überhaupt Autismus..und dann entscheide..ob es bei deinem Kind immoment nur Phasen sind ..oder aber wirklich Autismus..

lg Bigmama

Beitrag von bigmamahb 13.02.11 - 13:11 Uhr

PS: was vergessen habe..tztz..

Auszug vom Asperger Syndrom..was man auf vielen Seiten lesen kann..:


Beim Asperger Syndrom handelt es sich um ein autistisches Syndrom, welches in der Regel später diagnostiziert wird, als der frühkindliche Autismus.
Beim Asperger-Syndrom fehlen im Gegensatz zum frühkindlichen Autismus die verzögerte Sprachentwicklung wie auch die Einschränkung der kognitiven Entwicklung.
Die Kinder mit Asperger-Syndrom lernen relativ früh und gut, vermögen sich manchmal sprachlich recht ungewöhnlich auszudrücken und bewegen sich auch in ihrer Intelligenz im Normbereich. Ihre Intelligenz ist deutlich besser als bei Kindern und Jugendlichen mit frühkindlichem Autismus.




Kurzfassung:


Unter dem Asperger-Syndrom werden Kinder / Jugendliche gekennzeichnet, welche zwar eine autistische Symptomatik, aber keine gravierende Sprachentwicklungsverzögerung oder Intelligenzminderung aufweisen.

Beitrag von kati543 13.02.11 - 14:25 Uhr

Hallo Bigmama,
natürlich ist die Sprache nur ein Marker für Autismus. Es bedeutet nicht, dass ein Kind, welches spät spricht, automatisch Autist ist und es bedeutet nicht, dass jedes Kind welches zeitig oder normal spricht kein Autist ist. Ich selber kenne einen sprechenden frühkindlichen Autisten. Er hat ganz normal sprechen gelernt. Nur leider ergibt das, was er sagt, keinen Sinn. Er redet schon in grammatikalisch richtigen Sätzen, aber völlig ohne Zusammenhang. Aber bei den schwereren Formen des Autismus ist Sprache schon ein Merkmal. Um ein Syndrom zu haben, muß man ja nicht zwangsweise alle Merkmale und Auswirkungen besitzen. Kids mit Down-Syndrom sind auch alle unterschiedlich. Manche haben noch nicht einmal die typischen Gesichtszüge und anderes sind schwerst behindert deswegen.

Meine Aussage bezüglich der KJP stimmt 100%ig. Aber vielleicht sind die Ärzte in eurem SPZ auch in der KJP tätig. Mir wurde in unserem SPZ gesagt, dass die dortige Psychologin zwar die selben Tests macht, aber ihre Diagnose nicht anerkannt wird und wir, falls die Ergebnisse auffällig gewesen wären, in die KJP gehen müssten. Aber meine Söhne haben nur die autistischen Züge, die eben Teil der Valproatembryopathie sind - auch wenn es autistische Züge eigentlich gar nicht als Erkrankung gibt.

Beitrag von bigmamahb 13.02.11 - 14:43 Uhr

Hallo Kati..du schreibst:
Es bedeutet nicht, dass ein Kind, welches spät spricht, automatisch Autist ist und es bedeutet nicht, dass jedes Kind welches zeitig oder normal spricht kein Autist ist.

Das habe ich auch nicht behauptet..du hast aber bezüglich Autismus..mit deiner Aussage ..worauf ich mich bezog..alle über einen Kamm geschert..
was man nicht kann ..das wollte ich damit aussagen..

Natürlich ..muss man nicht alle Merkmale und Auswirkungen vom Syndrom haben..ich weiss auch nicht..was du mir nun damit sagen/schreiben möchtest..
Ich beziehe mich auf die Aussage von dir ..mehr nicht..

Du schreibst..deine Aussage bezüglich KJP stimmt zu 100 %..kannst du das belegen?..Wo ich das nachlesen kann?..
Schau mal...hättest meinen Text richtig gelesen..denke ich..ohne dich nun angreifen zu wollen..bitte nicht missverstehen..
weil Du schreibst..:mir wurde in unserem SPZ gesagt,das die dortige Psychologin zwar die selben Tests macht,aber ihre Diagnose nicht anerkannt wird und ihr ..wenn Auffälligkeiten vorhanden sind..zur KJP müsst..

dies habe ich in meinem Beitrag erwähnt..das es auch SPZ gibt..die wie bei dir agieren..dann gibt es aber auch andere SPZ ..wie bei unserem ..die die Diagnose setzen und diese auch anerkannt wird..nichts anderes habe ich oben geschrieben ;)..und somit kann man nicht schreiben..bin ich der Meinung...kann man nicht pauschal schreiben..das nur die KJP eine Diagnose setzen können..die anerkannt wird..
Gruss Bigmama..

Beitrag von minkabilly 13.02.11 - 17:42 Uhr

uns wurde gesagt, daß ein KJP nur eine gesicherte Diagnose stellen darf

bei uns wurde die Diagnose auch durch den KJP gemacht

Beitrag von bigmamahb 13.02.11 - 17:50 Uhr

mh..ich kenne aber einige Eltern/Mütter..die nicht über die KJP gegangen sind..mh..und wir selbst auch..
waren zwar bei der KJP und haben da diverse Tests und Fragebögen über uns ergehen lassen müssen..
deswegen wundert mich die Aussage hier..und wenn jemand schreibt das es nur zu 100 % von der KJP anerkannt wird..
dann ist es für mich wunderlich..wie die Eltern..dann die anerkannte Diagnose haben und damit agieren können..gerade wenn es um den SBA oder Pflegegeldstufe etc..geht..;)
ich habe lediglich gefragt..wo das geschrieben steht..aber solange wie man die Aussage nicht belegen kann..zweifel ich die 100% an ;)..
und sagen können viele..vieles ;)..
Gruss

Beitrag von bigmamahb 13.02.11 - 17:51 Uhr

ups..was vergessen habe:

waren zwar bei der KJP und haben da diverse Tests und Fragebögen über uns ergehen lassen müssen.. :und hätten nur die Diagnostik bekommen,wenn wir unseren Sohn stationär aufnehmen lassen hätten.:

Beitrag von minkabilly 13.02.11 - 17:59 Uhr

bei uns im Elterntreff vom Autismuszentrum wurden alle Kinder vom KJP diagnostiziert...
auch dann heißt das nicht, daß die Diagnose "ohne weiteres" anerkannt wird...
bei uns läuft z.B. der Antrag auf SBA schon knapp 1 1/2 Jahre, obwohl wir eine handfeste Diagnose haben...nicht jede Behörde akzeptiert es ohne weiteres, es geht ja um Geld...
wir müssen nun zum Gutachter und das muß ein KJP sein, der fürs Gericht die Diagnose prüfen soll, da wir das Landesamt verklagen...

***wo das geschrieben steht..aber solange wie man die Aussage nicht belegen kann..zweifel ich die 100% an ;).. ***

erkundige dich mal bei rehakids, da steht es auch geschrieben, daß ein KJP die Diagnose stellen muß

Beitrag von bigmamahb 13.02.11 - 18:06 Uhr

bei rehakids.. lese ich selbst..und solange wie es nur Psychologen vom KJP es aussagen..und ich auch andere Erfahrungen diesbezüglich kenne..zweifel ich die 100 % halt an..
wo ist das Problem nun?..Ich zeige lediglich auf..das es auch andere Wege..wie die KJP.. gibt..wo auch die Diagnosen anerkannt werden..
das es beim SBA oftmal zu Schwierigkeiten kommt..ist mir bewusst..
woran das liegt..mh..Diagnose..ist ja nicht gleich Diagnose..
ich will mich hier sicherlich auch nicht streiten oder so..wenn man das denken könnte ;)..aber kann man nicht pauschalisieren..
Gruss

Beitrag von minkabilly 13.02.11 - 18:16 Uhr

...ich kann nur aus meiner Erfahrung sprechen: wir mußten zum KJP und dann wurde auch erst die Therapie durchs Autismuszentrum beführwortet...

und die Mütter, die dort im Autismuszentrum sind, haben alle halt die Diagnose vom KJP

Wegen SBA: Es ist ärgerlich, wenn man eine Diagnose hat und weiß, was einen erwartet an % und Merkzeichen und dann wir man mit sowenig abgespeist...mein Sohn ist frühkindlicher Autist ohne Intelligenzminderung und da sollte es 100% und B+G+H geben

Beitrag von bigmamahb 13.02.11 - 18:26 Uhr

;) minkabilly..
kann ich ja auch nur von meiner Erfahrung sprechen und ich denke auch..das es von Bundesland zu Bundesland auch irgendwie Unterschiede gibt..die ich nicht nachvollziehen kann..

Wegen SBA..das ist wahrlich ärgerlich und immer wieder lese ich davon..und selbst erlebe ich dies auch..nicht in Bezug auf den SBA..aber in anderen Abläufen..
mich macht sowas traurig..muss man immer und immer wieder kämpfen und steht vor grossen Bergen und ich hoffe ganz dolle..das ihr den Berg überwindet und Erfolg haben werdet..toitoitoi..ein grosses Kraftpaket schicke..
Gruss

Beitrag von minkabilly 13.02.11 - 18:46 Uhr

#danke für das Kraftpaket
es ist wirklich ärgerlich wegen SBA, da hat man nach 5 Jahren endlich eine Diagnose und trotzdem wird einem nur noch mehr in den Weg gelegt...dabei hab ich jetzt echt ganz andere Sorgen...
aber ich geb nicht auf...für meine Kinder ;-)

Beitrag von bigmamahb 13.02.11 - 19:03 Uhr

Dafür nicht..habe ich gerne geschickt..ich kann es mir sehr gut vorstellen..was ihr erlebt..und das ist sicherlich nicht schön..und da braucht man einfach ein grosses Kraftpaket..um das zu überstehen..das kämpfen und immer wieder kämpfen..erhört zu werden..nen Abschluss zu finden..
weiterhin viel viel Erfolg und alles Gute wünsche..
lg bigmama

Beitrag von minkabilly 13.02.11 - 19:10 Uhr

ich hoffe auch, daß wir schnell zum Abschluß kommen mit den Behörden bei meinem Sohn...
denn meine kleine Tochter braucht mich jetzt auch (ist ein extremes Frühchen) und komischerweise hat sie gleich beim 1.Mal beim SBA mehr bekommen und das ärgert doppelt...bei ihr wird es sich wahrscheinlich bessern mit der Zeit...aber mein Sohn bleibt sein Leben lang beeinträchtigt

Beitrag von kati543 13.02.11 - 20:22 Uhr

Ich habe es auch erst heute gelesen, aber ich kann dir sagen, warum das bei deinen Sohn so dauert. Seit Ende Dezember letzten Jahres wurden die versorgungsmedizinischen Grundsätze in Bezug auch einige Behinderungen geändert - und unter anderem auch das komplette Paket Autismus. Seit der Änderung kann es für Autismus auch nur einen GdB von 10 geben. Bisher waren 50 das Minimum und bei Kindern automatisch bis zum 16. LJ das H - ist jetzt auch gestrichen.
Schau mal hier stehen die Änderungen:
http://www.buzer.de/gesetz/9551/index.htm

Da kannst du gleich schauen, ob es euch betrifft.

Beitrag von kati543 13.02.11 - 20:26 Uhr

Du solltest im Internet auch unbedingt mal nach den aufgeführten Kriterien googeln. Es kann nämlich wirklich sein, dass die KJP dir Autismus bescheinigt und das Versorgungsamt sagt dann, dass ihr nicht alle Kriterien erfüllt.

Beitrag von minkabilly 14.02.11 - 14:11 Uhr

Danke für die Info;
wir warten ja schon seit Juli 2009 auf den SBA,
wenn die Änderungen erst seit Dezember 2010 gültig sind, dürfte es uns ja eigentlich noch nicht betreffen...oder?
naja...mal abwarten...mein Sohn geht momentan noch in den heilpäd. Kiga und wird ab Sommer in eine Förderschule gehen, für Regelschule mit I-Helfer ist er momentan nicht fit genug und die Klasse wäre zu groß

Beitrag von kati543 14.02.11 - 20:55 Uhr

Doch, es betrifft leider alle. Auch alle Menschen, die bereits einen SBA haben und der ausläuft.

Beitrag von kati543 13.02.11 - 17:49 Uhr

Ich habe mich sicherlich etwas falsch ausgedrückt ;-)

Aber auf dem KJP bestehe ich. Die Begründung hat ja nun eine andere Userin geliefert - ich hätte wirklich nicht gewußt, wo das steht. Ich weiß es eben auch nur von vielen Mamas von Autisten und von unserem SPZ.

Wegen unserem SPZ-Besuch. Mein Großer ist dort zur Psychologin wegen Verdacht auf Autismus. Und daher wurde mir gesagt, dass das erst einmal nur so getestet wird, falls der nötige Wert erreicht wird, dann werden die Kinder in die KJP überwiesen und noch einmal getestet. Nur durch eine offizielle Diagnose der KJP hat man auch Anspruch auf die ganzen zusätzlichen Therapien für Autismus.

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