Maikind zurückstellen - Erfahrungen?

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Forum: Kids & Schule

Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen? Schulschwierigkeiten oder anstrengender Streit ums Aufräumen: Lest und diskutiert mit. Und da die Vorbereitung der Einschulung ansteht: Hier begleitet urbia-TV Vater und Tochter beim Schulranzenkauf.

Beitrag von louisi 13.02.11 - 00:16 Uhr

Hallo,

Habe nicht gedacht, dass ich mal in die Lage komme, bzgl dem Thema "Einschulung" ins Zweifeln zu kommen.
Mein Kleiner wird am 26.05.2011 (er kann's kaum erwarten...) 6 Jahre alt.
Somit ist er ohne wenn und aber ein Musskind für dieses Jahr. (Bei uns in Bayern, aber auch sonst überall).
•Er zeigt so wenig Interesse an Zahlen und Buchstaben, er zählt gerade mal bis 18 und kann seinen Namen schreiben.
•Gibt immer gleich frustriert auf, wenn er merkt, es funktioniert nicht gleich so, wie er es sich vorstellt.
•Lässt Sachen lieber ganz bleiben, wenn er befürchtet, es nicht zu können oder nicht gut zu machen.
•Kann sich nur schlecht alleine beschäftigen.
•Wenn er was lustiges oder süßes sagt und wir lachen dann (wohlgemerkt nicht auslachen, sondern über das Gesagte schmunzeln), dann würd er ganz böse und sagt, wir dürfen nicht lachen.
•ist ganz schnell beleidigt
•kann eigentlich ganz viel, hat aber keine Lust... Erzählt mir nie, was er im Kiga gemacht hat. ("weiß ich nicht mehr", "sag ich dir später")
•interessiert sich für vieles, erklärt auch gerne, wie Erdbeben entstehen #zitter
•schaut sich gerne Bücher an (über Erdbeben, Vulkane, usw)

Vielleicht klingt jetzt alles ein bisschen drastisch, er ist ja wirklich ein ganz normales, süßes Kerlchen. Zum knuddeln.#verliebt

Seine große Schwester geht in die 5. Klasse und da bekommt er natürlich mit, dass sie schon mal was üben und arbeiten muss, dass mal geschimpft wird und dass das Ganze durchaus nicht nur ein großer Spaß ist.
Bei ihr hatte ich diese Befürchtungen nie. Zwar ist sie Anfang März geboren, von daher war sie nochmal 3 Monate älter bei der Einschulung.

Wer hat ein Ende-Mai Kind zurückstellen lassen, geht das überhaupt und wie geht es dann ein Jahr später weiter? Wie kommen die Kinder damit zurecht, dass sie wesentlich älter sind, als einige andere? Bekommen die von den Lehrern einen "Stempel"?

Oder bin ich einfach viel zu gluckig und das wird schon alles?!:-)

Nächste Woche ist die Schuleingangsuntersuchung und dann sehen wir weiter.
Ich bin gespannt auf eure Erfahrungen.

Vielen dank schon mal,
Herzliche Grüße!

Beitrag von kati543 13.02.11 - 01:20 Uhr

Mein Großer ist Muß-Kind für nächstes Jahr. Er ist ebenfalls Mai-Kind. Die Schuleingangsuntersuchungen fangen bei uns Ende Februar an. Wir haben letzte Woche die Schreiben bekommen.
Wir stehen auh vor der Entscheidung. Keine Ahnung, was wir letztendlich machen. Allerdings ist die Zurückstellung in Hessen kein Problem. Bei uns haben diesbezüglich die Eltern das letzte Wort. In anderen Bundesländern ist das anders. Ich weiß aber nicht, wie es in Bayern ist.
Einen Stempel bekommt er nicht aufgedrückt. Dazu lassen sich viel zu viele Kinder zurückstellen und abgesehen davon - so viel älter als die ältesten Muß-Kinder vom nächsten Jahr ist er ja nun wirklich nicht.

Beitrag von delfinchen 13.02.11 - 07:49 Uhr

Hallo,

generell hast du natürlich wie so oft Recht :-).
Allerdings kann es schon sein, dass er dann bis zu 1,5 jahre älter ist als manch anderes Kind, weil ja bis Dezember die Kann-Regelung zählt und somit auch Kinder in seine Klasse gehen könnten, die dann erst im Dezember 6 werden, während er im Mai schon 7 war. das ist doch ein erheblicher Unterschied. Wobei er ja dann der ist, der "reifer" ist, also kann man das aus den Überlegungen auch rauslassen.
Was nicht unerheblich ist, das ist die Tatsache, dass es Probleme geben KÖNNTE, wenn man ein oder gar zwei Schuljahre wiederholen muss. Es gibt nämlich eine ALtersregelung und wenn man die überschreitet, kann es passieren, dass einen die Realschule nicht weiter in diese Schule gehen lässt, sie sind ja keine Pflichtschule.
In diesem Schuljahr darf man beispielsweise in der 5. Klasse im Juni nicht älter als 11 Jahre sein, entsprechend in der 6. Klasse nicht älter als 12 usw.
Wenn man das für den gegebenen Fall mal durchrechnet, kann es tatsächlich von Nachteil sein, wenn man das Kind als MUSS-KInd zurückstellen lässt.

LG,
delfinchen

Beitrag von delfinchen 13.02.11 - 08:02 Uhr

Achja, ich würde ihn einschulen.
Es ist noch über ein halbes Jahr hin, da kann er noch ganz große Entwicklungsprünge machen. Auch wenn es hier im Forum nicht immer so klingen mag, Lesen, Rechnen und Schreiben können gehört nicht zu den Voraussetzungen dafür, dass jemand in die Schule gehen darf.
Ich kann mir vorstellen, dass es ihn schrecklich langweilt, wenn er in einem Jahr immer noch im Kiga ist. Zudem kann es sein, dass er in dem zusätzlichen Kiga-Jahr dann doch Lesen, Rechnen und Schreiben lernen will und dann mit einem so großen Vorsprng in die erste Klasse startet, dass er sich langweilt und dann den Clown spielt bzw. dann doch den Anschluss verpasst, weil er gar nicht merkt, dass die anderen irgendwann aufgeholt haben und der Unterricht nun über das, was er kann, schon hinausgeht.

Du kannst noch bis zum 30.11 des laufenden Schuljahres eine Zurückstellung beantragen, wenn du merkst, dass es doch noch nichts bringt.

Alles Gute,
delfinchen

Beitrag von louisi 13.02.11 - 08:13 Uhr

#danke

Beitrag von louisi 13.02.11 - 08:10 Uhr

Hallo Delfinchen,

Da hast Du recht, an diesen Punkt habe ich noch gar nicht gedacht!
Sollte er irgendwann mal eine Ehrenrunde drehen müssen (wovon ich natürlich nicht ausgehe...:-p), dann könnte uns dieses Thema plötzlich wieder einholen.

Vielleicht mach ich mich wirklich völlig unnötige Gedanken.

Danke und viele Grüße!:-)

Beitrag von delfinchen 13.02.11 - 08:16 Uhr

Ja, KÖNNTE.
meist stellt man einen antrag auf schulplficht-verlängerung und gut ist ....
wenn das verhalten des schülers ok ist, wird dem auch stattgegeben :-).

aber wie gesagt, ich würde einschulen. könnt das ja bis 30.11 noch rückgängig machen.

gib mal bei google: schulberatung bayern
ein und klicke auf das erste ergebnis. das ist ne sehr informative und gute seite. da steht auch das mit dem zurückstellen bis 30.11 drin, damit du es ggf. schwarz auf weiß hast:

http://www.schulberatung.bayern.de/schulberatung/index_05161.asp

lg

Beitrag von louisi 13.02.11 - 08:34 Uhr

Super -
vielen Dank nochmal!

Beitrag von schnerri 14.02.11 - 12:57 Uhr

Hallo,
meine Tochter wird im Juli 6 Jahre und wird auch eingeschult.
Wir wohnen auch in Bayern, aber ich glaube nicht das es ein Problem wird ihn zurückzustellen.
Ich weiß von einer Freundin aus Feucht, das dort im KiGa die Juni Kinder ALLE zurückgestellt werden, da die Eltern der Meinung sind das es besser sei. Dort hat wohl der KiArzt was ausgestellt, wo drauf stand "Konzentrationsstörung" und dann ging das.
Ich find das zwar echt komisch und ob das für die Kids so gut ist bezweifel ich.
Meine Tochter wird sicherlich eine der Jüngsten sein, aber so ist das halt. Wenn ich sie jetzt noch ein Jahr im KiGa lasse, dann langweilt die sich.

Aber es muss jeder selber wissen.

Beitrag von tauchmaus01 13.02.11 - 08:53 Uhr

Klar kannst Du ihn einschulen.
Er braucht noch nicht schreiben können und auch nicht lesen. DIe Schule beginnt auch nicht gleich damit dass die Kinder sich stundenlang beschäftigen müßen, die Aufgaben sind so gewählt dass die Kinder es schaffen können.
Am Arbeitsklima daheim kannst Du selber arbeiten, also eben nicht schimpfen sondern ein Kind auch mal auflaufen lassen (wenn es die Hausaufgaben nicht macht, dann steht es eben mal vor der Lehrerin und muß dass eben erklären)

Das er sich für Vulkane interessiert ist doch normal, wo ist jetzt da ein HInweis darauf dass er nicht eingeschult werden kann??!!
Andere wissen alles über Dinos, Autos, Wetter, Weltraum.....hat doch jedes Kind sein Thema mit dem es sich auskennt.

Am Rest wird er wachsen, er ist ja nicht DAS Kind in der Klasse, sondern einer von vielen.
Ich würde das Thema nicht überbewerten und ihn ganz normal einschulen lassen als wäre es das Selbstverständlichste der Welt.

Meine Kleine wird im Juli 6, ich gäbe alles darum wenn die Zeit stehen bleiben könnte und sie einfach ein Kitakind bleiben könnte.

Auch sie ärgert sich sehr wenn etwas nicht klappt wie sie möchte, sie liebt übrigens das Thema Vulkane auch sehr seitdem in Island der Vulkan ausgebrach. Sie weiß warum ein Vulkan ausbricht und hat echt ewig nur davon geredet.
Momentan möchte sie alles über unser Sonnensystem wissen, wie die Planeten heißen, die Jahreszeiten usw.

Und nun sind es noch 7 Monate bis zur Einschulung.....die Kinder wachsen auch an dieser Zeit davor.

Mona

Beitrag von tati_plus_wuerstchen 15.02.11 - 11:27 Uhr

Hi Mona,

wenn ich das so lese, fällt mir wieder die Zeit der Scwangerschaft ein - da waren wir beide auch schon hier bei Urbia und hatten ziemlich gleichzeitig Entbindungstermin (meiner ist am 28.07.2005 geboren).
Wie die Zeit vergeht.,.... :-D

Alles Liebe
Tati

Beitrag von carla_columna 13.02.11 - 09:15 Uhr

Also, ich finde, es hört sich an, wie ein ganz normaler fast 6-jähriger.

In einem halben Jahr kann noch soooo viel passieren!
Ich denke nicht, dass ihr eine Chance auf Zurückstellung habt.

LG Carla

Beitrag von andrea_29 13.02.11 - 09:35 Uhr

Hallo,

meine Tochter wird am 5. Mai 6 und ist genauso, wie Du Deinen Sohn beschreibst.

Ich denke, das ist völlig normal und hat auch was mit der ganzen Aufregung um die die Veränderung zu tun.

Ich werde sie auf jeden Fall einschulen lassen.

Andrea

Beitrag von babybaer4 13.02.11 - 11:12 Uhr

Hallo,

hey das hört sich genau nach meinem Sohn an und genau die die gleichen Befürchtungen habe/hatte ich auch.
Dinge die er seiner Meinung nach nicht so gut kann,macht er nicht.
Sauer wird er wenn er denkt das er ausgelacht wird.
Seine liebsten Bücher sind die von Dinos und wilden Tieren.
Zählen kann er inzwischen bis fast 30 und an Buchstaben ist das Interesse mäßig.
Eine große Schwester hat er übrigens auch die in der 5ten Klasse ist:-p
Unsere Bedenken waren aber hauptsächlich das er sich manche Dinge nicht zutraut und das er erst im September 6j alt wird.
Buchstaben kennen und rechnen müssen sie noch gar nicht und ich verfluche so das ein oder andere Mal diesen Druck der hier im Forum entsteht.Da hört man ständig das 3-4j Rechnen ,Schreiben und Lesen können und es ist bei vielen sowas von normal#zitter
Ich versuche mich diesem Druck zu entziehen ,den normal ist es auch wenn 5-6j das alles nicht können.
Bei uns in NRW ist es leider kaum möglich sein Kind zurückstellen zu lassen,wenn es ein Muss-Kind ist.
Wir können es nochmals bei der Schuluntersuchung versuchen,wo ich mir Sicher bin das er diese schafft,aber sein Kindergarten hat dann leider keinen Platz mehr .
Wir hatten es im Dezember versucht und unser Sohn hat seitdem einen riesen Schritt gemacht .Er ist ein wenig Selbstbewußter geworden und ich hoffe einfach das er bis die Schule anfängt noch ein paar Schübe in der Richtung macht.

Lg Sabine

Beitrag von wombatmuc 13.02.11 - 13:45 Uhr

sorry er ist ein kind und für sein alter komplett nomal entwickelt

der hat in den kommenden mon noch soviel an entwicklung vor sich

ich würde ihn ganz nomal einschulen

meine ist im feb dran mit 6j alt zu werden

und klar ist sie in bestimmten teilen super
aber bei anderen sachen noch nicht so sicher

spricht zb nicht gerne vor publikum usw

aber das kommt alles noch

und die kinder müssen ja auch nicht den stoff aus der ersten klasse bereits vor der schule können

Beitrag von babybaer4 13.02.11 - 18:05 Uhr

Hallo,

genau das habe ich geschrieben und auch gemeint#kratz
Und mit den Schüben meine ich nicht Buchstaben ,Lesen und Co sondern sein Selbstvertrauen;-)

Sabine

Beitrag von martina75 13.02.11 - 14:37 Uhr

Hallo,
hier in NRW ist es ganz ganz schwierig ein Kind zurückstellen zu lassen.
Wir haben den Fall im Bekanntenkreis, der Sohn ist ein Jahr älter als unser, war ein Frühchen (11 Wochen zu früh) und die Familie hat gekämpft, daß der Junge ein Jahr später eingeschult wurde. Er war klein und schmächtig, hat motorische Schwierigkeiten, konnte mit den Kinder seines Alters noch nicht viel anfangen....
Der Junge wurde von Fachleuten im KiGa beobachtet, musste amtsärztlich untersucht werden, wurde von Psychologen betreut etc. Letztendlich wurde nach langem hin und her bewilligt, daß er ein Jahr in eine Art Vorschule für Kinder mit Förderbedarf gehen "durfte" und daß Ende des Jahres dann entschieden wird, ob er auf eine Förderschule kommt oder dann mit 7 Jahren eingeschult wird. Die Eltern haben dann erst in den letzten Sommerferien erfahren, daß der Junge in eine ganz normale Grundschule gehen kann.
Ich glaube nicht, daß Dein Sohn nur aufgrund dessen, daß Du meinst, er käme nicht mit und hätte Defizite (die ich nicht wirklich sehe), einfach so zurückgestellt wird.
Unser Sohn ist jetzt in der 1ten Klasse und meckert wie oft bei den Hausaufgaben, daß er dieses oder jenes nicht kann und schlampt dann rum. Ich lasse ihn dann in Ruhe und auf einmal hat er dann doch ruckzuck die Sachen erledigt. Er hat auch nie was vom KiGa erzählt (Jungs erzählen sowieso viel weniger zu hause als Mädchen).
Ihr habt noch einige Monate bis zur Einschulung, das wird schon.
LG,
Martina75

Beitrag von foerstergeist 13.02.11 - 16:15 Uhr

Lass ihn einschulen, alles andere wäre quatsch!!
Meine Freundin hatte genauso einen Jungen, wie Du. Kein Interesse an Zahlen, Buchstaben oder sonst irgendwas und jetzt nach 5 Monaten Schule, sind sie super zufrieden und es hat sich wieder gezeigt, dass die Kinder, die im Vorfeld alles wußten, gar nicht immer die Besten weiterhin sind.
Gerade wenn Du schreibst, dass er sich für vieles andere interessiert, ist das doch schon mal gut.
Wenn Du schreibst, er lässt lieber Sachen ganz bleiben.... vielleicht hat er einfach noch eine gewisse Hemmschwelle. Lobe ihn doch bei jeder KLeinigkeit, wenn er etwas getan hat, dann stärkt das vielleicht auch.

Meine Tochter (wird Ende Feb. 6) erzählt mir auch nie, was im KiGa los ist. Ich habe mir nun abgewöhnt nachzufragen und meist erzählt sie mir am Nachmittag oder abends vor dem Bettgehen, was im KiGa los war. Die müssen auch einfach oft mal runterkommen.

Im KiGa ist jetzt so viel los, gerade für die Vorschüler, da gibt es für das nächste halbe Jahr nochmals einen richtigen Schub.

LG
A

Beitrag von lotta12 13.02.11 - 16:51 Uhr


Hallo,

dein Sohn verhält sich ganz normal.

Wenn die Schuleingangsuntersuchung positiv ausfällt, würde ich an eurer Stelle nicht zögern, ihn einzuschulen.

Kinder haben mit dem Alter noch das Größte Aufnahmevermögen.

Er wird sich an den Schulalltag gewöhnen und sich auch an seinen Erfolgen erfreuen.

Viel Glück!