Erneut EGMR: Grieche klagte über 6 Jahre vergeblich auf Umgangsrecht

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Beitrag von krypa 13.02.11 - 07:20 Uhr

Hallo zusammen,

jetzt wirds für D schon allmählich peinlich, weil nunmehr zum 3. Mal innerhalb eines Jahres deutsche Rechtsprechung bezüglich unehelicher Väter vom EGMR 'zurechtgewiesen' wurde, siehe

http://www.123recht.net/article.asp?a=85895&ccheck=1

Wie mir scheint ist das auch der deutschen Presse peinlich.


MfG krypa

Beitrag von zenturio 14.02.11 - 20:48 Uhr

Allerdings frage ich mich mittlerweile, warum immer die unbefriedigende Rechtslage von unverheirateten Vätern im Bezug auf Umgangsrecht so hervorgehoben wird. Als verheirateter Vater steht man kein Stück besser da, wenn die Mutter beschließt, dass der Vater sein Kind nicht mehr zu sehen bekommt.

Zieht die Mutter es bis zum Schluss durch, sieht in Deutschland kein Vater mehr sein Kind, egal ob ehelich oder unehelich.

Die paar Fälle, in denen Müttern deswegen das Sorgerecht aberkannt wurde, kann man an einer Hand abzählen.

Dennoch sollten alle verantwortungbewußten Väter diesen Weg gehen. Sonst werden diese Mißstände nie von der Öffentlichkeit registriert.

Beitrag von krypa 15.02.11 - 14:20 Uhr

Hallo zenturio,

andererseits sind ue Väter noch besch... dran, weil die entsprechenden ue Mütter durch ihre Alleinsorge (unterbewußt) glauben, alles, also auch Umgang kontrollieren zu können/müssen/dürfen.

Im Augenblick, denke ich, ist die Rechtspraxis in D sehr uneinheitlich und es für (ue) Väter reine Glücks/Pechsache, in welchem OLG-Bezirk ihre Angelegenheit zu verhandeln ist.

MfG krypa

Beitrag von zenturio 15.02.11 - 22:03 Uhr

Hallo krypta,

wobei es durchaus eheliche Mütter gibt, die bewußt glauben, alles kontrollieren zu können und die in der macht- und tatenlosigkeit staatlicher Organe darin bestärkt werden.
Dass die Rechtsprechung uneinheitlich ist und in manchen Bezirken extrem väterfeindlich, stimme ich voll mit Dir überein.

Noch eine Anmerkung zu dem von Dir angeführten Fall:

das zugestandene Schmerzensgeld in Höhe von 7000 Euro klingt für mich wie ein schlechter Witz. Wenn der Vater erst einmal bis vor den Europäischen Gerichtshof gezogen ist, dürften seine Ausgaben bereits mehr als das Doppelte betragen haben.

Beitrag von marry30 11.04.11 - 18:27 Uhr

Bitte wir brauchen HILFE!!!

Mein Freund hat einen Sohn 1,5 Jahre alt - er hat sich vor 6 Monaten von der Mutter getrennt, weil sie ständig eskalierte Ihn sogar mit dem Kind auf dem Arm schlug. Zu anfangs hat sie Ihm 3 Monate lang verweigert den kleinen zu sehen. Dann hat er es "Eingeklagt" und der Richter sprach im JEDEN Samstag von 15:00 bis 18:00 den Umgang zu seit dem 03.12. hat er Seinen Sohn trotz alle dem nur alle 2 Wochen samstags für 3 Stunden.
seit 4 Wochen sieht er ihn gar nicht mehr.Das Handy der Mutter ist ausgeschaltet und auch sonst ist sie nicht zu sprechen. gerade als der kleine Anfängt PApA zu sagen :( Trotz richterlicher Androhung auf eine Geldbusse reagiert die Mutter nicht! das schlimme ist das Die Mutter schon bei der ersten Umgangsvehandlung zu Ihm sagt "Du siehst dein Kind nie wieder und wag es dir nicht bei uns aufzutauchen denn dann lasse ich eine einstweilige Verfügung gegen dich aussprechen! "

Wir haben eine Anwälltin: Jedoch habe ich nicht das gefühl das sie sich besonders mühe giebt! : Ich musste mir bissher alles aus dem Internet holen... zB das Mann antrag auf einen UMGANGSPFLEGER stellen kann und ein Beschwerdeverfahren wegen verstoß gegen das Umgangsrecht gegen sie einleiten sollte. Genauso wie, das es die möglichkeit gibt das Aufenthaltsbestimmungsrecht vom sorgerecht zu trennen um es eventuel auf ihn übertragen zu lassen. Dieses geht alllerdings nur wenn er auch das Gemeinsame Sorgerecht hat, was jetzt auch erst Verhandelt wird!

Was kann man noch tun??
Hab ich was über sehen??
wie kann ich ihm helfen?Soll ich den Anwalt wechseln?
was ist wenn der Richter im das gem sorgerecht verweigert?
Wie gehts weiter??
Wir wollen kämpfen, aber wie?

Ich weis nicht mehr weiter, sein Sohn feht ihm so, er weint nur noch.
Bitte antwortet mir schnell !!

Beitrag von karna.dalilah 16.02.11 - 08:12 Uhr

WOW

bis dato ging ich davon aus, dass jeder Vater ein Umgangsrecht hat- es sei denn er gefährdet das Kindeswohl. Dann wird ja meines Wissens betreuter Umgang festgelegt u.U. auch der eiingestellt...
Aber keinen Umgang, weil das Kind einen anderen für den Vater hält???
Das empfinde sogar ich als ein starkes Stück.
Sowas ist ja voll ein Schlag ins Gesicht.
Da haben die Mutter und der soziale Vater etwas versäumt.
Denn sie hätten das Kind in dem Wissen aufwachsen lassen sollen, dass es noch einen Papa gibt. Dann wäre ein gesetzlich angeordneter Umgang kein Problem.
Kinder haben damit oftmals gar kein Problem.
Erlebt haben wir dies bei uns. Der Vater hält eher sporadisch bis keinen Kontakt.
Mein Mann übernimmt väterliche Rechte und Pflichten.
Neulich haben die Kinder einen Familienbaum erstellen sollen. Junior hatte meinen Mann eingetragen. Auf unseren Hinweis, dass der andere Papa ja da stehen muss, weil er ja von ihm abstammt, meinte er ganz trocken: " Ja ich weiss aber es war nur für einen Papa Platz und da habe ich nachgefragt, was ich da machen soll und ich sollte den Papa nehmen der bei mir lebt.
Damit war das Thema für ihn durch.
Der leibliche Vater muss gar nicht stetig thematisiert werden, wenn er nicht den Kontakt halten kann oder will. Aber es wird für alle einfacher wenn die Kinder mit dem Wissen aufwachsen.
Schade das Väter die den Kontakt zu ihren Kindern halten wollen, es offensichtlich durch so manche Gerichte so schwer gemacht wird.
Hier besteht offensichtlich starker Bedarf an Änderung und an Kommunikationsschulung für Eltern.

Karna
die das nicht für möglich gehalten hat

@krypa hatten uns zu früh gefreut, dass sich der Kontakt nun ausweitet.
Es bleibt doch bei den 4 Zeilern vor den 2 Feiertagen.

Beitrag von posseltier 17.02.11 - 08:58 Uhr

Dasn dickes ding..

Beitrag von nadineriemer 17.02.11 - 09:10 Uhr

Hallo,
ich verstehe nicht warum man dem jungen nicht langsam versucht zu erklären,das er einen leiblichen Papa hat der ihn gerne mal kennen lernen will.Kinder gehen mit so etwas eigentlich gut um und man kann ihm das doch mit Hilfe kindgerecht versuchen zu erklären.Ich kann nicht nach voll ziehen warum dann gar kein Kontackt erlaubt wird.Ich denke der Junge wird später mehr Probleme haben wenn er mal erfährt was los ist,als wenn man die jetzt Vater und Kind sich langsam aneinander gewöhnen lässt.Also das finde ich auch ganz schön hart und darf nicht passieren.

Nadine