Baby (5 Wochen) hält uns Nachts auf Trab - Erfahrungen gesucht!

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Forum: Schlafen

Bitte, Baby, schlaf jetzt ein: Manches Neugeborene macht die Nacht gern zum Tag. Hier könnt ihr Trost nach schlimmen Nächten finden und euch gegenseitig Tipps geben, wie ihr Baby zu einem guten Schläfer wird.

Beitrag von svenhamburg 13.02.11 - 08:11 Uhr

moin moin aus hamburg,

mit einem vermutlich nicht wirklich großen problem, aber umso größerer verwirrung wende ich mich an euch.

unsere süße tochter, gerade 5,5 wochen alt, hält uns nachts ziemlich auf trab. irgendwas ist immer. Da die kleine die ersten 2 Wochen auf der Neonatologie war und am zweiten Lebenstag operiert wurde, war sie zu Beginn zu Hause extrem viel unruhig und sehr schreckhaft. Das ist langsam besser geworden und wir machen eigentlich nur noch Rückschritte, wenn mal wieder Arzttermine anstehen wie U3 etc. Eine wirklich gute und tiefe Schläferin ist sie aber mit Sicherheit nicht. Dann hat sie Nachts eigentlich fast immer so 1 - 2 Stunden nach der letzten Flasche (kein Stillen möglich) Blähungen, die sich dann gerne auch mal über etliche Stunden ziehen (hat sie tagsüber nur seltenst) und manchmal in der Nacht auch zäheren Stuhl als tagsüber.

Alles Sachen die wir absolut nachvollziehen können und die im Grunde auch okay sind. Nur leider kann man dabei nur schlecht schlafen, da die Kleine im Grunde immer wieder am brabbeln, gurgeln und schmatzen ist. Dann fängt sie an sich zu strecken, zu drücken, kreischt dabei ein wenig. Ab und an ist dann auch mal die Windel voll (logisch) oder sie hat Hunger (auch klar) und wir sind so auf Alarmbereitschaft, das wir bei jedem Ton im Grunde nachsehen was Sache ist, damit wir nichts "wichtiges" verpassen und irgendwas ist dann immer in der Nacht. Umso erstaunlicher, das sie tagsüber aber manchmal etliche Stunden am Stück stumm wie ein Fisch vor sich hinschläft - nachts passiert das wirklich fast nie und wir haben keinen blassen Schimmer, was der Grund ist, wenn es doch mal passiert.

Achja: nach etlichen Versuchen mit Beistellbett, Hängematten und anderem Gedöns schläft sie jetzt eigentlich in der Mitte im Elternbett mit ausreichend Sicherheitsbstand zu allen Seiten. Damit einer von uns Eltern schlafen kann, muss der aber eigentlich auf das Sofa ausziehen.

Mich würde nun interessieren, wie es bei Euch ist/war und wie ihr mit der Stituation umgegangen seit. Vor allem ob Eure Babys auch so viele Geräusche in der Nacht machen und wie ihr damit umgeht. Vielleicht können wir uns ja noch was bei Euch abschauen.

Besten Dank schon mal vorab und Grüße,
Sven

Beitrag von schlumpfine23 13.02.11 - 08:23 Uhr

Guten Morgen nach Hamburg!

Wir haben es immer so gehalten, dass wir nachts kein großes TamTam gemacht haben, damit unsere Kleine schon früh merkte, dass nachts Ruhe ist.
Das heißt, wenn sie wach wurde und Hunger hatte, habe ich ein Nachtlicht angemacht ( also nur geringe Beleuchtung ), habe sie gestillt und dann kurz gewiegt und sie wieder hingelegt. Geredet habe ich auch nur wenig, einfach damit sie merkte, dass sie nachts zwar alles bekommt, was sie braucht, aber keine "Animation".
Genauso, wenn gewickelt werden musste - ich habe nachts wirklich nur gewickelt, wenn unbedingt nötig. Wobei ihr Stoffwechsel meist tagsüber aktiv war..:-)

Tagsüber dagegen haben wir viel mit ihr gesprochen und und und.. ganz normal eben.

Das hat sehr schnell funktioniert mit der Unterscheidung zwischen Tag und Nacht. Klar, sie wurde lange Zeit nachts 1-2 Mal gestillt - aber das ist ja normal. Aber so konnten wir gut schlafen.
..mein Mann sowieso, da ich nachts halt lange gestillt habe..#rofl

Und ich oute mich mal - unsere Kleine hat sehr schnell im eigenen Zimmer geschlafen ( direkt neben unserem Schlafzimmer, Tür offen und mit Babyphon ). So hatten wir alle einen ruhigen Schlaf, waren aber sofort da, wenn etwas war. Geschadet hat es ihr nicht, denke ich - sie hatte genausoviel Nähe und Zuwendung, wie Kinder, die im Elternbett schlafen. Und erholte Eltern!:-p

Alles Gute!#winke

Beitrag von svenhamburg 13.02.11 - 09:00 Uhr

Hallo,

Danke für Dein Feedback. Das mit dem "Nachts Ruhe halten", machen wir auch. Wir haben auch recht erfolgreich ein "zu Bett geh" Ritual eingeführt. Die Kleine schläft auch meistens sehr gut ein, bei uns im Bett. Leider wacht sie halt nur auch nach recht kurzer Zeit (30 - 90 Minuten) wieder auf und ist dann halt unruhig, oder hat Blähungen oder oder....

Wie verhält es sich denn bei Euch mit den Geräuschen die Euer Nachwuchs macht. War da viel?

Grüße,
Sven

Beitrag von vhayleen 13.02.11 - 10:41 Uhr

also bei mir/uns ist diese Zeit noch gar nicht so lange her. (Die Kleine ist jetzt 2 Monate).

Wir hatten auch einen schlechten Start, zwar nicht mit einer Operation, aber mit der Fütterei. Daher kenn ich das mit den Blähungen Nachts. Die Kleine ist auch ständig wach geworden und hat gebrüllt, vermutlich wegen Bauchschmerzen???

Was wir getan haben:

- Oft auf den Bauch gelegt und im Fliegergriff geschuckelt: Da können die Gase und so besser abgehen.

- Wärmfläschchen: nur so halb gefüllt, dass sie nicht hart auf dem Bauch liegt, sonder noch ganz weich ist.

- Fencheltee: Hatten wir schon immer vorgebrüht und im Fläschchen bereit gehalten.

Einfach ausprobieren.

Und von wegen Sicherheitsabstand im Bett: Unsere Kleine schläft viiiiieeeel ruhiger seit sie bei mir direkt im Arm liegt. Wenn es ihr unbequem oder zu eng wird würde sie sich lautstark melden. UND der Papi kann wieder mit im Bett schlafen und nicht mehr auf dem Sofa :-D

Ansonsten kann ich nur sagen:
Durchhalten! Das wird alles besser. Bei uns hat sich das so ab der 9ten Woche alles prima eingespielt. Jetzt schläft sie so ca 9 Std nachts mit nur einer kurzen Fütterunterbrechung. (Bis dann irgendwann das Zahnen losgeht #zitter )

LG

Vhayllen mit Morgana, die gerade einen tobsuchtsanfall bekommt, weil sie mal 5 minuten nicht das zentrum der welt ist. #sonne

Beitrag von hoffnung2011 13.02.11 - 10:44 Uhr

ich habe so laut gelacht, als ich es gelesen habe, habe ich gedacht: Neeee, das schreibt keine Frau#liebdrueck

Hallo lieber Sven,

herzlichen Glückwunsch zu eurem Baby!#fest Was ihr erlebt ist das normalste der Welt. Ja, es gibt laute Babys, insbeosndere wenn es so starke Probleme mit dem bauch hat. Eur Kind schläft mit Sicherheit auf dem Rücken ? Bei uns war es so schlimm, dass mein Kind ausziehen musste, damit wir einen ruhigen Schlaf bekommen. Selbst im Nebenzimmer haben wir sämtliche Geräsuche gehört. Diese Unruhe kannst du aber meilenweit verbessern. Wenn dein Kind die Bauchlage akzeptieren würde, schlafen die Babys erheblich ruhiger..in dem Falle höre ich von meinem baby nichts und es schläft auch wesentlich länger.

Wenn ihr das Kind PUCKEN würdet, wäre es auch erheblich ruhiger.z.B.:http://www.swaddleme.de/swaddleMe_bestellen.html

Was die Blähungen betrifft, existiert auch eine Reihe von Hilfen..Deine Frau stillt nicht oder ??? Schon die Bauchlage hilft dem Kind, dass es besser pupsen kann...eine enorme Erleichterung...wenn du bischen im urbia-archiv stöbern würdest, dann stehe weitere hilfreiche Tipps da.

am anfang ist dieses verkehrte Tag-Nacht-Ryhtmus vollkommen normal. Es legt sich mit der Zeit, genauso die Blähungen.

Wo ist aber deine Frau ? ist sie bei Urbia nicht angemeldet ?

Ich wünsche dir viel Spass mit eurem Nachwuchs. Meine beiden Kinder kamen als Frühchen und habe auch Zeit auf der Neonatologie verbracht. Diese Kinder sind eben etwas besonderes;-)

Beitrag von sparrow1967 13.02.11 - 15:12 Uhr

>>Diese Unruhe kannst du aber meilenweit verbessern. Wenn dein Kind die Bauchlage akzeptieren würde, schlafen die Babys erheblich ruhiger..in dem Falle höre ich von meinem baby nichts und es schläft auch wesentlich länger.

Die Bauchlage zu empfehlen- kann wirklich nur von Dir kommen.

>>Wenn ihr das Kind PUCKEN würdet, wäre es auch erheblich ruhiger.<<

Das ist ja mal der Ultimative Tipp, der JEDEM Baby hilft, oder was? Nicht jedes Kind mag so eng eingpfercht liegen und von dir war es jetzt nicht als Tipp zu verstehen, sondern als Anweisung.



Beitrag von maylu28 13.02.11 - 15:40 Uhr

Aber es ist immerhin ein Versuch wert...und das meint Hoffnung ja nur.....(ich würde gerne wissen ob Du im Englischen auch immer den richtigen Ton/Ausdruck treffen würdest, immerhin ist Deutsch nicht ihre Muttersprache)

Klar ist Pucken nicht der ultimative Tipp, aber er hilft sehr häufig...

LG Maylu

Beitrag von hoffnung2011 13.02.11 - 19:57 Uhr

lol siehst du...was du nicht alles verstehst #rofl

Spatz, die ungeschlagene Meisterin der Ergänzungskommentare #ole



Beitrag von fr.antje 13.02.11 - 10:44 Uhr

Hallo Sven!

Im ersten Lebensmonat hat mein Sohn super geschlafen. Ich habe aber trotzdem kaum schlafen können, weil mich sein atmen, sein pupsen, sein stöhnen usw. wach hielt. Ich denke, das ist der natürliche Schutzinstinkt.
Meine Tochter ist inzwischen 3. Sie schläft oben, wir unten (am anderen Ende des Hauses). Ich höre trotzdem jeden auch so kleinen Pups, den sie von sich gibt.;-)
Das ist halt so und wird sich auch nicht mehr ändern. Deine Frau wird Euer Baby wahrscheinlich noch öfters/besser hören als Du. Das hat Mutter Natur halt so eingerichtet, damit das Baby auch nachts gut geschützt und man nichts verpasst, weil man zu tief schläft sozusagen.

LG

Beitrag von 2joschi 13.02.11 - 11:07 Uhr

Hallo Sven,

diesen Beitrag hätte ich schreiben können. Meine Kleine ist 3 Wochen alt.
Ist bei uns ganz genauso. Kann Dir aber leider keine Tipps geben-da wir selber irgendwie hilflos sind....

Haben schon alles ausprobiert, wegen dieser verd......Blähungen. Windpulver, Kümmelzäpfchen, neue Nahrung, andere Flaschen und, und, und....irgendwie hab ich das GEfühl, dass nichts hilft!!!!!

War heute Nacht mal wieder 4 Stunden wach, weil die Kleine so unruhig war. Sie hat sich gewunden, gepresst und geschrien. Sie ist immer unruhig in der Nacht....Mach auch nur das Nachtlicht zum Wickeln und Füttern an.

Ich hoffe, dass in spätestens 9 Wochen vielleicht mal Ruhe herrscht!!!!

lg

Beitrag von sparrow1967 13.02.11 - 15:17 Uhr

Euer Wurm war 2 Wochen im KH - da geht es Nachts nicht ruhig zu, oder? Da hört man immer etwas...brummen, klappern- aber mit Sicherheit ist da keine Totenstille ;-)

Wie hat es im KH geschlafen? Ruhiger?

Ich denke, dass sie nachts ruhig schläft liegt vielleicht daran, dass es tagsüber Geräusche gibt, die ihr Sicherheit gegen, das jemand da ist- also kann sie beruhigt schlafen.

Außerdem müßt ihr auch bedenken- der Winzling ist 5 Wochen alt, kann Tag von Nacht noch nicht unterscheiden und braucht eigentlich nur Nähe und Sicherheit - und die bekommt sie in eurem Bett. Wie wäre es, wenn ihr ein Rausfallschutz besorgt, die Kleine dann an einer Seite von einem von euch schläft? So hättet ihr alle 3 Platz.
Hier mal ein link für ein Gitter:
http://www.amazon.de/rausfallschutz-Baby/s?ie=UTF8&keywords=rausfallschutz&rh=n%3A355007011%2Ck%3Arausfallschutz&page=1


lg
sparrow

Beitrag von sparrow1967 13.02.11 - 18:29 Uhr

>>
Ich denke, dass sie nachts ruhig schläft<<


Sorry- ich meinte: dass sie Tagsüber ruhig schläft----

Beitrag von klaerchen 13.02.11 - 20:00 Uhr

Ich denke, jeder hier kann dich verstehen. Die ersten Wochen mit einem neuen Erdenbürger sind eine große Herausforderung.
Es wird etwas dauern, bis sich euer Zusammenleben eingespielt hat. Aber es wird mit Sicherheit bald besser werden!!!

Bei euch gibt es im Augenblick offensichtlich mehrere Baustellen, die jede für sich nach eine individuellen Lösung sucht. Ihr müsst einfach ausprobieren, was bei eurem Kind funktioniert. Hier einige Erfahrungen, die wir gemacht haben:

Tag-Nacht-Rhythmus:
konsequent nachts Ruhe halten, Baby im Schlafzimmer lassen, nicht groß in der Wohnung rumlaufen, nicht viel reden, nur wickeln, wenn wirklich nötig (das pendelt sich bald ein)

Unruhe beim Schlafen:
Pucken? Wir hatten am Anfang nachts solch einen Schlafsack http://www.puckababy.com/de/shop/The+Original
Seitenlage? Seit wir nachts nicht mehr pucken, schläft Baby am ruhigsten in der Seitenlage. Im Rücken hat sie eine Handtuchrolle und vor dem Bauch ein Kissen, damit sie nicht direkt aufs Gesicht rollt, falls sie auf den Bauch rollen sollte.

Schlafplatz:
Am Anfang war unser Baby auch immer bei uns im Bett. Dann später haben wir sie ins eigene Bett gelegt bis sie wieder gestillt wurde. Und irgendwann habe ich sie nach dem Stillen wieder zurück in ihr Bett gelegt. Jetzt, mit 6 Monaten schläft sie in ihrem Zimmer, ich gehe runter zum Stillen und gehe dann wieder hoch.
Das Familienbett bietet einem kleinen Wurm natürlich die größte Nähe zu den Eltern und damit auch die gefühlte Geborgenheit. Ob der optimale Schlafplatz natürlich zwischen dem Elternpaar ist, müsst ihr entscheiden.
Probiert doch mal Körperkontakt im Beistellbett mit Händchen halten oder so....

Blähungen:
Keine Erfahrungen
Sab Simplex nach dem Essen
Oft Bauchlage
Andere Flaschen?
Andere Säuglingsnahrung?

Die Geräusche:
Man ist natürlich am Anfang sehr sensibel. Mit der Zeit lernt man aber die Geräusche zu unterscheiden und zu bewerten. Jetzt mit dem Babyphone, filtert das Babyphone natürlich viel raus. Aber richtig entspannt schlafe ich, wenn ich nicht für das Baby verantwortlich bin. Wenn mein Mann sie morgens z.B. mit ins Bad nimmt und ich noch mal ne Stunde schlafen kann.

Beitrag von heike011279 14.02.11 - 15:56 Uhr

Hallo,
hört sich für mich so an, als hätte Eure Kleine noch keinen wirklichen Tag-Nacht-Rhythmus. Wie auch, sie ist ja erst fünf Wochen alt! ;-)
Bei unserer Tochter war es anfangs ähnlich. Sie hat zwar vom ersten Tag an durchgeschlafen, aber leider erst ab zwei Uhr nachts und dafür dann bis 12 oder ein Uhr mittags. Sie hat tagsüber immer super getrunken und ab dem Abend war es dann nur noch eine einzige Katastrophe (etappenweises Trinken und anschließend Bauchweh und Blähungen). Viel kann man da nicht machen, einfach abwarten und GEduld haben.In ein paar Wochen hat Eure Tochter auch schon etwas mehr Rhythmus und kennt den Unterschied zwischen Tag und Nacht bestimmt besser.
Der Tipp von einer Vorschreiberin mit dem nachts nur das nötigste im Dämmerlicht zu machen, ist seeehr hilfreich. Auch das dauert eine Weile, bis Eure Tochter dies verinnerlicht hat, aber es führt zum Erfolg.
Alles Gute, viel Erfolg und wenigstens ein paar Stunden erholsamen Schlaf wünscht

Heike