Kind wird in die böse Rolle "gedrängt"

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von sonne_1975 13.02.11 - 12:32 Uhr

Hallo,

ich brauche euren Rat.
Es geht um meinen grossen Sohn, er wird im Mai 5 Jahre alt. Wir hatten jetzt wieder ein kurzes Gespräch im Kindergarten und er wird da als "böse" wahrgenommen. Natürlich nicht so schlimm, es war mehr eine Anmerkung. Aber es ging darum, dass andere Kinder sich beschweren.

Ich habe mir seitdem sein Verhalten mit den Kindern (entweder beim Abholen oder bei uns beim Spielen, oder im Kinderturnen) angeschaut und sehe folgendes Problem:
die Kinder fangen an zu raufen oder zu spielen. Häufig ist es so, dass ein anderes Kind meinen Sohn schubst, oder etwas macht, was meinem nicht passt.
Er antwortet (nicht mehr als der andere, ich habe extra aufgepasst), entweder mit Worten (ihm wird gesagt, er wäre böse oder blöd, weil er das und das gemacht, er sagt das Gleiche zurück), oder er schubst oder macht etwas anderes zurück, auch nicht schlimmer als der Erste.
Was macht das andere Kind? Es schreit laut, mein Sohn hätte es ganz böse gehauen, hätte ihm wehgetan, hätte gesagt, dass es blöd ist usw.

Am Freitag war ein Kind bei uns zum Spielen und es war ganz extrem. Mein Sohn baut einen Bagger, kommt damit zum anderen und sagt, der Bagger wäre Bombenmaschine usw und würde jetzt das Gebaute vom anderen zerstören. Er macht es nicht, er sagt es nur, das reicht ihm zum Spielen.
Der andere Junge beginnt gleich zu schreien, mein Sohn wäre so böse und blöd und sowieso. Mein Sohn sagt das Gleiche zurück und schon heult das andere Kind (wird bald 6 und geht dieses Jahr in die Schule), dass er blöd genannt wurde.
Es waren wirklich häufig Kleinigkeiten, aber die Kinder (leider nicht nur dieses) machen ein richtiges Theater.

Ich will jetzt meinen Sohn nicht als Opfer darstellen, natürlich ist er kein Unschuldslamm und fängt auch häufig genug selbst an. Nur schreit er nicht rum und beschwert sich bei den Erzieherinnen, wenn er das Gleiche zurück bekommt.

Es waren vorgestern wirklich viele Situationen, wo ich dem anderen Kind sagen musste, dass es doch nicht so schlimm ist. Mein Sohn versucht es eben selbst zu klären, er hat sich kein einziges Mal über jemanden beschwert, auch wenn ihm etwas "angetan" wird.

Und dieses Verhalten veranlasst die Erzieherinnen zu denken, er wäre "der Böse",würde die anderen Kinder stören usw.

Was macht man da? Soll ich ihm beibringen zu "petzen"? Wegen jeder Kleinigkeit?

Wir hatten einen Zwischenfall vor Weihnachten auf einem Kindergeburtstag. Mein Sohn und ein anderes Kind streiten sich, das andere Kind nimmt ein Buch und hat meinen Sohn. Mein Sohn nimmt leider ein Türkeil, was rumlag (nicht bei uns) und hat den anderen auf den Kopf. Ergebnis eine Platzwunde, das Kind muss ins KH zum Nähen.
Natürlich war es falsch und natürlich habe ich mit meinem Sohn geschimpft und gesagt, dass er es nicht machen darf: kein spitzes Gegenstand nehmen und nicht auf den Kopf hauen.
Er war selbst erschrocken und hat geweint.

Im KiGa wurde dieses Vorfall auch so erzählt (ich habe nachher die Mutter vom Jungen gefragt und die Gastgeberin), aber die Erzieherinnen stellen den Fall so dar, dass mein Sohn den anderen einfach so gehauen hat.
Ich habe ihnen erzählt, wie es abging (damals wusste ich nicht, dass es ihnen schon richtig erzählt wurde), aber nein, sie hätten es anders erzählt bekommen und das würde nicht so stimmen.
Klar, es passt ja dann besser ins Bild, das sie von meinem Sohn haben.

Ich habe Angst, dass er mit diesem Verhalten (selbst untereinander klären, natürlich keine Grenzen dabei überschreiten) sich selbst schadet, solange es soviele Kinder gibt, die wegen jeder Kleinigkeit sofort weinen, sich beschweren und meinen Sohn als böse darstellen. Obwohl sie häufig selbst damit angefangen haben und es dann nicht zugeben (ich habe es häufig genug aus Zufall gesehen).

Wie soll es dann in der Schule weitergehen? Die Lehrer sehen den Vorfall ja auch nicht und müssen sich darauf verlassen, was sie gesagt bekommen. Und es ist dann so, dass die anderen Kinder sich beschweren, also sind sie das Opfer.

Ich hoffe, es kommen viele konstruktive Antworten.

Und nochmal: ich stelle meinen Sohn nicht als Opfer da, er ist häufig genug selbst Schuld. Mir geht es um das Verhalten danach.

LG Alla

Beitrag von ally28 13.02.11 - 12:53 Uhr

Hallo!
Also, ganz ehrlich, ich finde, da muss dein Sohn selbst einen Weg finden. Vielleicht muss er auch einfach lernen, einen Streit nicht eskalieren zu lassen, sondern einfach mal weggehen. Auch wenn der andere anfängt. Zurückhauen ist eben nicht immer das geeignete Mittel. Wehren kann man sich auch intelligenter. Bring ihm bei laut zu rufen: "Stopp, das will ich nicht." wenn er geärgert oder gehauen wird. Dann können die Erzieher reagieren, ehe das ganze eskaliert und er hat sich trotzdem gewehrt. (Funktioniert bei uns super. Meine beiden haben das Verhalten in ihrem Kiga gelernt.) Und zu dem Vorfall mit dem Türkeil: Ich hoffe, dein Sohn hat da noch eine weitere Konsequenz bekommen, als nur: "Das darf man nicht!" Ich finde nämlich, dass ein Kind lernen muss, dass es einen Unterschied zwischen hauen und verletzen gibt. Auch wenn es "aus Versehen" passiert. Und mit Konsequenz meine ich nicht Strafe. Er war bestimmt erschrocken genug. Eher etwas, was ihm hilft, das Geschehen einzuordnen. (Sich bei dem anderen Kind entschuldigen, ihm etwas malen oder basteln, das Kind einladen zu einem gemeinsamen Nachmittag...)
Alles Gute für dich und ich würde das mit dem "Stopp" anbieten und die Erzieherinnen bitten, darauf dann eben auch zu reagieren. Damit zeigt er guten Willen und sieht, dass er nicht alleine dasteht. Und er wird deswegen nicht gleich zur Petze.
Ally :-)

Beitrag von sonne_1975 13.02.11 - 13:05 Uhr

Natürlich war es mehr als "das darf man nicht" und ja, er hat sich bei dem Kind entschuldigt. Wir haben auch viel darüber geredet, er hat mehrmals beteuert, dass es nicht seine Absicht war usw.

Es wird hier ständig geraten (teilweise schon bei 2-3 jährigen, wo ich es noch sinnlos finde), dass die Kinder lernen sollen die harmlosen Streite untereinander zu klären. Aber macht ein Kind es tatsächlich, ist es auch nicht Recht.#augen

Es geht nicht um schlimmes Hauen, es hält sich sehr in Grenzen (ausser diesem blöden Türkeil natürlich, aber das steht ja auch nicht zur Debatte). Ich habe mehrmals gesehen, wie schlimm das "Hauen" ist.
Es entstehen keine Schmerzen, keine blaue Flecken oder sonstiges. Es ist mehr ein Schubsen.
Und oft ist es nicht nur das Hauen, wie ich schon geschrieben habe.

Wenn er ständig "Stopp" ruft, wenn es ihm nicht passt und nach einer Erwachsenenperson ruft, dann kommen die Kinder doch gar nicht zum Spielen. Wie gesagt, es geht hier nur um harmlose Vorfälle.

Beitrag von ally28 13.02.11 - 14:01 Uhr

Hallo!
Wenn es nur harmlose Fälle sind, dann muss er da wirklich alleine durch. Gehört zum Großwerden dazu. Er muss eben das lernen, was auch Nana schreibt: Deeskalastion. Und das kann er nur alleine und durch eRfahrung lernen. Ein bißchen Zeit hat er ja noch bis zur Schule. Und wenn wirklich so oft Vorfälle sind, dass die Kinder dauernd ihr Spiel davon unterbrochen sehen, dann sollte er sich andere Kinder zum Spielen suchen oder ganz selbstbewußt auchmal einfach weg gehen und alleine spielen. Ist doch nichts dabei! Vielleicht ist er einfach sozial noch nicht soweit, wie die anderen. Dann braucht er eben noch etwas Zeit. Und warum sollten 2-3- jährige, geschweige denn Ältere ihren Streit nicht ab und zu selbst klären können? Wichtig ist doch nur, welches Rüstzeug du als Mama ihm mitgibst! Ob er das dann anwendet oder nicht ist seine Sache. Soziales Miteinander muss gelernt werden: Hat er Geschwister? Sag ihm seine Möglichkeiten. Wegegehn, alleine spielen (vorübergehend), Stopp sagen... Er wird dann schon seinen Weg finden. Mehr kannst du nicht machen. Außer vielleicht noch, die Kindergartenfreunde verstärkt einzeln zum Spielen einladen. Vielelicht bekommt er dann nochmal eine andere Bindung. Und dass er mal ungerecht behandelt wird, kann ihm immer passieren, auch damit sollte er umgehen können, bzw. es lernen.
Alles Gute!
Ally :-)

Beitrag von ally28 13.02.11 - 14:05 Uhr

Ich ahbe gerade gesehen, dass er einige Geschwister hat! Dann sollte er sich doch zu helfen wissen, auch wenn er "ungerechtfertigt" als "böse" hingestellt wird? Wie läuft das denn zuhause ab?
Ally :-)

Beitrag von sonne_1975 13.02.11 - 18:04 Uhr

Er hat einen kleinen Bruder, 1 jahr alt. Die anderen beiden sind Sternchen (Fehlgeburten).

Zum anderen Beitrag:
er hat sehr lange im Kindergarten alleine gespielt, das hat den Erzieherinnen auch nicht gepasst. Seit 1 Jahr spielt er immer mehr mit den anderen Kindern und leider haben wir keine grosse Auswahl an Kindern, mit denen er spielen kann.
Wir haben sehr viele Mädchen, Jungs in seinem Alter (wir haben viele kleinere) sind rar gesät. 2 davon sind halt solche Mimosen, die bei den harmlosen Vorfällen gleich schreien (auch nicht immer, aber häufig genug).

Natürlich geht es mir nur um harmlose Vorfälle.

Er selbst hat weniger Probleme damit, er kommt damit zurecht und vorgestern hat er den Jungen dann auch dazu gekriegt normal zusammen zu spielen.

Ich habe aber ein Problem damit, weil ich sehe, dass er von Fremden abgestempelt wird und in der Schule wird er dann noch mehr Probleme dadurch haben (von der Erwachsenenseite).

Beitrag von nana141080 13.02.11 - 13:40 Uhr

Hi,

dieses Verhalten, von beiden Seiten, ist nicht wirklich altersgemäß.
Mit 5/6 Jahren kloppen sie sich mit Gegenständen auf den Kopf?

Du kannst aber nur deinen Sohn dazu erziehen das er lernt nicht gleich
" aus der Haut zu fahren".
Deeskalation erlernt man am besten schon vor der Grundschule.
Mein Sohn ist zum Glück immer einen Kopf größer wie die anderen ;-)
Er schreit die höchstens an das sie es sein lassen sollen. Oder schubst sie ein Stück von sich weg.

Ich werde niemals zu meinen Söhnen sagen sie sollen auch die andere Wange hin halten. Ich werde sie nicht zu Opfern erziehen sondern zu selbstbewußten Jungs die andere Wege finden als schlagen.

VG Nana

PS: hast du mal eine Körperwahrnehmungsstörung beim Ergotherapeuten prüfen lassen?

Beitrag von sonne_1975 13.02.11 - 17:53 Uhr

Er ist 4, er wird erst im Mai 5.
Und ich habe ihm mehrmals gesagt, dass man nicht auf den Kopf schlagen darf, es war eine Ausnahme.

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Du kannst aber nur deinen Sohn dazu erziehen das er lernt nicht gleich
" aus der Haut zu fahren".
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Du bist ja lustig. Es gibt so viele Erwachsene, die das nicht können. Als ob es so einfach wäre...

Es geht auch nicht nur ums Schlagen, wie ich geschrieben habe. Häufig genug sind es Worte (keine Schimpfwörter), die den anderen nicht passen und sie dann lauthals schreien, wie böse mein Sohn zu ihnen war (dieses Beispiel mit dem Bagger).

Wieso sollte er eine Körperwahrnehmungsstörung haben, wenn er die anderen zurückschubst? Dann müssten alle Kinder die haben, den sie sind alle so. Nur schreien sie laut und sind dann das Opfer.

Beitrag von nana141080 13.02.11 - 19:08 Uhr

Nur weil viele andere Erwachsene etwas tun, bedeutet es doch nicht das man es nicht noch ändern kann! Früher erkannte man den Zusammenhang zwischen frühkindlicher Entwicklung und der Erwachsenenpsyche auch noch nicht.
Ich rede auch davon das NUR DU DEINEN Sohn erziehen kannst. nicht die anderen. Ich habe auch einen sehr extrovertierten 3 Jährigen. Man kann sie sehr wohl dazu bringen bestimmte Dinge anders zu lösen.

Dein Posting hörte sich nach mehr an als nur mal zurückschubsen!
Und auch mit 4 Jahren und 9 Monaten schlägt man nicht mehr andere mit Gegenständen (zurück). DESWEGEN habe ich dir von der Körperwahrnehmungsstörung erzählt. Ist doch nix schlimmes!

Du tust hier so als ob du einfach nur hören willst das DEIN Kind bestimmt immer verkannt wird....denk mal drüber nach.

Beitrag von sonne_1975 13.02.11 - 19:18 Uhr

"Und auch mit 4 Jahren und 9 Monaten schlägt man nicht mehr andere mit Gegenständen (zurück). DESWEGEN habe ich dir von der Körperwahrnehmungsstörung erzählt. Ist doch nix schlimmes! "

Wer sagt das? Er hat genau das gemacht, was der Junge ihm vorher gemacht hat. Haben jetzt alle Kinder eine Störung, die mit einem Gegenstand (wie Buch, Klötzchen usw) schlagen?

Den einzigen Unterschied, den ich zwischen den Kindern und meinem Sohn sehe - er beschwert sich nicht, sondern regelt es alleine (nicht immer böse). Und dafür muss er "bluten".

Beitrag von nana141080 13.02.11 - 20:15 Uhr

Du verstehst es einfach nicht,oder?
Es ist nicht altersgemäß! Wenn ein Kind eine auf den kopp bekommt, ist die natürliche Situation das andere Kind wegzuschubsen oder zu weinen.
Dein Kind geht los und sucht sich einen gegenstand mit dem er das Gleiche tun kann!

Aber vergiss es, du glaubst anscheinend wirklich nur das was du willst.

Ja, dein Kind wird Probleme bekommen in der Schule. Weil er eine Mutter hat die die Augen verschließt.

Beitrag von sonne_1975 13.02.11 - 20:18 Uhr

Du hast mir meine Frage nicht beantwortet. Dir gefällt es wohl eher Leute zu beschimpfen.

Ich habe dich gefragt: wer sagt das? Ich kann dir auch viel schreiben, aber ohne Grundlage ist es nichts wert.

Wie kommst du also drauf, dass es nicht altersgemäß ist zurückzuhauen, sondern man muss heulen oder wegschubsen?
Sag mir irgendeine Quelle, das wirst du dir wohl nicht ausgedacht haben.

Er ist übrigens nicht losgegangen, sondern hat in der gleichen Sekunde zurückreagiert. Er hat den Keil nicht bewusst ausgewählt sondern einfach irgendwas genommen, was am nächsten lag.

Beitrag von nana141080 13.02.11 - 21:04 Uhr

BELEIDIGEN???WO???

Ich bin Kinderpflegerin und Sozialassistentin. Ich habe jahrelang in der Jugendpflege gearbeitet. Ich LESE sehr viel. Ich rede sehr viel mit anderen Müttern. Ich habe selbst 2 Kinder. Ich habe ständig Kinder um mich herum.
Ich rede mit ehem. Kollegen. Ich rede mit Ergotherapeuten! Ich sehe 3x die Woche ca. 20 Kinder in einer Gruppe!

http://www.familienhandbuch.phase4.de/haufige-probleme/erziehungsprobleme/wenn-kinder-petzen

http://www.familienhandbuch.phase4.de/category/haufige-probleme/aggressionen-bei-kindern



http://www.familienhandbuch.phase4.de/erziehungsfragen/allgemeine-erziehungsfragen/das-kompetente-kind-grundprinzipien-der-padagogik-von-jesper-juul


Ich geh jetzt schlafen. Denk was du willst.#winke

Beitrag von sonne_1975 13.02.11 - 21:15 Uhr

Und wieso kannst du es nicht früher sagen?

Wo du mich beleidigt hast? Na, wenn du das selbst nicht merkst, bist du eine "tolle" Kinderpflegerin.

###Aber vergiss es, du glaubst anscheinend wirklich nur das was du willst.

Ja, dein Kind wird Probleme bekommen in der Schule. Weil er eine Mutter hat die die Augen verschließt.
###

Ist es für dich Alltag so mit den Eltern zu sprechen?

Du erwartest wohl, dass ich hellsehen kann und deine Qualifikationen nur aufgrund deiner Ratschläge errate.

Und ich glaube es dir nicht, dass es unnormal für ein 4jähriges Kind, sich zu wehren, wenn es gehauen wird. Komischerweise, wenn meiner es anfängt, wehren andere Kinder sich auch in Form von Schlagen(schreien aber trotzdem dabei wie verrückt).

Aber du hast dich mit deinen Behauptungen und deinem Ton sowieso schon disqualifiziert.

Beitrag von nana141080 13.02.11 - 21:33 Uhr

Na man gut das ich mit dir kene Elternarbeit führen muß.#augen Und zum Glück muß ich solche Eltern wie dich nicht erleben die meinen ihre Kinder seien total verkannt.

Und NEIN, sowas ist keinen Beleidigung! Wir sind hier im Internet! Kannst du Emotionen sehen? Ne!

Dein Kind ist FAST 5! Nicht gerade erst 4! Und ja, es ist unnormal sich so zu wehren. Das bedeutet ja nicht das dein Kind bescheuert ist oder unnormal! Aber DAS Verhalten ist nicht altergentsprechend.

Du kannst anscheinend überhaupt nicht damit umgehen das dein Kind evtl. ein Defizit hat. Nämlich Soziale Inkompetenz. Du fühlst dich da persönlich angegriffen! Das ist dein Problem. Schade fürs Kind.

Du solltest dir eine 2.Meinung aus dem Kindergarten in einem Elterngespräch holen anstatt zu versuchen dein Kind hier in 20 Sätzen beurteilen zu lassen#aha Anscheinend kann dir hier eh niemand das sagen was du hören willst!

Beitrag von sonne_1975 13.02.11 - 21:43 Uhr

Welche 2.Meinung meinst du? Mit der Erzieherin habe ich schon gesprochen bzw. sie mit mir, sie hat eine festgefahrene Meinung über meinen Sohn, da bringt es nichts. Egal, was ich sage, es wäre nicht so und sie wüsste es besser (Beispiel dieser Vorfall, den ihr alle richtig berichtet haben, sie aber verleugnet).

Sie ist wohl für die Elterngespräche zuständig, zusammen mit der Leitung, denn wie ich mitgekriegt habe, haben alle Eltern mit den beiden geredet und mit keiner anderen.

Es geht hier nicht nur ums Hauen, ich weiss nicht, wieso du dich hier daran aufhängst. Dieser Vorfall steht gar nicht zu Debatte (mit Gegenständen hauen), denn da ist es klar, dass er es falsch gemacht hat. Ich habe es nur erwähnt um zu zeigen, dass die Erzieher den Vorfall verdrehen.

Es geht um viele viel harmlosere Dinge, er versucht es alleine zu klären, aber es geht nicht. Das war meine Frage, wie er es anders alleine klären kann (wenn ein Kind wegen jeder Kleinigkeit weint oder ihn beschimpft).
Ohne, dass er ständig petzen geht, wobei er es sonst nie macht, wie soll ich es ihm beibringen? Vor allem, bin ich im KiGa gar nicht dabei, d.h. die Erzieherinnen müssen da reagieren.

Du sagst, er hätte ein Defizit, weil er mit einem Gegenstand zurückhaut. OK, das habe ich zur Kenntnis genommen und genau das habe ich mit ihm schon mehrmals besprochen.

Mich interessiert aber, ob es ein Defizit in deinen Augen ist, dass er die Vorfälle (harmlose) alleine regeln will und sich nicht beschweren geht. Denn genau das macht ihm ein Problem (von aussen).

Ich hoffe, das war jetzt einigermassen verständlich.

Beitrag von nana141080 13.02.11 - 21:50 Uhr

Vielleicht weiß er auch schon das er ärger bekommt wenn er "petzt"? Also bei den Erziehern. ich denke er hat kein vertrauen zu ihnen!

Du mußt ihm beibringen das er, egal was ist, mit einem Erwachsenen reden kann. Er muß lernen zu sich selbst zu stehen.
Sowas dauert. Soziale Kompetenz zu erlangen dauert seine Zeit. Sie ist von geburt an vorhanden, braucht aber eine Reihe von Vorkommnissen die sie reifen läßt.

Wenn du das Gefühl hast das die deinen Sohn eh schon in eine Schublade gesteckt haben, vielleicht sollte er die Gruppe wechseln?! Sowas wird in der Schule ja auch gemacht, wenn es gar nicht geht.

Vertrauen ist das A und O.

Du weißt am besten wie es in eurem Kiga aussieht, vielleicht ist dies der beste Weg?!

So,und nun gehe ich wirklich ins Bett.

Sorry wenn es sich herablassend angehört hat, aber du hast es ziemlich verwirrend geschireben. So als wenn nur du deinen Sohn so siehst wie er eigentlich ist ;-) Laß dir deinen Sohn mal von Leuten beschreiben die ihn kennen!

Gute Nacht!


Beitrag von sonne_1975 13.02.11 - 22:04 Uhr

Leider ist es nur ein kleiner KiGa, es gibt zwar theoretisch 2 Gruppen, aber sie sind immer zusammen, die Trennung ist nur auf Papier. Wir haben ca. 26 Kinder, davon ein paar U3, die 2 Plätze nehmen.

Wir wohnen in einem Dorf, d.h. mit diesen Kindern wird er sein Leben (Kindesleben) verbringen, da ist es natürlich von Vorteil, wenn er hier weiterhin geht.

Mittlerweile hat er selbst mitgekriegt. Er hat mir eben erzählt, dass ein Junge ihn haut, und auch wenn er nicht zurückhaut, der trotzdem schreit und sich beschwert. Ist ja klar, wem geglaubt wird, natürlich nicht meinem Sohn.

Eigentlich war ich bis vor kurzem sehr zufrieden mit dem KiGa, mein Sohn hatte nach 2,5 Jahren KiGa endlich Lust hinzugehen, weil er da Spass mit Freunden hat. Aber das verderben sie ihm langsam...

Ich kann nur jemanden fragen, der ihn zusammen mit anderen Kindern erlebt, mit Erwachsenen ist er ja anders. Vielleicht versuche ich eine andere Erzieherin darauf anzusprechen. Allerdings habe ich von den anderen Müttern auch schon mitgekriegt, dass ihre Kinder da ganz anders wahrgenommen werden, zumindest nach Aussagen.

Das heisst, zumindest mein Vertrauen in die Meinung dieser Erzieherinnen zu den Kindern ist nicht mehr da.

Jetzt müssen wir uns mit Frühförderung usw rumschlagen, weil sie meinen, er würde schlimm stottern. Er hatte ein paar Monate dieses Entwicklungsstottern (auch KiA-Meinung), aber jetzt ist es ganz weg. Da soll er fast nur am Stottern sein, woanders gar nicht. Nicht bei uns, nicht bei Oma, nicht, wenn die Kinder zu uns kommen. Ich achte ganz verstärkt drauf, früher ist es mir ja auch aufgefallen.

Die sind der Meinung, er braucht Therapie usw. Jetzt kommt Frühförderung in den KiGa und soll ihn da anschauen. Da bin ich gespannt, was sie dann sagt. Am Freitag haben wir einen Termin bei einer Sprachheilbeauftragten, aber ohne KiGa stottert er ja nicht.

Ich habe dieser Erzieherin gesagt, dass wenn es nur im KiGa ist, er sich wohl nicht wohlfühlt, kein Wunder, wenn sie nur negativ über ihn spricht. Darauf hat sie mir nichts geantwortet.

Vielleicht hängt es wirklich damit zusammen und er stottert da, weil er ständig geschimpft wird, ob zurecht oder nicht.

Beitrag von 221170 13.02.11 - 22:24 Uhr

Ich habe schon den Eindruck das du ein wenig die Augen verschließt, bzw. die Meinungen der Erzieherinnen nicht gelten lässt. "er fühlt sich im Kiga nicht wohl, sie sprechen nur negativ über ihn..." Man bekommt den Eindruck du findest für jedes Verhalten eine Entschuldigung, bzw. andere sind dafür verantwortlich das er sich so verhält.

Ich weiß aus eigener Erfahrung das die Kinder im Kiga wirklich anders sind als zuhause oder unter Beobachtung von Mama.
Meine Tochter ist im Kiga ein komplett anderes Kind als zuhause, auf dem Spielplatz oder sonstwo. Ich weiß von vielen anderen Eltern das es bei ihren Kindern genauso ist.

Warum stehst du der Frühförderung so negativ gegenüber? Du tust, als sei das was schlechtes oder es würde ihm dann ein Makel anhaften. Das ist doch Unsinn, das kann doch alles nur nutzen.
Wenn er es wirklich nicht braucht, dann wird sich das schnell rausstellen und gut ist.
Aber mach doch nicht den Fehler ihm diese Tür zuzumachen, es kann ihm doch nur nutzen.

Beitrag von sonne_1975 14.02.11 - 00:13 Uhr

Deswegen habe ich dem Besuch der Frühförderungsstelle zugestimmt. Sie wird ihn im KiGa beobachten und sehen, was da los ist. Wenn sie es überhaupt in den 30 Minuten, die sie da ist, tun kann.

Ich habe nicht gesagt, dass andere verantwortlich sind, dass er sich so verhält. Ich habe gesagt, dass sein Verhalten, was ich normal finde (nicht wegen jeder Kleinigkeit schreien), ihm Probleme macht.

Ich verstehe nicht, warum ich immer falsch ausgelegt werde. Ich gebe keinem die Schuld an seinem Verhalten. Ich sage, dass er anders wahrgenommen wird (weil sie nur die Endsituation sehen und nicht das ganze Geschehen), weil er sich nicht beschwert.

Beitrag von liurin 13.02.11 - 14:26 Uhr

huhu, ich kann leider nur ganz kurz was dazu sagen. aber vielleicht beruhigt es dich ein wenig. bei unserem großen (5,5 j.) ist es genau so. und so war es auch schon immer. andere hauen ihn oder ärgern ihn, er kommt nie meckern, bzw. schreit laut nach mama oder ähnliches. aber wehe er "wehrt" sich mal und haut halt irgendwann mal zurück wenn es ihm zu heftig wird bzw. macht was anderes, er haut ja nicht immer, aber wenn dann mal ne reaktion zurück kommt von unserem, dann ist das geschrei von dem besagten kind was angefangen hat zu stänkern ganz groß und komischer weise, ist es immer mein sohn, der beim stänkern "erwischt" wird und bekommt dann auch immer eins auf den deckel. ist sehr ärgerlich. anfangs hab ich mich da nie eingemischt, nun reagiere ich aber auch angemessen darauf, wenn ich es mitbekomme. ansonsten kann man leider nicht viel machen. es gibt halt auch viel zu viele mütter, die nicht sehen WOLLEN wenn ihre kinder etwas verbocken und vielleicht sogar anfangen... aber wehe dem eigenen kind passiert so etwas, dann gibts riesen tarrarr. *kopfschüttel* aber so ist es leider nun mal...

wir haben unserem sohn immer versucht mit auf dem weg zu geben, dass es nicht richtig ist zurück zu hausen, sondern halt sagen muss, wenn ihm etwas nicht gefällt und wenn er dann zur not halt auch mal zur erzieherin gehen muss. mag zwar petzen auch nicht, aber immer noch besser, als immer eine "drauf zu bekommen", vor wut dann zurück zu hauen und sich dabei erwischen zu lassen #schein

alles liebe

Beitrag von sonne_1975 13.02.11 - 17:50 Uhr

Danke! Genau so ist es!

Beitrag von zaubertroll1972 13.02.11 - 16:11 Uhr

Hallo,

was mich wundert ist, daß es doch sooo viele Kinder sind die alle das gleiche sagen. Scheinbar gibt es ja kein Kind mit welchem er problemlos spielen kann.
Auch verwunderlich daß Du die Situation anders einschätzt als seine Erzieherinnen. Ich denke sie können nichct immer ALLES sehen aber dennoch sind sie jeden Tag viele Std. mit Deinem Sohn und den anderen Kindern zusammen und sollten doch schon eine gute Einschätzung haben.

LG Z.

Beitrag von sonne_1975 13.02.11 - 17:49 Uhr

Die Erzieherinnen schätzen viele Kinder bei uns falsch ein, das habe ich jetzt durch die Gespräche schon mitbekommen.

Und natürlich kenne ich meinen Sohn besser als sie, ich bin seine Mutter.

Diese 2 Kinder, die ich beschrieben habe, sind halt extrem. Es gibt noch eins, kommt auch in die Schule (ist schon 6,5), das schreit auch sofort, aber nicht nur bei meinem Sohn, sondern bei allen. Das habe ich häufig genug selbst mitgekriegt.

Mein Sohn ist nicht einer, der mit allen spielen kann/will. Er hat nur ein paar, mit denen er spielen mag, und leider sind unter denen die besagten Jungs.

Ich muss aber dazu sagen, dass wir sehr wenige Jungs in seinem Alter haben, eigentlich hat er nicht wirklich viel mehr Auswahl als diese Kinder und mit Mädchen mag er nicht spielen, weil sie andere Interessen haben.

Wir sind ein kleiner Kindergarten und leider ist die grosse Mehrheit Mädchen.

Beitrag von jasahe 13.02.11 - 19:03 Uhr

Hmmm, also so wie du das schilderst, ist es doch zumindest so, dass dein Sohn sehr gut provozieren kann. Ich meine, wenn er mit seinem Bagger zum anderen geht und sagt, er macht sein Gebautes kaputt, ist es doch klar, dass der andere schreit. Ich habe eine "Stänkerer" zum Sohn, ich weiß wovon ich spreche. Mein Sohn war immer schon in der Lage, andere so zu provozieren und zu ärgern, dass die anderen anfingen zu schreien oder sich zu wehren. denoch sehe ich meinen Sohn als Schuldigen an. Und wenn man gehaut wird, ist auch die richtige Lösung nicht, mit etwas Schwererem und Größerem fester zurückzuschlagen.
Meine Erfahrung als Mutter seit 12 Jahren ist, wenn einem ein Bild des eigenen Kindes so häufig und auch vielleicht aus unterschiedlichen Ecken geschildert wird, dann ist meistens etwas dran, auch wenn man es als Mutter nicht gern wahrnehmen möchte.

LG

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