Was sind echte Freunde?

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Beitrag von docmartin 13.02.11 - 14:12 Uhr

Hallo miteinander,

wegen des Postings weiter unten über Freunde kam ich ins Grübeln weil ich das Gefühle hatte, eigentlich habe ich recht viele Menschen die ich wirklich als Freunde und nicht nur als gute Bekannte bezeichnen würde. Viele von euch schrieben aber von eher "merkwürdigen" oder auch enttäuschenden Freundschaften.
Aber vielleicht bin ich auch einfach langweilig oder selber merkwürdig?

Allerdings gibt es zwei Punke die alle meine "Freunde" miteinander verbindet.

Ich habe drei Personen die ich als echte Freunde bezeichnen würde. Menschen denen ich Vertraue, die mein Vertrauen noch nie enttäuscht haben, Menschen denen ich meine Kinder anvertrauen würde und die einen festen Platz in meinem Leben haben. Wir kennen uns seit mehr als 15 Jahre und auch wenn wir z.T. nicht mal mehr im selben Land leben telefonieren wir mehrmals im Monat, sehen uns mehrfach im Jahr, verbringen Urlaube miteinander. Diese sehe ich mehr als meine "erweiterte" Familie, es sind die Paten meiner Kinder, meine Trauzeiging, der Trauzeuge meines Mannes. Echte Freunde.

Dann habe ich ca. 10 Freunde die ich sehr gerne mag, denen ich vertraue die ich aber "erst" so zehn bis 5 Jahre lang kenne. z.T. auch aus der Nachbarschaft oder Mütter von Kindern aus den Kiga-Gruppen meiner Kinder. Wirklich keine Massen aber Menschen, mit denen ich ebenfalls mehrmals im monat telefoniere oder ,vorausgesetzt wir wohnen am selben Ort, mehrfach in der Woche sehe.

Eben menschen bei denen ich ichselbst sien kann. Wir treffen uns mit den Kindern, können auch spontan mal beim anderen klingel, Menschen von denen ich weiß, dass ich sie jederzeit anrufen kann wenn was los ist. Mit denen ich -genau wie mit meinen langjährigen Freunden- Probleme besprechen kann, die mit ihren Problemen zu mir kommen, über deren Lebenssituation ich viel weiß, die mir sehr am Herzen liegen.

Und dann ist da noch ein Haufen Leute mit denen ich gut auskomme, die wir für Ausflüge treffen, mit denen wir auch Frezeit verbringen die ich aber rein emotional "nur" als gute BEkannte und nicht als Freunde bezeichnen würde.

Ich komme schnell mit Menschen in Kontakt, kann aber auch ganz gut abschätzen ob jemand wirklich zu mir passt. Ich mag ehrliche Menschen dun cih glaube dass ist auch das herausstechensde Merkam an all meinen Freunden. Auch wenn es mal unbequem sein kann, sie sind ehrlich. Zu mir, in ihrem eigenen Leben dun auch ich kann ihen sagen was ich denke.

Und zuletzt bin ich-bilde ich mir ein-eigentlich auch eine gute Freundin und ich glaube das wissen die anderen zu schätzen und erkennen, das sie sich acuh auf mich verlassen können.

Das sind für mich die Punkte die eine echte Freundschaft ausmachen: Ehrlichkeit und Zuverlässigkeit und auch diejenigen von meinen Freunden die in einer anderen Lebenssituation sind (geschieden, Singel, noch keine Kinder...) haben eine enge Beziehung zu mir und ich bin sehr froh darüber.

dm

Beitrag von rmwib 13.02.11 - 14:22 Uhr

Ich habe eine sehr enge Freundin, die wirklich quasi seelenverwandt ist, die ruft quasi an, ob ich reden mag, bevor ich selber gemerkt habe, das was nicht stimmt ;-)
und ca. 3-4 andere "echte" Freunde, die mir sehr nah stehen und wichtig sind. Die immer da sind und immer bedingungslos helfen, wo sie können.

Mein Bekanntenkreis ist riesig, da zählen für mich die dazu, mit denen ich gut auskomme, mal feiere etc. und auch "Funktionsfreunde" gehören dazu, die ich wegen meinem Zwerg, der Arbeit, der Uni o.ä. pflege, die ich aber "normal" nur für mich selbst in der Form nicht pflegen würde ;-)

Ich komm wie Du auch, überall schnell mit Menschen in Kontakt aber meist bleibt es halt sehr oberflächlich.

Beitrag von emeri 13.02.11 - 14:45 Uhr

hey,

als "echten" freund betrachte ich jene menschen, die ich nachts um 2 uhr anrufen kann wenn es mir schlecht gehen sollte und die sich ohne murren ins auto setzen würden um eine strecke von 150 km zu fahren um mir beizustehen. und das, ohne danach eine gegenleistung zu verlangen oder mir ihre großzügigkeit ewig vorzuhalten.

DENN: für echte freunde würde ich genau das tun (habe ich auch schon).

und wenn ich mit mir ganz ehrlich bin: genau das oben beschriebene könnte ich von max. 4 bis 5 freunden in meinem umfeld auf erwarten. das ist mir bewusst.

alle anderen sind zwar freunde, aber da gibt es auch einige von denen ich weiß, dass ich mich nicht 100%ig auf sie verlassen könnte wenn wirklich in einer notlage wäre. aber dessen bin ich mir bewusst.

und ich kann auch damit leben, wenn sich einige freundschaften bzw. bekanntschaften mit der zeit einfach verlaufen und "einschlafen". ich bin niemand, der da zwanghaft versucht kontakt zu halten. auch damit bin ich zufrieden.

lg

Beitrag von ccino 13.02.11 - 15:39 Uhr

Friends help you move.
Real friends help you move bodies.

Beitrag von hsicks 13.02.11 - 17:06 Uhr

Hallo,

Freunde sind Menschen, die Dich auch dann noch mögen und akzeptieren, wenn sie alle Deine Fehler , Schwächen und Marotten kennen.

Gruß,
Heike

PS : Um so einen Prinzen/eine Prinzessin zu finden, musst Du seeeehr viele Frösche küssen !

Beitrag von meckikopf 13.02.11 - 17:16 Uhr

Hallo,

also für mich sind ECHTE Freunde Menschen, die auch zu auch in sog. brenzligen Situationen zu einem halten - also, wenn es einem schlecht geht und man in Not ist. Und mit Not ist da nicht nur die finanzielle und materielle Not gemeint, sondern auch die psychische Not. Und die dann weiterhin zu einem stehen und einen nicht fallen lassen. Alles andere kann man getrost vergessen. Das sind dann auch keine echten Freunde. Bekannte vielleicht; ja, aber auch da ist dann nicht allzu viel los, aber Freunde auf gar keinen Fall.


Gruß

Beitrag von mama062006 13.02.11 - 18:14 Uhr

Hallo,

für mich sind echte Freunde auch solche, die immer für mich da sind, egal wie spät es ist oder egal, was ich für ein Problem habe.

Ich bin gern für meine Freunde immer da. In jeder Lebenssituation.

Jedoch bin ich erst vor 4 Jahren in eine neues Stadt gezogen, habe dort nur wenige Bekannte, eine Freundin (mit der ich bestimmt auch über alles sprechen könnte, ich habs noch nicht probiert) und hatte auch eine beste Freundin. Jedenfalls dachte ich das. Nach der TRennung von meinem Freund bin ich mir dessen nicht mehr so sicher. Mal abgesehen davon, dass sie einen Film einem Telefonat vorzieht, obwohl ich dringend jemanden zum reden gebraucht hätte, das weitaus schlimmere ist, dass sie meinem Ex und wohl auch sonst noch allen anderen ihrer Freunde, welche mich auch teilweise kennen einen Scheiß nach dem anderen über mich erzählt. Dinge, die ich erfahren habe und die mir weh tun. Sie wundert sich nun, warum ich mich nicht bei ihr melde und wieso ich ihr nichts mehr erzähle, es sei denn belangloses. Anscheinend hat sie noch nichtmal mitbekommen, wie weh sie mir getan hat. Egal, sie würde es nur wieder abstreiten, wie beim letzten Mal. Doch damals wusste ich nicht, wem ich denn nun glauben sollte, das hat sich nun geändert.

Ohne richtige Freunde ist mein Leben momentan doch recht einsam. Nicht einsam direkt, ich weiß nicht, wie ich es beschreiben soll. Sind meine Kinder bei mir, fühle ich mich wohl, bin "beschäftigt", aber wenn sie im Bett sind, oder wie heute (auch über Nacht) bei Papa sind, fühl ich mich irgendwie doch allein. Ich habe eigentlich nur noch meine Kinder, meine Mama und so seltsam es klingt, meinen Ex. Wir verstehen uns seit seinem Auszug besser als lange lange Zeit davor. Einen Neuanfang wird es dennoch nicht geben, denn wenn ich ihn mehrere Tage in Folge sehe und dann auch noch für ein Paar Stunden, wird es mir zu viel.

Ich brauch dringend neue Freunde. Wirkliche Freunde, mit denen ich auch in solchen Situationen telefonieren kann, nur wo her bekommen? Ich bin nicht der Typ, der großartig auf andere zugeht ...

lG

Beitrag von yozevin 13.02.11 - 18:46 Uhr

Hallo

Ich habe eigentlich nur 2 Freundinnen.... Alles andere sind Bekannte!

Meine beste Freundin kenne ich seit mittlerweile fast 16 Jahren, wir sind grundverschieden und doch total ähnlich.... Wir haben mittlerweile vieles durchgemacht, haben auch schon des öfteren gestritten (zwei Dickköppe), sehen uns leider viel zu selten, aber ich weiß, dass ich mich immer in jeder Situation auf sie verlassen kann.... Sie hat mir im Dezember einen der für mich größten Freundschaftsdienste erwiesen, als sie zur Beerdigung meines Opas mitkam! Ihr Lebensgefährte hat auf unseren Sohn aufgepasst während der Trauerrede (sie hatte selber genug zu trauern, mein Opa war für sie eine Art Ersatzopa!) und beim Trauerzug war sie umgehend an meiner Seite!

Meine andere Freundin kenne ich seit mittlerweile 7 Jahren, ihr Sohn ist mein Patenkind.... Auch wir haben nicht immer die gleiche Meinung, haben schon oft "diskutiert", aber auch auf sie kann ich mich immer verlassen.... Für sie sind wir schon kurz nach Weihnachten zu ihr gefahren, um 1500 l Wasser aus ihrem Haus zu schippen, während sie im Urlaub waren.... Auch sie versuchte, zur Beerdigung meines Opas zu kommen, obwohl sie ihn maximal 5x in ihrem Leben gesehen hat... Leider klappte es bei ihr wegen der Arbeit nicht!

Bei beiden Freundinnen kann ich nachts um 3 anrufen, wenn irgendwas ist und sie wären umgehend hier, wenn sie es einrichten können.... Im Gegensatz war auch ich schon öfter für beide da, egal zu welcher Zeit und an welchem Tag! DAS ist Freundschaft für mich....

Ansonsten habe ich etwa 3-4 Bekannte.... Ob sich mal Freundschaften draus entwickeln, kann man noch nicht sagen, dafür kenn ich sie auch noch nicht lang genug!

Ich bin nicht sonderlich gesellig, meist zu schüchtern, Menschen anzusprechen und finde eher schlecht neue Freunde! Finde ich manchmal selber sehr traurig, aber habe es noch nie geschafft, das zu ändern... Würde gerne mehr Bekannstschaften/Freundschaften mit Kindern haben,weiß aber ehrlich gesagt nie, wie ich das anfangen soll.... Vielleicht ergibt sich ja was, wenn die Kinder in den Kindergarten gehen....

LG

Beitrag von physa 13.02.11 - 20:05 Uhr

ich habe Bekannte, einige gute Freunde und EINE wirklich beste,beste Freundin:
Auf Grund sehr unterschiedlicher Lebensweisen (ich Mama, 1/2Tags Job, Beziehung - sie single, Model und selbstständig) sehen wir uns eher selten - telefonieren auch manchmal 2 Monate nicht; aber wenn, dann dauern die Telefonate 2 Std mindestens. Wir können uns mitten in der Nacht anrufen und ausheulen (kam alles schon vor) und wenn es "brennt" fahren wir 100te Kilometer um bei dem anderen zu sein.
Sie gehört für mich zur Familie und ist ein sehr, sehr wichtiger Teil von mir, kennt mich besser als ich mich selber!

Andere beste freundin ist die Patentante meiner Kleinen (hier bei Urbia kennengelernt!) Auch sie gehört für mich zur Familie, ist immer für mich da und einfach nur eine Seele von Mensch - auch sie gehört fest mit zur Familie.

Diese beiden liebe ich und ohne sie könnte ich nicht.

Dann habe ich noch gute Freunde, Mamas aus dem KiGa z.B. etc... aber da trifft man sich eher mit den Kindern oder zum Sport - in der Nacht würde ich da nicht anrufen ;-)

Bekannte haben sich größtenteils aussortiert, weil einfach kaum mehr Zeit für bleibt. Die wenige Freizeit gestalte ich lieber mit Familie und Freunden. Klar, hier und da trifft man sich oder telefoniert auch mal - aber nicht mehr so wie früher, wo man sich regelmäßig in der Disco getroffen hat.

Wahre FREUNDE sind für mich Menschen, wo kein "Kontaktzwang" besteht, wo man auch nach 3 Monaten noch anrufen kann ohne "ach lebst du auch noch....#kratz ) die einfach immer da sind wenn man sie braucht und umgekehrt. Die einem gnadenlos die Wahrheit sagen, egal ob es schön ist oder nicht, die mit dir lachen, weinen und sich mit dir freuen. Das sind für mich echte Freunde.


LG
Physa

Beitrag von manscho 13.02.11 - 20:52 Uhr

Das mit der gnadenlosen Wahrheit find ich auch super wichtig!

Beitrag von manscho 13.02.11 - 20:50 Uhr

Ich mach mal weiter mit einem meiner Lieblingszitate. Für mich bringt Klopstock es auf den Punkt:

"Aber mit wem soll ich reden? Mit Freunden? Mit diesen redte ich freilich am liebsten. Ich dürfte ihnen nur ein halbes Wort sagen, so verstünden sie mich.“

Friedrich Gottlieb Klopstock (1724-1803), dt. Schriftsteller

Und wenn wir uns lange Zeit nicht gehört oder gesehen haben, wir reden miteinander als hätten wir uns erst gestern gesehen

Solche Menschen sind schwer zu finden. Ich habe 2:-).

Für die vielen Bekannten habe ich aber in einer Krise keine Muse, da zieh ich mich eher zurück.

LG manscho