Sprach-Reha für behinderte Kinder?

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Stolpersteine im Leben sind manchmal überwindbar, manchmal muss man sich mit ihnen arrangieren. Hier ist der Ort, um darüber zu sprechen: Entwicklungsverzögerung beim Kind, ADHS, das Down-Syndrom, Spina Bifida, Leben im Rollstuhl ...

Beitrag von krokolady 13.02.11 - 16:19 Uhr

Bin am überlegen ob eine Sprach-Reha vor der Einschulung sinnvoll wäre für Kimberly.
Jetzt durch ihr Koma wurde das Valproat ja drastisch reduziert, und ich merke eine Verbesserung in der Sprache.......bin überzeugt das da noch mehr rauszuholen ist, sofern man es intensiv angeht.

Wir wohnen ja im hohen Norden, also wäre eine Einrichtung gut die nicht so weit weg wäre....so das Papa auch mal zu Besuch kommen kann, oder im Notfall in "unsere" Klinik verlegt werden kann.

Werscherberg wäre da ja gut - aber so wie ich es nun gelesen habe nehmen die keine behinderten Kinder die dazu noch aktiv krampfen und einen erhöhten Betreuungsaufwand haben.

Hat jemand Tips für mich was für uns noch in Frage käme?
Kimy braucht eine intensive Betreuung, darf niemals aus den Augen gelassen werden, ist geistig behindert, darf keine sportlichen Aktivitäten mitmachen oder Schwimmen.

Die anderen Kliniken die ich noch fand sind einmal im Erzgebirge, und die andere in Süddeutschland.......da ist mir die Entfernung echt zu weit

Beitrag von kati543 13.02.11 - 16:36 Uhr

Hallo,
die Nebenwirkungen vom Valproat sind schon heftig - ich kämpfe ja auch dagegen an. Aber bei mir hilft nur Valproat. Das mit dem Koma hatte ich vorher noch nie gehört und irgendwie habe ich jetzt schon Angst bekommen.

Im Norden kenne ich mich nicht aus. Aber bei uns in Frankfurt gibt es das Clementinen Kinderhospital. Das ist ein richtiges Krankenhaus. und die machen eben unter anderem auch eine stationäre Intensivsprachtherapie. Und der große Vorteil an diesem Krankenhaus ist eben, dass die Station, die die Sprachtherapie macht, die selbe ist, die auch die Neurologie macht. Also dort sind Kinder, mit Epi in allen Formen. Du wärst im Notfall sozusagen direkt an der richtigen Adresse. Meine Söhne sollen dort jetzt auch hin. Wir waren im Januar 1 Woche im KH um verschiedene Tests durchführen zu lassen. Omar soll dort auch die Sprachtherapie machen und bei Daniel soll die Essstörung behandelt werden. Nun warten wir nur noch auf das OK der Kasse. Das Clemi nimmt alle Kinder, egal welche Behinderung oder Pflegestufe, sofern es irgendwie passt.
Vielleicht gibt es ja bei euch in der Umgebung auch Krankenhäuser, die so etwas anbieten. Oder ihr entschließt euch eben doch, einen weiten Weg in Kauf zu nehmen.

Beitrag von krokolady 13.02.11 - 16:40 Uhr

FFM wäre auf jeden Fall zu weit......

Es kommt ja auch immer drauf an wie das mit dem Kostenträger läuft. Bei uns wäre es halt die KK, nicht die Rentenstelle.

Finde jede Menge Reha-Häuser für Kinder.....aber keine davon ist direkt auf Logo spezialisiert.

Beitrag von kati543 13.02.11 - 17:05 Uhr

Der Kostenträger bei einem Klinikaufenthalt ist auch immer die KK. Das ist ja bei uns das Problem. Eine Reha würde für Omar eben nicht ausreichen und für Daniels Probleme gibt es das sowieso nicht. Ich bin froh, dass wir 3km außerhalb von FFM wohnen und ausgerechnet dort eine Klinik ist, die alles auf einmal therapieren kann bei beiden Kindern. Ich kann ja auch nicht ein Kind ins KH begleiten und das andere bleibt zu Hause allein. Der Papa ist viel unterwegs. Frage doch mal eure Logopädin, ob es etwas stationäres bei euch in der Umgebung gibt. Ich glaube eine Reha zu finden für Kimy wird sehr schwer. Bei den meisten Häusern ist Epi ein Ausschlußgrund. Und da reicht schon eine Epi wie bei mir, noch nicht einmal so schlimm wie bei Kimy. Zudem ist bei einer Reha ja auch vieles dabei, was Kimy gar nicht mitmachen könnte.
Aber wenn bei uns der stationäre Aufenthalt nicht genehmigt wird, werde ich auch eine Sprachheilreha für beide beantragen bei der RV. Aber die letzten Anträge bei der KV sind ja durchgegangen. Man sehen, was jetzt noch kommt. Gestern hatte ich Post von der KV. Ich hatte die Übernahme der Kosten für eine genetische Untersuchung von Omar beantragt und die Übernahme der Kosten für Daniel wurden genehmigt (das hatte ich nie beantragt) - die Logik der Kassen ist manchmal unlogisch.

Beitrag von krokolady 13.02.11 - 18:39 Uhr

hab in Rostock was gefunden, das ist solch Forschungsanstalt für Kinder mit Sprachproblemen durch Behinderung und so.......vielleicht rufe ich da mal an und frag was das ist.
aber es liest sich nicht so als wenn das was wie ne Reha oder so ist.

In Hamburg gibts sicher auch Intensivkurse.......muss mich da nur erst Mal durchfuchsen

Beitrag von kati543 13.02.11 - 20:18 Uhr

Aber so etwas muß doch der Logopäde deiner Tochter oder das SPZ wissen. Es ist schwer so etwas selber zu finden. So richtig werben tun die KH damit nicht.

Beitrag von krokolady 13.02.11 - 20:31 Uhr

hab was total interessantes gefunden, ne Helios-Klinik in Geesthacht die spezialisiert sind auf Intensiv-Rehas für Kinder mit neurologischen Grunderkrankungen.....ausser Logo besteht auch die Möglichkeit auf Ergo, KG, Hippotherapie etc.
Das ist für Kinder denen die wöchentlichen normalen Therapien nicht ausreichen.
Da werd ich mich mal drüber schlau machen.
Das Ganze läuft über eine normale KKH-Einweisung, nur für mich als Begleitperson muss die KK ne Bewilligung rausrücken.

Beitrag von kati543 13.02.11 - 20:35 Uhr

Das klingt genauso wie im Clemi. Dort läuft das so, dass die Kinder zu allen Mahlzeiten abgeholt werden in einen Gruppenraum. Und die Kids essen ohne Eltern zusammen mit Erziehern und Therapeuten. Dann gibt es noch Unterricht für Schulkinder, Musiktherapie, Ergo, Logo, Physio,... Also auch als Begleitperson hat man dort vormittags Pause und kann sich mit den anderen Eltern unterhalten. Die Begleitpersonen werden dort allerdings auch therapiert únd bekommen "Einweisungen", wei sie dem Kind am besten helfen können.

Beitrag von krokolady 13.02.11 - 20:37 Uhr

jo, denk mal das ist da auch so.
Liest sich für mich alles sehr gut........und das Beste: im Notfall ist schnell medizinische Versorgung gewährleistet.......der Transport in "unsere" Klinik wär da schnell gemacht

Beitrag von kati543 14.02.11 - 18:49 Uhr

Genau. Das wäre für Kimy ja überlebenswichtig.

Beitrag von stin79 14.02.11 - 13:24 Uhr

Hallo Krokolady,

versuche es doch mal mit dem Müttergenesungswerk. Es ist zwar nicht ganz das was du suchst, aber evtl. kommst du da an Informationen ran. Wenn du auf der HP nichts findest, könntest du ja mal da anrufen. Viellicht wissen die was geeignetes für Euch!

Alles gute!