schwanger und arbeitsbeginn

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von infostud 13.02.11 - 17:44 Uhr

HAllo meine lieben,

also am Freitag hab ich meinen positiven SST gehabt.
Ich hatte ein tolles Jobangebot bekommen, dass ich am 1.3. starten kann.
Der Arbeitsvertrag liegt auch schon vor mir.
Frage an euch: Was mach ich jetzt?
Sag ich denen gleich, dass ich schwanger bin? Kann ja sein, dass die dann das Angebot zurückziehen oder?
Oder fang ich am 1.3. wie geplant an und sag denen erst so ende märz bescheid, dass ich schwanger bin?
habe eine probezeit von 6 monaten.
ich kenn mich da gar nicht aus.

kennt sich da jemand mit aus oder hat erfahrung?

Beitrag von erbse2011 13.02.11 - 17:47 Uhr

was ist das für eine arbeitsart wenn ich mal fragen darf?

Beitrag von saskia33 13.02.11 - 17:47 Uhr

Kommt drauf an was das für ein Job ist,denn schwere Körperliche Arbeit darfst du nicht mehr machen!

Sagen brauchst du erstmal nix,geht deinem Chef im Moment nix an!Andererseits fängt der MuSchutz erst an wenn er Bescheid weiß!

lg

Beitrag von infostud 13.02.11 - 17:55 Uhr

ich bin in der 5. woche!?! muss am 21.2. zum ersten ultraschall.
das ist büroarbeit, also nichts anstrengendes denke ich. ich bin informatikerin, muss nichts rumschleppen oder so.
der arbeitsvertrag ist auf unbefristet gesetzt.
habt ihr links wo ich solch einen fall nachlesen kann?
ist es hinterhältig, wenn ich es denen erst später verrate, nachdem ich die arbeit angetreten bin???
danke für eure antworten

Beitrag von sweetlady0020 13.02.11 - 17:53 Uhr



Hi Infostud,

aaaalso....Du musst denen nichts von Deiner Schwangerschaft sagen und kannst den Job ganz normal antreten...aaaber Du genießt dann auch erst einmal kein Recht auf das Mutterschutzgesetz.

Kündigen können die Dich nicht in der Probezeit, da das Mutterschutzgesetzt über dem Sonderkündungsrecht steht, dafür müsstest Du im Fall einer Kündigung in der Probezeit Deinem AG aber über die Schwangerschaft informieren.

Soweit so gut zum Gesetz!

Auf der anderen Seite solltest Du Dir aber die Frage stellen, ob es Deinem neuen AG gegenüber fair ist, die Schwangerschaft zu verschweigen und er muss in 8 Monaten wieder jemand als Ersatz suchen. Ich denke das stört auf jeden Fall das Arbeitnehmer-Arbeitgeber-Verhältnis und man macht sich definitiv keine Freunde bei den Kollegen.#schein

Was Du nun machst, bleibt Dir überlassen.

Ich war auch in der Situation und die neue Firma hat mich nicht genommen. Meine Meinung dazu: Dann war denen wohl meine Arbeitskraft nicht wichtig genug und für Familie haben die erst recht kein Verständnis. Für so jemanden will ich auch nicht arbeiten.

LG

SweetLady0020#klee mit Astronautin 39+1 inside

Beitrag von mai75 13.02.11 - 17:58 Uhr

Bist Du sicher, dass sie sie nicht kündigen können???
In der Probezeit ist es schießlich ohne Angabe von Gründen möglich eine Kündigung auszusprechen ... könnte ja auch sein, dass man den Aufgaben dort nicht gerecht wird oder sich schlecht benimmt - dann muss der AG doch während der Probezeit das Arbeitsverhältnis beenden können, oder?

Beitrag von sweetlady0020 13.02.11 - 18:14 Uhr



Ja ich bin mir sicher, da ich das gleiche Problem hatte, nur das ich bei Jobbeginn noch nicht schwanger war und nach 2 Monaten schwanger geworden bin.

Eine Kündigung in der Probezeit obliegt dem Sonderkündigungsrecht! Da das Mutterschutzgesetz aber über dem Sonderkündigungsrecht steht, ist eine Kündigung nicht möglich.

Aaaaber man muss immer dazu sagen, dass man immer dann auch gekündigt werden kann, wenn der AG vorher einen Antrag bei der Arbeitsschutzbehörde stellt und wenn die zustimmen, dann ist auch diese Kündigung wirksam.

Beitrag von bri-di 13.02.11 - 18:04 Uhr

Hi,
also ich war in einer ähnlichen Situation und es bestand die Gefahr, dass ich aufgrund fehlendem Immunschutz evtl. einen Teil der Arbeit (pädagogische Tätigkeit) nicht ausführen konnte. Ich habe mit meinem Arbeitgeber, bevor ich den Vertrag unterzeichnet habe, über meine Schwangerschaft gesprochen. Er hatte damit kein Problem und es kam, wie es kommen musste: ich durfte nicht mehr pädagogisch Arbeiten. Es wurde hierfür intern eine Lösung gefunden.
Ich bin der Meinung, dass du, um deines eigenen Frieden Willens, mit dem AG sprechen solltest aber ich denke nicht, dass deshalb der Arbeitsvertrag nicht zustanden kommen sollte. Du hast das ja nicht extra gemacht mit der SS (geht ja gar nicht) und insofern musst du dir nichts vorwerfen. So ist das halt im Leben und dein AG muss dafür Verständnis haben.. hat er dies nicht, bist du trotzdem durch die Gesetze geschützt.
Mach dir keinen Stress, viel Erfolg,
bri-di (32 SSW)

Beitrag von pfutschl 13.02.11 - 17:54 Uhr

Hallöchen!!!

wenn dich deine neue arbeit körperlich nicht belastet dann würde ich bisschen warten und dann bescheid sagen.:-)

ich war auch noch in der probezeit aber das ändert am kündigungsschutz nichts!!!!!
ich hatte bis märz probezeit und bin jetz aber auch zuhause, bekomme mein geld und habe beschäftigungsverbot. :-p

Als schwangere kannst nicht gekündigt werden. dein vertrag läuft nur aus.

lieben gruss
manu mit #ei mal 2

Beitrag von wiebke7 13.02.11 - 17:58 Uhr

Hallo,

vielleicht hilft Dir ja meine Erfahrung bei der Entscheidungsfindung weiter:
Ich hatte Anfang Sep.10 ein Vorstellungsgespräch, bekam eine Woche später die Zusage und den Vertrag für 1.12.10 und habe 4 Wochen später positiv getestet. Da an meinem ersten Arbeitstag die ersten 12 Wochen fast rum waren, habe ich es dann gleich am ersten Tag gesagt (habe auch 6 Monate Probezeit). Somit galt dann auch schon der spezielle Kündigungsschutz!

LG und triff die für Dich richtige Entscheidung!

Beitrag von moeriee 13.02.11 - 18:13 Uhr

Ich würde jetzt noch gar nichts sagen! Viele Frauen behalten diese Tatsache meist mind. bis zur 12. SSW für sich und das mit Recht! Eine Früh-SS ist nie 100%ig sicher. Lehnst du jetzt ab und es passiert noch was, stehst du ohne Job da.

Beitrag von biddepige 13.02.11 - 20:00 Uhr


also wenn du mich fragst:

Ich würde unterschreiben, den Job beginnen und nach Beginn von der Schwangerschaft erzählen und bums.....bist du unkündbar (nix mit Probezeit!).

Und das ich rechtlich völlig in Ordnung!!

Also, viel Erfolg im neuen Job!!!

Beitrag von ficus 13.02.11 - 23:37 Uhr

Hallo,
wie ist denn die Passage zur Probezeit in deinem Vertrag beschrieben?
Es gibt die "übliche" Probezeit, die dann, wenn keine Kündigung erfolgt, in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis übergeht und es gibt die Arbeit auf Probe von z.B. 6 Monaten.
Umgangssprachlich wird beides "Probezeit" genannt. Der Teufel liegt aber im Detail.
Bei Arbeit auf Probe muss der Arbeitgeber zumindest noch erwähne, dass er dich nach díesen z.B. 6 Monaten auch übernimmt, sonst endet das Arbeitsverhältnis zum Ende der 6 Monate. Auch wenn du schwanger bist, hast du dann keinen Schutz.
Also lies auf jeden Fall nochmal diese Passage genau nach. Wenn AG nämlich z.B. die dritte Schwangere in Folge einstellen, dann wären sie ja auch blöd, die "übliche" Probezeit zu vereinbaren.
Es ist übrigens nicht untypisch, die Probezeit als "Arbeit auf Probe" zu vereinbaren. Den Unterschied kennen die wenigsten Angestellten.
vG