Kind von ExFreund - Nochehemann & ich wollen uns nicht scheiden lassen

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Forum: Ungeplant schwanger

Was ist, wenn eine Schwangerschaft überraschend und ungeplant kommt? Hier kannst du fragen, wie andere diese Situation bewältigt haben. Grundsatz-Diskussionen um das Thema Schwangerschafts-Abbruch sind allerdings besser im Forum "Allgemeines" aufgehoben.

Beitrag von NureineFrage2011 13.02.11 - 20:32 Uhr

Hallo!

Mein Mann und ich haben uns vor einigen Monaten getrennt gehabt, nach ein paar Monaten habe ich dann jemanden kennen gelernt, von dem ich nun ungeplant schwanger geworden bin.

Noch bevor ich erfahren habe, dass ich schwanger bin, haben mein Mann und ich beschlossen, dass wir es doch noch mal miteinander probieren wollen.

Im Moment sind wir wieder dabei, eine Beziehung aufzubauen und wollen uns nun doch nicht scheiden lassen.

Nun habe ich immer gedacht, dass mein Ex-Freund "einfach" die Vaterschaft beim Jugendamt anerkennen kann, ich stimme zu und mein Ehemann stimmt zu, dass er nicht der Vater ist.

Aber soweit ich jetzt weiß, wird diese Vaterschaftsanerkennung erst rechtskräftig, wenn wir geschieden sind und wir müssten die Scheidung noch vor der Geburt einreichen. Solange ist mein Mann der eingetragene Vater!?

Wenn wir uns nun aber nicht scheiden lassen? Habe ich dann nie Anspruch auf Unterhaltszahlungen und der leibliche Vater hat rein theoretisch auch keinen Anspruch auf sein Kind, obwohl ich ihn ja dann als Vater angegeben hätte? D. h. mein Mann wäre unterhaltspflichtig?

Oder wird die Vaterschaft von meinem Ex-Freund trotzdem anerkannt?

Beitrag von sassiputz 13.02.11 - 22:45 Uhr

Hallo,

ich bin zwar nicht vom Fach, aber ich hab noch nie gehört, dass man sich erst scheiden lassen muss, damit die Vaterschaft des leiblichen Vaters anerkannt wird. Ihr seid euch ja anscheinend alle einig, dann dürfte es kein Problem sein, die Vaterschaft anerkennen zu lassen. Schwierig wird es doch nur dann, wenn sich irgendjemand quer stellt und erstmal sämtliche Instanzen durchlaufen lässt, bis endlich alles geregelt ist :-).

LG, Saskia

Beitrag von inoll1926 13.02.11 - 23:18 Uhr

Muss nicht der Ehemann mittels DNA nachweisen das Er nicht der Vater ist?

Beitrag von sassiputz 13.02.11 - 23:23 Uhr

Das muss er doch höchstens dann, wenn die Vaterschaft unklar ist bzw. der leibliche KV die Vaterschaft abstreitet.





Oder #gruebel?

Beitrag von inoll1926 13.02.11 - 23:57 Uhr

Eben nicht!

Beitrag von sassiputz 14.02.11 - 08:47 Uhr

Ernsthaft? Das interessiert mich jetzt. Wo kann man das nachlesen?

Beitrag von sassiputz 14.02.11 - 09:23 Uhr

Das hat mich jetzt echt beschäftigt, deshalb hab ich mal nachgegoogelt :-).

Diesen Link hab ich gefunden (Stand 2008):

http://www.suite101.de/content/vaterschaftsanerkennung-a43666

"Wann ist die Vaterschaftsanerkennung möglich?

.........

Es gibt lediglich einen Ausnahmefall, in dem die Vaterschaft anerkannt werden kann, obwohl die Mutter noch verheiratet ist:

* Das Kind kommt zur Welt, nachdem der Scheidungsantrag bereits bei Gericht eingereicht wurde und
* neben der Mutter ist auch ihr Noch-Ehemann damit einverstanden, dass ein anderer Mann die Vaterschaft anerkennt."


Ich verstehe das so, dass die Vaterschaft ohne Tests und gerichtliche Verfahren geregelt werden kann, wenn ALLE Beteiligten zustimmen. Und das wäre ja hier der Fall.

Gegenteilige Informationen habe ich dazu nicht gefunden. Das würde ja auch überhaupt keinen Sinn machen (ist natürlich trotzdem alles vorstellbar....).

LG, Saskia

Beitrag von NureineFrage2011 14.02.11 - 10:25 Uhr

Und genau das ist ja das Problem, weil wir voraussichtlich keinen Scheidungsantrag einreichen werden. Weder vor, noch nach der Geburt.

Allerdings ist das die Voraussetzung dafür, dass das mit der Vaterschaftsanerkennung durch geht, wenn alle 3 Beteiligten damit einverstanden sind...

Aaaahhh... Ich finde das irgendwie alles komisch und kompliziert... #schmoll

Beitrag von charlotte24435 14.02.11 - 07:33 Uhr

Guten morgen!
Du kannst/musst den leiblichen Vater angeben. Das ist alles ein bisschen
mit Bürokratismus verbunden. Wenn der Erzeuger die Vaterschaft anerkennt, müßt Ihr NICHT vor Gericht, geht alles übers Jugendamt und Unterhalt bekommt das Kind auch.
Solltet Ihr aber nichts unternehmen (gesetzlich innerhalb von 2 Jahren)
gilt automatisch Dein Ehemann als Vater mit alles Rechten und Pflichten.
Geht zum JA, die können besser beraten.
Alles Gute Charlotte

Beitrag von super_mama 14.02.11 - 14:31 Uhr

Hallo,

ohje, da kommt Bürokratie auf euch zu, aber ihr könnt es schaffen.
Also; ich war noch verheiratet als meine Kleine zur Welt kam, mein Exmann wurde als Vater eingetragen, ganz automatisch (mein Freund sprang im kare;-)).
Nach der Scheidung musste mein Exmann die Vaterschaft aberkennen damit mein Freund sie anerkennen konnte ... ein tierischer Zirkus ... aber es wäre, sofern es sich noch länge rhingezogen hätte, auch anders gegangen: über Anwalt und Klage.

Also, entweder; ihr belasst es wie es ist, der leibliche Vater muss in dem Fall aber nicht zahlen, hat aber auch keinen Anspruch darauf das Kind zu sehen etc (mit welcher Begründung auch, er ist nicht eingetragen) - dazu müsste er seine Vaterschaft einklagen, damit wird er dann auch zahlungspflichtig.
Oder dein Mann sagt es ist ein Kuckuckskind und klagt, dann geht es übers Familiengericht und es wird ein Vaterschaftstest gemacht.
Sofermn ihr zusammenbleibt, euch nicht scheiden lasst, ist die Klage gegen dich, trotz Ehe, die einzige Chance um an den Unterhalt zu kommen und damit dein Mann, sollte es vlt doch irgendwann einmal nicht mehr klappen, nicht derjenige ist der zahlen muss wenn ihr euch doch trennt.

Ganz ehrlich hat die deutsche Bürokratie sich da ein Ei ins Nest gelegt, nur weil man "noch" verheiratet ist, ist der Mann nicht gleich der Vater.

Naja, unnütz sich darüber aufzuregen, so ist es nun mal.

Toi toi toi euch

Beitrag von super_mama 14.02.11 - 14:34 Uhr

Ach so, vergessen, ihr habt ab der Geburt nur 2 Jahre Zeit dazu das zu klären (sofern ihr nicht direkt klagt etc), Vaterschaften können nur 2 Jahre an- / aberkannt werden, danach geht es alles über Adoption und so weiter !

Beitrag von mylela 14.02.11 - 16:28 Uhr

dein ehemann wird nach der geburt automatisch als vater eingetragen,darauf hin hat er die möglichkeit beim zuständigen amtsgericht den antrag auf ein vaterschaftsanfechtungsverfahren zustellen.dann kann der biologische vater die vaterschaft anerkennen.für alles habt ihr zwei jahre zeit.

viel glück bei allem.

Beitrag von mylela 14.02.11 - 16:32 Uhr

p.s. ihr braucht deswegen keinen scheidungsantrag stellen,geht einfach zu gericht und lasst euch dort von einer rechtspfleger/in beraten.ist gar nicht so schlimm wie es sich alles erstmal anhört.