Sie findet kein Ende in ihrer Trauer... :(

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Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen? Schulschwierigkeiten oder anstrengender Streit ums Aufräumen: Lest und diskutiert mit. Und da die Vorbereitung der Einschulung ansteht: Hier begleitet urbia-TV Vater und Tochter beim Schulranzenkauf.

Beitrag von mudda 13.02.11 - 20:39 Uhr

Hallo und guten Abend

ich bin gerade ein wenig unsicher, weil ich nicht mehr weiterkomme mit meiner großen Tochter.

Vor gut zweieinhalb Jahren ist unsere Katze verschwunden und wir haben sie nie wieder gesehen oder gefunden, trotz monatelanger Suche auch über Tasso usw nicht. Nun ist vor gute drei Wochen unser Kater gestorben (wir mussten ihn einschläfern lassen, das weiß sie nicht, sie weiß nur das er krank war und halt dadurch gestorben ist...)

Seit Mittwoch haben wir wieder zwei "neue" Katzen (2-3 Jahre alt aus dem Tierheim) und wir gewöhnen uns alle gerade aneinander.

So nun war sie die letzten Tage wieder recht fröhlich , nachdem sie wahnsinnig unter dem Verlust des Katers gelitten hat. Laut eigener Aussage kann sie gar nicht mehr fröhlich sein #schmoll

Sie hatte sich so sehr gewünscht wieder Katzen zu haben und ich konnte auch nicht ohne, also sind wir nun wieder bekatzt, aber nun ist sie wieder genauso traurig. Sie kann die beiden verlorenen Katzen einfach nicht loslassen.

Ok, beim Kater versteh ich es ja noch, ist ja erst gut 3 Wochen her jetzt, aber nach gut 2,5 Jahren finde ich, sollte sie nun langsam mal anfangen alles zu verarbeiten.

Ich weiß nicht mehr wie ich ihr noch helfen kann. Wir haben Bilder aufgehangen, Stellen zum erinnern geschaffen, Gedenkstein gemacht, Kerzen angezündet, immer wieder geredet und getröstet. Aber ich hab keine Idee mehr.

Sie verfällt dann in richtig tiefe Trauer, weint, schluchzt, jammert und schnieft das es einem das Herz bricht.

Was kann ich noch tun? Ist es nicht langsam mal an der Zeit Abschied zu nehmen? Warum kann sie nicht loslassen?

traurige, seufzende Grüße

mudda

Beitrag von rinni79 13.02.11 - 21:33 Uhr

Hallöchen,

der Verlusst der geliebten Katzen geht Kindern glaube ich genau so nah wie uns Erwachsenen. Nur schalten wir die Trauer aus um zu funktionieren.

Bei uns war es ähnlich, im Nov.2008 mussten wir #katze Charly einschläfern lassen, da war unser Großer gerade 4 Jahre, dann im Okt.2009 musste auch unser #katze Felix eingeschläfert werden. Beide waren 11 Jahre und starben an Krebs...

Kurz nachdem Felix starb, hat sich unser Großer auch sehr zurück gezogen, war sehr traurig und hat geweint. Gemeinsam haben wir Bilder rausgesucht, diese dann einlaminiert und er hat sie mit in seinem Bett. Wir haben viel über die 2 geredet und auch zusammen geweint, auch an mir geht es nicht so einfach vorrüber, es waren ja auch meine Babies. Im Jan.10 haben wir dann eine #katze aus dem Tierheim geholt, denn unsere #katze Püppi hat auch sehr unter dem Verlusst von Felix und Charly gelitten. #katze Cleo haben alle ins Herz geschlossen, sie ist sehr lieb, verschmusst und vorrallem auch zu unseren Kindern. Trotzdem ist sie kein Ersatz, ab und an sagt unser Sohn auch: er wünscht sich Felix& Charly zurück, würde auch auf Cleo verzichten...

Red mit deiner Tochter, sag ihr, dass auch ihr traurig seit, weinen ist normal und es dauert leider eine Weile. Sag ihr z.b. dass man sie nie vergessen wird, sie sind immer im Herzen.

Wir haben auch eine Collage an der Wand mit den lustigsten Bilder von Charly& Felix #herzlich

LG.CO. sehr viel Text...und noch was #liebdrueck

http://www.quitschie.de/cgi-bin/tierfriedhof/grab.cgi?operation=ViewGrab_2611

http://www.quitschie.de/cgi-bin/tierfriedhof/grab.cgi?operation=ViewGrab_2597

Beitrag von meringue 14.02.11 - 10:35 Uhr

Ich finde 2einhalb Jahre Trauer um ein Haustier schon sehr lang!

Überträgt sie die Trauer vielleicht von anderen Dingen auf die Katze?

Kann sie ihren Alltag überhaupt bewältigen? Vllt. Beratungsstelle?

Beitrag von mudda 14.02.11 - 11:55 Uhr

Hallo

ja ich finde 2.5 Jahre auch recht lang. Sie soll die Katzen ja nicht vergessen, um Gottes Willen aber ich finde es so extrem. Un dich kann ihr auch nicht helfen, selbst trösten bringt nicht viel.

:-(

VG

mudda

Beitrag von barbarelle 14.02.11 - 11:06 Uhr

Nehmt einen mit Gas gefüllten Ballon (oder 2 für beide Katzen), schreibt den Namen drauf und lasst sie gen Himmel fliegen. Das sollte dein Kind tun. Quasi als "loslassen".

Bedankt Euch für die schöne Zeit mit ihnen und wünscht ihnen viel Spaß im Katzenhimmel ... oder so.

Der Trauerprozess dauert beim einen länger, ein anderer steckt es besser weg oder tröstet sich schnell mit dem Ersatz.

Macht keinen Kult darum. Wenn die Katzen in den Katzenhimmel geflogen sind, dann baut so nach und nach den "Altar" ab. Die Fotos in ein Album, damit es bei Bedarf mal angesehen werden darf und sie nicht ständig in der Wohnung damit konfrontiert wird (bewusst oder unbewusst).

Viele Grüße
B.

Beitrag von mudda 14.02.11 - 11:57 Uhr

Hallo

das mit dem Ballon wäre noch eine Idee, danke. #herzlich

Naja ein richtiger Altar ist es nicht, es ist ein Engel der im Febsterbrett steht und für den kürzlich verstorbenen Kater ist halt eine Art Grab im Garten.

Fotoalbum mit Bildern der Miezis hat sie eh schon .. auch auf eigenen Wunsch hin.

VG

mudda

Beitrag von risala 14.02.11 - 11:08 Uhr

Hi,

Abschied nehmen kannst Du nicht erzwingen. Ich trauere und weine manchmal heute noch um mein erstes Pferd - und es sind am 24.02.11 bereit 13 Jahre, dass ich ihn einschläfern lassen musste.

Aber ich finde auch, ihr macht viel zu viel "Bohei" - Bilder sind ok, über das/die Tiere sprechen auch mal zusammen traurig sein/weinen auch, aber Erinnerungsstellen (dafür gibt es die Bilder!), Gedenkstein, Kerzen anzünden etc ist zu viel des Guten. Fabian war 4 als unser erstes Meerschwein gesorben ist, 5 beim zweiten - die Trauer ist da, aber sie wird weniger.

Warum weiß sie nicht, dass ihr euen Kater einschläfern lassen musstet? Unser Sohn war 7,5 Jahre alt, als wir unseren alten Hundeopa am 23.11.10 einschläfern lassen mussten. Das haben wir ihm bereits erklärt (also was das bedeutet, was dann mit dem Körper passiert und warum - und dass es nichts mit "schlafen gehen" zu tun hat), als Pancho noch fit war. Als er dann innerhalb weniger Tage total abgebaut hat, haben wir Fabian das auch nochmal gesagt - und als der Tierarzt bei uns war, wollte Fabian dabei bleiben und Pancho streicheln. Pancho haben wir bei meinem Vater beerdigt - das war für unseren Sohn sehr wichtig. An sein Grab geht Fabian jedoch nicht (das tun nur mein Mann und ich). Er hat dafür ein Metallherz mit seinem Namen und ein Foto von uns als "komplette Familie" (wir drei + unsere 3 Hunde incl. Pancho) in den "Sarg" (ein mit Decke ausgepolsterter Karton) gelegt. Warum? Damit Pancho nicht alleine ist an der Regenbogenbrücke und uns nicht vergisst.

Ja, traurig sind wir alle, ich habe schon wieder Tränen in den Augen - und auch Fabian weint manchmal noch sehr. Aber es wird irgendwann weniger. Fabian hat sich zwei Bilder ausgesucht, die wir in sein Zimmer gehängt haben und eines, wo er mit Pancho drauf ist, hat er in seinem Mäppchen. Ihm hilft das sehr.

Mehr machen wir aber nicht. Will er über unseren Pancho sprechen, tun wir das - ABER wir erinnern uns nicht an die letzten Tage sondern daran, was ihn so besonders gemacht hat, was lustig war - und dass er jetzt vom Himmel aus auf Fabian aufpasst.

LG
Kim

Beitrag von mudda 14.02.11 - 12:04 Uhr

Hallo

ich will den Abschied nicht erzwingen. Ich bin nur so hilflos, sie ist sehr dramatisch bei solchen Dinge und bekommt sich gar nicht mehr ein manchmal. :-(

Das mit dem Einschläfern weiß sie deshalb nicht, weil sie es a) mit "schlafen" in Verbindung bringen würde und b) sie denken würde, das wir veranlasst haben das der Kater stirbt.

So war es damals beim Hund der Schwiegereltern, der wurde auch eingeschläfert und das hat sie nicht verstanden. :-(

Sie ist eine wirklich intelligente kleine Maus aber eben auch so wahnsinnig tierlieb und steckt in alles so viel Herz. Ich bin früher ähnlich gewesen, daher kann ich sie ja verstehen aber ich weiß auch das es mir nicht gut getan hat so lange so traurig zu sein.

Sprechen tun wir viel von allem, sie kann sich sehr gut ausdrücken und stellt viele Fragen, das ist auch alles sehr schön. Ich kann sie nur nicht so leiden sehen.

Gedenkstein war vielleicht übertrieben, es ist ein Engel der im Fensterbrett sitzt und zum Himmel schaut. Und der Kater der im Garten vergraben ist, hat eben die "Grabstelle", nicht übertrieben, aber eben sichtbar, wenn man hinters Gartenhäuschen geht.

Ich mache mir nur Sorgen was sie macht, wenn mal ein Mensch in ihrem Leben stirbt. Wenn sie jetzt schon so trauert....

Ach mensch, als Eltern leidet man aber auch immer mit ;-)

VG

mudda

Beitrag von risala 14.02.11 - 13:31 Uhr

Hi,

unser Sohn ist ähnlich sensibel - und wenn Deine Tochter mit 6 Jahren einschläfern mit schlafen verbindet, dann stimmt die Erklärung -noch- nicht ;-). Naja, und ich habe festgestellt, dass es einfach Kinder gibt (zu denen unser Sohn auch gehört), die sehr dramatisch in solchen Dingen sind. Das ist sehr schwer mit anzusehen, aber ich gehe da nur noch bedingt drauf ein. z.B. "ich weiß, dass Du traurig bist, verstehe das, aber denk mal daran, wie Pancho xy gemacht hat - das war doch lustig / schön, etc. - meinst Du er würde wollen, dass Du so weinst? Er ist ja noch bei dir - ganz tief in Deinem Herz und wird immer bei Dir sein, solange du Dich an ihn erinnerst!" Natürlich nehme ich meinen Sohn in den Arm,
weine auch mal mit ihm, aber ich versuche ihn von der intensiven Trauer abzulenken - und meist funktioniert das auch. Wenn nicht, halte ich ihn einfach im Arm und gebe ihm Sicherheit.

Natürlich habt ihr veranlasst, dass der Kater stirbt - es war ja, um sein Leiden zu beenden!

Du musst einfach nur einen Weg finden, wie Deine Tochter das versteht. Vor allem ganz klar sagen "Einschläfern ist das falsche Wort - eigentlich müsste man erlösen sagen".

Wir haben Fabian z.B. erklärt, dass man einem Tier helfen kann und muss zu sterben, wenn es sehr leidet (z.B. wg. Schmerzen). Natürlich nicht in akuter Situation sondern bereits viel früher. Wir mussten z.B. im Winter 2009/2010 einen Fuchs vom Jäger erschießen lassen. Die Fähe habe ich beim Hundespaziergang gefunden - mit gebrochenem Rücken. Sie schleppte / rollte sich nur mit den Vorderpfoten vorwärts. Jagen, weglaufen unsw konnte sie nicht mehr. sie war sogar zu schwach, um unseren Hund abzuwehren (der nur um sie herumsprang - eigentlich hat er sie gefunden). Fabian war da auch dabei - und hat vorher gesehen, wie sehr sie leidet und wie müde sie war (ihr fielen die Augen zu, obwohl wir Menschen bei ihr waren - der Jäger wollte sich überzeugen, das sie wirklich schwer verletzt ist und nicht einfach so schießen). Um unnötigen Stress zu vermeiden hatten wir in ca. 15m Abstand auf den Jäger gewartet. Für Fabian war es nicht schlimm, dass der Fuchs erschossen wurde - für ihn war einfach klar, dass wir ihre Scherzen, ihr leiden (verhungern und erfrieren) verhindert / verkürzt haben!

Ich würde irgendwann einfach mal mit ihr darüber reden - nicht jetzt, dafür ist es zu frisch, aber irgendwann kommt der passende Moment.

LG
Kim

Beitrag von blackylotus 05.04.11 - 16:28 Uhr

Was fuer Erwachsene schon eine schwere emotionale Belastung bedeutet, ist fuer Kinder oft eines der dramatischsten Erlebnisse ihres jungen Lebens. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um den Tod des „eigene“ Tieres oder um den des z.B. Familienhundes handelt.

Wenn das Lebensende absehbar ist, sollte eine emotionale Vorbereitung auf den bevorstehenden Tod eines alten oder schwerkranken Tieres stattfinden. Dem Kind muss altersgerecht vermittelt werden, dass der Tod bei jedem Lebewesen kommt und Tiere nicht so lange leben wie wir Menschen.
Noch schlimmer trifft jedoch jeden der ploetzliche Tod des Spielkameraden, besonders aber unsere Kinder.

Ausfuehrliche Gespraeche helfen bei der Verarbeitung des schrecklichen Erlebnisses. Wichtig ist, dass Kinder mit ihrer Trauer nicht allein gelassen werden. Der Tod darf nicht tot-geschwiegen werden.Erinnerungen sind wichtig: Das kann ein Grab sein, eine Urne, ein Gedenkplatz, an dem eine Blume gepflanzt, ein Kreuz aufgestellt, ein einfacher Stein gelegt wird. Oder auch ein Fotoalbum, mit selbstgeschriebenen Texten, die das Tier mit seinen Eigenheiten, Schwaechen und Staerken beschreiben.

Das habe ich mal aus einen Pfoetchen Blog.


Ich glaube du machst alles richtig ,
Nur für sie ist es halt viel viel schlimmer.

Es ist für Kinder schon sehr sehr schlimm ein geliebtes Kuscheltier nicht zu haben , also erst recht viel schlimmer ein geliebtes Tier zu verlieren

Beitrag von froehlich 14.02.11 - 20:18 Uhr

Ich finde, bei Euch sind irgendwie die Relationen verzerrt - und daran habt Ihr meiner Ansicht nach entscheidenden Anteil. Ein Haustier ist ein Haustier - natürlich ist es sehr traurig, wenn so ein "Familienmitglied" stirbt, auf der anderen Seite ist es eben auch der Lauf der Welt, und Tiere haben nun einmal eine eher begrenzte Lebenserwartung. Nach zweieinhalb Jahren braucht es keine Gedenkstätte oder Kerzen mehr. Ihr helft Eurer Tochter nicht, Abschied zu nehmen indem Ihr den Tod des Katers dadurch künstlich wach haltet. Wie soll Eure Kleine denn später mit anderen Schicksalsschlägen klarkommen, wenn ihr der Tod Eurer Katze schon so nahe geht?! Ihr wird noch so einiges im Leben widerfahren - leider nicht nur Gutes, so ist das nun mal. Seht lieber zu, daß Ihr Eure Tochter zu einem starken Menschen macht, indem Ihr ihr helft, auch mal einen Schluss-Strich zu ziehen - und positiv nach vorne zu blicken. Ich finde, da kann man ruhig auch mal ruhige, klare und deutliche Worte finden - es ist jetzt mal gut mit der Trauer. Deshalb würde ich mit dem Reden und Trösten jetzt auch mal aufhören. Es ist ja ganz offensichtlich, daß Eurer Tochter eben genau DAS in dieser Phase nicht mehr hilft.

Gruß, babs

Beitrag von .elfe 14.02.11 - 20:40 Uhr

Du bist so cool, hinter Dir schneits!

Beitrag von froehlich 14.02.11 - 20:53 Uhr

Und Du bist zum Weinen rührselig. Übrigens liebe ich Schnee. Danke für diesen selten dämlichen Kommentar.

Beitrag von meringue 15.02.11 - 19:55 Uhr

Ja, ich glaube auch, hier sind die Relationen ein bisschen verzerrt. Das Problem ist, dass die Mutter selbst ein überemotionales Verhältnis zu Haustieren hat, so dass sie deine Tipps gar nicht umsetzen könnte/wollte.

Ich kenne solche Fälle aus der eigenen Verwandtschaft, da kann man mit Realitätssinn nicht viel ausrichten.

Schade. Könnte nur Hilfe von außen kommen.

Beitrag von mudda 15.02.11 - 20:03 Uhr

Hallo

wer sagt Dir denn das ich ein , wie Du es nennst. überemotionales Verhältnis" zu Tieren habe.

Wenn ich nicht auch denken würde, das es mit ihrer Trauer mal langsam gut wäre, würde ich wohl kaum um Rat fragen.

Aber ich kann ihr ja schlecht ihre Gefühle und Emotionen verbieten oder nicht Ernst nehmen.

Und wenn Du alles gelesen hättest, hättest Du auch gelesen das ich mir auch Sorgen mache, wie s ihr wohl geht wenn mal ein ernsthafter Verlust ins Haus steht (Oma, Opa usw)

Ich behaupte durchaus genügend Realitätssinn zu haben aber auch Gefühle gehören zum Leben dazu und ich will ihr ja helfen damit klar zu kommen.

Und mir zu unterstellen ich würde die Tipps hier nicht umsetzen wollen oder gar können grenzt schon an Frechheit. Du kennst mich nicht und kannst es dementsprechend nicht beurteilen.

Gruß

mudda

Beitrag von mudda 15.02.11 - 20:10 Uhr

Wie gut das Du uns kennst. Das Du weisst wie mein Mann z Bsp damit umgeht. Nämlich das er da nicht ein bisschen Drama drum macht.

Und auch ich sage ihr deutlich und wortwörtlich das es nun langsam mal wieder gut sein muss, aber dann bekomme ich als Antwort " Darf ich denn nicht traurig sein?"... was soll ich da sagen, hmm? "nein darfst Du nicht!" ... Sicher der falsche Weg, denn auch Gefühle und Emotionen gehören zum größer werden dazu. zu antworten "Ja darfst Du aber in Maßen" brachte nicht viel.

Sie hat sich jetzt in einem Brief von den beiden verabschiedet und als ob der neue Kater (Felix) es wüsste, hängt er seit heute wie eine schmusende Klette an ihr und will gestreichelt werden. Das tut ihr sehr gut.

Wir halten weder den Tod des Katers künstlich wach noch wolöen wir si eübersensibilisieren oder so, aber sie wünscht sich einfach Fotos wo sie sich die Katzen nochmal anschauen kann.

Gruß

mudda

Beitrag von froehlich 15.02.11 - 20:45 Uhr

Naja, sei mir nicht böse - aber Dein erster Beitrag hörte sich eben danach an. Generell machen Männer weniger Federlesens, das stimmt - ist bei uns übrigens auch so und tut den Kindern als Gegengewicht zur "weicheren" Mama sicherlich sehr gut.

Fotos von den Katzen sind ja auch o.k. Ich sage ja nur, daß ihr nun nicht mehr STÄNDIG ausführlich über den Tod der Katze reden müsst, auch wenn Eure Tochter davon anfängt. Manche Kinder haben auch einen Hang zur "Drama-Queen" oder zum "Drama-King" - das muß man nicht herunterputzen oder negativ sehen, aber ein bisschen runterspielen nach 2 Jahren (natürlich nicht unmittelbar nach dem Ereignis!) ist dann sicherlich nicht verkehrt.

Beitrag von blackylotus 06.04.11 - 11:08 Uhr

Hast die unterschiedliche warnehmung von erwachsen und Kind vergessen......

Beitrag von blackylotus 06.04.11 - 11:12 Uhr

Vielleich sollte ich doch mal mein grab von meiner kleinen entfernen , vielleicht geht es mir da auch besser.
Sind ja auch SCHON zwei Jahre her, und eigentlich bin ich ja erwachsen ....

Hmm

Beitrag von farina76 14.02.11 - 22:41 Uhr

Ich denke durch die neue Trauer kommt die alte hoch.

Bei meiner Tochter war das so am Schulanfang. Trauer ihren Kindergarten zu verlassen.
Da fing sie plötzlich wieder an mit alten Sachen. Wie unser Kater starb. Als mein Mann und ich mal ein Jahr getrennt waren. Obwohl dass alles aus meiner Sicht schon längst abgehakt war für sie.

Ein Verlust ist etwas schweres für ein Kind und durch einen neuen Verlust erinnert sie sich an die alten Verluste.

Wir waren bei meiner Trennung von meinem Mann bei einer Familien-Psychologin. Die riet uns, das einfach so normal wie möglich zu behandeln. Verluste gehören zum leben, so schlimm es auch ist. Man muß dem Kind ein Stück weit sagen, ja es ist traurig, ja wir trösten dich und ja du darfst weinen. Aber auch ein bißchen kalt, ja so ist es, das ist so, und es ändert sich nichts. Einfach die Sache nicht soooooo besonders werden lassen. Ja es ist schlimm, aber so etwas passiert eben. Und jetzt reis dich zusammen und leb damit.

Klingt schlimm, aber es hat geholfen. Wie gesagt das heißt nicht dass du sie nicht trösten sollst. Aber benimm du dich etwas normal. Tröste sie und sag ihr danach. Schau, das ist passiert, dafür passieren soviel neue schöne Dinge. Freu du dich über die neuen Dinge und sorge dich nicht so sehr um sie. Sie merkt deine Sorge und läßt sich davon anstecken. Sei fröhlich und freu dich über das Neue und sie wird sich auch davon anstecken lassen. Ansonsten geh mal zu deinem Kinderarzt und lass dich beraten, evtl auch wegen einer Kinderpsychologin.

LG Sabine

Beitrag von mudda 15.02.11 - 20:17 Uhr

Hallo

kann durchaus sein dass das alles dadurch wieder hochkam.

Si ehat sich nun durch einen Brief von den beiden katzen verabschiedet und diesen neben ihr Bett gestellt und gleichzeitig ist seit heute der neue Kater ein wahres Schmusemonster verwandelt und kuschelt wie verrückt mit ihr.

Das tut ihr sehr gut und sie freut sich sehr.

Es ist ja nicht so das sie den ganzen Tag deprimiert in der Ecke sitzt sonder wenn, kam das meist abends hoch wenn alles ruhig wurde und sie Zeit hatte nachzudenken. Tagsüber war sie ganz normal und auch gut drauf.

VG

mudda

Beitrag von qayw 15.02.11 - 11:44 Uhr

Hallo,

ich denke auch, daß durch den zweiten Verlust die Trauer über die erste Katze wieder hoch kommt.

Für ein Kind, das noch keinen näheren Verwandten verloren hat, sind Tiere eben ähnlich wichtig, wie Menschen, weil die Relationen fehlen.
Wenn ich daran denke, wie ich noch im Erwachsenenalter um manche meiner Wellensittiche getrauert habe, bevor ich meine Eltern verlor und so erfuhr, was wirklich schlimm ist...
Das ist eine Frage der Perspektive.

Das Problem bei der ersten Katze ist möglicherweise auch, daß keiner weiß, was genau mit ihr passiert ist. Vielleicht malt sich Deine Tochter da schlimme Dinge aus, wer weiß.

Vielleicht hilft es ihr, wenn Du ihr sagst, daß die Katzen im Himmel sind und auf sie hinunter gucken und es da wirklich gut haben, und daß sie sie wieder sieht, wenn sie mal ganz alt geworden und gestorben ist. Aber das kommt natürlich auch darauf an, ob Du hinter so einer Erklärung einigermaßen stehen kannst.

LG
Heike

Beitrag von mudda 15.02.11 - 20:19 Uhr

Hallo

ja, die beiden Katzen sind die einzigen Lebewesen die sie bis jetzt verloren hat, zumindest bewusst.

Wir denken auch das bei der Katze das Problem ist das wir alle nicht wissen was mit ihr passiert ist. Leider :-(

VG

mudda