Tod bei / nach Geburt? Wie häufig?

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Beitrag von katja.philipp 13.02.11 - 21:09 Uhr

Hallo,

wahrscheinlich wundert Ihr Euch jetzt über den Titel... ich habe gerade ein Buch von Nicholas Sparks zu Ende gelesen und die Hauptperson ist während der Geburt gestorben. Fruchtwasserembolie (hab ich noch nie gehört, gibts aber wohl wirklich), und ich habe mir die Frage gestellt: Sterben heutzutage noch viele Frauen bei der Geburt? Kann mich nicht erinnern, das mal gehört / gelesen zu haben, aber geben wird es das noch, oder?

Liebe Grüße,
Katja

P.s.: Sorry für das blöde Thema, aber irgendwie beschäftigt mich das gerade.

Beitrag von rmwib 13.02.11 - 21:12 Uhr

Ich kurz danach fast an Kindbettfieber.
Richtig knapp dran vorbeigeschrammt.
#schwitz

Und sonst kannte ich im direkten Umfeld eine junge Frau, die während der Geburt gestorben ist. Sonst niemanden, auch nicht vom Hörensagen #kratz.

Weiß nicht, wie da Statistiken sind.

Beitrag von katja.philipp 13.02.11 - 21:23 Uhr

Kindbettfieber gibts doch (bei uns) nicht mehr, oder? Glaube, das war eher 19. Jahrhundert, als die Geburtskliniken aufkamen. Schrecklich.

Immerhin kennst Du eine, was ja schrecklich genug ist.

Beitrag von widowwadman 13.02.11 - 21:44 Uhr

Natuerlich gibt's noch post partum Infektionen, nur ist die Ueberlebenschance dank moderner Antiobiosen um einiges hoeher. Ich hatte auch eine, die aber dank sofortiger Antibiose im Keim erstickt wurde.

In Europa ist die durchschnittliche Todesrate, die durch Schwangerschaft oder Geburt begruendet sind bei 1:16400. Das ist recht niedrig, verglichen mit z.B. Afghanistan und Sierra Leone, wo immer noch eine von acht Frauen an Folgen von Schwangerschaft und Geburt sterben.

Beitrag von rmwib 13.02.11 - 22:47 Uhr

Gibts nicht mehr?
War ne schöne Gebärmutterentzündung mit Sepsis, Not OP und ITS, ganz klassisch. Wie im 19. Jh. - nur damals wär das Licht direkt aus gewesen #schwitz

Beitrag von katja.philipp 13.02.11 - 22:55 Uhr

Oh shit...

Beitrag von liki 13.02.11 - 22:58 Uhr

Hallo,

ich hatte auch Kindbettfieber nach der Geburt meines ersten Kindes und wäre fast daran gestorben. ich wusste bis dahin nicht, dass es das heute noch gibt.

Schön, dass wir Zwei das dann doch überlebt haben #liebdrueck

Ganz liebe Grüße

Liki

Beitrag von rmwib 14.02.11 - 10:59 Uhr

Da sagste was #schwitz

#liebdrueck#liebdrueck#liebdrueck#liebdrueck

Schlimm war das #schmoll

Beitrag von erdbeerschnittchen 13.02.11 - 23:34 Uhr

Hallo,

ich hatte auch das Kindbettfieber nach der Entbindung meines ersten Sohnes.
Es war grauenhaft...

Liebe Grüße

Beitrag von rmwib 14.02.11 - 10:58 Uhr

#liebdrueck#liebdrueck#liebdrueck

Ganz schlimm, ich bin da auch noch nicht drüber weg.

#schwitz

Beitrag von tabea33 13.02.11 - 21:15 Uhr

Hallo,

ich hätte da diese Information für dich:

Müttersterblichkeit bei Geburt 2003 in Deutschland: 12 pro 100.000 Gebärende
http://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%BCttersterblichkeit
http://de.wikipedia.org/wiki/Mortalit%C3%A4t

LG Tabea

Beitrag von katja.philipp 13.02.11 - 21:26 Uhr

Danke fürs Raussuchen! Hm, 12 auf 100.000 hört sich wenig an, aber irgendwie fnde ich es doch viel, wenn man bedenkt, was das für Schicksale sind. Ja, es gibt auch Autounfälle usw., aber bei einer Geburt rechnet man irgendwie nicht damit.

Beitrag von tabea33 13.02.11 - 21:33 Uhr

Es gibt auch sehr tragische Sachen, mich haben diese Schicksale damals sehr bewegt:

http://www.sz-online.de/Nachrichten/Sachsen/Tod_in_der_Klinik_Anklage_gegen_Servicetechniker/articleid-1209779

Aber was nützt alle Statistik, wenn die Zahl nicht NULL ist? Dann kann es einen immer treffen, egal wie gering das Risiko ist. Am besten ist jedoch, solche Sachen nicht zu sehr an sich ranzulassen.

Beitrag von katja.philipp 13.02.11 - 21:53 Uhr

Das ist schrecklich!!
Eigentlich denke ich über sowas auch nicht nach, wäre da dieses Buch heute nicht gewesen.

Beitrag von sada199 14.02.11 - 12:37 Uhr

Hallo du!
Ich habe das Buch damals gelesen, als ich mit meiner Tochter schwanger war. Mich hat das auch nicht losgelassen... Dazu kommen wohl noch die Hormone...
Mach dich nicht verrückt.

Liebe Grüße

Beitrag von katja.philipp 14.02.11 - 12:52 Uhr

Während der SS hätte ich das gar nicht lesen können. NS geht jetzt erst wieder so langsam, 3 Jahre danach...

Beitrag von alkesh 13.02.11 - 21:43 Uhr

Nicht? Also mir war das bewusst - allerdings ist es auch nicht lange her gewesen das zwei Frauen in einem Jahr jeweils bei einem Kaiserschnitt ums Leben kamen.

LG

Beitrag von katja.philipp 13.02.11 - 21:55 Uhr

Nee, ich hab echt an alles gedacht, dass was mit dem Kind sein könnte, nicht enden wollende Wehen, aber dass MIR was passieren könnte, war so gar nicht in meinen Gedanken. Ehrlich!

Beitrag von rmwib 13.02.11 - 22:48 Uhr

Da rechnet man nicht mit?

Das ist ein ziemlich kritischer Moment, dass einem dabei sowas passieren kann, war mir durchaus bewusst und ich hatte große Angst, dass einem von uns beiden etwas passiert---

Beitrag von niana 13.02.11 - 22:05 Uhr

Zwar nicht bei der Geburt, bin aber scharf an einer tüchtigen Blutvergiftung ( dank meiner Nierchen)
vorbeigeschrammt, hatte deshalb eine Frühgeburt.

Die Mutter einer Freundin ist leider bei der Geburt ihres dritten Kindes verstorben. Sie hatte einen Blutschwamm in Gehirn.
Aber soweit ich weiß hat sie das Risiko gekannt und sich trotzdem dafür entschieden.

Sonst sind zum Glück alle dich ich kenne von so einem Schicksal verschont geblieben.

Lg Niana

Beitrag von dore1977 13.02.11 - 22:42 Uhr

Hallo,

ja ich kenne jemanden, ok nicht persönlich weil ich erst ein Jahr alt war.
Es war die Ehefrau des Sohnes, der Großtante meiner Mutter. #kratz Mit der Tochter bin ich mehr oder weniger zusammen aufgewachsen da der Vater vor lauter Trauer nicht wuste wohin mit sich.

Mir ging es nach der Geburt meiner Tochter auch nicht besonders gut. Die Oberärztin kam am Tag nach der Geburt zu mir und meinte vor 50 Jahren hätten sie und ihr Kind nicht überlebt und jetzt vergessen sie die Sache mit dem Stillen und nehmen ihre *piiiiiiieeeeep* Antibiotika sonst bekommen sie die über einen Tropf !

LG dore

Beitrag von widowwadman 13.02.11 - 22:46 Uhr

Ich durfte trotz Antibiose weiterstillen. Welche hast du denn bekommen?

Beitrag von rmwib 13.02.11 - 22:51 Uhr

Ich auch, aber die ersten 2 Wochen musste ich verwerfen, ich hatte ja ne heftige Sepsis gehabt und hab irgendwie 3 vers. Sorten parallel bekommen und noch irgendso ein anderes Zeug und Methergin, mit der Kombi zu stillen wäre nicht gegangen, aber als ich "nur noch" 1 Sorte Tabletten nehmen musste und wieder zu Hause war, durfte ich in den 2 Wochen auch wieder stillen.

Beitrag von widowwadman 13.02.11 - 22:59 Uhr

Ich hatte ne Kombi von 2en (Metronidazol und Erythromycin) aber es war bei mir ja bei weitem nicht so schlimm wie bei dir, da es sehr sehr frueh erkannt wurde.

Ich hab immer noch nen Riesenrespekt davor dass du das geschafft hast mit 2 Wochen pumpen und dann stillen. Ich glaub ich haette das nicht gebracht.

Beitrag von rmwib 13.02.11 - 23:08 Uhr

#danke Ich wunder mich immernoch, dass ich das gemacht hab #schwitz
und auch, dass er da total problemlos direkt wieder ran ist #kratz
Aber das wär auch noch bitterer gewesen, lässt Dich da halbtot melken aller 3-4 Stunden Tag und Nacht und am Ende alles für umsonst #schwitz ich glaub, ich habs auch nur durchgehalten, weil mich alle zum Abstillen nötigen wollten. Da bin ich richtig stur geworden und wollte unbedingt- eigentlich wollt ich ja ursprünglich gar nicht stillen, aber als es dann nicht sein sollte, wollte ich nix anderes mehr.