Spontangeburt nach KS? (Ilmtalklinik)

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Forum: Geburt & Wochenbett

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Beitrag von mein_prinzchen 13.02.11 - 22:25 Uhr

Mein 1.Kind wurde per Not-KS geholt, weil es nicht durch passte und falsch lag. Ich hatte 15 Stunden Wehen. Alles umsonst.
Mein erstes Kind war bei der Geburt 55 cm groß, 3600 g schwer und hatte Kopfumfang von 35 cm. Warum klappte es einfach nicht?

Wird mein 2.Kind auch per KS geholt oder kann ich normal entbinden?

Entbindung vermutlich in Ilmtalklinik Pfaffenhofen.
Ich will unbedingt Spontangeburt. Ob Personal dort mich normal entbinden läßt?

Wie ist eure Erfahrung mit Spontangeburt nach KS?

Beitrag von jeanny0409 13.02.11 - 22:47 Uhr

Auch mein erstes Kind passte nicht durch.
3500g und 34,5KU#schmoll

Deshalb wurde sie ein KS.

Wollte danach auch unbedingt spontan entbinden.
Es sollte dieses mal auch ein sehr zartes Kind mit max.3300g sein:-)

In einer großen Klinik machte man mir Hoffnung,so dass ich an ET+5 mit Blasensprung dort ankam.

Ab da vergingen 24 Sunden mit Wehen bis zur Geburt,davon 2 Stunden Presswehen, da es einfach nicht rauskam und im Becken feststeckte.
Erst als die Ärzte eine Stunde auf meinem Bauch rumgedrückt hatten, und beinahe das Kind aufgegeben hätten fluschte ein kleines blaues etwas raus#herzlich

Sie hatte starken Sauerstoffmangel gehabt, und war KEIN zartes Kind.
Sie hatte 3800g und einen KU von 34cm und das wohl auch nur weil er so stark gequetscht wurde#zitter

Ende vom Lied, Starke Entwicklungsverzögerung durch den Sauerstoffmangel mit unbekanntem Ausgang,wir sind heilefroh,wenn sie an einer Regelschule angenommen wird.

Danach ließ ich mein Becken vermessen, grenzwertig bis ausgeschlossen dass ich damit normal gebären kann,deshalb nur noch KS#schmoll


Ich will dir KEINE Angst machen, aber dir auch Fakten aufzeigen,
dein erstes Kind war kein Riese, es gab einen Grund warum es nicht durchpasste.
Lass auf jeden Fall dein Becken vermessen,das geht auch SS,dann kannst du ganz enspannt auf die Geburt zugehen;-)

Beitrag von natm 14.02.11 - 07:46 Uhr

Hallo!
lass dein Becken ausmessen!
Ich hatte beim ersten einen eiligen KS weil mein Becken zu "Klein" war... er war ein Sternengucker , wurde eingeleitet mit Monsterwehen und dann PDA und liegen.... ab dem Liegen hatte er den Kopf nicht mehr richtig eingestellt und ende vom Lied er zeigte das Gesicht in den Geburtskanal ...seine Massen waren 3700gr 51cm und 36KU

Habe mein Becken ausmessen lassen alles ganz Normal...
Jetzt habe ich meine Kleine vor fast 9 Monaten spontan entbunden.... Im Kh aber ohne dass jemand mir reingeredet hat.. dh keine PDa oder blasensprengung....ich hatte mit dem FA abgemacht dass falls irgentetwas nicht normal sei sprich CTG dann wäre es gleich ein KS , dann würde er nicht lange warten.... tja... die Maus war so schnell dass er zu spät war.... 9 cm offen um 12.20 und 12.35 war sie da....masse : 3180gr 49cm und 33KU.. etwas zarter aber sie hatte die Faust vorm Gesicht und die Hebamme meinte da... da wäre auch eine Grössere Durchgegangen .... tja man sprich frau wird schlauer....

lass dein Becken ausmessen dann hast du gewissheit und du brauchst kein Risiko eingehen

lg
natm

Beitrag von qrupa 14.02.11 - 09:01 Uhr

Meine erste Tochter kam auch per KS weil sie laut Klinik scheinbar nciht passte. Die kleine vor 5 Wochen mit nahezu identischen Maßen kam dann spontan. der ganze Unterscheid war, dass die Voraussetzungen fpür eine spontane Geburt einfach deutlich besser waren. Mehr Bewegungsfreiheit, ich sollte und durfte mich bewegen wie es mir gut tat, niemand hat mein Baby gedrängelt und versucht nachzuhelfen (also keien Blasensprengung, Wehenmittel, PDA,...)sondern uns einfach Zeit gelassen. Letztendlich hat es zwar lang gedauert, war aber eine wunderschöne Spontangeburt

Beitrag von nadja.1304 14.02.11 - 10:28 Uhr

Hi, ich setz mich auch schon mit dem Gedanken auseinander, da meine Maus auch per KS in Ingolstadt kam. Allerdings hat das bei mir noch einiges an Zeit, da die Maus erst 2 Wochen alt ist. Sie hatte fast die gleichen Werte. 55cm, 3555gr und 34cm KU. Sie hing am Schambein fest und rutschte trotz Presswehen kein Stück. Ich glaube im Nachhinein liegt es daran, dass ich mich nicht bewegen durfte. Ich hatte ne ziemlich gestresste Hebamme, die ständig aufs CTG pochte, und der Bauchgurt war so eng und ständig verrutschte alles, also musste ich liegen. Später kam sogar ne Sonde an den Kopf, da wars dann mit aufstehen ganz vorbei. War es bei dir vielleicht ähnlich und kam deshalb zum KS? Im Nachhinein bereu ich total, das ich mich nicht mehr durchgesetzt habe. Aber ich war mit der Situation überfordert, weil eigentlich eine Entbindung im Geburtshaus geplant war, die aufgrund von Blasensprung ohne Wehen nicht mehr möglich war. Ich hatte mich einfach nie mit den Abläufen im KH auseinander gesetzt. Beim nächsten Mal werd ich wahrscheinlich auch in die Klinik müssen, aber ich werd dann mit Beleghebamme gehen. Wäre das ne Möglichkeit für dich? Mit der kannst du genau absprechen, welche Wünsche und Vorstellungen du hast und sie wird dich darin unterstützen. Ich drück dir ganz fest die Daumen, dass du deine Wunschgeburt bekommst und alles gut geht für euch.

LG Nadja mit Mikaela

Beitrag von miau2 14.02.11 - 17:05 Uhr

Hi,
mein Großer kam per sek. KS (Geburtsstillstand, pathologisches CTG, grünes Fruchtwasser).

Die Narbe war super verheilt, ca. 3 Wochen vor ET vom zweiten Kind wurde meine innere Narbe vermessen und für "dick genug" befunden (bei einer Bekannten war das anders, ihr wurde ein erneuter KS nahegelegt). Damit wurde das Risiko, dass durch die Narbe etwas passiert als extremst gering eingestuft, einer Spontangeburt stand sie nicht im Wege. Diese Untersuchung wurde zu dem Zeitpunkt seit einem halben jahr angewendet, bei Frauen, die der Empfehlung gefolgt sind kam es zu keinem einzigen Fall, wo die Narbe Probleme gemacht hätte.

Mein Kleiner kam dann relativ problemlos spontan.

Warum es zum Geburtsstillstand beim ersten Kind kam lässt sich im Nachhinein nur vermuten. Dazu beigetragen hat sicher eine sehr frühe PDA, die so stark war, dass ich mich nicht mal mehr bewegen konnte. "Mithelfen" ging nicht mal durch die Haltung. Zu den Problemen hat wohl auch das sehr geringe Geburtsgewicht (Mangelgeburt mit 2.270g) beigetragen. Und wohl auch, dass bei einem komplett geburtsunreifen Befund zwei Wochen vor ET ein Wehenbelastungstest durchgeführt wurde (G-Diabetes, sehr stark verkalkte Platzenta aufgrund einer anderen Vorerkrankung), als mir beim Test die Fruchtblase geplatzt ist musste halt eingeleitet werden. Eigene Wehen habe ich nie entwickelt, jedes reduzieren vom Wehentropf hat sofort zu einem Nachlassen der Wehentätigkeit geführt. Und "abwarten" war bei grünem Fruchtwasser halt auch nur begrenzt möglich - nach 9 Stunden, bei fast ganz geöffnetem Mumu, aber dem Köpfchen immer noch unverändert meilenweit vom Becken entfernt wurde abgebrochen mit dem KS.

Beim zweiten Kind hatte ich wieder einen Wehenbelastungstest 2 wochen vor ET, wieder dabei einen Blasensprung, nur dann habe ich selbst Wehen entwickelt - der Rest ging ohne "wehenfördernde" Unterstützung.

Soll heißen: es gab keinen pauschalen Grund, warum es beim zweiten nicht hätte klappen sollen. Es lag nicht an meinem Becken, nicht an einem "zu großen" Kind (mein zweiter war auch sehr klein und leicht) oder ähnlichem - und damit wurde mein Wunsch auf eine Spontangeburt von meiner Klinik voll und ganz unterstützt.

Ob das bei Dir auch so ist kann ich dir nicht sagen. Klär es doch direkt mit der Klinik ab.

"Ich will unbedingt Spontangeburt" - Versteif dich nicht zu sehr auf deinen Wunsch. Das Risiko, dass dir ein KS empfohlen wird ist sicher höher als wenn das erste Kind problemlos spontan geboren worden wäre. Ich wollte auch eine Spontangeburt - aber an allererster Stelle stand immer die Gesundheit, und eine Empfehlung meiner Klinik (sehr erfahren, spezialisiert auf Risikoschowangerschaften, über 2000 Geburten im Jahr) für einen KS wäre zwar unschön, aber keine in sich zusammengefallene Welt gewesen.

Viele Grüße
Miau2