Der Vater unseres Sohnes....ein ewiges Problem?

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von aquene 13.02.11 - 22:50 Uhr

Hallo ihr Lieben,

keine Ahnung ob dieser Post hier sinnvoll ist oder nicht, vielleicht fällt auch Keinem eine Antwort darauf ein...wäre auch nicht schlimm. Ich glaube, ich muss es einfach mal loswerden. ^^

Ich habe mich vor knapp 2 Jahren von dem Vater unseres Sohnes getrennt.
Ich habe viel zu lange dafür gebraucht...habe gekämpft um es zu schaffen, habe viel Mut gebraucht und bin froh es letztendlich geschafft zu haben!
Es gab keine körperliche Gewalt....aber psychische....bis hin zu Morddrohungen....ich lebte mit grosser Angst.

Direkt nach der Trennung war ich beim Jugendamt, habe auf betreuten Umgang gehofft, habe die Lage soweit es ging geschildert, habe versucht verständlich zu machen, dass ich einfach nur Angst um unseren Sohn habe.
Betreuter Umgang wurde verwehrt, dafür war nicht genug vorgefallen....ich musste mir selbst etwas einfallen lassen.
Da ich zu viel Angst um den Kleinen hatte, kam es dazu, dass der Umgang in meinem Beisein stattfand...und somit auch in meiner Wohnung.
Fast 2 Jahre war er nun hier in meiner Wohnung in seiner Zeit mit dem Kind. (ca.1 Mal /Woche)
Es hat mich sehr belastet....noch immer ist eine gewisse Angst vor ihm da bei mir, die ich noch nicht ablegen kann.
Trotzdem....vor ca. 5 Wochen habe ich ihm mitgeteilt, dass ich das nicht mehr möchte, dass er seine Zeit mit unserem Sohn bitte woanders verbringen soll, weil es mich belastet und ich es nicht mehr will.
Ich bin stolz darauf, das endlich geschafft zu haben. :-)

Nun war er 4 Wochen nicht mehr da....hat ca. 2 mal die Woche per SMS aber nachgefragt wie es dem Kleinen geht.
Bis er sich letzte Woche gemeldet hat, und fragte , ob er ihn am Samstag abholen könnte.
Ich hab ich gefreut für unser Kind, und es hat auch soweit gut geklappt.
Morgens hat er ihn abgeholt...kam auch nicht in meine Wohnung...und Abends hat er ihn wieder gebracht.
Einmal kam zwischendrin ein Anruf wo der Kleine am Telefon war und meinte er will zu mir nach Hause.
Sein Vater war dann erst sauer und mal wieder der Meinung, ich hätte es ihm wohl eingeredet.
Ich meinte, er solle es nicht so schwer nehmen, im Kindergarten fällt es ihm auch noch schwer mich gehen zu lassen, aber kaum habe ich mich umgedreht, spielt er und lacht.
So war es dann auch, es kam etwas später eine SMS, "alles wieder ok"

Wie gesagt, Abends war der kleine Mann wieder hier, hundemüde und kaputt, aber es war Alles ok und ich dachte mir er hatte sicher einen schönen Tag mit seinem Papa.

Sein Vater war mit ihm bei seiner Schwester und deren Familie. Zu ihm nach Hause will er ihn nicht holen, weil dort (laut seiner Aussage) arges Chaos herrscht und man in die Wohnung kein Kind lassen kann.

Vor einer Weile erzählte er mir, er hätte sich hier in der Nähe eine Wohnung angeschaut....und ab Februar kriegt er die, damit er hier in der Nähe wohnen kann....schwer für mich...schön fürs Kind! ^^
Nun meinte er , es hätte doch nicht geklappt mit der Wohnung.

So....nun hatte ich mich wirklich gefreut....dachte mir ok, super, er scheint es auf die Reihe zu bekommen, es hat doch gut geklappt, hoffentlich läuft es so weiter.

Bis dann heute vormittag erst eine SMS von ihm kam, wie es dem Kleinen geht , und als ich nicht gleich geantwortet habe, hat er angerufen.
Er hätte nun beschlossen, dass er ihn nicht mehr holen kommt....es wäre ja bei dem Theater dass es gestern gegeben hätte nicht gut fürs Kind.
Ich fragte welches Theater er meinte.....der Kleine hat, als der Papa am Abend ging etwas geweint...war aber auch wirklich hundemüde und fertig.
"Ja, naja...das auch..." meinte er.
Und dann kam, dass es eigentlich auch so sei, dass ER es nicht mehr könnte.
Keiner würde nach ihm fragen...Alle würden nur von ihm Wollen....jetzt könnten wir ihn alle mal .....! Er würde, wenn er so weitermachen würde, sich ins Auto setzen und gegen einen Baum fahren...und er gibt seinen Hund jetzt weg, weil das nicht mehr ginge...
er sei mit seinen Nerven ja total am Ende (was mich bezüglich dem Umgang mit dem Kind nicht gerade beruhigt), und müsse jetzt erstmal nur nach sich schauen.
Und schliesslich wäre es für den Kleinen auch total langweilig gewesen...und naja...das wäre nicht sein Zuhause, das wäre auch nicht gut fürs Kind usw.
Ich sagte nicht viel dazu....was sollte ich auch dazu sagen,das fällt definitiv nicht mehr in meinen Bereich, und Mitgefühl kann ich ihm keines mehr entgegen bringen.
Letztendlich meinte er dann, er würde sich erkundigen, ob und was das Beste fürs Kind wäre und sich dann wieder melden. #kratz

Also...nehme ich an, dass seine Schwester nun evtl auch gesagt hat, er solle das anders organisieren...zu mir kann er auch nicht mehr...tja.

Ich weiss, das ist alles nicht mein Problem....aber irgendwie sehe ich da ein riesiges Gezerre auf uns zukommen.

Ich war letzte Woche bei einem Beratungsgespräch in einer Einrichtung für Frauen....eigentlich wegen etwas völlig Anderem....aber schliesslich kam das Gespräch auch auf den Vater unseres Sohnes. (ist einfach noch ein schwieriges Thema für mich)
Sie meinte, ich sollte auf jeden Fall nochmal zum Jugendamt , dort die Sache schildern und mir Unterstützung holen.
Und da überlege ich gerade dran rum.
Sollte ich das wirklich....oder lieber doch noch nicht?
Ich möchte das Ganze so flach wie möglich halten.....ich weiss nicht ob das jemand verstehen kann. Er kann seinen Ärger nicht zurückhalten wenn Etwas ist...und ich möchte nicht, dass der Kleine mehr als irgend nötig mitbekommen muss.

So...falls Jemandem etwas dazu einfällt, würde ich mich natürlich sehr freuen.
Wenn nicht, vielen Dank fürs Lesen. ^^

LG

Beitrag von dore1977 13.02.11 - 23:20 Uhr

Hallo,

höfflich, wohlwollend und nur positiv gemeint: Wieso machst Du Dir das selbst so unglaublich schwer ???? Da hast Du es endlich geschafft dem KV zu sagen wo es langgeht und nun lässt Du wieder zu das er "Macht" über Dich bekommt und sei es nur dadurch das Du das Du schon wieder überlegst was Du noch tun kannst/sollst !

Mädel Wach auf !

Weist Du was meine Reaktion wäre ? Du willst einen Ego, Selbstfindungs Trip Starten ? Die Welt ist grausam zu Dir nur weil es mal nicht nach Deine Nase geht ? Ok finde Dich selbst so lange Du willst und in der Zwischenzeit bezahl den Unterhalt und gut ist.
Fertig wäre ich mit der Sache!

Dann gehst Du zum Jugendamt und erklärst denen das der Herr zur Zeit keinen Umgang wünscht und bist damit auf der sicheren Seite, falls er mal zickt von wegen Du hättest den Umgang verweigert.

Hör auf Dir Gedanken um Deinen Ex zu machen und Lebe Dein Leben!!!!

LG dore

Beitrag von chrissy283 14.02.11 - 11:19 Uhr

#liebdrueck Genau. Denk endlich mal an Dich. Sonst machst DU Dich kaputt.

Beitrag von aquene 15.02.11 - 08:50 Uhr

Ich danke euchBeiden. :-)

Es ist nicht so, dass ich mir um meinen Ex Sorgen machen würde, davon bin ich weit entfernt. ^^
Aber meine Gedanken kreisen viel zu oft darum.
Aber ihr habt Recht, eigentlich kann es mir egal sein, soll er wiederkommen, wann er will....wenn wir ein paar Wochen Ruhe haben ist das auch schön.

LG