Welche Hundeerziehung ist für Euch Tiermisshandlung?

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Beitrag von sternenglanz123 14.02.11 - 11:42 Uhr

Hallo,

habe eine 1 1/2 jährige Hündin. Die Leinenführigkeit war vor einem halben Jahr eine Katastrophe. Sie zog an der Leine fast bis zum Würgen/Erbrechen, und mich hinterher.
Ich gehe mit ihr nach wie vor in die Hundeschule und es hat alles nicht gegriffen ( umdrehen, sobald sie zieht. Oder stehen bleiben und erst weiterlaufen und loben, wenn sie locker lässt...)
Eine Trainerin hat sie dann mal selbst an die Leine genommen und meinte, dass wir es dann mal so versuchen sollen: Hund zieht - Hund auf sich aufmerksam machen, wenn er hört und locker lässt, belohnen - wenn er nicht hört kurz ruckartig an der Leine ziehen (so, dass es für Hundi schon unangenehm wird).
Und endlich habe ich es mit ihr in den Griff bekommen, sie läuft super bei Fuss, ganz locker an der Leine. Ich kann inzwischen überall mit ihr hin gehen.
Aber es läuft noch nicht perfekt. Wenn wir mit dem Auto unterwegs sind und sie aus dem Auto darf (ihr unbekannte Gegend), ist sie erstmal ganz wild darauf, alles zu erschnüffeln etc. sie zieht dann noch ziemlich. Und ich wende die oben genannte Methode an.
Gestern hat es ein älteres Ehepaar mit ihrem Hund gesehen. Er hat mich übel angeschrien und beschimpft, ich solle meinem Hund die leinenführigkeit anders beibringen, das wäre Tiermisshandlung, wenn man an der Leine zieht. Ich solle sein Hund ansehen, wie toll der läuft (ein total alter Hund, in dem Alter läuft meine sicher auch toll).
Mein Mann sagte, er soll uns in Ruhe lassen, er soll auf sich achten und nicht auf andere, das gehe ihn nichts an.
Er flippte aus und schrie uns an, wenn wir ihm nicht folgen, wird er uns anzeigen...

Jetzt mal an Euch, findet ihr das wirklich als Tiermisshandlung? Sie fliegt ja keinen halben Meter durch die Luft und sie hat sich noch nie beschwert ( sie pfeift wegen jeder Kleinigkeit, wenn andere Hunde mit ihr spielen)

Hunde gehen doch in ihrer Erziehung gegenseitig auch nicht zimperlich miteinander um.

Endlich bekommen wir ihre Zieherei in den Griff und dann werden wir beschimpft. Wir haben ja vorher andere Methoden auisprobiert...

Ach, ich weiß auch nicht, ich bin ein bischen verärgert und auch verunsichert.

Und jeder sagt mir, ich sei zu lieb zu dem Hund, ich muss eine energerische Stimme an den Tag legen. Das habe ich jetzt und dann ist es wieder nicht recht. Obwohl Hundi plötzlich anfängt zu folgen, ich bin so stolz auf sie.

LG
Sternenglanz

Beitrag von simone_2403 14.02.11 - 12:06 Uhr

Hallo

Misshandlung würd ich das jetzt nicht nennen.Wenn ich unseren Hunden Leinenführigkeit beibringe mach ich auch urplötzliche Richtungswechsel,das ruckt auch am Halsband.Was ich nicht so ganz nachvollziehen kann...durch das ziehen sollst du die Aufmerksamkeit des Hundes auf dich lenken? #kratz Das geht mit Klickern besser ;-)

Energische Stimme....was du zu dem Hund sagst (ausser erlernte Komandos) kommen bei dem Hund eh nur als #bla#bla#bla#bla an.Komunizieren in dem Sinn kann man mit einem Hund nicht,dennoch unterscheidet er am Tonfall.

Über den "netten Mann" würd ich mir keine weiteren Gedanken machen.

Habt ihr euch mal Gedanken über Klickertraining gemacht?

#winke

Beitrag von sternenglanz123 14.02.11 - 12:17 Uhr

Hallo,

Klickertraining? Hört sich interessant an. Habe auch hin und wieder mal was davon gehört.
Kannst Du mir mehr davon erzählen? Oder eine gute Seite?

Danke#danke

Beitrag von simone_2403 14.02.11 - 12:47 Uhr

Es ist nicht nur interesant,es macht auch unheimlich Spass ;-)

http://www.aktiv-mit-hund.de/Texte/Clicker.htm

Dort findest du für den Andang alles um dich zu informieren.Es gibt auch Links zu anderen Seiten,klick dich mal durch.

#winke

Beitrag von sternenglanz123 14.02.11 - 12:53 Uhr

Hey super! Vielen Dank. Dann werde ich mich mal genauer durchlesen. Ich kann mir gut vorstellen, dass das was wäre.#liebdrueck

Beitrag von simone_2403 14.02.11 - 13:02 Uhr

http://www.spass-mit-hund.de/seiten/clickerwelt/clicker_training/

Auf die bin ich gerade gestossen.Liest sich super und ist recht einfach erklärt ;-)

#winke

Beitrag von sternenglanz123 14.02.11 - 13:29 Uhr

Das ist super!!! Vieln vielen Dank! Das war ein super ratschlag. Ich kann mir wirklich gut vorstellen, dass das funktioniert.
Würde mir am liebsten gleich einen Clicker kaufen, aber da muss ich warten, bis ich das nächste Mal in der Stadt bin (wir wohnen auf dem Land). Heute Mittag haben meine Kinder Freunde zum Spielen da, dann kann ich nicht fahren. Aber ich glaube, ich muss heute Abend gleich los und mir das Ding besorgen.

Beitrag von simone_2403 14.02.11 - 13:46 Uhr

http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&item=280615886259&item=280615886259

Versand ist kostenlos,in der Stadt bezahlste das gleiche und in 2 Tagen ist er da wenn du per Paypal bezahlst ;-)

Wichtig beim Klickern für den Anfang...Klick=Belohnung,sprich ruf sie zu dir klick und gib sofort Leckerli.Wiederhol das 30 mal pro Tag damit der Hund verknüpfen kann Klick= was gutes.Klicken ohne Komando nur Klick+ Leckerli.Zieh die Leckerli aber von der Ration Futter ab,sonst wird sie zu dick #schein

Beitrag von sparrow1967 14.02.11 - 13:59 Uhr

>>Eine Trainerin hat sie dann mal selbst an die Leine genommen und meinte, dass wir es dann mal so versuchen sollen: Hund zieht - Hund auf sich aufmerksam machen, wenn er hört und locker lässt, belohnen - wenn er nicht hört kurz ruckartig an der Leine ziehen (so, dass es für Hundi schon unangenehm wird). <<


Also wir kicken auch 2 mal, wenn Jule zieht. Heißt: Wir gehen einen Schritt vor, bis die Leine wieder locker ist, gehen etwas runter, kicken 2mal nach UNTEN an der Leine , Hund dreht sich zu uns, wir gehen 2 Schritte zurück, Hund geht ins close und wir gehen weiter.

Niemals ziehen wir die Leine nach oben- immer nach unten rucken und auch nicht so doll, dass der Hals bricht ;-)


sparrow

Beitrag von phoeby1980 14.02.11 - 12:07 Uhr

hi,
also ich sehe das nicht als tiermisshandlung an, was du da machst! dein hund muss nunmal auch hören! du bist das frauchen / herrchen! so ist das eben.
und so schlimm find ich es nun nicht! wir haben selbst einen hund. sie ist 16 jahre alt und zieht nur! ständig beim gassigehen. das kann man in diesem alter nicht mehr abgewöhnen.
aber sind wir so am waldrand oder auf einer wiese, da darf sie ruhig vorne weg laufen und überall schnuppern (ja dabei erwürgt sie sich auch fast selbst)

doch gehen wir an der straße entlang oder so, da muß sie auch bei uns fuß gehen. das ist nicht so einfach. da ist die leine auch straffer.

doch soll sie überfahren werden??.

ich weiß nicht, was du für einen hund hast, aber vielleicht ist es einer der von natur aus viel schnuppert.

wenn du spazieren gehst, dann halt ruhig einige male an, wenn der hund etwas interessantes schnuppert. lass ihr etwas freiraum dafür.

ärgere dich nicht darüber! du machst ja nun schon alles was geht. in die hundeschule und und und. noch dazu darfst du nicht vergessen, sie ist auch noch sehr jung und dementsprechend neugierig und aufgeweckt! freu dich darüber!

unser hund liegt nur noch auf der couch und schläft! und da sind wir froh, wenn sie draußen herumtollt!

Beitrag von sternenglanz123 14.02.11 - 12:22 Uhr

Ja, sie hat einen enormen Jagdinstinkt, manchmal ganz schön nervig - muss ich zugeben.
Und sie ist sehr lebhaft, ein anderer Hundebesitzer meinte mal, ob ich ihr Redbull und Kaffee intravenös einflöse. Er fand seinen Spruch witzig, ich weniger.
Aber ich liebe sie sehr, zu Hause ist sie ganz ruhig, ist ständig in meiner Nähe, schmust unheimlich gerne.
Wer weiß, wenn sie älter ist, kann es sein, dass mir ihr lebhaftes Verhalten fehlen wird;-)

Danke für`s Schreiben

Beitrag von risala 14.02.11 - 12:39 Uhr

Hi,

vergiss es ;-) - die werden nie wirklich ruhig :-p. Unser alter Pancho war bis kurz vor seinem Tod (17,5 Jahre mind.) sehr quirlig, wenn wir draußen waren. Hat Mäuse gesucht, wollte abspringenden Rehen hinterher, etc...

Gruß
Kim

Beitrag von sternenglanz123 14.02.11 - 12:51 Uhr

Jaa, das vermute ich auch;-)#schwitz

wow, 17,5 Jahre, ich hoffe unsere wird auch so alt:-)

Beitrag von risala 14.02.11 - 12:27 Uhr

Hi,

Misshandlung ist das sicher nicht, aber gut ebenfalls nicht.

Das Ziehen vom Hund und auch der Ruck am Halsband KÖNNEN jedoch Verletzungen der Halswirbelsäule / Luftröhre des Hundes verursachen (mal abgesehen von Schulter/Rückenschmerzen beim Hundeführer).

Meiner Meinung nach hat hier uU der Trainer versagt. Entweder, weil er nur nach Schema F arbeitet oder einfach nicht verständlich für Mensch und Hund erklären kann. Ich gehe mal davon aus, dass ihr den Hund von Welpe an habt, deshalb frage ich mich, ob wirklich die Basis gesessen hat bzw. die Leinenführigkeit evtl. zu spät geübt wurde oder alle alternativen Methoden ausgeschöpft wurden.

Evtl. liegt es auch tatsächlich an Dir - insofern, dass Dein Hund Deine kommandos nicht ernst nimmt (weil er z.B. auch öfter mal mit ignorieren der Befehle durchkommt, etc.).

Ach so... grundsätzlich stimme ich Deinem Mann aber nicht zu, dass "empfundene" Mißhandlung oder tatsächliche Mißhandlung eines Tieres / Kindes andere nichts angehen. Ich finde es sehr mutig vom anderen Hundebesitzer, das anszusprechen! Ich wünschte mir, dass dazu mehr Tierhalter den Mut hätten. Lieber einmal zu viel angesprochen, als zu wenig. Evtl. hätte ihr einfach antworten können "wir arbeiten daran - mit Empfehlung der Hundeschule" und euch umdrehen. diskutieren würde ich nämlich auch nicht.

Was habt ihr denn für einen Hund? Wie lange habt ihr ihn? Konzentriert er sich sonst grundsätzlich auf euch?

LG
Kim

Beitrag von sternenglanz123 14.02.11 - 12:47 Uhr

Hallo Kim,

Also wie gesagt, inzwischen habe ich sie recht gut im Griff.

Sie war erst ein paar Wochen bei uns, als ich wegen einer Erkrankung für fast ein Jahr ins Krankenhaus kam. Hin und wieder war ich dann schon zu Hause, aber da ging es mir so schlecht, dass ich mich kaum um sie kümmern konnte. Mein Mann gab sein Bestes, aber allein mit zwei Kindern, dann noch nebenbei arbeiten. Da kam unsere Hündin doch etwas zu kurz.
Und seit einem halben Jahr arbeite ich wieder sehr intensiv mit ihr und es fruchtet auch schon. Sie ist auch sehr auf mich fixiert.
Also meiner Meinung nach handelt es sich nicht um Tiermisshandlung, und da geht es anderen nichts an, wie ich unseren Hund erziehe. Jeder Hund braucht eine andere Erziehung, weil jeder Hund anders ist.
Und wir haben ja andere Methoden ausprobiert und eben diese eine hat endlich gegriffen. Hund erschrickt dabei eher, als dass es ihm weh tut.
Ich finde, mein Mann hatte komplett recht, anders wäre es gewesen, wenn wir sie geschlagen hätten etc. - dann kann man sich einmischen, aber nicht, wenn man der Meinung ist, dass die eigene Methode mehr wert ist als die andere. Vor allem macht der Ton die Musik, er schrie mich an, beschimpfte mich, drohte.
So geht das einfach nicht

#danke für`s Schreiben

Beitrag von risala 14.02.11 - 13:14 Uhr

Hi,

ok, da kann ich nachvollziehen, dass es noch nicht so gut klappt! hoffe, du bist wieder vollständig gesund!

Generell habe ich Dir ja meine Meinung zum "angehen" gesagt, aber:

"Vor allem macht der Ton die Musik, er schrie mich an, beschimpfte mich, drohte." DAS geht gar nicht.

Vernünftig ansprechen ok - beschimpfen etc - ein NoGo - damit erreicht man ja ohnehin nichts!

Wie gesagt, Misshandlung sieht für mich auch anders aus als ein Ruck an der Leine. Gesund ist es trotzdem nicht (für euch beide ;-)). von daher, gut dass ihr es in vielen Situationen schon in den griff bekommen habt.

LG
Kim

Beitrag von sternenglanz123 14.02.11 - 13:43 Uhr

Danke, mir geht es inzwischen wieder gut, ich hoffe nur, dass es so bleibt#zitter

Weiter oben hat mir jemand den Tip zum Clickertraining gegeben. DAS wäre mal was. Das Clickern habe ich bis jetzt noch nicht ausprobiert. Bin wirklich mal gespannt.

Ich bin auch froh, dass sie in vielen Bereichen inzwischen hört.

LG
Sternenglanz

Beitrag von alkesh 14.02.11 - 13:32 Uhr

Du kannst Deinen Hund mit dieser Methode verletzen - das hast Du schon verstanden, oder?

LG

Beitrag von sternenglanz123 14.02.11 - 13:38 Uhr

Sie hat ein Geschirr und so wie ich ruckel, glaube ich kaum, dass sie dabei verletzt wird

Beitrag von alkesh 14.02.11 - 13:45 Uhr

Na dann ist ja gut!

Beitrag von pechawa 14.02.11 - 12:38 Uhr

Hallo,

so wie du das beschreibst, ist es keine Tierquälerei und Menschen, die alles besser wissen, einen dabei noch anbrüllen und Vorwürfe machen, würde ich ignorieren, mich umdrehen und ohne was zu sagen weggehen!
Noch ein Tipp: ich hatte vor kurzem eine nicht leinenführige Schäferhündin in wirklich 1/2 Stunde leinenführig, es war wie Magie, denn ich musste dabei kein Wort sagen ;-)
Man geht los, Hund zieht, man dreht sich SOFORT um + geht in die andere Richtung und zwar solange, bis der Hund nochmal zieht, dann wieder umdrehen.....
Dadurch, dass ich nicht gesprochen habe, fing der Hund nach 10-15 Minuten an, auf mich zu achten und zu schauen, wo ich hingehe, nach 1/2 Std. ging er ohne zu ziehen neben mir, ein Auge "schielte" immer auf mich #rofl Die Hündin war halt schlau, weil sie es so schnell kapierte!
Es ist eine komische Situation ;-) Leute, die das beobachten könnten meinen, man wäre nicht ganz klar im Kopf, denn am Anfang sind wir keine 2 Meter gegangen und ich musste mich umdrehen, um dann wieder 2 Meter in die andere Richtung zu gehen .....

Viel Glück und Geduld + gute Nerven bei Kommentaren von fremden Leuten,

LG Pechawa

Beitrag von sternenglanz123 14.02.11 - 13:02 Uhr

Hallo,

genau so habe ich mit ihr wochenlang geübt, ich bin kaum ein paar Meter weit mit ihr gekommen:-( irgendwie hat sie es einfach nicht verstanden
Schade.
Aber jetzt funktioniert es, mit ein paar Ausnahmen (wie in meinem Anfangsthreat).
Es ist manchmal gar nicht so einfach, es jedem recht zu machen#schwitz
Von den einen bekomme ich Lob, wie ich es geschafft habe, sie inzwischen so in Griff zu haben, andere beschimpfen mich:-( es ist nie richtig, wie man es macht
Ich nehme ja gerne Ratschläge an, aber es kommt darauf an, wie man es rüberbringt.
Ich habe am Anfang mit ihr das "Hier" geübt und mir war nie bewusst, dass ich dabei einen Fehler machte. Ein andere Hundehalter (mit dem ich sogar inzwischen recht oft zusammen laufe) hat mich darauf angesprochen und meinte, er möchte nur einen Tip geben... und so hat sie dann das Hier gelernt. Sein Ratschlag war Gold wert.

LG
Sternenglanz#liebdrueck

Beitrag von -0815- 14.02.11 - 13:59 Uhr

Wenn die Methoden ohne körperlich zu werden nicht funktioniert haben und man dann sowas versucht finde ich das völlig ok solange man den Hund nicht völlig vermöbelt.


Davon abgesehen tut es MIR auch weh wenn ein Hund in die Leine springt (vor allem ein Großer) oder im vollen Gallopp anspringt/umrennt. Das ist Respektlos und grob, dann kann ich auch grob werden.

Beitrag von pinklady666 14.02.11 - 14:07 Uhr

Hallo

Ich würde die Methode mit dem Ziehen an der Leine nicht mehr anwenden.
Uns hat man das in einer Hundeschule auch empfolen. Ich hab das ganze drei oder vier Mal gemacht. Da war Bullet so 4 Monate alt. Dann fing er an auf mich zuzulaufen wenn ich an der Leine geruckt habe (auch beim schnellen Richtungswechsel) und mir einen Boddycheck zu verpassen - also er kam angerannt, sprang hoch und mit seinem kompletten Gesicht gegen mich. Für ihn war das ein Spiel und er verstand gar nicht, warum ich ihn erst auffordere und dann auch noch schimpfe.
Unsere jetzige Trainierin hat uns empfohlen Bullets verfressenheit auszunutzen. Anfangs sind wir im Stop and Go verfahren spazieren gegangen. Sehr langweilig - man kommt nicht sehr weit, und im Winter für alle beteiligten nicht angenehm weils - sorry - saukalt war. Am Anfang auch teilweise lustig, weil Bullet sich immer hingesetzt hat sobald wir gestoppt sind, natürlich mit gespannter Leine. Aber der Erfolg stellte sich sehr schnell ein. Also immer, wenn der Hund zieht stehen bleiben und erst weitergehen wenn die Leine sich entspannt / durchhängt. Dazu viel loben und belohnen. Nach nicht mal 2 Wochen training hatte er gelernt an locker durchhängender Leine auch längere Strecken zu laufen. Nun zieht er kaum noch, nur noch in Ausnahmesituationen (wenn meine Eltern auf dem Balkon stehen sobald wir von unserer Gassirunde kommen - man könnte ja was zu futtern abstauben, oder schlimmer jemand könnte es ja wegfuttern).

Liebe Grüße

Bianca

Beitrag von -0815- 14.02.11 - 14:11 Uhr

wie kann er an der kurzen leine angerannt kommen?

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