sollte ich zum psychologen????

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von ...schnuckelchen... 14.02.11 - 13:34 Uhr

hallo...

mein sohn hat mit 3 1/2 unsere scheidung mit gemacht und hat sich eigentlich gut damit abgefunden,soweit man es beurteilen kann.
jetzt ist er sieben,und sein vater nimmt ihn nicht mehr,seid ca 3 monaten,letztes jahr auch paar wochen nicht.das macht mein sohn sehr traurig,weil sein vater das auch vor ihm sagte,da ser jetzt eigenes leben hat usw.....

jetzt am we hat mein sohn eine komodie geguckt,eigentlich für kinder geeignet,aber da war eien hintergrund geschichte,das auch da der vater die kinder immer nicht abgeholt hat.
als er das gesehen hat fing er voll an zu weinen und meinte *ist ja wie bei mir,papa will mich auch nicht*

jetzt denke ich drüber nach vielleicht mit ihm zum arzt zu gehen??????
nur zur vorsicht,gucken ob alles ok ist....
bald ist gericht für alleingesorgerecht und vielleicht wird er auch angehört werden,ich weiß nicht ob ich ihm das zumuten kann...


weiß meint ihr??
danke

Beitrag von manavgat 14.02.11 - 14:00 Uhr

Das Problem kenne ich. Meine Tochter, damals 4 hat die Wand angestarrt... Ich habe damals keinen Therapieplatz bekommen und mich erstmal mit einer Mutter-Kind-Kur in Horumersiel (Haus von der Barmer) beholfen, die auch Kinderpsychologen/Therapeuten mit an Bord hatten. Das hat so gut getan/geholfen, dass wir danach nichts mehr gebraucht haben. Ich muss aber dazu sagen, dass der Opa meiner Tochter viel mit ihr gemacht hat und auch der Mann meiner besten Freundin (sie gehört da fast zur Familie) als männlicher Erzieher/Vaterfigur sich ganz lieb um sie gekümmert hat.

Gibt es jemanden in Deiner Familie/im Freundeskreis der das männliche Vorbild/Role model abgeben könnte?

Gruß

Manavgat

Beitrag von viktoriajoel 14.02.11 - 14:13 Uhr

das ist ja total grausam. Der Vater mag ja sein das er jetzt ein eigenes Leben hat, aber er ist immer noch Vater. Der arme kleine. Aber sei du für ihm da,und irgendwann wird sich der Vater hoffentlich wieder bei dem kleinen Mann blicken lassen. Der kleine kann nichts dafür egal was ist.

Alles gute. udn liebe

Beitrag von ...schnuckelchen... 14.02.11 - 14:30 Uhr

tja..leider gibt es männer die sich total von neuen ehefrauen einwickeln lassen...

ich hab nicht schlecht geguckt,als er sagte ich habe eigenes leben und eigene familie,ich habe keine zeit ihn zu holen und hole ihn mal in der woche wenn zeit ist...gut ne?!wie ein möbelstück...



Beitrag von ...schnuckelchen... 14.02.11 - 14:27 Uhr

ja ich lebe jetzt seid zwei jahren in einer beziehung,und er ist auch für ihn da als männliche bezugsperson.
aber er sieht sein vater immer noch als *held*....falls er mal anruft,sofort ..papa weißt du was und erzählt erzählt und erzählt...aber der hat ihm nix zu sagen.

jeden tag merk ich das nicht das ihm etwas fehlt,aber gibt so momente wo er sofort tränen in den augen hat.

Beitrag von empa 14.02.11 - 22:09 Uhr

ich kann dir da jetzt gar keinen tipp geben, aber mich macht das furchtbar traurig ... der arme kleine...
ich wünsche dir, dass der kindsvater schnell wieder zur vernunft kommt...

:-(

Beitrag von marion2 14.02.11 - 16:06 Uhr

Hallo,

soweit ich weiß, hat das Kind ein Recht darauf, seinen Vater zu sehen.

Wenns dem Kind helfen könnte, würde ich erwägen den Umgang einzuklagen.

Ein "eigenes" Leben steht dem Vater nicht zu.

Gruß Marion

Beitrag von knipke 14.02.11 - 17:21 Uhr

Hallo

Ja ich denke auch das es ein Recht gibt#kratz
aber ich denke auch wenn es erzwungen wird kommt nichts positives dabei raus und dem Kind wird es dabei nicht besser gehen.


lg knipke

Beitrag von marion2 14.02.11 - 19:08 Uhr

Hallo,

das weiß keiner.

Gruß Marion

Beitrag von kris86 14.02.11 - 20:33 Uhr

Einklagen??? Um Gottes Willen#schock

Würdest du dein Kind bei jemandem lassen, der es nicht haben möchte?

Beitrag von marion2 14.02.11 - 20:47 Uhr

Wenn mein Kind darunter leidet, nicht zu demjenigen zu dürfen ganz sicher.

Beitrag von kris86 15.02.11 - 14:18 Uhr

Nicht zu jemandem zu dürfen, weil es jemand verbietet und nicht zu jemandem zu dürfen, weil derjenige nicht will, sind aber zwei verschiedene Paar Schuhe.

Den Aufenthalt beim Vater einklagen finde ich absolut #contra. Wenn das Kind jetzt schon so depressiv ist, was meinst du, passiert, wenn es beim Vater nur von einer Ecke in die nächste geschoben wird?

Beitrag von marion2 16.02.11 - 09:03 Uhr

Deine Aussage, das Kind würde beim Vater von einer Ecke in die nächste geschoben ist rein spekulativ.

Beitrag von ...schnuckelchen... 14.02.11 - 21:32 Uhr

der sorgerechts streit läuft....ich denke das der richter auch den umgang ansprechen wird!!


aber.....wenn er sein kind nicht bei sich haben will,was soll er denn da???? er wird in die ecke gestellt und bleibt da bis sonntag stehen weil er sonst stört.

Beitrag von marion2 15.02.11 - 09:47 Uhr

Dann wird dein Kind wohl nicht mehr hinwollen.

Beitrag von cheesy80 17.02.11 - 11:37 Uhr

Hallo,

versuche Deinen Sohn beim Kinderpsychologen vorzustellen, denn diese Schuldgefühle, nicht gut genug für den Vater zu sein, können richtig schwere Schäden an der Kinderseele hinterlassen und prägt auch sein späteres Leben.

Kinder beziehen es leider auf sich, wenn ein Elternteil sich nicht mehr kümmert und denken sie wären schlecht und nichts wert.#schock

Suche bitte Deinem Sohn zu liebe Hilfe!

LG cheesy, die leider weiß wovon sie spricht

Beitrag von fussverbieger 23.02.11 - 12:11 Uhr

Hallo,

der Umstand ist bitter und trifft das Kind sicher tiefer, als man es ihm ansieht. Vom Vater her finde ich das eine Unverschähmtheit,- aber man wird´s nicht ändern können. Bloß keinen Stress machen, wenn das Kind dabei ist!

Ansonsten hilft folgendes:

* Dem Kind einfach ein Geschenk hinlegen und sagen, es wäre von Papa, der gerade keine Zeit hat, weil er viel arbeiten muss.
(Ausnahmsweise ist hier das Lügen erlaubt, weil es dem Kind das Gefühl vermittelt, "Papa hat mich lieb")

* Wenn kein neuer Lebenspartner oder Freund zur Verfügung steht, der sich gerne mit dem Kind beschäftigt, sollte man im Verwandten- und Bekanntenkreis einen "Aushilfspapa" suchen.

Ich stelle mich gerne für eine solche Aufgabe zur Verfügung,- im Kundenkreis gibt es eine ähnliche Situation, wo ich manchmal den Aushilfspapa, Onkel oder was auch immer mieme. Macht ja auch Spaß, ein betrübtes Kind zum lachen zu bringen.

Zu einem Arzt muss man dafür nicht gehen,- es handelt sich ja nicht um eine Krankheit des Kindes, sondern um eine menschliche Schwäche der Eltern.

Gruß
Andreas