Wie Hund abrufbar bekommen? Welche Leine?

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Beitrag von pinklady666 14.02.11 - 13:49 Uhr

Hallo ihr Lieben

Die Überschrift ist etwas unglücklich gewählt.
Wir haben mit Bullet eigentlich von Anfang an ohne Leine trainiert und er war bisher auch sehr gut abrufbar.
Nun hatte er ja diese langwierige OP - Geschichte, wo er etwas über einen Monat nur zum Pipimachen raus durfte. In die Hundeschule darf er erst dieses Wochenende, nach gut einem Monat wieder (durfte die Woche vor der OP auch nicht hin, weil die Gefahr bestand dass ein Hund ihm den Tumor hätte aufbeißen können und jetzt noch nicht weil er an der Narbe sehr empfindlich ist, nicht dass er zubeißt wenn ein anderer Hund ihn da anschnüffelt. Wir trainieren nun das Anfassen - er hat keine Schmerzen dort - mit bisher sehr guten Erfolgen).
So, am Donnerstag kamen ja endlich die Fäden raus und seit Freitag dürfen wir auch endlich wieder spazieren gehen. Nun hat er seine wiedergewonnene Freihet entdeckt und ist nicht mehr wirklich abrufbar. Er bleibt erst nach gefühlten zehn mal rufen stehen, kommt zurück gerannt, springt erstmal fünf Minuten um mich rum bis er endlich bei mir bleibt und wieder für Komandos offen ist (hab ihn in weiser Voraussicht erstmal nur im eingezäunten Garten frei laufen lassen. Auf dem Feld traue ich mich nicht). Man merkt, dass ihm die Freiheit gefehlt hat und klar, er soll sich auch auspowern. Aber er muss auch kommen, wenn ich ihn rufe. Wir haben in der Nachbarschaft zwei Rüden mit welchen er sich überhaupt nicht versteht. Da hab ich schon gerne die Kontrolle, nehm ihn direkt kurz und weiche aus bevor es wieder ein riesen Gebelle gibt (unserer bellt übrigens nicht, baut sich aber auf).
So, nun war ich heute morgen, nachdem ich meine Tochter in die Kita gefahren habe kurz in der Hundeschule um mir Rat zu holen. Will das "Problem" ja so schnell und angenehm wie möglich lösen.
Ich dachte wir versuchen es mal mit einer Schleppleine und wollte mir Tipps holen wie ich das ganze sinnvoll umsetze.
Davon hat die Trainerin mir aber abgeraten. Sie meint ich könnte ihn so nicht halten, wenn er mal Gas gibt (Bullet hat nun über 25 Kilo, eine Schulterhöhe von 55 cm und wird auch noch etwas zulegen - er ist 6 Monate alt). Sie riet mir zu einer Flexileine. Damit hätte er Bewegungsfreiheit, ich könnte ihn aber jederzeit durch Knopfdruck stoppen und auch zurück holen.
Ich bin dann ins Fachgeschäft, dort wurde mir dann aber von dieser Flexileine abgeraten und stattdessen zur Schleppleine geraten. Der Verkäufer (hat auch Bulldogs, kennt sich also aus) meinte wenn mein Dicker mal Gas gibt reißts mir die Flexileine aus der Hand weil die ja nur einen Griff hat und keine Schlaufe (war auch mein Gedanke als ich die Teile gesehen habe). Die Schleppleine hätte seiner Meinung nach zwei entscheidende Vorteile. Zum Einen eine Schlaufe, die ich mir ums Handgelenk machen kann. Gibt er dann Gas zieht er mich im schlimmsten Fall hinter sich her, wir sind beide aber immerhin durch die Leine verbunden. Zum Anderen kann man einen Knoten reinmachen und draufsteigen, so dass der Hund gestoppt wird. Das waren halt auch meine Überlegungen, bevor ich zu unserer Trainerin gefahren bin.
Jetzt bin ich total verwirrt.
Ich hoffe ihr habt ein paar gute Tipps oder vielleicht sogar Erfahrungen für mich.

Liebe Grüße

Bianca

Beitrag von -0815- 14.02.11 - 13:54 Uhr

Beide haben Recht.


Die Gefahr der Fleixileine ist nicht nur dass sie dir aus der Hand gerissen wird, sondern auch dass das Seil reisst. Und so ein zurückschnellendes Plastikband kann erhebliche Verletzungen verursachen.


Eine Schleppleine sollte man so oder so niemals nie ohne richtige Handschuhe benutzen.

Die Schlaufe ums Handgelenkt bringt dir evtl ein gebrochenes Handgelenk ein.


LG

Beitrag von simone_2403 14.02.11 - 13:55 Uhr

Hallo

Du kannst ihn trotz Schleppleine halten ;-) Wichtig ist nur (so mach ich das wenn ich mit Schleppleine trainiere) HANDSCHUHE an ;-) Es kann verflucht heiß werden wenn die Nylonleine in der Hand "Zug" bekommt.Meine Ausgedienten ollen Lederhandschuhe sind hervorragend dafür geeignet.

#winke

Beitrag von sparrow1967 14.02.11 - 13:56 Uhr

Schleppleine. Diese Flexleinen sind eher etwas für Fußhupen ;-)- abe rnicht für kräftige Hunde.

Keine Ahnung was ijr da für ne TRainerin habt *kopfschüttel*...die kennt euren Hund doch, oder?

Wir gehen momentan auch nur mit Schleppleine - da klappt das abrufen auch wunderbar. Sobald die Schleppi ab ist, meint unsere Madame erstmal nachdenken zu müssen, bevor sie kommt #rofl#rofl#rofl.

Wir haben ne 10 m leine OHNE Schlaufe - die mache ich mir bei Bedarf selber rein. Nen Knoten haben wir - eher unfreiwillig- in der Mitte, da hat Jule sich mal ausgetobt und sie etwas zerbissen. Ist aber sehr gut, denn wenn die Leine beim drauf treten rutscht, stoppt sie spätestens am Knoten.


sparrow

Beitrag von caramaus 14.02.11 - 14:00 Uhr

Hallo!

Wir haben das Abrufen in der Hundeschule so geübt: der Hund ist bei einer zweiten Person etwas weiter entfernt von der Bezugsperson, die ruft den Hund und dieser wird in dem Moment losgelassen. Meine kam in dieser Übungassituation immer zu mir gerannt - dann wie irre loben und Leckerli geben.

Zuhause haben wir das auch so geübt - immer zu zweit. Erstmal im Garten und dann auch draußen. Draußen dann aber erstmal in sicherem Rahmen, d.h. es waren keine Ablenkungsfaktoren in der Nähe. Wenn du alleine übst, finde ich die Schleppleine auch besser als die Flexileine. Ich denke, die Schleppleine hat man irgendwie besser im Griff als sone Flitsche.

Wenn meine Hündin dann beim zweiten Mal rufen - bei freiem Laufen - nicht zu mir kommt, dann drehe ich um und gehe zügig weg. Manchmal verstecke ich mich auch. Das zieht immer, auch wenn eigentlich andere Hunde ganz toll interessant sind.

C.

Beitrag von -0815- 14.02.11 - 14:03 Uhr

Und halten kannst du ihn NICHT wenn er dir Vollspeed in ie durchhängende Leine rennt, weder mit Flexi nochmit Schlepp. Und selbst wenn, kann er sich iordentlich weh tun, vor allem mit Halsband.

Beitrag von windsbraut69 14.02.11 - 14:17 Uhr

Den Rat des Trainers finde ich schon fast fahrlässig.
Was hilft Dir ein Knöpfchen, wenn ein Bulldog richtig in Wallung kommt und Du eine Schleppleine nicht mehr halten könntest?

Es haben übrigens schon etliche Hundehalter Finger durch die dünnen Seile der Flexileinen verloren...

Nimm eine weiche Longe aus dem Reitsportbedarf und gute griffige Arbeitshandschuhe (ich hab gerade sehr schöne bei Tchibo gekauft).
Bei der Arbeit mit der Schleppleine mußt Du ja ohnehin gedanklich Deinem Hund immer einen Schritt voraus sein.

LG und viel Erfolg,

W

Beitrag von pinklady666 14.02.11 - 14:22 Uhr

Oja, eine Longe. Die hab ich hier sogar noch rumliegen. Daran hab ich gar nicht gedacht!
Vielen Dank für diesen Denkanstoß.

Beitrag von windsbraut69 14.02.11 - 14:33 Uhr

Gern.
Ich hab für meine Franz. Bulldogge eine runde dünne Schleppleine und selbst bei dem Zwerg ist es unmöglich, sie ohne Handschuhe zu halten, wenn sie bisschen in die Leine springt und ich hab mir schon gewaltig weh getan....

Nen Bulldog möchte ich mit so einem Seil auf keinen Fall halten müssen.

LG,

W

Beitrag von pinklady666 14.02.11 - 14:19 Uhr

Danke schonmal für eure Antworten.
Wir werdens dann mal mit der Schleppleine versuchen und vorher nochmal mit der Trainerin reden. Eigentlich bekamen wir bis jetzt immer sehr gute Ratschläge von ihr und haben auch tolle Erfolge erzielt.
Bullet hat übrigens zum spazierengehen meist ein Geschirr an. Damit habe ich ihn besser unter Kontrolle und es ist im auch angenehmer (kennt er vom Autofahren). Das Kettenhalsband hat er nur für seine Mäkchen an, die kann man da besser befestigen (zuhause trägt er normalerweise nichts), und für seine kurzen Pipirunden.
Den Tipp mit den Handschuhen finde ich super. Werde ich mir zu Herzen nehmen.
Und auch die Verletzungsgefahr werde ich beherzigen.
Ich denke das "Problem" werden wir schnell gelöst bekommen. Schließlich kann er es ja eigentlich. Man merkt wie froh er ist endlich nicht mehr ruhig gestellt zu sein und wieder rennen zu dürfen.

Liebe Grüße

Beitrag von sannymaeusl 14.02.11 - 23:12 Uhr

Huhu,

also ich hab fürs Gassi in der Stadt die 8m Flexi und für Wald und Flur 10m Schleppleine. Für die Stadt find ich die 8m Flexi vollkommen in Ordnung, allerdings ists kein schöner Moment wenn die 8m schlagartig vorbei sind.

Aushalten tun die auch nicht viel, mein Papa war gestern mit Becks und Flexi im Wald als er nen Rehbock sah und meinte einmal durchstarten zu müssen. Papa hat bei ca 3m den Knopf gedrückt, naja, Hund stand und innen hat es einmal laut geknirscht. Und nein ich quäle mein Hund nicht mit Flexileine am Halsband abrupt stoppen, dafür hat er ein ICD Powergeschirr^^

Ich bevorzuge nach wie vor meine 10m Schleppleine von K9, die ist zusätzlich gummiert und liegt auch ohne Handschuhe klasse in der Hand.

Würde mir beides zulegen und auch ein Brustgeschirr.

LG Sanny mit #hund Becks

Beitrag von pinklady666 15.02.11 - 09:57 Uhr

Danke für deine Antwort.
Wir haben fürs Gassigehen ein Geschirr (und fürs Autofdahren ein Zweites). Das Kettenhalsband hat er nur für seine Pipirunden an (kann ihn nicht alleine in den Garten lassen, da wir hier Wildschweine haben die bis an den Zaun kommen. Unser Zaun darf laut Verordnung nur 1,50m hoch sein, Bullet springt die 2m aber aus dem Stand. Das ist mir zu gefährlich. Nicht dass mal ein Wildschwein vor ihm steht und er mit ihm spielen will. Er schaut immer schon sehr interessiert, wenn mal wieder eines vorbeiflitzt) und halt für die Märkchen (Tasso - Marke, Tollwutinpfmarke) falls er mir mal abhanden kommt. Und eben wenn Besuch kommt zieh ich es ihm schnell über damit ich ihn bei Bedarf festhalten kann. In der Wohnung trägt er nichts.
Hab gestern Nachmittag mal unsere Longe ausprobiert und es hat damit super geklappt. Mein Mann und unser Züchter haben mit mir und Bullet gemeinsam trainiert. Er hat erstmal komisch geschaut, weil er plötzlich trotz "Leine" ganz weit von mir weglaufen konnte. Das hat ihn etwas verwirrt. Er ließ sich aber nach dem ersten Austoben sehr gut wieder abrufen. Wir werden es nun so machen, dass wir erstmal Ballspielen und ihn ein bißchen powern lassen und dann erst zur Gassirunde gehen.
Die Flexleine lasse ich nun mal komplett außen vor. Wir wohnen eh auf dem Land, haben hier nur Wald und Feld vor der Tür und hinterm Haus. Und fürs Dorf hat er seine normale Leine, da muss er eh bei Fuß laufen, da wir sehr enge Gehwege haben aber Verkehr wie auf der Autobahn.
Hundewiese und Co gibts hier auch nicht, brauchen wir aber auch nicht, haben ja knappe 20 ar Grundstück (die Nachbarn ebenfalls, die können wir zum Trainieren immer mitnutzen) mit angrenzendem Wald. Da ist auch laut unserem Züchter die Schleppleine bzw. Longe besser. Er wird nun so oft es geht vorbeikommen, rechnet aber mit schnellem Erfolg. Wie schon erwähnt war Bullet bis vor der OP immer sehr gut abrufbar. Es wird wohl nur an der langen, fehlenden Bewegung liegen (er war ja einige Tage mit Tabletten ruhig gestellt, da die Naht geplatzt ist). Jetzt muss er erstmal ein bißchen was nachholen und dann klappts auch wieder.

Liebe Grüße