Bronchitis

Archiv des urbia-Forums Baby.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Baby

Erhaltet hier Tipps für das süßeste Baby der Welt und diskutiert mit anderen jungen Eltern über euer neues Leben. Informationen zu allen Themen rund um euer Baby erhaltet ihr im Magazin. Alles zur Entwicklung Ihres Babys findet ihr in unserem Babynewsletter

Beitrag von dessimedschi 14.02.11 - 17:01 Uhr

Hallo,

muss bissel ausholen. Wir waren im Januar schon mal beim KIA mit dem Kleinen (5,5 Monate) weil er sich ziemlich verschleimt angehört hat. Da sollten wir etwa eine Woche mit Salbutamol und Kochsalzlösung inhalieren. Dann war lt. KIA alles wieder gut.
Vor ca. 2 Wochen fing das wieder an. Ich wieder hin (muss sagen, dass wir keinen Inhalator zu Hause haben, sonst hätte ich einfach mit Kochsalzlösung inhaliert), sollten wieder inhalieren mit beiden, obwohl die KIA meinte, dass es nicht so schlimm wäre wie das letzte Mal.
Seit ca. Mittwoch ist er total schlapp, hustet, weint oft nach dem husten, trinkt total wenig und hört sich weiterhin verschleimt an. Ich wieder zum KIA (Salbutamol ist alle, muss dazu sagen, dass ich echt nicht wegen jedem Husten zum KIA gehe, aber ihm gehts wirklich nicht gut). Sie hört ihn ab und fragt bissel nach und schaut ihn an. Und dann haben wir bekommen: Anitbiotika 2x täglich, Rectodelt (für heute abend und morgen abend) udn dann sollen wir 4mal täglich mit Salbutamol und Atrovent (Ipratropiumbromid) inhalieren. Und sie meinte er hat eine Bronchitis.
Meine Frage: Wie wird Bronchitis bei Euch behandelt? Ich habe das Gefühl, dass die KIA (wir sind im Dez neu hergezogen) mit Antibiotika ziemlich um sich wirft. Oder wird das immer so gemacht.

Vielen Dank
Steffi

Beitrag von miau2 14.02.11 - 17:18 Uhr

Hi,
wir haben aktuell Bronchitis Nr. 17 (so ungefähr jedenfalls) bei unserem Kleinen. Die erste - ausgelöst durch den RSV, verbunden mit Lungenentzündung, einer Woche Krankenhaus - hatte er mit 8 Wochen. die Behandlung dort ist sicher nicht "representativ" für das normale (prophylaktisch AB, auch ohne bakteriellen Infekt - die Lungenentzündung war viral bedingt, i.v. Cortison, und am ersten Tag Sauerstoff).

Unser "Standard-Programm" ist Inhalieren mit Salbutamol (4 mal am Tag, wenn keine Verengung mehr hörbar ist wird über den Zeitraum von ein paar Tagen "ausgeschlichen", also das Medikament schrittweise reduziert), zusätzlich mehrmals nur mit Kochsalzlösung. Das kann man ja gar nicht zu oft machen.

Aktuell haben wir noch einen Schleimlöser dazubekommen, allerdings ist unser Kleiner auch tierisch verrotzt (wir dürfen es aber erst homöopatisch versuchen, das entsprechende hatte unsere Homöopathin schon beim letzten Mal verordnet).

Wenn Inhalieren nur mit Salbutamol nicht reicht (abgesehen von dem mit 8 Wochen hatten wir das bisher nur ein einziges Mal) kommt Atrovent dazu.

AB hatten wir (wieder abgesehen vom KH) auch nur ein Mal bisher, bei einem nachgewiesenen bakteriellen Infekt. Und selbst mit dem hat unser Kleiner ein paar Tage Zeit bekommen, ob er es ohne schafft.

Auch mit hohem Fieber wurde ihm die Zeit gegeben, wir hatten einen bakteriellen Sekundärinfekt, als er 9 Monate alt war, verbunden mit bis zu 40 Fieber. unser KiA kennt uns seit knapp 5 Jahren und kann sich gut darauf verlassen, dass ich nicht zu lange warte. Er gibt uns dann i.d.R. das Rezept mit und die Anweisung, wenn es innerhalb einer kurzen Zeit nicht besser wird (oder schlimmer wird) zu beginnen, und natürlich halten wir uns daran. Und natürlich wird das ganze überwacht, mit Bronchitis sind wir alle 3 Tage (wenn es schlimmer wird auch öfter) zum Abhören.

Ist halt per Ferndiagnose unmöglich zu beurteilen, ob es bei Euch nun angebracht ist oder nicht. Die meisten Bronchitiden sind viral bedingt, nur hängt sich oft ein bakterieller Sekundärinfekt dran. Und das kann dann schon richtig heftig werden.

Vielleicht würde unser KiA schneller AB verschreiben, wenn er uns nicht kennen würde. Wenn wir z.B. mit Ohrenschmerzen beim Großen zum ärztlichen Notdienst gehen (weil Wochenende) kommen wir immer mit AB-Rezept raus. Beim unserem KiA fast nie - er weiß im Gegensatz zu dem Doc beim Notdienst halt das wir wiederkommen würden wenn die Alternativbehandlung nicht anschlägt.

Wenn ich Zweifel am KiA habe würde ich mir eine zweite Meinung holen. Und dann auch eher früher als später wechseln - was nützt mir ein KiA, dessen Behandlung ich nicht vertraue.

Viele Grüße
miau2

Beitrag von anico 14.02.11 - 17:20 Uhr

heeey #winke

meine motte (fast 14wochen alt) war mit 10 wochen im krankenhaus wegen dem rs virus (krankheitsbild ist zwischen bronchitis und lungenentzündung). vom arzt habe ich erst garnix bekomm. dann hustensaft, nasentropfen (sehr verschnupft war sie) und inhalator atrovent. genau 1,5 tage waren wir damit noch zuhause, bis ich um 5h morgens entschied, ins KH zu fahren.

das war das einzig gute, was ich hätte machen sollen, sagte die ärtzin.

lisa bekam feuchte inhalation mit jeweils 2 tropfen die die lunge etwas weiten sollten, eine magensonde, weil sie nicht mehr gegessen hat, bzw. es wieder ausspuckte, weil sie sich beim husten verschluckte, sauerstoff durch die nase und nasentropfen. DAS WARS.

auf meine farge; bekommt sie kein antibiotikum? sagte die ärtzin: wir haben ihr blut untersucht und es ist keine bakterielle entzündung sondern eine viruserkranken. AHA. der nasenschleim war ausserdem klar und nicht dunkelgelb bis grünlich, denn DANN sind bakterien im spiel.

nach 5 tagen waren wir wieder draussen und lisa erholte sich mehr und mehr #huepf

ich hoffe, ich konnte dir helfen :-)

Beitrag von katha-82 14.02.11 - 17:58 Uhr

Hallo Steffi,
wir haben dieses Jahr auch eine heftige Bronchitis (da war er 6 Monate alt)hinter uns, und waren täglich beim KiA (!!!) zum Abhören, ohne AB. Hatten auch diese Tropfen zum Bronchien erweitern. Als das Fieber dann jedoch nicht mehr weg ging, der Kleine immer schlapper wurde - und eine Ohrentzündung dazu kam ging es ohne AB leider nicht mehr. Wir haben es nicht gerne gegeben, aber binnen 1-2 Tagen ging es ihm zum Glück schlagartig besser. Er hat dann leider das AB nicht vertragen (Ausschlag) und mussten nochmal wechseln.
Ich wünsche euch alles Gute und dass es deinem Kleinen bald besser geht!!!
Liebe Grüße
Katha

Beitrag von dessimedschi 14.02.11 - 18:40 Uhr

Vielen Dank für Eure Antworten,

ich (auch nach Überlegungen mit dem Papa) tendiere dazu das AB nicht zu geben, da ja nicht klar ist, dass es eine bakterielle Infektion ist (Blut wurde nicht abgenommen) und wir am Mittwoch vormittag wieder zur KIA sollen.

Wenn das alles überstanden ist, werde ich den KIA wechseln. Ich habe da einfach kein gutes Gefühl. Ich war mit dem Großen da und da meinte sie Angina und er hat auch AB bekommen. Muss dazu sagen, dass wir 2,5 Jahre in München ohne AB ausgekommen sind und jetzt hier in Dresden ständig AB bekommen. Allerdings war der Große auch nie ernsthaft krank.