er kann mir einfach nix recht machen.....

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von wierichtigmachen? 14.02.11 - 18:55 Uhr

Hallo Zusammen,

ich bin schon länger der Meinung, dass meine Ehe am Ende ist und wir nur noch der Kinder (2 und 6) zusammen sind. Ich möchte aber erst noch einige Dinge klären und abwarten bis ich mich schlussendlich dazu entscheide mich zu trennen oder nicht.
Bis dahin versuche ich wirklich mit meinem Mann klar zu kommen, aber es fällt mir nicht leicht. Er kann mir einfach nichts mehr recht machen.
Egal was er sagt, tut oder was auch immer.... ich muss aber dazu sagen, dass er einen auch wirklich zur Verzweiflung bringen kann. Nur jetzt in der momentanen Situation ist es natürlich nur schwer erträglich.
ich will gar nicht tiefer ins detail gehen. viele dinge waren schon immer so, und nerven mich jetzt mittlerweile einfach extrem. andere dinge hat er sich irgendwie erst in den letzten jahren angeeignet. er wird immer träger, ist immer am arbeiten, kümmert sich nicht um mich als seine ehefrau. er ist oft unsensibel gegenüber anderen, ärgert unsere katzen bis sie vor angst mauzen (das finde ich z.b. besonders krankhaft. er findets lustig und motzt sogar rum, wenn ich mich darüber beschwere...) #augen.

er ist auf der einen seite ein liebevoller, treusorgender vater. würde niemals daran denken sich von mir zu trennen, bzw. fremd zu gehen (bzw., wenn ich ihn weiter so mit ablehnung beachte wer weiß....). ich habe wirklich nur sehr selten lust mit ihm #sex zu haben. da muss ich schon extrem rollig sein...er liebt mich wirklich abgöttisch, ist zuverlässig, fleißig. und vor allem (und das ist das was mich auch noch so zögern lässt) ALLEIN... er hat nur uns, liebt seine kinder mehr als alles andere. er hat kaum freunde, keine familie etc.. wenn ich gehe, fällt er in ein loch, dessen bin ich mir sicher.

aber ich liebe ihn nicht mehr, da bin ich sicher. er ist nur noch der vater meiner kinder. ich merke, wie mich andere männer immer mehr interessieren. manchmal hoffe ich sogar, dass ich mich in irgenjemanden verliebe, damit es mir einfacher fällt mich zu trennen. so stell ich mir das vor. es gäbe mir eine sicherheit, dass es wirklich zeit ist sich zu trennen. kann auch sein, dass ich total naiv bin und ich einfach nur nach ausflüchten suche. ich hab einfach keine lust mehr.

wie weit ist die ehe am ende, wenn man fast täglich an trennung denkt? wenn man fast täglich an andere männer denkt, mindestens einmal die woche von sex mit anderen männern träumt.

bitte keine kommentare von wegen "macht eine paartherapie". ohne gro darauf einzugehen - das ist für mich keine frage. weil einfach nicht mehr genug liebe da ist. ich glaub einfach, dass ich einfach nur zu feige bin, ihm zu sagen, dass ich das nicht mehr will. weil ich an der gewohnheit festhalte. unsere gemeinsamen, schönen urlaube, die heile familie. ich wollte das immer und jetzt.... #schmoll

danke für´s zuhören.

ich möchte vorab sagen, dass ich auf anfeindungen, angriffe nicht eingehen werde. ich bin immer der meinung dass hier im forum in einem thread noch nicht einmal ein bruchteil dessen wiedergegeben werden kann, was wirklich ALLES aus macht, bzw. wo alle Probleme liegen. Ich freue mich einfach nur über eure Erfahrungswerte, Tips etc..

Danke.

Beitrag von bruchetta 14.02.11 - 19:23 Uhr

Na ja, was soll man Dir denn groß antworten, wenn Du Dir so sicher bist und alle Versuche, die Ehe zu verbessern ausschlägst?

Da gibt es doch nur einen Weg, oder nicht? #gruebel

Die Frage ist, was kommt nach

"er liebt mich wirklich abgöttisch, ist zuverlässig, fleißig"

"er ist auf der einen seite ein liebevoller, treusorgender vater. würde niemals daran denken sich von mir zu trennen, bzw. fremd zu gehen"

???

UND: verwechsle niemals eine Liebe, die schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat mit frischer Verliebtheit.

Beitrag von kleenerdrachen 14.02.11 - 19:34 Uhr

Also, wenn du wirklich der Meinung bist, dass nichts mehr geht bei euch, dann trenn dich!

Wenn du zögerst, dann überleg warum, mach dir eine Positiv-Negativ-Liste und entscheide, ob es sich lohnt, doch noch für diese Ehe zu kämpfen.

Ansonsten kann ich mich nur meine Vorschreiberin anschließen, Liebe ist nicht das Gleiche wie frische Verliebtheit. Liebe heißt Vertrauen, sich beim anderen geborgen fühlen- Schmetterlinge im Bauch werden nicht ewig halten!

Beitrag von gemeinhardt 14.02.11 - 20:05 Uhr

Ich bin auch ohne Liebe und Hoffnung in einer Paartherapie gegangen, einfach weil wir uns das mal versprochen hatten und den Kindern zu liebe.

Und ich hab Bauklötze gestaunt, was wir noch alles wieder rausgeholt haben.

Meine Ehe ist zwar trotzdem gescheitert, aber die Paartherapie hat zum einen nochmal das Gefühl wieder ausgegraben, das mal da war (leider nur vorübergehend, aber das muss ja nicht die Regel sein) und mir zum anderen dann am Endpunkt die Sicherheit gegeben, das wir alles versucht haben.
Und mit diesem Gefühl im Rücken hab ich die Trennung schlußendlich nie angezweifelt oder bereut, sondern konnte das Gradlinig durchziehn.

Lg, Cora

Beitrag von ttr 15.02.11 - 07:36 Uhr

der drops scheint gelutscht zu sein.
eine paartherapie lehnst du ab, liebe ist deinerseits nicht mehr vorhanden, du sehnst dich nach anderer haut....also worauf wartest du?
trennen, kinder nehmen, in ne eigene wohnung ziehen... selbstverantwortlich handeln. muss er dann ja auch.
da wäre mir egal, ob er freunde oder familie hat.
das ist meines erachtens von dir nur vorgeschoben, um dein bleiben zu rechtfertigen.
mach reinen tisch und verarsch ihn nicht länger. ihm gehts dann gewiss auch besser, wenn er wieder die chance bekommt, jemanden zu finden, der ihn wirklich liebt und auch gern mit ihm schläft.
wird für euch beide die absolute erlösung, wenn du mal den arsch in der hose zeigst, und konsequenzen ziehst, statt das bequeme leben zu genießen und ihm ein tolles theater vorzuspielen.
wenn ich an seiner stelle wäre und mir jemand liebe vorheuchelt, nur um ein bequemes leben weiterzuführen, ich würde nichts als verachtung für ihn übrig haben.