Ma mit AS und unendlich traurig

Archiv des urbia-Forums Frühes Ende.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Frühes Ende

Manche Schwangerschaft geht leider vorzeitig zu Ende. Es kann helfen, sich hier mit anderen über das Erlebte auszutauschen; aber auch Fragen zu medizinischen Themen sind willkommen. Hilfreich können auch diese urbia-Artikel sein: Fehlgeburt und Sternenkinder.

Beitrag von trinachen 14.02.11 - 20:04 Uhr

Hallo ihr lieben
Sonst habe ich hier nur still mitgelesen und dachte nie das ich hier auch mal schreiben werde nun ist es leider so....

Am 11.2.11 hatte ich eine MA mit AS in der 9+1 am 10.2 bekam ich leichte sb dachte mir das kommt vom GV aber am 11.2 war es dann eine blutung so das ich gleich in die klinik gefahren wurden bin da wurde festgestellt das die ss nicht mehr intakt ist....musste dann gleich in den OP echt der grausam....

Hatte am 11.2. eine etwas starke blutung und am 12.2 normale blutung und heute ist sie schon weg hoffe das ist normal...Die nachuntersuch ist morgen nochmal....

Nun sind ein paar tage vergangen und ich bin so traurig und nur am heulen meine gefühle gehen auf und ab...

Meine frage wer hat das gleiche hinter sich?
Wie seid ihr damit umgegangen?
Wann habt ihr wieder mit dem Kinderplanen begonnen?
Wie ist das mit dem Zyklus?

Über antworten und erfahrungsaustausch würde ich mich freuen.

Glg an alle

Beitrag von snoopy500 14.02.11 - 20:45 Uhr

du schreibst meine geschichte..
hatte auch am freitag meine as in der 10ssw..
wir sind auch unendlich traurig,es gibt momente da kann ich mich gut ablenken und auch ganz normal über die as reden aber dann paar minuten später zieht es mir die füße unter dem boden weg und ich breche in tränen aus.am wochenende war genug ablenkung da,aber heute musste mein mann lange arbeiten und ich war den ganzen tag alleine zuhause.horror,viel zu viel zeit zum nachdenken und heulen.hab regelrecht angst vor dem alleine sein..selbst wenn ich müde bin und mich kurz hinlegen will kann ich einfach nicht schlafen,ich komm einfach nicht zur ruhe.meine gedanken drehen sich nur um das thema..ich hoffe dass das irgendwann besser wird und wieder normalität eintritt.das einzige was uns bzw mir hilft,ist das wir gleich nach der ersten mens wieder loslegen.egal was meine fa sagt,wenn mein körper bereit ist ,ist es eben so..morgen muss ich genau wie du zur nachkontrolle.bin gespannt ob alles gut verheilt ist und was bei der laborauswertung rausgekommen ist.. liebe grüße

Beitrag von trinachen 14.02.11 - 20:58 Uhr

hallo oh man ich bin nicht alleine und es tut mir leid was du durchmachen musstest mir gehts ja genauso und ich weiss wie du dich fühlst....das samstag war der schrecklichste tag da bin ich frühs aufgewacht und habe mir auf dem bauch gefast wie sonst auch aber dann wurde mir klar krümelchen ist nicht mehr da ein moment in meinen leben den ich nicht kenne und nicht weis mit umzugehen der halt ist mein mann und meine kinder die für mich da sind zum glück....

Ich weis nicht wie es nun mit kinderwunsch weiter geht erst mal warte ich den morgigen FA besuch ab....In der klinik meinten die ärzte wenn ich mich gut fühle könne ich nach der ersten mens wieder den gedanken kinderwunsch ins auge fassen....

Danke für deine antwort

Glg Trina

Beitrag von sarosina1977 14.02.11 - 21:15 Uhr

Hallo Du.

Wir hatten heute die AS, nachdem letzte Woche festgestellt wurde, dass die Herzen nicht mehr schlagen. Wir haben erst im KH beim OP-Vorbereitungsultraschall erfahren, dass wir Zwillinge bekommen hätten.

Seit Mittwoch taumeln wir eher durch den Alltag. Es gibt Momente, da können wir beide mit der Situation "ganz gut" umgehen. Und wenige Augenblicke später zieht es mir oder meinem Mann wieder den Boden unter den Füßen weg. Vor allem, weil wir ganz unerwartet Twins bekommen hätten - wow! Das wäre für uns gar kein Problem gewesen.
Mein Mann war sehr, sehr stolz auf unsere Schwangerschaft und er hat mich überall mit hinbegleitet. Es war wirklich so, dass WIR schwanger waren und nicht nur ich.

Umso mehr Leid tut es mir auch um meinen Mann, der sehr, sehr unter der MA leidet. Heute Abend hat er mich gefragt, ob es mir was ausmacht, wenn er zu seinem Sport geht. Ich weiß, dass er raus muss - er hat mir jetzt seit Mittwoch in jeder schlimmen Minute zur Seite gestanden.

Für uns als Paar hat sich durch unsere "defekte Schwangerschaft" - so der Arzt - viel verändert. Alles ist noch intensiver geworden.

Momentan können wir uns nicht vorstellen, gleich wieder in Übungszyklen einzusteigen. Neben den körperlichen Wunden sind da noch die seelischen, die wir erst verarbeiten müssen. Jetzt gleich wieder ans Baby-Machen zu denken hat für uns so einen Ersatzcharakter für die Twinnies.

Auch wenn ich gleich wieder loslegen wollen würde - mein Mann ist dazu nicht in der Lage. Und das berührt und beeindruckt mich sehr. Er sagt nicht: "Naja, Pech, das kommt halt vor. Ist schade." Sondern er trauert um unsere Kinder, die nicht nur ich verloren habe, sondern auch er.

Vielleicht im Sommer wieder. Wer weiß.

Dir und Deinem Partner alles, alles Gute!

Sarosina

Beitrag von raevunge 14.02.11 - 21:16 Uhr

HUHU

mir ging es grad genau so. Ich hatte ein Hämatom in der Gebärmutter, was mit großer Wahrscheinlichkeit für die FG verantwortlich war. Hatte dann eine AS am Sonntag vor einer Woche.

Den Eingriff selbst habe ich überraschenderweise als nicht so schlimm empfunden, es war eher so ne Art Erlösung - ich hatte aber auch schon über eine Woche gezittert und wusste innerlich, dass das nicht gut geht :-( Und körperlich ging es mir auch sofort wieder recht gut. Mental war es die ersten Tag echt schwierig.

Mir hat es geholfen, mit Freundinnen zu reden und hier darüber zu schreiben. Heute hatte ich die Kontrolluntersuchung, es ist alles gut und wir dürfen wieder üben, wenn uns danach ist #freu Jetzt werden wir das einfach mal entspannt angehen... Wobei ich schon zugeben muss, dass der KiWu momentan echt groß ist, und ich weiß nicht genau, ob das so förderlich ist, verrückt machen soll man sich ja auch nicht...

Ich wünsche dir alles Gute. Lass dich notfalls ruhig hier im Forum oder per PN aus, wir Mädels hier können dich alle gut verstehen #liebdrueck

GLG

raevunge mit Sohn (2) und #stern im Herzen

Beitrag von claudia-claudia 15.02.11 - 14:02 Uhr

Hallo Trinachen,

ich habe die gleiche Erfahrung gemacht wie du, und ebenfalls am letzten Freitag. Hatte morgens leichte Blutungen, aber eher bräunliche Schmierblutungen, war aber eigentlich noch relativ entspannt. Hab mich dennoch direkt auf den Weg zum FA gemacht. Der meinte, alles wäre intakt, Herz schlägt, Blut könnte von irgendwelchen älteren Blutungen stammen. Ich war keine halbe Stunde zu Hause, da fingen die Blutungen RICHTIG an (auch zuerst mit Schleim). Bin dann mit meinem Freund in die Notaufnahme, wo uns bestätigt wurde, dass die SS nicht mehr intakt ist und die FH sich auch schon gelöst hat. Man empfahl mir eine AS, oder alternativ zu "warten", dann aber bitte stationär unter Beobachtung. War aber so schockiert, dass ich wieder nach Hause wollte - habe irgendwie gar nicht realisiert, was da noch auf mich zukommt. Zu Hause waren die Blutungen und Schmerzen dann so unterträglich, dass mein Freund den Notarzt gerufen hat und die mich gleich mitgenommen haben. Ich hab die ganze Notaufnahme zusammengeschrien. Bin in den vollen Genuss von Wehen gekommen, nur leider ohne Baby :( Hab dann endlich einen Schmerztropf bekommen und um Mittnernacht wurde die AS gemacht. Die war ganz unkompliziert, weil die FH davor schon auf'm Klo mit rausgekommen ist. Narkose habe ich gut verkraftet, am nächsten Tag wurd ich wieder entlassen, und heute habe ich nur noch leichte Blutungen.

Rückblickend gesehen fand ich den physischen Schmerz allerdings eher schlimmer als den psychischen. Es war meine erste SS und ich weiß jetzt immerhin, dass ich unkompliziert schwanger werde (haben nur einmal probiert...) und wir es ja einfach wieder versuchen können. Werde meinem Körper jetzt dennoch erst mal Zeit lassen, sich von dem Trauma zu erholen. Ich kann es für mich schon so akzeptieren, als dass es schon irgendeinen Grund für die FG gegeben hat, vielleicht war es wirklich einfach nicht gesund... Neben mir im Zimmer hat eine Frau gelegen, deren Kind vor 30 Jahren 5 Tage nach der Entbindugn gestorben ist. Da kam mir mein Problem doch verhätlnismäßig klein vor. Und auch wenn es eine sehr schmerzvolle Erfahrung war so muss ich doch sagen, dass ich meinen Freund noch einmal von einer ganz anderen Seite kennengelernt habe, er so unglaublich fürsorglich und lieb war, immer das richtige gesagt und getan hat... Ich liebe ihn jetzt noch mehr als zuvor und denke, dass unsere Beziehung noch gestärkter daraus hervorgegangen ist.

Ich wünsche dir ganz viel Kraft für deinen weiteren Weg und empfehle dir, es auch als Erfahrung zu interpretieren, die dich noch stärker gemacht hat.

GLG Claudia