Wie Tod von uroma erklären und mit zur Beerdigung oder nicht?

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von niklas1606 14.02.11 - 20:18 Uhr

Hallo!

Hab heute erfahren dass die Oma meines Mannes gestorben ist.
Wir waren regelmäßig bei ihr und mein Sohn kannte sie also relativ gut.
Er wird im Juni 4 und ich überleg nun schon die ganze Zeit wie ich es ihm erklären soll?! Hat jemand Erfahrung?

Würdet ihr eure fast 4 jährigen mit zur Beerdigung der Uroma nehmen??

Danke für Eure Tipps.

Gruß Steffi

Beitrag von schullek 14.02.11 - 20:23 Uhr

hallo,

ich würde es genau so erklären, wie es ist. das geht bei so alten menschen ja eigentlich auch recht einfach. entschuldige die wortwahl. sie war sehr alt und (krank?) und ist gestorben. wenn er wissen will, wie, würde ich sagen, dass ihr körper keine kraft mehr hatte, das herz aufhörte zu schlagen, sie die augen zugemacht hat und dann leider tot war.
wenn man erzählt, sie ist eingeschlafen, kann der schuss bei manchen kindern nach hinten losgehen. in eurem fall würde ich sehr die betonung auf:sie war schon sehr alt... legen. so nehmt ihr eventuellen ängsten gleich mal gehörig den wind aus den segeln.

8zur beerdigung: kommt ganz auf eer kind und die beerdigung selber an.
ich gehe mal davon aus, dass ihr alle zwar traurig, aber recht gefasst sein werdet? dann fände ich es vertretbar, ihn mitzunehmen. bei beerdigungen, woe menschen wirklich am zusammenbrechen sind würde ich ein so junges kind wahrscheinlich nicht mitnehmen. meiner wäre dafür def. zu sensibel.

lg

Beitrag von sillysilly 14.02.11 - 20:25 Uhr

Hallo

laß es dein Kind entscheiden,

erzähle ihm was passiert ist
und auch was eine Beerdigung bedeutet und mit sich bringt ....


Meine Mama ist im Dez 2010 gestorben und meine Kinder 3,5 und 6 Jahre waren bei der Beerdigung dabei.
Sie wollten unbedingt dabei sein.

Meine Kinder haben meine Mutter sehr geliebt, oft gesehen obwohl sie im Pflegeheim war.
Für meine Kinder war es ein großer Schock, große Trauer .....

Sie wußten schon länger, daß die Oma sterben wird .... trotzdem hat es uns alle kalt erwischt .....


Wir gehen mit dem Thema Tod sehr offen um, haben Bilderbücher dazu ...

.... meine Kinder haben sich sogar von der Oma verabschiedet....
und es hat ihnen gut getan


Jede Familie ist anders und ihr müßt entscheiden, was in eurer Familie das passende ist


Grüße Silly

Beitrag von arienne41 14.02.11 - 20:28 Uhr

Hallo

Es gibt Bücher darüber. Ich hab 2 aus dem Kiga geliehen bekommen.

Bei uns steht sowas auch an und wir haben beschlossen die Kinder im Alter von 3 und 6 Jahren nicht mitzunehmen.

Meinen Sohn könnte ich mitnehmen da er sich auch länger ruhig verhalten kann. Er war schon mit auf einer Trauerfeier.

Man muß das selber entscheiden, wenn man ein Kind hat, was sich nicht ruhig verhalten kann würde ich es nicht mitnehmen.

Beitrag von peachii 14.02.11 - 20:30 Uhr

Hallo,

Mias Uropa ist letztes Jahr gestorben, da war sie gerade drei Jahre alt. Letzte Woche ist der andere Uropa gestorben, sie wird jetzt vier Jahre alt.

Wir haben halt auch gesagt, dass die Uropas ja schon sehr alt waren und irgendwann muss man dann leider gehen.

Sie hat das auch so akzeptiert, und weiß das sie trotzdem weiter aucf uns aufpassen und immer ein Auge auf uns haben;-)

Zur Beerdigung habe ich sie letztes Jahr nicht mitgenommen und werde es jetzt wieder nicht machen, dass muss sie einfach noch nicht miterleben:-(
Aber auch das sieht ja jeder anders.

Liebe Grüße
Nadine

Beitrag von claerchen81 14.02.11 - 20:40 Uhr

Hallo,

Uropa, Uroma und Großonkel (alles väterlicherseits) unseres Sohnes sind in den letzten 2 Jahren gestorben. Er kannte und mochte alle. Wir haben ihn zu jeder Beerdigung mitgenommen, bei der ersten war er gerade mal 1,5 Jahre alt. Wir haben ihm auch bereits damals den Tod erklärt, er fragte aber bei jedem Todesfall alterentsprechend detailliert nach.

Bei der Beerdigung selbst haben er und ich nicht direkt an der Trauerfeier teilgenommen, das geht mit Baby/Kleinkind einfach nicht, weder bei der Lautstärke der Musik noch bei der Dauer der Veranstaltung. Ich finde es in dem Alter auch für die anderen Trauernden nicht angenehm, wenn ein Baby im Trauersaal schreit oder ein Kleinkind nörgelt. Aber wir waren bei Uroma/Uropa bei der Beisetzung dabei (Urne), beim Großonkel leider nicht, da ich jetzt noch einen Säugling mit dabei habe und das nicht gehandelt bekommen hätte. Bei allen drei Veranstaltungen waren wir jedoch beim "Leichenschmaus" und danach noch mal seperat bei den Gräbern.

Unser Sohn versteht "Tod" noch nicht. Aber zum einen war es auch für mich und v.a. meinen Mann wichtig, dass die Kinder dabei waren. Zum anderen wirkten sie sehr beruhigend für die zurückgelassenden Trauernden bei den Feierlichkeiten. Sie waren immer ein Lichtblick, wenn ein geliebter Mensch unsere Familie verlassen hat. Und so ist das Leben halt: Kinder werden geboren, Menschen sterben.

Grundsätzlich sollte man es jedoch vom Kind abhängig machen. Unsere konnten wir bisher nicht fragen, da zu klein. Ich selbst wurde mit 9 Jahren allerdings gefragt, ob ich bei der Trauerfeier meines Onkel dabei sein wollte und ich wollte nicht - das hat man respektiert.

Gruß, C.

Beitrag von twins 14.02.11 - 20:42 Uhr

HI,
zur Beerdigung würde ich ein Kind niemals mitnehmen. Auch wenn es ruhig ist aber wie verhält es sich, wenn viele heulen, Du auch?

Nee, das ist eine Erfahrung, die solch ein kleines Kind doch noch gar nicht haben muss. Muß man da freiwillig ein Kind mitnehmen?!

Wir haben damals erzählt, das Opa alt und krank war...und als er dann gestorben ist, das er dann ein Stern im Himmel geworden ist. Einige Zeit später hatten wir dan "Küss den Frosch " gesehen und dann wurde ein Tier nach dem Tod auch ein Stern. Sie haben es sofort verstanden.

Unsere Kinder lieben Geschichten über Sterne, Sternenstaub und Sternschnuppen und warum auch nicht, das sind doch auch nette Erinnerungen, die man dann auch gerne an die eigenen Kinder weiter gibt.

Grüße
Lisa

Beitrag von urmel09 14.02.11 - 20:52 Uhr

Meine Mutter und die Oma meiner Kinder 4 und 6 Jahre ist im Oktober nach langer Krankheit aber dann doch plötzlich gestorben. Für die Beiden war es natürlich ein Schock - zwei Tage vorher haben sie noch mit ihr gesprochen und dann ist sie Tod. Wir haben es ihnen ganz direkt gesagt und ihnen alle ihre Fragen beantwortet. Für Beide war es selbstverständlich mit zur Beerdigung zu gehen und auch der Oma noch einen Brief zu schreiben/malen der dann mit in den Sarg kam.

Beide verarbeiten den Tod auf Ihre Weise, die Kleine entsprechend kindlich - für sie sitzt die Oma auf einer Wolke und passt auf sie auf - die Knochen liegen im Grab...

Beitrag von flomie2006 14.02.11 - 21:01 Uhr

Hi
alds fionas ticktack opa Letztes Jahr Januar gestorben ist war fiona 1 jahr und 1 Monat alt

sie hatte ihn Täglich gesehen da wir in den selben Haus gewohnt haben.

Sie hang sehr an ihn

Wir haben fiona nicht mit zur beerdigung genommen weil er zu beliebt war und sehr viele leute dort waren.

Sie fragt heut noch oft nach ihm wir haben es ihr so erklärt das er im Himmel ist und auf uns aufpasst und immer schaut was wir machen

Zum grab gehen wir immer 1-2x im monat und ruft ihn sehr oft wenn wir am grab sind wingt sie immer nach ihm und sagt auch immer tschüss.

lg mandy

Beitrag von niklas1606 14.02.11 - 21:10 Uhr

Danke für Eure Antworten!

Werd's wohl morgen nach dem Kindergarten in Angriff nehmen und ihn sehr wahrscheinlich eher nicht mit zur Beerdigung nehmen.

Steffi

Beitrag von keep.smiling 14.02.11 - 21:34 Uhr

Hallo,
mein Beileid und herzlich willkommen im Club.
Mein Sohn wird im Juli 4 und er war mit zur Urnenbeisetzung und Trauerfeier meiner Oma. Und es war gut so. Er hat das schon verstanden und das Thema Tod beschäftigt ihn auch derzeit noch. Ich habe das Buch "Adieu Herr Muffin" besorgt und wir haben es gelesen. Es gibt sicher noch bessere Bücher, aber wir hatten nur das eine.
Mein Sohn war nicht mit zur Rede, die vor der Urnenbeisetzung stattfand, wir haben am Grab gewartet (hatte mein Baby auch mit) und er hat schon mal viele Rosenblätter hingestreut. Er hat natürlich auch viele Fragen gestellt. Im Großen und Ganzen denke ich, es war gut, dass er mit war, so konnte er auch Abschied nehmen. Und das Thema Tod wird mit 4 Jahren sowieso so langsam aktuell. Mein Sohn hat im Herbst Schnecken tot getreten und dann gefragt, warum sie sich nicht mehr bewegt - also auch ein Grund, das Thema anzugehen.
Hör einfach auf dein Bauchgefühl und benutz hier mal die Suchfunktion. Ich habe hier viele Beiträge gelesen, wo die Kinder mitwaren zur Beerdigung und wo es gut so war (während andere im gleichen Alter nciht mit waren und dann nach 5 Wochen immer noch den Opa gesucht haben...).

Liebe Grüße und viel Kraft
ks

Beitrag von sillysilly 14.02.11 - 21:43 Uhr

Hallo

meine Kinder waren dabei als ich den Anruf von bekam, daß meine Mutter gestorben ist.
Also haben sie meinen Schock, Trauer, Weinen ect. gleich direkt mit bekommen..... wir haben dann alle zusammen geweint, getrauert ....

meine 3,5 Jährige wollte sofort zu ihrer Oma ..... - ihre Oma sehen ..... konnte nicht verstehen, daß die Oma weg sein sollte ..... wo ist sie hin .... ?
Was bedeutet Tod ect.

Es ist schwer für Kinder zu begreifen, daß jemand einfach weg ist ..... verschwinden kann ....

Meine Dreijährige hatte mächtig Sorge, daß die Oma jetzt genau gestorben ist, wo es so kalt ist ..... genau jetzt wo die Oma keine Jacke anhat ect....

Unsere Trauerbegeleiterin ( spezialisiert auf den Tod von Kindern, Geschwistern ) meinte Kinder können besser los lassen, wenn sie Abschied nehmen können. Auch bei einer Beerdigung .... sonst können sie den Menschen zu schwer los lassen ..... ihn gehen lassen.

Meine Kindern hat es sehr geholfen von der Oma Abschied nehmen zu können
ABER
ich kann nur für meine Kinder sprechen.
Und wir wurden sehr gut begleitet durch das Beerdigungsinstitut.


Grüße Silly

Beitrag von rmwib 14.02.11 - 21:56 Uhr

"Es ist schwer für Kinder zu begreifen, daß jemand einfach weg ist ..... verschwinden kann .... "

Das ist auch für Erwachsene schwer *seufz*

#liebdrueck#liebdrueck#liebdrueck Tut mir leid, dass Deine Mama gestorben ist #liebdrueck#liebdrueck#liebdrueck

Beitrag von sillysilly 14.02.11 - 22:06 Uhr

Hallo

ja das ist es - wirklich unbegreiflich
eben war jemand noch da - dann nicht mehr.

Um das glauben zu können, mußte ich sofort ins Pflegeheim um es mir begreiflich zu machen ....


und meine Kinder konnten es eben auch nicht glauben
machten sich Sorgen um die Oma ....... eben daß sie friert, alleine ist ect.
Die Trauerbegleiterin für Kinder meinte sie müssen Abschied nehmen, damit sie sich nicht mehr solche Sorgen machen müssen, ....


Achja,
meine Dreijährige möchte auf keinen Fall, daß wir ihr die Augen schließen wenn sie mal stirbt.
Schließlich möchte sie: .... wenn sie dann schon Tod sein muß, uns vom Himmel aus sehen können ...


Danke für deine Worte

grüße Silly

Beitrag von anyca 14.02.11 - 22:06 Uhr

Ich würde das Kind fragen, ob es mitkommen will - und es ihm erklären, wie es ist bzw. woran Du glaubst (Leben nach dem Tod oder auch nicht).

Beitrag von annika28 14.02.11 - 23:40 Uhr

Hey!

Meine Oma ist 5 Tage vor SIna's 2. Geburtstag gestorben.
Da meine Oma lange Jahre mit uns in einem Hause gelebt hat, musste ich meiner Tochter ja erklären, warum die Ur-Oma nicht mehr da ist und wir alle so schrecklich traurig sind. Ich hab ihr erzählt, die Ur-Oma war sehr krank und schon ziemlich alt und wäre jetzt im Himmel.
Aber ich denke für deinen Sohn ist das nicht die richtige Erklärung. Kuck wirklich mal nach so einem Buch für Kinder.
WIr haben unsere Tochter damals mitgenommen. Mein Neffe und die Söhne meiner Cousine waren auch dabei. Da wir die Beerdigung und die Zeremonie organisiert haben und wir ja wussten, dass die Kinder dabei sind, haben wir eine relativ kurze Trauerfeier veranlasst. Mit Musik und nicht zu langen Reden.
Wir Erwachsene mussten natürlich alle weinen, aber ehrlich gesagt, taten uns die Kinder sehr gut. Sie waren nicht am quengeln, sonder waren doch recht fröhlich und das war gut.
Wir haben damals statt eines Kranzes ein großes, knallbuntes Herz für uns Erwachsene und 1 kleines für meine Tochter und meinen Neffen machen lassen. SO hatten die 2 auch einen Abschiedsgruß.

SOrry, war jetzt sehr lang.

Liebe Grüße und alles Gute

P.s.: Jeder muss für sein eigenes Kind wissen, was gut ist. Aber ich war vor meinem ca 15. Geburtstag nie auf einer Beerdigung, weil man mir das nie "antun" wollte. Und als es soweit war, da war es ein Riesenschock für mich. Deswegen würde ich die Kinder nicht davor "beschützen" wollen. Es gehört leider dazu...

Beitrag von 3wichtel 15.02.11 - 08:35 Uhr

Mein Vater ist vor einem Monat sehr plötzlich gestorben.

Meine Söhne (3,7,9) waren selbstverständlich bei der Beerdigung dabei!

Es gehört dazu, dass getrauert und geweint wird. Wäre ja auch schlimm, wenn ein Mensch stirbt und niemand weint!

Für meine Söhne war es genau richtig. Der Mittlere hat Opa sogar vor der Beerdigung noch mal angeschaut.
Auch das war für ihn genau richtig. Er brauchte diesen Abschied.

Ich habe hinterher noch mit einem Trauertherapeuten gesprochen und er meinte, dass es genau richtig ist, Kinder jeden Alters mit zur Beerdigung zu nehmen.
Beerdigungen gehören zum Tod dazu. Und die Kinder können nur so lernen, dass der Tod ein natürlicher Teil des Lebens ist und kein "Tabu", über das man nur verhalten spricht.

Beitrag von joel-laurin 15.02.11 - 09:51 Uhr

Hallo,

erst mal mein Beileid.

Denke mal, dass das immer auf das Kind drauf ankommt.

Bei uns ist die Uroma (mir der er sehr viel zu tun hatte) kurz vor Joel`s 5 Geb. gestorben. Wir haben ihn gesagt, dass die Uroma gestorben ist und jetzt im Himmel ist. Er sagte dann gleich im Uroma Himmel jetzt ist die ja bei den Uropa. Dann kam nix mehr zwei Tage später haben wir seinen 5 Geb. mit den Kindern gefeiert und sechs Tage später war die Beerdigung. Er musste dann den ganzen Tag in die Kita habe ihm auch erklärt warum er den ganzen Tag bleiben muss. E Tag nach der Beerdigung seine Geb. Feier mit den Verwandten. Da brach alles aus ihm raus (er ist sehr sensibel daher sollte er auch nicht mit zur Beerdigung). War nur noch am weinen und meinte ich kann mit Uroma nie wieder sprechen sie nie wieder sehen. Habe ihm erklärt er kann immer noch mit ihr sprechen sie hört dir immer zu und passt auf dich auf. Sind dann geminsam zum Grab gefahren und er hat dann für Uroma einen Engel hingestellt der dann auf ihr aufpasst und sgate dann Tschüß liebe Uroma. Für Ihn ist die Uroma so im Herzen geblieben wie er sie kannte und musste nicht mit ansehen wie sie in das Grab kommt. War für uns so das beste. Habe ihn dann noch das Buch nie wieder Oma Lina Tag vorgelesen das fand er ganz gut und hat ihm sehr geholfen. Für Joel lebt die Uroma immer noch er bezihet sie immer noch mit ein sagt jedem wenn er gefragt wird ich habe 4 Oma`s. Aber er denkt auch viel darüber nach was dann ist wenn der Opa stirbt oder wir oder er selber als Kind. Wir versuchen ihn seine Fragen kindgerecht zu beantworten.

LG Sandra