Frage an Zweitgebärende ...

Archiv des urbia-Forums Baby-Vorbereitung.

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Forum: Baby-Vorbereitung

Die Zeit vor der Geburt ist die Zeit des Nestbauens. Hier könnt ihr gemeinsam überlegen, wie ihr das Kinderzimmer einrichten möchtet, wo das Baby schlafen soll, welche Kleidungsstücke in die Erstausstattung gehören und vieles mehr... 

Beitrag von specki1009 14.02.11 - 20:54 Uhr

Macht ihr euch Gedanken drüber ob ihr euer zweites Kind genauso lieben werdet wie das erste bzw ob das erste dann drunter "leiden" wird wenn das zweite da ist?

Mir kommt dieser Gedanke immer wieder - eher in Verbindung damit dass ich Angst habe dass unsere Tochter enorm zurück stecken muss bzw. das Baby vielleicht gar nicht so viel Beachtung bekommt oder eben zu viel ... ich sehe so oft so viel negative Beispiele dass die Gedanken immer wieder aufkommen.

LG Carolin

Beitrag von rennmausi 14.02.11 - 21:08 Uhr

Hallo!

Im Moment kann ich mir noch schwer vorstellen, einen weiteren Menschen so unendlich zu lieben wie meinen Sohn (auch wenn ich den Bauchzwuck schon sehr lieb hab). Allerdings hatte ich bei ihm in der Schwangerschaft auch keine Ahnung, wie stark die Gefühle für das eigene Kind sind, wenn es dann da ist. Insofern gehe ich davon aus, dass ich nach der Geburt wie selbstverständlich die gleichen Gefühle fürs 2. Baby haben werde.

Manchmal hab ich auch Angst, dass mein Kleiner zu viel zurückstecken muss, wenn sein Bruder da ist. Andererseits ist genau das auch mit ein Grund, weshalb ich Geschwister so wichtig finde. Und ich bin zuversichtlich dass sich alles nach einer gewissen Eingewöhnungszeit einpendeln wird. Klar wird keiner von beiden mehr das alleinige Zugriffsrecht auf Mama und Papa haben, aber das ist entwicklungstechnisch auch ganz positiv denke ich.

Deine Tochter ist ja schon ein großes Mädchen und du kannst sie sicher super in alles miteinbeziehen. Ich war 4,5 als mein Bruder kam und ich habe ihn vom ersten Moment an vergöttert. Ich war so stolz und habe mich so gefreut, wenn ich meiner Mama bei der Babypflege helfen konnte. Auch heute habe ich noch ein tolles Verhältnis zu ihm (und auch zu meinem Nesthäckchenbruder, der weitere 4 Jahre später zur Welt kam).

Lg Rennmausi mit Lausbub (21 Monate) und Babybub (23+3)

Beitrag von marion2 14.02.11 - 21:10 Uhr

Hallo,

du wirst jedes Kind ganz unteschiedlich lieben und dennoch gleich. Das ist etwas ganz wunderbares.

Das zweite Kind wird auf jeden Fall eine Bereicherung für das erste. Freunde kommen und gehen, Geschwister hast du für immer an der Backe ;-)

Gruß Marion

Beitrag von supersand 15.02.11 - 09:13 Uhr

Das hat meine Mutter auch immer gesagt, wenn sie Frieden stiften wollte, zwischen mir und meiner Schwester (5 Jahre jünger). Sie sagte immer: Schwestern müssen zusammen halten. Freunde kommen und gehen, aber eine Schwester hat man ein Leben lang.

Das hat wirklich Wirkung gezeigt. Wir sind uns sehr nah und lieben uns innig (aber das fing erst an, als wir beide durch die Pubertät durch waren...) :-p

LG,
Sandra

Beitrag von mamavonyannick 14.02.11 - 21:11 Uhr

Hallo,

nein, diese Gedanken mache ich mir nicht. Sicher hat man für das erste immer deutlich mehr Zeit, als bei jedem weiteren Kind. Aber auch das kann nachteilig sein.
Mein Sohn ist dann auch kein Kleinkind mehr und mit seinen fast 5 Jahren natürlich viel selbständiger, als wenn der Altersabstand geringer wäre. Das war mir wichtig, vllt liegt es auch daran.
Er freut sich schon sehr auf seine Schwester, vor allem, weil er dann auch nur noch bis zum Mittag in den Kindergarten "muss". Er liebt es, Mittagskind zu sein. von daher verbindet er momentan nur positive Gefühle mit seiner Schwester. Ich hoffe, das bleibt grö0tenteils so.

vg, m.

Beitrag von zwei-erdmaennchen 14.02.11 - 21:14 Uhr

Hi Carolin,

ich konnte es mir nicht annähernd vorstellen nochmal so viel Liebe für ein Kind empfinden zu können. Ich hatte darum in der SS schon echte Schuldgefühle gegenüber der Kleinen. Aber kaum auf der Welt war das wie weggeblasen.

Man teilt seine Liebe nicht sondern kann plötzlich doppelt soviel Liebe geben!!!

Und klar muss die Große zurückstecken. Ich habe mir aber immer gesagt, dass sie dafür das Privileg hatte mich 23 Monate ihres Lebens ausschließlich für sich zu haben. Damit habe ich mich dann besser gefühlt...

Versuche immer wieder Zeit nur für das Große und auch nur für das Kleine aufzubringen. Das müssen keine Mordsunternehmungen sein sondern einfach nur Mamazeit (oder auch Papazeit - genauso wichtig). Da merkt man richtig wie die Kinder die ungeteilte Aufmerksamkeit aufsaugen und sich darin sonnen. Total niedlich #verliebt.

Wünsche dir alles Gute.

Liebe Grüße
Ina #winke

Beitrag von ladyphoenix 14.02.11 - 21:29 Uhr

Ich habe diese Gedanken nicht denn ich bin aus vollem Herzen Mama und meine Große ist auch schon fast 6 und freut sich ganz dolle auf ihr Geschwisterchen. Ich hab die Zeit mit ihr damals sehr genossen und werde die Zeit mit Baby auch genießen und meine Große ist dabei. Sie wird mit einbezogen wenn sie möchte und dann kuscheln wir eben alle zusammen. Morgens ist sie im Kiga bzw in der Schule und Abends schläft sie eh. Also hab ich Vormittags und Abends Zeit fürs Baby und dazwischen habe ich eben beide um mich herum. Ich freu mich sehr auf diese Zeit und weiß, dass ich beide lieben kann ohne das einer von Beiden zurückstecken muss. Dafür bin ich Mama, und dafür bist auch Du Mama #herz

Liebe Grüße
LadyPhoenix

Beitrag von pipim 15.02.11 - 11:07 Uhr

Hallo Carolin,

als ich das zweite Mal schwanger war, hab ich mir auch solche Gedanken gemacht. Ich konnte mir einfach nicht vorstellen noch jemanden so intensiv zu lieben wie meinen ersten Sohn.

Das ist das Schöne an der Mutterliebe. Sowas teilt sich nicht, sowas verdoppelt sich.

Anfangs war da keine Liebe für meinen zweiten Sohn, Fürsorge und Zuneigung ja, aber nicht die selbe Liebe die ich für meinen ersten Sohn empfand.

Nach ein paar Tagen wuchs dann dieses Pflänzchen und heute stehen in meinem Herzen zwei riesige Mammutbäume, die meine Liebe zu meinen Söhnen verkörpern. Ich jubel innerlich, wenn ich daran denke, dass da bald ein dritter steht. Wenn ich die Beiden ansehe quillt mir das Herz über, sowas wächst einfach mit der Zeit.

Der Kleine hat dem Großen ein Geschenk aus dem Bauch mitgebracht (ein kleines Playmobilflugzeug) und so war da wenig Eifersucht im Spiel. Ich habe den Großen auch immer mit einbezogen. Zurückstecken musste eigentlich keiner. Der Säugling braucht ja am Anfang nicht viel Aufmerksamkeit. Meißt haben wir ihn gemeinsam bespaßt. Beim Stillen kann man nebenbei ein Buch anschaun oder statt Fingerspielen - Zechenspiele machen. Sonst war der Zwuck immer mit dabei wenn wir miteinander gespielt haben, so wurde niemand vernachlässigt. Man darf das halt nicht so trennen.

Natürlich achte ich darauf, dass meine Zwerge auch Zeit mit mir allein haben. Das ist wichtig und ich bin ja nicht alleine, der Papa spielt solange mit dem anderen oder ich beschäftige den Zweiten einstweilen anderwertig.

Lass es auf dich zukommen, hab ja kein schlechtes Gewissen und versuch die aufzusplitten, es gibt dich nur ein Mal und das ist gut so.

Heute lieg ich morgens im Bett, meine Knöpfe kommen gleich nach dem aufwachen herübergeschurdelt und kuscheln sich einer Links einer Rechts an mich. Ich lieg da wie die Henn im Korb und bin einfach nur glücklich. Jetzt wirds halt shcon unpraktisch weil ich nur noch auf der Seite liegen kann, aber auch das haben sie akzeptiert und wenn die Maus dann da ist, wird sich auch eine Lösung finden.

lg Pipim

Beitrag von gingerbun 15.02.11 - 23:05 Uhr

nein - gedanken dieser art habe ich nicht. für mich ist es völlig natürlich und normal ein weiteres kind zu bekommen. habe heute erst zu meiner tochter gesagt dass dann eben der bruder noch dazukommt und sie immer meine vici bleiben wird und ich "den bruder" dann genau so lieb haben wird wie sie.
wie kommst du genau drauf? einfach so?
gruß!
britta