Meine Frau macht mich wahnsinnig.....

Archiv des urbia-Forums Partnerschaft.

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von Schluß mit Lustig 14.02.11 - 21:05 Uhr

Ich bin 54 Jahre alt und kenne meine Frau seit sie 17 ist, ich war damals 19. Vor 31 Jahren haben wir geheiratet und sind seit dem gemeinsam durch dick und dünn gegangen. Alle Probleme haben wir, wenn es auch manchmal ausgesprochen schwierig war, gemeinsam gelöst. Unser vier Kinder, die mittlerweile erwachsen sind und sich so langsam ihren eigenen Dunstkreis aufbauen, haben wir vorbildlich erzogen und zu wertvollen Mitgliedern dieser Gesellschaft erzogen.
Doch nun ist in unserem Eheleben eine Zeit angebrochen, die ich mir nie gewünscht habe. Seit meine Frau in den Wechseljahren ist, hat sich unser eheliches Verhältnis arg verschlechtert. Nun gut, Streitigkeiten hat es auch vorher gegeben. Aber so wie es bei uns zurzeit abläuft ist es der reine Horror. Es vergeht kein Tag, an dem wir uns nicht heftig in den Haaren liegen. Das kann aus einer Nichtigkeit entstehen und sich zu einem Flächenbrand entwickeln. Sicher gibt es dafür gute Gründe, aber ich kann mir diese Situation nicht erklären.
Seit einiger Zeit ist meine Frau in psychotherapeutischer Behandlung. Ich habe mir davon anfangs viel versprochen. Doch so langsam habe ich das Gefühl, nach jeder Sitzung wird sie mir gegenüber aggresiver. Es scheint nichts mehr so zu sein wie es früher einmal war. Dabei hatte ich immer gedacht, uns kann so schnell nichts erschüttern. Unsere Beziehung hält für immer und ewig.
Vielleicht finde ich hier Leidensgenossen, die ähnliches erleben wie ich. Ich wäre dankbar für jeden guten Ratschlag der mir hilft, mit meiner Situation umzugehen.

Ich warte gespannt auf interessante und hilfreiche Antworten.

LG#gruebel

Beitrag von kutschelmutschel 14.02.11 - 21:23 Uhr

es ist ganz logisch, das dir das so vor kommt, dass sie dir gegenüber aggresiver ist...ist bei mir genauso gewesen, wenn ich von psychologen heim gekommen bin...

es hat den grund, ein psychologe oder psychotherapeut schabt verdammt tief in der vergangenheit. ich weiß nicht, was bei deiner frau vorgefallen ist, aber ich kann von mir berichten, das es sehr weh getan hat, längst vergessenes und/oder verdrängtes wieder ins gedächtnis gerufen zu bekommen...

ich habe auch nach jeder sitzung eine laune drauf, die wünsche ich keinem oO und meine liebsten mussten es immer ertragen...allerdings fing sich das dann spätestens am nächsten tag wieder...

vielleicht solltest du deine frau mal ansprechen, was bei dem psychotehrapeuten besprochen wurde? ich hätte es mir gewünscht, das mein jetziger ex mich gefragt hätte...oder wenn er einfach mal mitgekommen wäre

#winke die melle

Beitrag von fraumeyer 15.02.11 - 00:29 Uhr

Warum tut frau sich denn eine Psychotherapie an? Man will doch nicht zur familiären Nervensäge werden und selber leiden schon gar nicht. Probleme sollte man doch in der eigenen Familie besprechen können oder mit einer guten Freudin.

Beitrag von wie meinen? 15.02.11 - 00:33 Uhr

Warum tut frau sich eine OP an? Probleme mit dem Blinddarm sollte man in der Familie besprechen oder von einer guten Freundin operieren lassen können.
Wozu braucht man Ärzte? #augen

Beitrag von kutschelmutschel 15.02.11 - 04:31 Uhr

hihi, erwischt #rofl ich musste grad schmunzeln ^^ guter konter #rofl

@fraumeyer:

es gibt dinge, über die kann man nicht oder nur extrem schwer in der familie sprechen oO darüber lässt es sich am besten mit einer aussenstehenden person reden...sprich psychologe/psychotherapeut...

ich hab das, was ich meinem psychologen anvertraue, niemals in meinem verwandten- oder bekanntenkreis erzählt...einfach, weil es sie nichts angeht...dazu gibts die profi, die schweigen müssen...

Beitrag von fraumeyer 15.02.11 - 07:35 Uhr

...da hätte ich als Familienmitglied, gar als Ehemann, aber dann Schwierigkeiten, wenn eine fremde Person besser geeignet ist Probleme zu besprechen als ich. Das hat dann doch nichts mehr mit Vertrauen oder so zu tun..das würde mich persönlich tief treffen...ich kann da aber auch falsch liegen, da ich noch nie in so einer Lage war. Mir hat eine gute Freundin immer gereicht um Dampf abzulassen und Probleme hat doch jeder irgendwie mal mehr, mal weniger. Ich kann mir halt nicht vorstellen wie ein Psychologe mir helfen kann, der kann keine böse Schwiegermutter beseitigen, keine Kindheitserinnerungen auslöschen oder was einen sonst vielleicht seelisch belasten könnte. Naja und wie gesagt zum Reden hatte ich bislang immer jemanden.

- das ich mit einem Blinddarm oder sonstigen Beschwerden zum Arzt gehe ist mir klar...blöder Kommentar...Ist man denn gleich krank, wenn man Gesprächsbedarf hat?

Beitrag von sonntagsmalerin 15.02.11 - 09:11 Uhr

Zu einem Psychologen geht man in der Regel nicht, um nur zu "quatschen", sondern wenn es um eine ernsthafte psychische Erkrankung geht (Depression z.B.) - da hilft dann auch die Familie nicht weiter und ist schlichtweg überfordert.

Beitrag von gh1954 15.02.11 - 10:12 Uhr

>>>...da hätte ich als Familienmitglied, gar als Ehemann, aber dann Schwierigkeiten, wenn eine fremde Person besser geeignet ist Probleme zu besprechen als ich. <<<#

Eine sehr naive Ansicht, noch mehr angesichts deines Alters.

Die meisten Menschen, die eine Therapie beginnen, wissen gar nicht, was ihr Problem ist.

Beitrag von morena78 14.02.11 - 21:24 Uhr

hallo,

war deine frau schonmal beim frauenarzt und hat ihre hormone checken lassen? vielleicht würde eine hormonersatztherapie helfen. in den wechseljahren sinkt der progesteron-hormonspiegel und das kann der auslöser für ihr verhalten sein.

lg und alles gute für euch

Beitrag von similia.similibus 14.02.11 - 21:36 Uhr

Deine Frau ist in den Wechseljahren. Nicht einfach - auch für sie nicht. Googel mal unter Wechseljahrbeschwerden und lese dich ein, vielleicht kannst du dann ein wenig mehr Verständnis für deine Frau und mehr Gelassenheit ihr gegenüber aufbringen?

Alles Gute
simsim

Beitrag von lotta12 14.02.11 - 22:44 Uhr



Hallo, habe schon mehrmals von Leuten in eurem Alter gehört, denen es auch so geht.

Es gab ständig Zoff.

Wie sieht es bei euch aus, könntet ihr euch etwas aus dem Wege gehen?


Etwa, dass jeder von euch ein eigenes Zimmer hätte.

Auch ginge ein getrennter Wohnsitz für euch- in der Nachbarschaft.

Neue Hobby´s suchen oder eure alten besser ausleben?

Ihr seht euch dann weniger und versteht euch vielleicht mit der Zeit wieder besser. Den Kontakt aufrechterhalten.

Deine Frau könnte mal alleine zur Kur fahren, dort eine Gruppentherapie anfangen. Deine Frau müßte Sport treiben(auch Schwimmen), um sich abzureagieren.

Alles Gute! Lotta

Beitrag von .roter.kussmund 15.02.11 - 00:34 Uhr

es kann auch anders gehen...
als meine schwiegereltern in eurem alter waren, war das ungefähr die zeit, als ihr sohn und einziges kind zu mir zog.
die eltern hat es glaube.. wie man so sagt.. noch mehr zusammengeschweißt. beide fuhren jahrzehnte morgens gemeinsam im auto zur arbeit (gleiche abteilung) und am nachmittag retour.

er kochte gerne mal essen, bäckt auch ab und an mal kuchen und zur weihnachtszeit die plätzchen sowieso, während sie es sich auf dem sofa gemütlich machte, um zu lesen. sie hat sehr, sehr viel gelesen.. und er saß/sitzt gerne in seinem kleinen büro am laptop.
da werden fotos und filme von vor was weiß ich wie vielen jahren digitalisiert, es werden waffen, messer, taschenlampen begutachtet... schließlich kann man nicht genug davon haben... neue helikopter und technik gekauft.

beide sind viel gereist, um u.a. auch zu wandern usw.
am liebsten war ihnen aber der noch nicht lang erworbene garten, mit selbst aufgebautem häuschen.. und das, obwohl sie jahre vorher noch die kollegen, die da ebenfalls und schon länger weilten belächelt. ja, so kann es gehen.
leider ist die gemeinsame schöne zeit vorbei, denn ostern 2009 bestätigte man ihr ihre diagnose brustkrebs. nur 15 monate später war sie bereits verstorben. unfassbar für uns... wo sie doch eher wie ein junges mädchen wirkte.
während der gesamten krankheit hat schwiegervater sich dermaßen verausgabt, daß er kaum zeit zum luft holen hatte. er ist zu allen wichtigen untersuchungen mitgegangen, hat während ihrer aufenthalte mit in der palliativstation gewohnt und genächtigt, um morgens zur arbeit zu fahren und hat beim aufenthalt im hospitz mit im zimmer gewohnt, um sich um seine frau zu kümmern.. bis zum letzten atemzug.

jetzt gehts ihm etwas besser.. und obwohl er vor einigen jahren gesagt hat, daß er auch bereits jetzt schon in rente gehen würde, könnte er sich jetzt vorstellen sogar noch einige jahre länger zu arbeiten.

soviel, wie ich weiß, haben sich meine schwiegereltern in jungen jahren gerne mal die köppe eingeschlagen.. hahaha.. aber später sind sie recht zahm gewesen und auch recht liebevoll mit sich umgegangen.
http://www.urbia.de/archiv/forum/th-2283681/es-muss-raus-ich-habe-meine-schwiegereltern-beobachtet.html

ich wünsche euch beiden alles gute, für eine hoffentlich noch lange und schöne gemeinsame zukunft.

Beitrag von sonntagsmalerin 15.02.11 - 09:13 Uhr

Habt ihr denn mal in Ruhe ein Gespräch miteinander geführt? Einfach um zu wissen, was euch beide bewegt, was euch belastet, was ihr fühlt und denkt?
Setzt euch doch einfach mal zusammen, bei einem guten Glas Wein und redet miteinander. Wenn man wieder aufeinander zugeht, kommt man sich wieder näher und viele Probleme lösen sich leichter.

Wenn ihr euch außerhalb eures Hauses "verabredet", kann auch keiner ausflippen ;-) Gute Gespräche lassen sich deshalb oftmals in einem Cafe besser führen als daheim...

Beitrag von linagilmore80 15.02.11 - 14:08 Uhr

Ich bin ja noch ein junges Kücken und stehe gerade am Anfang meiner Ehe, aber ist Dir noch nicht in den Sinn gekommen, einige Sitzungen zusammen mit Deiner Frau zu besuchen? Vielleicht gibt es ja doch zwischen euch das eine oder andere zu bereinigen.


Ich wünsche euch alles Gute!

Lina

Beitrag von thyme 15.02.11 - 16:35 Uhr

Ob es mit der Psychotherapie zu tun hat, weiss ich nun natürlich nicht.

Sicher jedenfalls sind die Wechseljahre nicht zu unterschätzen. Und ja, manche Frauen werden im Alter irgendwie böse. Soweit ich weiss können Hormone da ein wenig Erleichterung bringen. Ist sie denn bei einem Frauenarzt? Und was sagt sie zu dem ganzen? Hast du versucht mit ihr zu reden?

LG thyme

Beitrag von lotta12 15.02.11 - 18:36 Uhr


Hallo,

überleg mal, welche Gründe zum Streiten führen. Vielleicht liegt es auch mit an dir. Es gehören immer 2 dazu.

Eventuell hat sich bei deiner Frau über Jahre etwas angestaut.



Sucht euch doch zusammen eine Wandergruppe, ihr lernt neue Leute in eurem Alter kennen.

Fahrt mal schön in den Urlaub, geht ins Theater, Kino oder besucht zusammen z.B. einen Tanzkurs- also irgendwas, was euch beiden gefällt.

Überrasch deine Frau mit einer gebuchten Kurzreise.

LG Lotta

Beitrag von asimbonanga 15.02.11 - 18:36 Uhr

Hallo,

Wechseljahre----dieses Wort beinhaltet ja schon Veränderung.
Deine Frau holt sich therapeutische Hilfe, sie hat Probleme mit sich selbst ,vielleicht auch mit ihrer Partnerschaft.
Du schreibst sie wird dir gegenüber aggressiver-das kann alles mögliche bedeuten.
Entweder taugt der Therapeut nichts, oder sie wird bestärkt sich mehr durchzusetzen, vielleicht fällt dir das jetzt auch mehr auf weil die Kinder aus dem Haus sind.Ihr müsst euch direkt auseinander setzen-die Zweisamkeit wird mehr gefordert.Es kann nicht mehr so sein wie es früher einmal war.
Viele Frauen werden aufmüpfiger und kategorischer in diesem Alter-deshalb muss man sie nicht mit Hormonen ruhig stellen.Eventuell wird sich das Absinken der weiblichen Hormone in einer für dich neu an den Tag gelegten Härte/ Unzufriedenheit zeigen.
Kann sie mit dir über die Therapie sprechen?Vielleicht solltet ihr euch wirklich um ein gemeinsames Gespräch bemühen.

L.G.

Beitrag von gh1954 15.02.11 - 19:56 Uhr

Das trifft genau meine Meinung und meine Erfahrung. #pro#pro#pro

Beitrag von asdff 15.02.11 - 22:08 Uhr

Hast du das deiner Frau mal ganz genau so gesagt wie du es grade geschrieben hast? Ich finde deine Worte sehr gut gewählt.

Und die Idee vielleicht mal mit zum Psychologen zu gehen bzw. auch allein ein Gespräch mit ihrem Psychologen zu suchen finde ich auch nicht schlecht. Vielleicht kann er euch da auch helfen?! Das ist ja auch nicht unüblich begleitend zur Therapie die Angehörigen zu "schulen" und Hinweise zu geben.