Bin ich eine Qerulanten Mutter weil ich mich informiere ?

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von nisivogel2604 15.02.11 - 07:55 Uhr

Guten Morgen,

meine Mutter hat mir gestern zum wiederholten mal vorgeworfen ein Nörgler von nebenan zu sein udn so eine richtige Querulantenmutter der man nichts recht machen kann.

Es ging darum, das wir demnächst umziehen und dann ja auch einen neuen Kinderarzt brauchen. Ich habe also in mehreren Praxen vorher angerufen und gefragt ob man für Geschwisterkinder zusammenhängende Termine bekommt, wie der Arzt zu alternativen Impfentscheidungen steht, und wie das da mit weißen Kitteln gehandhabt wird (Charlotte hat da durch eine Erfahrung mit dem Papa große Angst vor, wenn der Arzt mit dem sie selber zu tun hat einen weißen Kittel trägt. Wir arbeiten dran, aber da ich den Kittel für verzichtbar halte, kann man über sowas ja sprechen. Ausserdem wollte ich wissen, wie man zum verschreiben von Antibiotika steht)

Ich finde das weder verkehrt noch problematisch. Die dichteste Praxis konnte ich direkt ausschließen, da sie keine zusammenhängenden Termine für Geschwister vergibt (wohlweislich reden wir hier von 15km einfache Strecke).

Die nächste Praxis ebenfalls (aufgrund der alternativen Impfentscheidung bei unserem dritten Kind)

Ich mein, ich muss doch in all diesen Praxen nicht Termine machen, den anderen Patienten mit meinen 3 Kindern Zeit stehlen, meine Zeit verschwenden und meine Kinder versuchsweise durch 10 Ärzte schleusen oder?

Findet ihr das so dramatisch? Meine Mutter meint nun wir sollen mal lieber nicht in ihre Gegend ziehen wenn ich jetzt schon so anfange (ich bin überhaupt keine Mutter, die sich anstellt. Hier im Kiga gehören wir zu den beliebtesten Eltern, eben weil wir nicht permanent an allem rummosern, ich bin einstimmig gewählte Eöternsprecherin in der Gruppe meines Sohnes. Bei meiner Tochter habe ich abgelehnt, da mir das dann zu viel gewesen wäre)

Ich möchte eben nur sichergehen, da nicht zu diversen Örzten zu fahren, bei denen ich am Ende sowieso nicht bleibe.

Genau solche Probleme hatte ich mit meiner Mutter allerdings befürchtet. Es war nämlich schon immer so, das ich tun sollte, was ihr genehm ist, damit sie gut dasteht. In diesem Falle: abnicken was der Kinderarzt sagt udn artig sein (dabei ist sie im Normalfall überhaupt niemand der Ärzten folgt, aber sie meint diskussionen kann man sich ja sparen. ich möchte aber nicht von vornherein so eine Basis zum Kinderarzt haben)

lg

Beitrag von dodo0405 15.02.11 - 08:03 Uhr

Hallo,
also ich persönlich finde das auch ein wenig übertrieben, wobei das wohl damit zusammen hängt, dass ich in einer derart ländlichen Gegend wohne, in der die Kinderärzte alle mindestens 30 km auseinanderliegen und die nächste Kinderklinik 60 km in die eine und 50 km in die andere Richtung liegt.

Da nimmt man einfach, was man kriegt. ;-) Weil man eh keine Wahl hat. Meine Tochter hasst Autofahren...

Das mit den weißen Kitteln würd ich ihr aber schonend abgewöhnen. Kauf ihr einen kleinen und dir einen große und dann spielt einfach Arztpraxis... :-) Ist lustig... außerdem ist so ein kleiner weißer Kittel bei 90 Grad waschbar und der ideale Mal-, Bastel- und Koch-Begleiter...

Beitrag von eselchen3778 15.02.11 - 08:05 Uhr

Huhu...

ganz ehrlich ... so einen stress von wegen kinderarzt würde ich mir nicht machen... ich glaube die arzthelferinnen haben für sowas sicher auch nicht viel zeit... gerade jetzt zur grippe und infektezeit...
dennoch würde ich mir sowas von meiner mutter nicht vorwerfen lassen...

aber jeder wie er meint... wenn du es für gut hältst dann ist es doch ok... ich würde mir eher tipps von anderen müttern holen...

lg esel

Beitrag von cassije 15.02.11 - 08:15 Uhr

#winke
Ich finde Deine Entscheidung richtig. Was sollst Du Deine Kinder in 10 Arztpraxen schleifen. Ich kenne das "Problem" auch von der anderen Seite und finde eine gute Arzt-Patient-Beziehung wichtig. Gerade was Impfungen etc angeht, muessen Eltern und Arzt schon einigermassen die gleiche Meinung vertreten. Wenn man Eckpunkte vorher abklaeren kann, umso besser! Da ersparst Du allen Beteiligten viel Stress!
Viel Glueck bei der Suche! Und ein guter Kinderarzt hat entweder gar keinen Kittel an oder zieht ihn eben bei Bedarf einfach aus. #cool

LG von cassije

Beitrag von engelshexle 15.02.11 - 13:54 Uhr

#pro

Beitrag von bastima 15.02.11 - 08:18 Uhr

Juhu!

Was hat sich informieren denn mit Querulantentum zu tun?

Ich finde es gut, daß du dich so informierst, wäre ich gar nicht drauf gekommen!

Was ich nur nicht verstehe, ist das mit den Geschwisterterminen...ich sag immer, daß ich für beide nen Termin brauche und dann ist gut#kratz

Lass dich nicht davon abbringen, besser als mit den Kindern durch die Praxen zu tingeln, fände deine Ma das besser?

Also: #pro#pro#pro

LG

D.

Beitrag von babsie81 15.02.11 - 08:22 Uhr

Ja, ich finds völlig übertrieben......#schock

Beitrag von nisivogel2604 15.02.11 - 08:38 Uhr

Wie würdest du das denn handhaben?

Beitrag von meandco 15.02.11 - 08:24 Uhr

ich denke du hast euch allen eine menge zeit und nerven erspart ... schon mal mit den müttern vor ort geredet was die über die ärzte sagen? dann sollte sich schnell was rauskristallisieren #pro

und: warum ist dir die meinung deiner mutter so wichtig - du weißt ja wie sie tickt und konntest das schon vorhersehen. alles abnicken ist eben ihr ding, eigenverantwortung übernehmen deines ... fertig #cool das macht weder dich noch sie zu nem schlechteren menschen sondern erzeugt vielfalt

lg
me

Beitrag von nisivogel2604 15.02.11 - 08:39 Uhr

Ich konnte noch mit keiner Mutter sprechen, da ich erst zum 01.04 hinter meinem Mann herziehe und die Kinder eben noch hier im Kiga sind.

Warum ist mir das was meine Mutter sagt so wichtig? Ich kanns dir nicht genau sagen. Es ist auch nicht so, das ich deswegen was anders machen würde, aber ich habe eben genau diese Punkte kommen sehen und mir fällt der Umzug verdammt schwer und dadurch wird es mir noch ein bischen schwerer gemacht hab ich das Gefühl.

lg

Beitrag von 3wichtel 15.02.11 - 08:28 Uhr

Ich finde es auch okay, wenn Du Dich informierst. Gerade zum Kinderarzt sollte man schon bedingungsloses Vertrauen haben.
Wenn dann doch mal etwas "Größeres" auftritt, hat man dann eine gute Basis.

Kannst Du nicht in Erfahrung bringen, ob die Kinderärzte Internetseiten haben? Haben doch mittlerweile die meisten Praxen.
Dann kannst Du Dir das Rumtelefonieren sparen.

Beitrag von nisivogel2604 15.02.11 - 08:40 Uhr

Das mit den Internetseiten hab ich versucht, aber da ist das scheinbar noch nicht so üblich #gruebel

Beitrag von oekomami 15.02.11 - 08:32 Uhr

Hallo,

ich finde es eher normal.

Der Kinderarzt der hier in der Nähe ist der Meinung das man Kinder ruhig mit etwas Gewalt erziehen kann und macht sich auch schon mal über Namen lustig. ER impft z. B. gegen Zecken obwohl wir nicht im Risikogebiet wohnen und kaum einer dort Urlaub macht und verschreibt auch ohne Probleme Schlafmittel für Babies.

Beim nächsten Arzt würde unser großer wahrscheinlichen nicht mehr leben oder nur mit großem Schaden, weil er sein Stoffwechselerkrankung als Modeerkrankung sieht. Wir mussten einmal zum Notdienst dort hin und er meinte zu wir sollten unserem Kind was laut Uniklinik aufgrund seiner Erkrankungnie länger als 8 Stunden ohne Kohlenhydrate in den nächsten 24 Stunden nur Wasser und Fencheltee geben.

Nun fahren wir halt 35 einfacher Weg zu unserem KIA. Und der Weg lohnt sich.

Beitrag von meandco 15.02.11 - 09:08 Uhr

#schock

was für ein kia ...

aber ich hab auch so meine erfahrungen :-( am studienort wurde mir von einer ärztin (!!!! zwar hatte ich mit der so meine schwierigkeiten aber naja ...) eine kia empfohlen. mein kleine krank - dauerhusten, eindeutige lungengeräusche bei jedem husten zu hören, so wie ich es von mir bei bronchitis kenne.
ich also hin, die kleine untersuchen lassen. sie: na, hören tut sie jetzt nix, aber wenn ich sage ich höre was soll sie sultanol nehmen. sie war 2 jahre alt und sehr klein (also größenmäßig ein jahr hinterher). schon in der praxis wurde ich nachdenklich, denn alle mütter hatten sulatnolrezepte im gepäck, manche erzählten anderen bekannten im wartezimmer, dass ihre kinder jetzt schon seit 6 jahren auf sultanol seien und sie hofften, dass sie jetzt dann endlich mal ne besserung erzielen können ... #schwitz#schwitz#schwitz ich also beipackzettel gelesen ... asthmamedikament ab 3 jahren etc. also hab ich es erst mal gelassen und es mit prospan versucht - siehe da, nach 3 tagen war es besser #freu

und jetzt bei meinem kia, er hört was in der lunge, aber auf keinen fall was zum schleimlösen nehmen, denn es gibt mittlerweile studien die belegen, dass kinder dann zuviel schleim produzieren und nicht mehr abhusten können. lieber mal nen hustensaft geben damit sie schlafen können und viel trinken und tee ...
jetzt ist mir auch einiges klar geworden zu dem szenario in besagter praxis ... #schock

lg
me

Beitrag von oekomami 15.02.11 - 08:35 Uhr

Und ich muss sagen ich finde es eher erschreckend wie vielen Eltern es egal ist wie es beim KIA läuft.

Mein Kind geht die nächsten 15 Jahre wahrscheinlich dort zum KIA.

Da gehe ich doch nicht irgendwo hin und beschwere mich dann hier bei urbia wie blöd er ist

Beitrag von meandco 15.02.11 - 08:36 Uhr

#pro

Beitrag von bine3002 15.02.11 - 08:46 Uhr

Ich bin auch ein Querulant, weil ich Ärzte immer hinterfrage. Und weil ich das tue, finde ich auch so schlecht einen (meiner Meinung nach) guten Arzt.

Beitrag von paula74 15.02.11 - 09:06 Uhr

Hallo
Wie wäre es mit informieren ohne dabei so ein Theater zu machen???
Ich habe mich auch gut informiert, bevor ich einen Kinderarzt ausgesucht habe und bin jetzt seid über 4 Jahren äusserst zufrieden. Aber ich habe mich doch nicht mit meiner Mutter darüber unterhalten??? Wieso sollte ich...? Und ich habe es auch nicht in urbia gepostet, weshalb dieser Arzt in Frage kam und jener nicht und überhaupt...
Daher finde ich Dein Verhalten schon recht übertrieben (nicht das Informationsbedürfnis, sondern das ganze drumherum).
Paula

Beitrag von nisivogel2604 15.02.11 - 09:33 Uhr

Meine Mutter hatte mich gefragt ob ich schon weiß zu welchem Kinderarzt ich gehen will. Sie hat ja auch noch 3 Kinder mit denen sie zum kinderarzt muss, also ist sowas durchaus Thema

lg

Beitrag von lulu2003 15.02.11 - 09:20 Uhr

Hallo,

deine Einstellung an sich, finde ich völlig ok. Wobei ich da nicht bei zig Kinderärzten angerufen hätte.

Wenn du deine feste Meinung zu all diesen Dingen hast, ziehe dein Ding durch. Wenn du NICHT impfen willst läßt du es. Wenn dein Arzt ein Antibotikum verschreiben will begründe, warum du es nicht möchtest usw.

Ich denke es wird sonst schwierig werden einen Kinderarzt zu finden der vollkommen deiner Meinung ist.

LG
Sandra

Beitrag von sunnylu 15.02.11 - 09:40 Uhr

Hallo,

ich finde dein Vorgehen völlig in Ordnung!

Vorher fragen spart allen Beteiligten Zeit und Nerven. Und es geht hier um Dich und Deine Kinder, nicht um Deine Mutter. Sie soll sich über ihre eigene Leistung definieren und nicht über das Wohlverhalten von Tochter und Enkeln!

Und gerade bei Ärzten kann man sich fast gar nicht genug informieren - so gross sind nach meiner Erfahrung die Unterschiede. Es kommt auch auf die persönliche Chemie an: ein Arzt, der mir von einigen Müttern aus der Krabbelgruppe empfohlen wurde, lag mir üüüüberhaupt nicht - da war ich einmal und nie wieder!

Also bevor ich jetzt Romane schreibe #bla Meine Meinung: mach dein Ding, die Resultate bestätigen dich und mach dich nicht von der Zustimmung deiner Mutter abhängig!

LG,
Susanne

Beitrag von mausmadam 15.02.11 - 09:58 Uhr

Ich finde, Du übertreibst maßlos. #schock

Denn die Chemie muss beim Arzt stimmen, und das findet man nur bei einem pers. Kontakt heraus.

Ausserdem sind auch Arzthelferinnen und Ärzte "lernfähig", wenn man vernünftig mit ihnen redet. ;-)

Du tust ja so, als seist Du den Ärzten hilflos ausgeliefert.....





Aber finde Du Deinen perfekten Arzt in 60 km Entfernung...... Mal sehen, wie viele Erkältungen und Mittelohrentzündungen Du das durchhälst :-p:-p

Beitrag von nisivogel2604 15.02.11 - 10:03 Uhr

Wegen Erkältungen gehe ich nicht zum Arzt. Und ein Arzt der eine völlig konträre Meinung hat, der bring tmich nicht weiter. Ich bin diese Dauerdiskussion leid.

Wir sind sehr sehr selten beim Arzt, eigentlich nur bei den Us oder großen Unfällen. Und da will ich einfach dann jemanden haben der passt

Beitrag von oekomami 15.02.11 - 10:16 Uhr

Hallo,

so ist es.

Und ich fahre auch sehr gerne wegen einer Erkältung dann mal 35 km.

Wenn ich sowieso schon im Auto bin, macht es mir nichts aus ob ich nun 10 km oder 50 km fahre

Beitrag von meandco 15.02.11 - 10:35 Uhr

#rofl

wenn ich wegen jeder erkältung zum arzt gehen würd mit ihr, hätten wir schon längst ein dauerabo *lol*

lg