Würdet ihr so schnell aufgeben? Stillen...

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. 

Beitrag von chayenne-blue 15.02.11 - 08:50 Uhr

Guten morgen.

Ben ist jetzt zwei Wochen alt, an den ersten beiden Tagen im KH habe ich gestillt, aber ich hatte immer das Gefühl dass er nicht satt geworden ist. Dann haben wir ab dem 3. Tag zugefüttert und seitdem pump ich auch ab. Jetzt hatte ihn immer abwechselnd angelegt, also einmal Brust, danach noch Flasche und dann die nächste Mahlzeit nur Flasche.

Da mich des aber alles ziemlich stresst und er eh ein schlechter Trinker ist, hat mir meine Hebi gestern ein Milchernährungsset mitgebracht. Habe ich gestern dreimal ausprobiert, er hat auch immer so 30 Minuten getrunken, aber nach ca. ner halben Stunden ist er dann wieder gekommen weil er Hunger hatte. Aus der Flasche von dem Milchernährungsset haben immer nur so 10 ml gefehlt... :-(

Jetzt mag ich irgendwie nimmer. Am liebsten würde ich abstillen und ihm nur noch die Flasche geben, mich macht des alles so fertig, einmal so, dann wieder so...

Was würdet ihr denn machen?

LG

Beitrag von dodo0405 15.02.11 - 08:58 Uhr

Woher hast du denn gemerkt dass er nicht satt wird?


In 99 Prozent ist das ein Irrglaube bzw. Verunsicherung der Mutter durch "Geschwätz" und Vorurteile von Außenstehenden...

Bei Säuglingen, und gerade bei Neugeborenen, kann es sogar normal sein, alle 30 Minuten bis 1 Stunde anlegen zu "müssen"...

Beitrag von chayenne-blue 15.02.11 - 09:00 Uhr

Weil er immer geschrien hat den ganzen Tag und seitdem er die Flasche bekommt, ist Ruhe... Und die Hebi meinte, dass er noch ned so die Kraft hat um allein an der Brust zu trinken, er wog nur 2580g bei der Geburt.

Beitrag von lauramarei 15.02.11 - 09:02 Uhr

Meine Tochter wog nicht viel mehr ..... du musst Geduld haben!!!!Leg ihn an wenn er meckert oder weint....

Beitrag von dodo0405 15.02.11 - 09:04 Uhr

Naja, klar hat er nicht so die Kraft, allein an der Brust zu trinken. Dafür hat man doch normalerweise Hebammen #kratz dass die Mutter und Kind zueinander führen.

Meine Tochter wog 2225 Gramm bei ihrer Geburt und klar war sie zu schwach um anfangs an der Brust zu trinken, deshalb habe ich abgepumpt und per Fläschchen gefüttert und nach 7 Tagen haben wir es dann mit Stillen probiert und umgestellt.

Natürlich müssen sich die Kleinen an der Brust besser anstrengen, Stillen ist auch für das Kind nicht leicht.

Ich würde nicht so schnell aufgeben, aber wenn du lieber die Flasche geben möchtest dann tu das.

Beitrag von viofemme 15.02.11 - 11:11 Uhr

Mein Sohn war etwas zu früh dran und wog bei der Geburt nur wenig mehr als deiner. Und er hatte eine Saugschwäche. Die ersten Wochen habe ich fast nur stillend verbracht. Für eine Mahlzeit hat er gute 50 Minuten gebraucht. Dabei musste ich ihn ab und zu kitzeln und wach wickeln, weil das Stillen einfach auch so anstrengend für ihn war. War dann endlich eine Mahlzeit geschafft, so hat es vielleicht 30 Minuten, vielleicht sogar eine Stunde gedauert, bis er wieder hungrig war. Meistens konnte ich nur essen, während ich gleichzeitig gestillt habe. Klar war das manchmal auch nervig. Wieviel er pro Mahlzeit getrunken hat, kann ich gar nicht sagen. Meine Hebamme fand das allesdurchaus normal und hat mir nie zum Zufüttern geraten. Der Magen ist in diesem Alter doch noch winzig, sodass es normal ist, dass die Aufnahmekapazität sehr begrenzt ist und der Inhalt schnell verdaut ist.

Ich würde an deiner Stelle das Zufüttern lassen und mich ganz auf dein Wochenbett konzentrieren und das heißt mitunter auch Dauerstillen. In einigen Wochen wird es schon besser!

Beitrag von lauramarei 15.02.11 - 08:59 Uhr

DU musst dich entscheiden was du willst!!! Stillen??? Dann still dein Kind!!!Und zwar ausschließlich NUR stillen!!!!Ohne Flasche nebenbei. Dein Ben ist 2 Wochen alt .... leg dich mit ihm ins Bett ...lass den Haushalt Haushalt sein .... und lass ihn trinken wann er möchte. Leg dir ein gutes Buch daneben, lies wenn er schläft und entspann dich :-) Viel trinken, viel Ruhe.
Es wird werden wenn du es möchtest und dich nicht verunsichern lässt!Der kleine Mann hat noch nicht die Kraft ewig lange an der Brust zu trinken,...es ist anstrengend. Er trinkt das was er gerade braucht,macht ein Päuschen und trinkt nach kurzer Zeit wieder. Außerdem kurbelt er die Milchproduktion an.Wenn du ihm nebenbei die Flasche gibst, wird die Milch automatisch weniger.

Andere alternative; du stillst ab und gibst die Flasche. Punkt.

Viel Erfolg :-)

Beitrag von karin3 15.02.11 - 12:39 Uhr

"Wenn du ihm nebenbei die Flasche gibst, wird die Milch automatisch weniger.

Andere alternative; du stillst ab und gibst die Flasche. Punkt. "


Quatsch! Manchmal braucht ein Kind die Flasche um überhaupt gestillt werden zu können. Informiere dich bitte über Zwiemilch.


Gruß Karin

Beitrag von katrin.24 15.02.11 - 09:02 Uhr

Hallo!

Also wenn es dich zu sehr stresst würde ich an deiner Stelle aufhören.
Dein kleiner merkt das auch.
Kann dir nur von mir berichten.
Mein kleiner ist 4 Wochen alt.
Hab die ersten 2,5 Wochen gestillt und mich dabei nicht wohl gefühlt.
hatte wunde BW und der kleine wollte auch ständig an die Brust, ist ja auch normal.
In der Nacht hab ich dauergestillt.
Im KH war das ja auch kein Problem aber ich hab noch eine Tochter mit fast 11 Monaten und neben ihr war das stundenlange stillen einfach unmöglich.
Gbe Jonas jetzt auch die Flasche und seit dem gehts mit auch viel besser.

Ich wünsch dir, egal was du machst alles gute!!

Lg, Katrin

Beitrag von nsd 15.02.11 - 09:10 Uhr

HI!
Der Milcheinschuss kommt doch erst zw. 2.-5. Tag die kleinen am Anfang abnehmen. Mir wollte die eine Krankenschwester/Hebi auch immer einreden, dass ich zufüttern soll. Habe mich dagegen entschieden und nach 5 Tagen hatte sie ihr Geburtsgewicht wieder erreicht.

Lass dir Zeit beim Stillen, und entscheide dich für etwas. Ich persönlich würde mich fürs Stillen entscheiden. Lass deinen Ben doch Zeit zum Trinken. Die Kleinen müssen es auch erstmal lernen und sei froh dass du keine Probleme mit deinen BW hast.

Das häufige Anlegen fördert die Milchproduktion. Solange er nicht abnimmt oder nicht zunimmt, ist es doch in Ordnung.

Beitrag von lilly7686 15.02.11 - 09:12 Uhr

Hallo!

Ich an deiner Stelle würde mich um eine gute Stillberaterin kümmern.
http://www.afs-stillen.de
http://www.lalecheliga.de
Beide Vereine arbeiten ehrenamtlich, du zahlst also nichts für deren Hilfe.

Wenn dein Kleiner beim Brusternährungsset auch zu wenig bekommen hat, dann hattest du den falschen Schlauch und/oder die Flasche zu niedrig gehängt.

Bitte kümmere dich um eine Stillberaterin, die sich damit auskennt und die dich optimal unterstützen kann. Das kann deine Hebamme offenbar nicht.

Das ist meine Meinung und so würde ich es machen.

Ob du nun abstillst oder es weiter versuchst, musst du selbst entscheiden. Du musst dich mit deiner Entscheidung wohl fühlen.
Aber überleg es dir gut. Ich habe mittlerweile schon oft (hier im Forum oder "in der Realität") Mütter erlebt, die viel zu früh abgestillt haben, und es dann sehr bereut haben. Viele dachten sogar über Relaktation nach.

Wenn du abstillen möchtest, dann tu das. Wenn du stillen möchtest, dann wende dich an eine Stillberaterin vor Ort. Denn übers Internet kann man dir kaum helfen. Es ist schwer, Tipps zu geben, wenn man Mama und Kind nicht "live" sieht.

Alles Liebe!

Beitrag von grundlosdiver 15.02.11 - 09:16 Uhr

Das ist Deine persönliche Entscheidung! #liebdrueck

Wenn Du magst, berichte ich von uns:
Nach 4 Einleitungen kam unsere Maus an ET+20 per KS. Ich wollte sie immer anlegen, aber jeder im KH hat mir was anderes erzählt, keiner hat mir geholfen. So hab ich sie erst Samstag angelegt, obwohl Donnerstag der KS war. #heul Die Milch ist dann ein paar Tage später eingeschossen. Aber weil unsere Maus natürlich schon mehr brauchte, kam sie entsprechend öfter...
Inzwischen hatte ich vom Anlegen (hab es mir dann halt selbst ausprobiert) wunde und blutige Brustwarzen. Die Nachtschwester hat ohne zu fragen, 2x 70 ml Pre zugefüttert. #klatsch Besser wurde es, als ich zu Hause war und mir keiner mehr reingepfuscht hat! Ich hatte hier gepostet und tolle Tipps bekommen! Die Milchmenge passt sich dem Bedarf an, dazu muss man immer wieder anlegen, auch wenn es alle 30 Minuten ist!!!
Ich hab Abende und Nächte stundenlang dauerstillend verbracht (Das nennt man Clusterfeeding). Dann hat sie mal 10 Tage nur 60 g zugenommen, danach 10 Tage später 330g #schock Sie ist nun 3 Monate und wir sind nun ganz gut eingespielt. Ich stand oft vorm Aufhören, aber ich wollte mich durchbeißen!!! Nicht, weil ich gern stille, sondern weil es die beste, günstigste und praktischste Variante ist! Naja, unsere Maus macht es mir insofern leicht, da sie ein Schnuller- und Saugerverweigerer ist ;-)

Deine Maus ist noch so klein!!! Ich würde an Deiner Stelle nicht aufgeben, die Zufütterei sein lassen und anlegen, anlegen, anlegen!

Beitrag von berry26 15.02.11 - 09:21 Uhr

Hi,

die Entscheidung musst du treffen. Ich kann dir nur sagen, das dein Kleiner auf jeden Fall genug Milch bekommt wenn du so weitermachst. Stillen und anfangs vielleicht auch noch mit dem Brusternährungsset zufüttern. Wenn dein Kleiner so klein und schwach war am Anfang dann ist es völlig normal das er jetzt quasi ständig trinken will/muss. Er kann noch nicht so lange am Stück stillen weil es einfach anstrengend ist und er schwach aber das wird sich schnell legen. Da musst du dann ein bissl die Zähne zusammenbeissen. Mit nur einem Kind kannst du dich ja auch voll und ganz darauf konzentrieren.;-)

Wenn dir das alles zu anstrengend ist und dir Flaschenmilch gut genug ist, kannst du natürlich auch jederzeit abstillen. Dazu hast du jedes Recht und bist deshalb auch keine schlechtere Mutter.

Was ich machen würde??

Ich würde stillen, denn bei meinem Sohn (auch Frühchen mit 2700g) habe ich leider zu schnell aufgegeben, da ich schlechte Ratgeber hatte. Ich bereue es sehr und umso mehr weil ich jetzt bei meiner Tochter sehe wie praktisch und schön es ist und wie es meine Tochter zum positiven beeinflusst hat.

Das ganze liegt aber wie gesagt allein bei dir.

LG

Judith

Beitrag von laboe 15.02.11 - 11:25 Uhr

Wenn DU abstillen möchtest, dann mach es.

Mir ging es damals ähnlich wie dir jetzt. ICH kannd ich sehr sehr gut verstehen.
Habe mir damals nach langem hin- und her den Ruck gegeben und von da an nur die Flasche gegeben. Und von da an ging es mir und meinem Kind bedeutend besser. Und heute ist es fast 6 und kerngesund. Bei meinem 2. Kind habe ich von Anfang an nicht gestillt und es nie bereut.

LG
Laboe

Beitrag von thalia72 15.02.11 - 12:01 Uhr

Hi,
das ganze Gedöns sein lassen und stillen. Das auch im 30 Minuten-Takt. Die ersten vier Wochen im Wochenbett sind halt chaotisch und man kann durchaus mit Dauerstillen beschäftigt sein.
Manche Kinder haben schon einen Rhythmus eingebaut (unser Kleiner) und manche überhaupt nicht (unser Großer).
Hebammen sind bei Stillproblemen nicht immer die besten Beraterinnen.
Hat er denn abgenommen?

vlg tina + justus 17.06.07 + joris 27.10.10

PS: Herzlichen Glückwunsch zum Nachwuchs!

Beitrag von karin3 15.02.11 - 12:23 Uhr

Hallo,

versuch es mit Zwiemilch.
Lass den Quatsch mit erst stillen und dann Flasche hinterher.

Bei der Zwiemilch erstzt man einzlene Mahlzeiten durch die Flasche und bei den anderen Mahlzeiten stillt man. Mit etwas Entspanng auf Seiten der Mama gibt es auch keine Saugverwirrung.
Ich habe die Sauger benutzt mit teeventil solange ich gestillt habe.
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Wenn du beides machst solltest du Pre füttern.


Flasche gab es bei uns nach wenigen Wochen und abgestillt habe ich erst mit 8-9 Monaten.

Gruß Karin

Beitrag von neroli83 15.02.11 - 13:54 Uhr

Hallo!

Vielleicht wäre es aber erst mal wichtig herauszufinden, ob bei ihr die Zwiemilchernährung überhaupt notwendig ist. Dies ist nur bei ganz wenigen Frauen und z.B. bei Müttern von Adoptivkindern die die Milchbildung künstlich induziert haben der Fall.

Ich würde auf jeden Fall eine Stillberaterin (AFS oder LLL) zu Rate ziehen, auf den Homepages kannst du nach Beraterinnen in deiner Nähe suchen.
Die kann sich anschauen, ob die Anlegetechnik richtig ist und kann dabei helfen die Milchproduktion den Bedürfnissen des Babies anzupassen.
Wenn das nicht möglich ist, dann kann man immernoch an Zwiemilch denken.

Ich hab eine Maus mit 2650 g bekommen, die ihre ersen Tage auf der Neo-Intensiv verbracht hat. ich selbst war wegen postperidualen Kopfschmerzen zwei Wochen lang betlägerig.
In der ersten Woche wurde auch viel zugefüttert (Premergil) und ich hab abgepumpt, davon wurde einiges verworfen, weil Blut drin, manches hat sie bekommen wurd aber meist noch nachgefüttert..... Das meiste geschah ohne mein Wissen, da ich nur mit Hilfe im Liegerollstuhl zu ihr auf die Station konnte.

Aber seit wir zuhause sind stillen wir voll, ohne Pumpe, ohne Brusternährungsset o.ä.
Wir haben einfach angelegt, angelegt angelegt.....
Jetzt ist sie sechs Wochen alt und hat über vier Kilo.

Ich wünsch euch alles Gute!

Neroli mit Finchen *31.12.10 #verliebt