IQ-Test

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Forum: Kids & Schule

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Beitrag von chantal93 15.02.11 - 09:02 Uhr

Guten Morgen allen.

Ich frage jetzt nicht in meinem Namen sondern für meine Freundin.

Ihre Tochter ist jetzt fast 7 Jahre alt und ihre Tochter soll laut Lehrerin zum IQ-Test denn sie hat die Vermutung das sie hochbegabt ist.

Hat jemand damit schon Erfahrungen gemacht und was würde das ändern wenn es so wäre?

Sind solche Aufgaben denn auch altersgerecht?

Hoffe jemand kann uns helfen und seine Erfahrungen mitteilen.

Danke schonmal#winke

Beitrag von delfinchen 15.02.11 - 09:29 Uhr

Hallo,

es gibt verschiedene Tests, ich nehme mal es, es wird der HAWIK gemacht werden, den kenne ich aber nicht aus der Praxis.
Es gibt auch welche, die sprachgebunden sind und andere, die die "angeborene" Intelligenz testen und das, was daraus "gemacht" wurde.

Natürlich sind sie altersgemäß.

Aussagekräftig ist ein Test in dem Alter nach dem, was ich gelesen habe, aber noch nicht. Das zeigt sich erst so mit 10 - wie gesagt, nach dem, was ich gelesen habe, ich kann auch falsch liegen.

Hochbegabung in dem Alter halte ich für schwer zu diagostizieren, weil der Entwicklungsunterschied in dem Alter noch immens ist.
Manche können in dem Alter fließend lesen und gut schreiben, anderen fällt das Erlesen und das schreiben von lautgetreuen Wörtern noch schwer.
Die einen interessieren sich schon für "große" Themengebiete, andere sind noch sehr verspielt .... .
Die einen können schon bis 100 oder weiter rechnen, anderen bereitet der Zahlenraum bis 10 Probleme.
Und all diese Fälle sind nicht "unnormal", weder sind die einen deshalb Hochbegabt noch die anderen Minderbegabt.

Vielleicht ist die Kleine in gewissen Bereichen einfach etwas weiter, als die Norm (mir fällt gerade der Fachbegriff nicht ein ... das Gegenteil wäre retardierend).
Ob ich in dem Alter schon auch Hochbegabung im Speziellen testen lassen würde, weiß ich nicht....
Aber es gibt doch Us, bei denen so oder so ein IQ-Test durchgeführt wird (zumindest früher)? Das hielte ich für angemessener als ein Kind zu einem (Schul)Psychologen zu schicken mit der Vorgabe "Teste mal, ob Hochbegabung vorliegt" .... denn auch wenn es nicht sein sollte: Manchmal beeinflussen Erwartungen das Testergebnis.

LG,
delfinchen

Beitrag von marathoni 15.02.11 - 13:02 Uhr

Ich empfehle dir die Seite: www.klugekinder.at
Dort das Forum aufsuchen, da hast du bessere Ansprechpartner als hier im Forum. Hier tummeln sich sooooo viele Neider, leider !!

Beitrag von lena10 15.02.11 - 16:49 Uhr

Hallo!

Ich muss meiner Vorschreiberin oben da mal widersprechen.

Normalerweise (und wenn nichts Spezielles getestet werden soll) wird bei Kindern in diesem Alter ein HAWIK gemacht, um den IQ festzustellen.

Und ja, ein solcher Test ist durchaus schon aussagekräftig und nicht von dem momentanen Entwicklungsstand abhängig. Es kann sein, dass der IQ-Wert zu niedrig ausfällt, wenn das Kind keine Lust hat und nicht mitmacht, aber falls eine Hochbegabung diagnostiziert werden sollte, kann man davon ausgehen, dass eine vorliegt. Natürlich sind die Aufgaben kindgerecht, denn der Test ist für Kinder konzipiert.

Was es ändert, liegt an den Eltern. Zuerst einmal hat man (wahrscheinlich) Klarheit, ob tatsächlich eine Hochbegabung vorliegt oder ob das Kind einfach ziemlich clever ist. Was man daraus macht, muss man selbst entscheiden. Von selbst ändert sich nichts.

Ich wüsste in Deutschland von keiner U-Untersuchung, wo automatisch ein IQ-Test gemacht wird! Diese Tests führen Sonderschulpädagogen, Schulpsychologen, Kinderpsychologen, das SPZ oder die Schulberatungsstellen durch.

Ich würde mich zuerst einmal an die Schulberatungsstelle wenden oder den Kinderarzt nach einer Überweisung zum SPZ fragen.
Bei einem Kinderpsychologen muss man den Test meines Wissens nach selbst bezahlen - und das ist nicht billig!

Gruß, Lena

Beitrag von delfinchen 15.02.11 - 20:15 Uhr

"Die Informationen über Hochbegabung im Kleinkindalter sind leider sehr dürftig. Es wird zwar immer wieder darauf hingewiesen, wie wichtig für ein begabtes Kind möglichst frühe Förderung sei, doch über Möglichkeiten von sinnvoller Förderung und genauere Anleitungen ist nicht viel zu finden.

Es bginnt schon mit der Problematik des Testens: Intelligenztests lassen sich im allgemeinen erst im Alter von zehn Jahren, allerfrühestens mit 6 Jahren durchführen. Bei einem Intelligenztest wird die Fähigkeit zu logischem Denken und zur Erarbeitung kreativer Lösungsansätze überprüft; jüngere Kinder geben im Großen und Ganzen nur das wieder, was ihnen die Eltern beigebracht haben.

Sämtliche Tests, die zu einem früheren Zeitpunkt durchgeführt werden, geben nur Auskunft über den Entwicklungsstatus des Kindes, also ob es auf bestimmten Gebieten eine altersgemäße Entwicklung zeigt, ob es seinen Altersgenossen voraus oder ihnen gegenüber zurück ist. Dies sagt jedoch nichts über die Intelligenz eines Kindes aus, da die Entwicklungsgeschwindigkeit eben sehr unterschiedlich ist. Auch sind diese Tests eher dafür entworfen, mögliche Defizite in der geistigen oder körperlichen Entwicklung (die bei Babys ja Hand in Hand geht) aufzuzeigen, als sich mit Intelligenz bei kleinen Kindern auseinanderzusetzen.

Ab dem 3. Lebensjahr werden schon standartisierte Begabungstests durchgeführt, doch das Ergebnis dieser Tests ist natürlich von der Kooperationsbereitschaft des Kindes abhängig. Bei Vorschulkindern ist es häufig so, daß sie Aufgaben, die sie zu Hause problemlos bewältigen, in fremder Umgebung und in Gegenwart fremder Menschen verweigern. Auch die "gemeinsame Sprache" mit dem Kind hat großen Einfluß auf das Ergebnis: Ein Kind, das von zu Hause das Wort "Paradeiser" kennt, wird den Ausdruck "Tomate" nicht zuordnen können, eines, dessen Eltern Kaffeetrinker sind, wird nicht wissen, wie man Tee kocht.

Aus diesen Gründen ist es nur einer sehr erfahrenen psychologischen Kraft möglich, eine Einschätzung - die nicht immer mit dem Testergebnis übereinstimmt - zu treffen."


Daher halte ich von IQ-Tests nicht allzuviel und würde einen Entwicklungstest, der das gesamte Kind umfasst, vorziehen.

LG,
delfinchen

ps: bei mir und meinen geschwistern wurde damals ohne wunsch meiner mutter ein iq-test durchgeführt, bei irgendeiner der späteren us.

Beitrag von juki 15.02.11 - 19:34 Uhr

Huhu...

bei Kim wurde ein Test gemacht...wie die Aufgaben waren weiß ich nicht, da ich nicht im selben Raum war...der Test wurde an mehreren Tagen durchgeführt!!Der Test wurde bei uns allerdings nicht gemacht, damit wir die Bestätigung hatten sondern im Rahmen einer Therapie durchgeführt!

Für mich hat das Ganze nichts geändert...
sie ist sehr klug, dass wusste ich auch so...
die Schule weiß bei uns noch nicht mal, dass sie Hb ist...
ich fördere und fordere sie immernoch nach ihren Bedürfnissen genauso wie vor dem Test...

LG

Beitrag von chantal93 16.02.11 - 11:00 Uhr

Ich danke euch für die vielen Antworten und werde mal mit meiner Freundin in das genannte Forum mal reinschnuppern.

Danke Danke