Umfrage: Geschwister- Wer hats am besten getroffen?

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von frauke131 15.02.11 - 09:33 Uhr

Hallo an alle mit Geschwistern!

Ich frage mich oft, wieviel Einfluss es auf unser Leben hat, an welcher "Stelle" wir geboren werden: 1. Kind, Sandwich-Kind oder Nesthäkchen?!?

Ich bin das 1. Kind meiner Eltern und habe eine jüngere Schwester. Ich fand es immer super so! Nachteile, die ältere zu sein, gab es irgendwie nicht. Von mir gibt es mehr Fotos als von meiner Schwester und auch als Mutter muss ich sagen, dass das erste Kind schon mehr betüddelt wurde. Allerdings war ich oft Vorreiter für die Freiheiten meiner Schwester, sie hatte da weniger Kämpfe als ich. Und noch heute kümmere ich mich mehr um sie, als umgekehrt, obwohl sie mittlerweile Ärztin und Mutter dreier Kinder ist! Mein Mann ist ,wie meine Schwester, Zweitgeborener und kann nicht verstehen, warum das so ist. Dabei hat er selbst eine große Schwester, die vieles für ihn mitmacht.

Meine Schwägerin fand es nachteilig das 1. Kind zu sein und wünschte sich früher sogar, Einzelkind zu sein. Sie musste viel mehr im Haushalt helfen. Aber vielleicht liegt das an der Konstellation Mädchen-Junge? Bei uns waren die Pflichten klar geteilt, vieles erledigten wir zusammen.

Sicher spielt der Altersunterschied eine Rolle. Kinder mit geringerem Altersunterschied sind sicher gleichberechtigter, als Geschwister, die 6 und mehr Jahre auseinander sind!
Meine Kinder (Unterschied 1 Jahr und 3 Wochen) haben nicht dieses typische große-Schwester-kleiner-Bruder-Verhältnis. Sie kümmern sich eher umeinander.

Wie seht ihr das? Hattet ihr Nachteile durch Eure Stellung in der Familie oder auch Vorteile!

Ich war und bin gerne "große" Schwester!

Gruß

frauke131

Beitrag von wirsindvier 15.02.11 - 09:52 Uhr

Guten Morgen,

wir sind 2, meine Schwester ist um 5 Jahre älter als ich.
Unterschiede wurden von meinen Eltern nicht gemacht.
Da wir aber auch 2 total unterschiedliche Persönlichkeiten sind, kann man es auch schwer vergleichen.

Sie war eher die "ruhige" - hat kaum was unternommen, war immer gut in der Schule, kaum Probleme gemacht in ihrer Jugend, sehr lange single, ist in ihrem Beruf später aufgegangen, spät geheiratet etc.

Ich war eher die "wilde" ;-)
War als Kind nur unterwegs ( mit Schulfreunden den Spielplatz unsicher gemacht ) man hat mich kaum zu Hause finden können, Schule war ok - aber eher ein muß als alles andere ;-), als Jugendliche war ich immer mitten drin als nur dabei, früh einen Freund gehabt, eine lange Beziehung von 8 Jahre in meiner Jugend, beruflich war ich viel im Ausland unterwegs ( schon mit 16J. ), ziemlich schnell geheiratet ( davor waren wir nur kurz zusammen ) und auch schnell Kids bekommen.

Klar hatte meine Schwester mehr freiheiten als ich zu dem Zeitpunkt ( wie gesagt 5 Jahre unterschied ) und ich wurde ihr auch manchmal "aufgezwungen" wenns ins Freibad ging etc - aber so richtige Unterschiede gab es bei uns nicht.
Mir war / ist es egal, ob erst oder zweit Geborene.
Also Nachteile gab und gibt es nicht, meine Eltern bevorzugen keins Ihrer Töchter.

Bei meinen Kids ist es auch nicht anders, da Zwillinge, 3 J.
Da werden keine Unterschiede gemacht. Natürlich haben beide einen anderen Charakter / Persönlichkeit und auf das wird eingegangen. Der eine ist eher selbstständig will alles alleine machen. Der andere ist der kleine Rebell. Aber beide sind sturköpfe ;-)
Aber es wird nie so sein, daß der eine was darf und der andere nicht.

Das einzige was bei 2t geborenen ist, sie werden nicht mehr so "eingeengt" finde ich.
Da die Eltern schon "Erfahrung" in manchen Situationen haben, wissen Sie wie man mit mancher Situation umgehen kann.

lg #winke

Beitrag von salome25 15.02.11 - 10:33 Uhr

Ich bin die zuletzt Geborene in der Familie. Ich bin 29 und meine beiden Geschwister sind 45 und 43 Jahre alt. Meine Schwester und mein Schwager haben viel mit mir unternommen. Ich fand das immer klasse. Unsere Tochter hat einen Halbbruder, der 12 Jahre alt ist. Ich wollte immer drei Kinder haben. Da fehlt also noch eins. Ohne Geschwister wäre das Leben echt langweilig. Andererseits weiß ein Einzelkind ja nicht, wie es ist, Geschwister zu haben und es würde nichts vermissen. #blume

Beitrag von sillysilly 15.02.11 - 10:57 Uhr

Hallo

ich liebe diese Diskussion - mein Thema das arme Sandwichkind ...... #zitter #schock


Ich sage und bin fest der Meinung
es hängt von der Familie ab

z.b. ist unser Sandwichkind glücklich in seiner Rolle - total fröhlich, charmant, sehr zufrieden, und hat immer tolle Ideen
sie orientiert sich meist nach oben, nach der großen Schwester .... und wenn sie Lust hat nach unten. Liebt auch die Rolle selbst die große Schwester zu sein .....

dann hieß es immer jeder hofft unser drittes Kind wird ein Junge - ein Stammhalter .#rofl
sobald er dann da war, hörten wir nur noch Sprüche: ..... der Arme, der wird es ja schwer haben mit zwei großen Schwestern #schock
Schmarrn, die lieben ihn total und spielen viel mit ihm



Ich habe so viele Familien kennengelernt mit so vielen Konstellationen und es hängt immer von der Familie ab
Mache erwarten viel vom Erstgeborenen, müssen zurück stecken, teilen, Verständnis haben ect.
dann die armen Sandwichkinder
und bei manchen Familien geht es den letzten Kindern auch nicht immer so gut - entweder weniger Nerven ..... oder verwöhnter Nachzügler - was ja auch kein Vorteil ist

Dann macht oft das Geschlecht was aus

und welchen "Draht" man zu seinem Kind hat


Grüße Silly

Beitrag von titarosali 15.02.11 - 21:45 Uhr

Danke! Hätte ich aus meiner Erfahrung heraus nicht besser (be-)schreiben können!

Unsere wilde Bande: die Große (7) ist ein zartes, fantasievolles Kind; die mittlere (5) ein fröhliches "plautz-Welt-hier-bin-ich"-Kind und der Sohnemann (2) charmant und von allen vergöttert.

Ich denke auch, es ist abhängig vom Familientemprament und den Bindungen, den gleichberechtigten Forderungen und Pflichten, dem Freundeskreis,...

Unser "Sandwichkind" ist keines.

LG, Ines.

Beitrag von bensu1 15.02.11 - 11:13 Uhr

hallo,

ich bin als zweites kind geboren, habe einen älteren bruder und eine jüngere schwester.

ich fühlte mich wie "das klassische sandwich-kind" und würde meine kindheit als nicht schön beschreiben.

mein bruder ist der stammhalter, der einzige sohn, meine schwester war das süße nesthäkchen, dem niemand böse sein konnte.... und ich mittendrin.

es gibt familien, in denen keiner durchrutscht. meine zählt nicht dazu.

lg
karin



Beitrag von berry26 15.02.11 - 11:22 Uhr

Hi,

ich habe einen 2,5 Jahre jüngeren Halbbruder und bin seit seiner Geburt eigentlich immer nur die unbedeutende große Schwester gewesen. Ich musste mir alles erkämpfen und alles selbst erarbeiten, während mein Bruder als süßes Nesthäkchen vom richtigen Papa verwöhnt worden ist.

Im Nachhinein bin ich eigentlich froh darüber, da ich es im Gegensatz zu meinem Bruder zu etwas gebracht habe aber als Kind war es schon hart den Unterschied so mitzubekommen.
Mein Bruder ist nach wie vor noch ein Mamasöhnchen das bei ihr wohnt und sich um sie kümmern muss... :-p

LG

Judith

Beitrag von grizu99 15.02.11 - 12:09 Uhr

Ich bin ein Sandwichkind.

Meine große Schwester ist 2 Jahre älter und meine kleine Schwester 2 Jahre jünger als ich.

Mir gings immer gut mit dieser Position ;-)

Ich habe 2 Jungs (5 und 8 Jahre alt) und beide werden gleich behandelt.

Gut der Große darf natürlich schon mehr, aber sonst stehen die beiden sich in nichts nach. :-D

Beitrag von una75 15.02.11 - 13:10 Uhr

Hallo Zusammen

Ich bin die Älteste von drei Kinder, meine Schwester ist zwei Jahre und mein Bruder drei Jahre jünger als ich. Ich musste zwar viel um Sachen kämpfen, wie Ausgang, Fehrnseh schauen und so aber ich war und bin gerne die Älteste.

Da meine Geschwister nur ein Jahr auseinander sind, haben sie mehr miteinander gespiel als mit mir. Das fand ich nicht immer toll.
Meine Schwester ist so das richtige Sandwich Kind, immer schön still und oder dan am jammern aber mal was sagen was einem nicht past, kann sie heute noch nicht.
Mein Bruder bekam alles und musste nicht mal gross darum bitten. Er sieht das natürlich gar nicht so:-p

Heute haben wir ein super verhältnis alle zusammen. Und auch unsere Kinder sind schon eine richtig verschworene Bande.
Ich habe drei Jungs (5 J., 2.5j. und 4.5 M.) und ich probiere jeden gleich zu behandeln, gebe aber zu das dies nicht immer einfach ist.
Meine Schwester ist am Samstag zum ersten Mal Mama geworden von einem Mädchen und sie ist super stoltz!
Mein Bruder hat zwei Mädchen ( 2.5J. und 8M.).

Mein Mann ist der Jüngste von drei Kinder und schon etwas verwöhnt:-p aber wir ergänzen uns daher glaub ich sehr gut.
Was mir am Anfang mühe machte ist, dass ich in seiner Familie die Jüngste bin. Ich hatte das gefühl nicht ernst genommen zu werden aber mit der Geburt von den Kinder ist das besser worden.

Gruss, una

Beitrag von nina_1981 15.02.11 - 13:34 Uhr

Hallo,
gute Frage...
Ich bin zwei Jahre jünger als mein Bruder, anfangs war das nicht so schön, weil ich immer das Gefühl hatte, er durfte viel mehr als ich und es wurde mehr von ihm gehalten. So war er immer der bessere Schüler und ich musste mir meine Stellung oft erkämpfen. Aber in unserer Teenagerzeit war ich ihm oft dankbar: er hat sich für mich und meine Rechte stark gemacht, hat mich überall mit hin genommen und ich war ein voll akzeptiertes Mitglied in unserer Clique und eben nicht nur "die kleine Schweser von ...".
Ich habe dafür mein Leben, denke ich, besser im Griff als er. Ich habe nach dem Abi eine Ausbildung gemacht, habe dann relativ schnell Kinder bekommen und geheiratet. Mein Bruder studiert noch immer... mittlerweile macht er seinen Master und ist noch immer zu 100% von unseren Eltern abhängig.
Aber so langsam wird er. Wir haben einfach unterschiedlich Lebenswege eingeschlagen und ich denke, uns beiden geht es gut, genau so wie es ist.

Ich habe auch zwei Kinder, die Große ist 7, der Kleine 4. Als Mutter denke ich, Leonie hat oft mehr Aufmerksamkeit: sie ist in den Genuss des Babyschwimmens, Babyturnens usw. gekommen, hat einige Hobbys und oft muss Ben einfach "mit". Aber ich denke, sie empfindet das nicht so, sie sagt auch oft: "immer hörst du nur auf Ben, immer machst du das, was Ben will".
Aber das sind so kleine Anfälle, die schnell wieder vorbeigehen ;-)

Ich bin wirklich sehr gespannt, wie sich das weiterentwickelt und ich denke, je größer Ben wird, desto mehr wird sich die Menge meiner Taxifahrten auf beide Kinder aufteilen :-p

LG
Nina

Beitrag von gemeinhardt 15.02.11 - 18:39 Uhr

Ich bin ein Sandwichkind.
Ich bin die Nummer 3 von vieren.

Und ICH hatte es gut.
Die Erstgeborene wurde viel zu streng erzogen,
und das Nesthäkchen ging in dem Trubel stimmtechnisch unter. Sie musste sich immer "durchbrüllen"...

:-)

Ich war gerne dazwischen und hätte mti keiner meiner Schwestern getauscht.


Lg, Cora

Beitrag von flamingoduck 15.02.11 - 19:16 Uhr

Hey,

mein Bruder kam knapp 3 Jahre nach mir.

Meistens wurden wir schon gleich behandelt, aber mein Bruder war manchmal doch ein wenig im Vorzug.

Oft musste ich halt doch ein wenig "Vorbild" sein ("Du bist 3 Jahre älter!" - "Gib doch mal nach!" - "Sei vernünftig!", etc).
Als Kind kam es mir manchmal schon vor, als ob meine Mutter mehr mit ihm schmust als mit mir.
Und sie haben ihm auch einiges mehr durchgehen lassen.

Und um einige Dinge musste ich erst ein wenig kämpfen, als ich sie wollte.
Mein Bruder musste häufig nur einmal fragen (klar, da ich schon die Fronten erkämpft habe ;-)), z.B. als es ums Weggehen ging, um Markenjeans, etc.

Meine Eltern waren bei mir auch immer etwas strenger in ihren Ansichten (Freund / Beruf / Schule / Studium) als bei ihm.
Als ich meinen ersten Freund hatte, war es eine Katastrophe - mein Bruder hate nie Stress wenn er ein Mädel anbrachte.

Dafür war mein Bruder aber auch kein solcher Kämpfer wie ich.
Er jammerte und säuselte immer gerne rum, wenn ihm was nicht passte und beklagte sich gerne, anstatt sich mal auf die Hinterfüße zu stellen und was aus der jeweiligen Sache zu machen.

Auch jetzt noch braucht er oft einen Schubs von meinen Eltern, beruflich etc.

Und ab und zu habe ich auch gehörig Dresche einstecken dürfen, wenn er Mist gebaut hat (z.B Zahnpasta-Schweinerei im Bad gemacht hat, als Kleinkind Schallplatten beschädigt hat, oder als er mal als 9-jähriger im Supermarkt heimlich ein Ü-Ei eingesteckt hat und der Marktleiter meine Mutter deswegen am Ausgang abgepasst hat.....) - es hieß dann manchmal "Du musst auf ihn aufpassen, er ist noch klein!" (9 Jahre - haha)


Aber naja - war halt so.

Ist nicht schlimm - aber ich möchte (sollten wir mehrere Kinder kriegen) immer darauf achten, dass ich, wenn ein Kind Mist baut, nicht das andere mitbestrafe. Das fand ich nie so ganz fair.

Hoffe, es gelingt mir. ;-)






Beitrag von miriamj1981 16.02.11 - 14:23 Uhr

Hallo!

Ich glaube es kommt auch noch auf den Altersunterschied an. Ich bin das 3. und letzte Kind-meine Geschwister sind 7 und 8 Jahre älter...ich habe zwar alles in den PoPo geschoben bekommen, aber mir hat immer der gleichaltrige Spielkamerad gefehlt...
jetzt habe ich noch ein 18Jahre jüngere HalbSchwester und ich muss sagen, da fehlt mir total der Bezug-auch wenns traurig ist!

meine Freundin hatte einen 2Jahre älteren Bruder, die haben sich nur geprügelt und ihr kam es immer vor, als ob die Eltern zu ihm gehalten haben! Sie wollte immer die Ältere sein!

Meine Schwiemu war die Älteste-ihre Geschwister waren 10 und 13 Jahre jünger-sie hat es genervt,weil sie immer mit Babysitter war, und die Jüngeren schon sämtliche Freiheiten hatten, die sie sich erst erkämpfen musste.

Mein Freund hat einen 2 Jahre älteren Bruder-er findet es so perfekt!
Keiner wurde bevorzugt, beide verstehen sich supi.

Also immer unterschiedlich!

lg

Beitrag von madmat 16.02.11 - 14:33 Uhr

Hallo,

ich bin Schwester von 5 Geschwistern. Von allen bin ich die Erstgeborene. Meine Schwestern sind 2 (Zwillinge), 5, 15 und 17 Jahre jünger als ich.
Und ich finde es toll.
Früher war es häufig nicht soo leicht, da man als große Schwester doch eine Vorbildfunktion hat, und meine Eltern sehr darauf geachtet haben, daß ich ein Vorbind für meine jüngeren Schwestern bin im Handeln und Tun.
Meine beiden jüngsten Schwestern liebe ich sehr... , wie meine eigenen Kinder. Da kommt so richtig der Beschützerinstinkt der großen Schwester hoch ;-)
Auch mit meiner 2 Jahre jüngeren Schwester verstehe ich mich heute sehr gut. Wir haben uns früher oft gestritten und konnten uns oft nicht leiden. Heute, wo wir beide so halbweg erwachsen sind, sind wir sehr gute Freundinnen. Natürlich auch Schwestern (weil das ebenso toll ist), aber eben auch Freundinnen, die über alles miteinander reden können.
Ich fand und finde unseren "Weiberhaushalt", abgesehen von unserem Herrn Papa, immer toll, und erinnere mich sehr gerne an meine Kindheit zurück, auch wenn vieles sowohl für die Kinder, als erstrecht auch für die Eltern nicht immer leicht war.

Leider wohnt meine Familie fast 400 km entfernt, und ich würde sie gerne öfter sehen, und meine Aufgabe als Tochter, große Schwester und Tante besser "erledigen",.. aber dieser Zustand läßt sich erstmal leider nicht ändern!

LG
madmat, die stolz ist, große Schwester von 5 tollen Mädchen zu sein