Kuckuckskind ...

Archiv des urbia-Forums Familienleben.

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von tammi04 15.02.11 - 10:43 Uhr

Hallo,

mal eine Frage, die glücklicherweise nicht mich, sondern einen Freund von mir betrifft. Eine Bekannte ist verheiratet hat drei Kinder. Der Freund von mir hatte eine Affaire mit ihr und ist sich ziemlich sicher, dass eines der Kinder (inzwischen zwei) von ihm ist.

Was würdet ihr machen? Um der Wahrheit Willen testen und im Zweifelsfalls die Bombe platzen lassen? Oder die Klappe halten, die Familie in Ruhe lassen und nur gelegentlich als Freund das Kind besuchen?

Er möchte das machen, was am besten für das Kind ist. Aber was ist auf lange Sicht besser? Manchmal kommen solche Sachen ja auch viele Jahre später raus, und vielleicht ist es dann erst recht schlimm, wenn man so lang mit einer Lüge gelebt hat?

Die Antwort "Am besten hätten die beiden das gelassen!" liegt auf der Hand und wurde auch von mir bereits so gesagt. Nur hilft das jetzt auch nicht mehr ...

Grüße, Tammi

Beitrag von redrose123 15.02.11 - 10:51 Uhr

Sie ansprechen und einen Test veranlassen, wie du sagst es kann später durch einen dummen Zufall rauskommen und dann?

Beitrag von polar99 15.02.11 - 10:53 Uhr

"Oder die Klappe halten, die Familie in Ruhe lassen und nur gelegentlich als Freund das Kind besuchen?"

#schock

Also er besucht die Familie weiterhin als "Freund"?

Ich finde an der Stelle muss man doch selbst mal nachdenken in dieser Konstellation.

Was will denn der "Freund"? Sich seiner Verantwortung stellen oder nicht?

Dem anderen Mann gegenüber wäre es wohl fairer.

LG polar

Beitrag von tammi04 15.02.11 - 11:11 Uhr

Er sieht sie zumindest regelmäßig.

Und der Verantwortung würde er sich auch stellen, er hat nur Angst davor, das Kind aus seiner heilen Familienwelt rauszureißen. (Die Affaire ist, soweit ich das weiß, halbwegs friedlich beendet, und die Ehe der Frau scheint auch einigermaßen heil zu sein - meint er jedenfalls).

Beitrag von tagpfauenauge 15.02.11 - 11:13 Uhr

HI,

warum ist er sich sicher, dass es von ihm ist? #kratz
Wie kann er da sicher sein?

Selbst angenommen erhätte am Zeugungstag mit ihr #sex, wie kann er dann wissen, dass sich das gleiche nicht mit ihrem Mann getan hat? Mal abgesehen davon, dass die meisten Männer in Zyklen und fruchtbare Tage ausrechnen nicht wirklich Experten sind.

Auf jeden Fall steht hier mal ein klärendes Gespräch mit der Frau an, das ist seit 2,5 Jahren überfällig.

vg

Beitrag von tammi04 15.02.11 - 11:31 Uhr

Mit der Frau hat er schon öfter darüber geredet. Sie ist der Meinung: Das Kind lebt bei ihrem Mann, er ist der "soziale Vater", alles andere ist doch egal, vor allem für die Kinder. Wenn er darauf besteht, würde sie aber einem Test zustimmen.

Sicher ist er nicht, aber die Zeit würde passen, und er meint, das Kind wird ihm immer ähnlicher.

Beitrag von nochmal 15.02.11 - 13:15 Uhr

Hallo,

meine Kinder haben das genau gleiche Muttermal wie ihr Vater.

Er ist sich also sehr sicher, das es seine sind.

Eventuell hat das Kind so ein mal oder aber sieht genau aus wie er?

Gruss

Beitrag von berry26 15.02.11 - 11:16 Uhr

Hi,

also am fairsten allen gegenüber wäre es von der guten Frau zu verlangen das sie einen Test macht und offen mit ihrem Mann darüber spricht! Das Kind hat ein Recht seine Herkunft zu kennen und der Mann hat ein Recht auf die Wahrheit!

Zumindest ein Test ist das Minimum was ich an seiner Stelle verlangen würde und im Falle des Falles, natürlich auch die Aufklärung!

Klar gibt das jede Menge Ärger und zerstört vielleicht auch diese Ehe aber mal ehrlich... Was ist eine Ehe wert, wenn sie auf Lügen aufgebaut ist?


LG

Judith

Beitrag von nixmix 15.02.11 - 11:47 Uhr

sofern das kind schon älter ist, und eine echte vater-kind-beziehung schon besteht:

klappe halten, familie in ruhe lassen
besuche langsam aber sicher einstellen
und dem kind eine normale familie gönnen

grüße
nixmix

Beitrag von glasregen 15.02.11 - 13:04 Uhr

An seiner Stelle würde ich sie darauf ansprechen und einen Test verlangen. Mal von der Tatsache abgesehen, dass hier ihr Mann und auch das Kind belogen werden, geht es im Endeffekt auch um Unterhaltsrechtliche Ansprüche.

Mal angenommen er sagt es nicht und es kommt heraus wenn das Kind mal erwachsen ist, dann ständen da horrende Summen an Unterhaltsforderungen im Raum die er dem Kind oder sogar dann dessen bisherigen "Vater" schuldet.

Beitrag von hedda.gabler 15.02.11 - 14:17 Uhr

Hallo.

Wenn er unbedingt einen Test machen möchte, ist er sowieso auf das Wohlwollen der Frau angewiesen, da es keine rechtliche Grundlage für ihn gibt, einen Test einzuklagen.

2.1 Anfechtungsberechtigt

Berechtigt zur Anfechtung der Vaterschaft sind gemäß § 1600 BGB folgende Personen:

* der Mann, dessen Vaterschaft im Zeitpunkt der Anfechtung besteht (rechtlicher Vater des Kindes)
* der Mann, der an Eides Statt versichert, der Mutter des Kindes während der Empfängniszeit beigewohnt zu haben (biologischer Vater)Das Anfechtungsrecht besteht gemäß § 1600 Abs. 2 BGB jedoch nicht, wenn eine sozial-familiäre Beziehung des Kindes zum rechtlichen Vater besteht (BGH 06.12.2006 - XII ZR 164/04). Dieser Ausschluss des Anfechtungsrechts ist verfassungsgemäß (BVerfG 13.10.2008 - 1 BvR 1548/03).
* die Mutter des Kindes
* das Kind selbst

Quelle: http://www.juraforum.de/lexikon/vaterschaftsanfechtung

Auf gut Deutsch: Da die Mutter des Kindes verheiratet ist und das Kind eheliche geboren wurde, besteht eine sozial-familiäre Bindung zum rechtlichen Vater, die eine Vaterschaftsfeststellungsklage durch einen vermeintlich biologischen Vater ausschließt.

Und die Mutter des Kindes wird vermutlich den Teufel tun, einem Test zuzustimmen.

Demnach stellt sich nicht wirklich die Frage, was Dein Freund tun soll ...

Gruß von der Hedda.

Beitrag von rmwib 15.02.11 - 20:03 Uhr

#pro

Weiß auch nicht, wie man nach über 2 Jahren auf so eine Schwachsinnsidee kommen kann plötzlich #nanana

Beitrag von zahnweh 15.02.11 - 21:51 Uhr

Hallo,

an seiner Stelle - und nur er selbst! - die Mutter ansprechen und nachfragen.

Seine Bedenken, seine Zweifel und ohne Vorwürfe mal nachfragen, ob es denn Wahrscheinlich ist!
Sie wird ihren Zyklus am besten kennen ;-)

Beitrag von mama0102 15.02.11 - 22:29 Uhr

Also die Frage ist doch mal zuerst, weiß der Ehemann der Frau von der Affaire oder nicht??
Falls ja, dann hat er sich doch ganz gezielt für dieses Kind entschieden, mit dem Wissen, es könnte auch von dem anderen sein.
Falls nein, ok, dann hätte er eigentlich ein Recht die Wahrheit zu erfahren, was aber durchaus schlimme Konsequenzen haben kann. Der andere Mann sollte sich einfach mal mit der Mutter unterhalten, soweit ich informiert bin wäre es für ihn eh schwierig, eine Klage einzureichen, weil ja das Kind in einer bisher intakten Bindung zum rechtlichen Vatr lebt und ja auch schon etwas älter ist...
Ist natürlich nicht leicht, hoffe für alle, dass es zu einem für alle Seiten guten Ende kommt

LG, Sandra

Beitrag von tammi04 16.02.11 - 08:53 Uhr

@Hedda: Wie oben schon irgendwo geschrieben: Die Mutter würde dem Test zustimmen, wenn er darauf besteht.

Anfangs hatte die Mutter ihm gegenüber behauptet, dass es das Kind ihres Mannes sei. Als er dann das Kind sah und ihm immer mehr Ähnlichkeiten auffielen, hat er sie nochmal darauf angesprochen. Da hat sie gesagt, dass sie es eben doch nicht genau weiß.

Er ringt jetzt schon seit einigen Monaten mit der Frage, testen oder nicht.

Ob und wieviel der Ehemann von der Affaire weiß, weiß ich nicht.

Danke für eure (sehr unterschiedlichen) Meinungen!