Post fürs Kind, würdet ihr diese u.U vorenthalten?

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von seluna 15.02.11 - 11:19 Uhr

Hallo,
wenn euer 7 jähriges Kind Post zum Geburtstag bekommt, vom anderen Elternteil, und da ansich keine schlimmen Dinge drin stehen, aber Dinge bei denen ihr wisst das sie dem Kind und seinen Geschwistern automatisch ein schlechtes Gewissen machen (das hat nämlich beim Geburtstagsanruf schon erfolgreich funktioniert) würdet ihr den Brief vorenthalten oder dem Kind geben?

Ich bin total zerrissen.
Es ist ihre Post,eine liebevoll gestaltete Karte. Ich weiß sie wird sich freuen und gleichzeitig finde ich einen teil des Inhaltes nicht gut für die Kinder und das sehe leider nicht nur ich so.
Meine Emotionen habe ich hierbei raus gelassen, sonst hätte ich die Post bereits verbrannt.

Ist doch aber ihre Geburtstagspost ...
Was mache ich?


Beitrag von lunacy 15.02.11 - 11:25 Uhr

Was wäre denn schlimmer für das Kind - ein schlechtes Gewissen verbunden mit Freude, dass eine Karte kommt ODER das Gefühl, dass sich das andere Elternteil überhaupt nicht für seinen Geburtstag interessiert/ihn vergessen hat? ;-)

Beitrag von seluna 15.02.11 - 11:32 Uhr

Er hat ja angerufen auf ihrem Geburtstag, hat also an sie gedacht.

Er hat dabei dem Kind und seinen Geschwistern ein schlechtes gewissen gemacht, das zwei tage anhielt und nun kommt die Karte mit dem gleichen Inhalt nochmal.
Das wird nicht spurlos an den Kindern vorbeigehen....


Beitrag von redrose123 15.02.11 - 11:30 Uhr

Um was geht es denn genau? Was ist so schlimm das du es vorenthalten willst? Ich würde es schlimmer empfinden wenn mein Papa oder Mama nicht an mich denkt.

Beitrag von seluna 15.02.11 - 11:38 Uhr

er hat an sie gedacht, er hat angerufen und dort schon für das schlechte gewissen gesorgt. Sehr erfolgreich, hielt 2 tage an und war mit tränen verbunden.
Der Inhalt ansich ist harmlos, aber es hängt ne längere Geschichte dahinter und die macht es schlimm.
Ist kompliziert... ach man
könnt heulen

Beitrag von redrose123 15.02.11 - 11:47 Uhr

Und für uns nicht ganz nachvollziehbar leider....Ich würde sie Ihr gerecht vorlesen und den Teil mit dem Gewissen weglassen ....

Beitrag von seluna 15.02.11 - 11:54 Uhr

Ich weiß.
Das ganze ist halt völlig kompliziert.
Der Satz an sich ist ehr harmlos "Warum meldet ihr euch nicht"

Eben die Geschichte dahinter, ich müsste 3 Jahre niederschreiben damit ihr mein Unbehagen versteht.

Warum muss das alles so kompliziert sein..

Aber das wäre ne Idee, den rest einfach rausnehmen....

Sorry, bin gerade etwas am Boden

Beitrag von redrose123 15.02.11 - 12:01 Uhr

Lass den Satz einfach weg, und gut ist, wenn du mit Ihm mal in Kontakt bist sprich an das er sowas mit dir klären soll und nicht übers Kind.....

Beitrag von seluna 15.02.11 - 12:10 Uhr

Das habe ich schon versucht, leider erfolglos.

Bislang habe ich jeden Brief etc weitergebeben... nun kommen mir das erstemal die Zweifel ob das überhaupt richtig ist.

Auf der einen Seite wird mir geraten einen Kinderpsychologen hinzu zu ziehen, zur Verarbeitung der letzten 3 Jahre und der aktuellen Situation, und dann gebe ich solche Post weiter.

Kann doch nciht richtig sein, oder doch?

Ich sag es ja.. bin total zerissen.

Beitrag von redrose123 15.02.11 - 12:18 Uhr

Nimm den Rat an und geh mal dahin auch um dir zu Helfen und dir Tipps zu holen was du wann richtig tust und was lieber nicht tust. Ich weiss ja nicht was er getan hat, wie der Kontakt heute ist usw.

Beitrag von leboat 15.02.11 - 11:38 Uhr

Hallo,
ich finde die Frage allein unmöglich....es ist nicht deine Post und nur weil dir mancher Inhalt nicht passt.ich fände es total fies dem Kind gegenüber,wenn du die Post vorenthälst.Dann hättest du deine Emotionen nämlich kein Stück aussen vor gelassen.
LG

Beitrag von seluna 15.02.11 - 12:00 Uhr

Ja, Danke tritt noch drauf.

Ich glaube kaum, das du beurteilen kannst ob ich meine Emotionen raus lasse oder nicht.
Es geht auch nicht darum ob der Inhalt mir passt oder nicht, es geht um den Inhalt bei dem die Tränen und ein schlechtes Gewissen vorprogrammiert sind.


Du würdest demnach also deinem Kind jede Post des anderen Elternteils geben, EGAL was drin steht oder nicht??
Dir wäre es demnach egal ob das Kind aufgrund des Inhaltes leidet, hauptsache es bekommt seine Post?



Beitrag von leboat 15.02.11 - 18:25 Uhr

Ich habe nicht drauf getreten,sondern meine Meinung gesagt,nach der du übrigens gefragt hast.

Beitrag von kati543 15.02.11 - 12:57 Uhr

Also eigentlich dürftest du einen Brief, der an deine Tochter adressiert ist, gar nicht öffnen. Zumal dein Kind mit 7 jahren ja wahrscheinlich die Karte lesen kann. Also einfach vorlesen und den Rest weglassen wird wohl nicht gehen.
Aus diesem grund würde ich mir Hilfe von Außen holen. Wir wissen hier alle nicht, was vorgefallen ist, aber wenn ein so harmloser Satz tagelange Tränenausbrüche zur Folge haben wird, muß es ja schonetwas gravierenderes sein. Dürfen denn deine Kinder ihren Vater denn überhaupt noch sehen?
Hole dir Hilfe von außen - vielleicht ein Kinderpsychologe. Er kann dann mit dir zusammen überlegen, wie ihr die karte dem Kind gebt. Ich würde die Karte weder verbrennen ( ;-) ) noch dem Kind irgendwie unterschlagen.

Beitrag von seluna 15.02.11 - 13:11 Uhr

Sie kann die Karte nicht lesen. Sie ist frische 7 und soweit sind sie in der Schule noch nicht.
Sie kann einfache Wörter lesen, handgeschriebenes schon gar nciht.

Zum einen habe ich sie deswegen geöffnet und zum anderen..... ich weiss was Weihnachten in den Karten stand und was das ausgelöst hat (nein, die habe ich nicht vorher gelesen)

Ich bin jetzt soweit, das ich einen Teil des Textes einfach überklebe mit einem schönen Aufkleber.
Sie hat ihre Karte, die ihr natürlich auch zusteht und ich die Gewissheit das die großen das nciht lesen.
Die Kinder dürfen ihn sehen, klar.
Sie dürfen ihn auch anrufen wenn sie möchten, sie möchten das aber nur ungern denn Papa hatte die letzten male nie wirklich Zeit, sprach nur von seiner Stieftochter oder er ruft nie zurück.
Sie haben es aufgegeben und ich werde sie nicht zwingen.
Sie haben leider auch viel zu viel mitbekommen ( auch gravierende dinge), wobei ich wirklich bemüht bin nicht über ihn zu schimpfen wenn sie in der Nähe sind.

Ich habe auch schon ein paar Beratungen hinter mir, trotzdem..es ist alles nicht so leicht und die Situation ist einfach unschön.





Beitrag von kati543 16.02.11 - 10:52 Uhr

In dem Fall würde ich auch die Karte etwas "frisieren" und dem KV gleichzeitig klar machen, dass so etwas nicht in eine Geburtstagskarte gehört.

Beitrag von parzifal 16.02.11 - 17:27 Uhr

"Also eigentlich dürftest du einen Brief, der an deine Tochter adressiert ist"

Wie kommst Du denn darauf?

Ist Dir unbekannt, dass die Letern gesetzliche Vertreter des Kindes sind und das Erziehungsrecht innehaben?

Beitrag von mum2010 15.02.11 - 13:05 Uhr

meine Meinung ist...mit 7 wird sie die wahrschinlich nicht selber lesen können? Lies sie ihr vor und lass das was du für nicht zumutbar findest weg. Sowas muss man dem Kind nicht antun.

Beitrag von seluna 15.02.11 - 13:13 Uhr

Gilt das böse Gesicht jetzt mir :-(


Nein, lesen kann sie die noch nciht selber, aber die Geschwister.
Ich werde den teil nun mit einem schöne Aufkleber überkleben und hoffen das es keinem auffällt.

Beitrag von mum2010 15.02.11 - 13:17 Uhr

sorry nein natürlich nicht:-) es machte mich nur wütend was ich hier alles lese! so in der Art du hast kein Recht was zu unterschlagen etc...finde ich schon, wenn es dem Kind egal in welcher Hinsicht schadet. Das ist halt meine Meinung.

Denke so ist es doch auch ok mit dem Aufkleber drüber;-)

Beitrag von seikon 15.02.11 - 20:53 Uhr

Ich würde die Karte weiterleiten und dem Kind seelsorgerisch zur Seite stehen. Wenn ich mich mal in die Lage des Kindes versetze, dann würde ich das als großen Vertrauensbruch sehen, wenn ich später erfahren würde, dass meine Mutter mir Post "unterschlagen" hat.
Und da ja offensichtlich Kontakt zwischen Kind und Vater besteht würde sie es eh erfahren mit der Karte.

Wichtig ist halt, wenn du der Meinung bist, dass es negative Gefühle auslösen könnte, dass du dein Kind nicht allein damit lässt, sondern ihr beistehst.

Beitrag von yipsi 16.02.11 - 09:32 Uhr

Hallo,
wir haben auch so einen Kanidaten als KV. Ich habe auch lange überlegt, wie ich damit umgehen soll, denn Vorwürfe kommen ständig, per Mail, per Post und beim telefonieren. Mein Kind kann selber lesen.Ich habe mit ihm gesprochen, ihn gebeten, keine Besserung. Ich weiß auch nicht ob es wirklich Absicht ist, manchmal denke ich dieser Mann merkt es gar nicht, er ist einfach negativ. Man kann seine Kinder nicht immer vor allem schützen, denn ich denke, auch das müssen sie lernen. Sprich lieber mit Deinen Kindern darüber das es auch solche Reaktionen gibt... der Kindsvater wird schon sehen, was er von dieser Art hat, denn mein Kind zieht sich zurück und mag dann nicht telefonieren, wenn immer irgenwelche Vorwürfe kommen. Und es ist besser mit dem Kind zu sprechen, als irgendetwas zu verheimlichen. Und ein Spruch wie "meldet Euch doch mal" kann man als Mutter ja auch komentieren: "ja machen wir, oder haben wir doch gerade gemacht,...." Oder vielleicht meldet ihr Euch wirklich nicht so oft, auch dann kann man ja sagen: "Papa hat recht, sollten wir mal tun"
Gruß#winke

Beitrag von parzifal 16.02.11 - 17:24 Uhr

Der Satz "warum meldet ihr Euch nicht" kann doch kein Chaos hervorrufen.

Entweder es gibt nacfhvollziehbare Gründe, dann können diese doch mitgeteilt werden oder es gibt keine dann kann man sich melden.

Eigentlich kann das mit dem schlechten Gewissen doch nur klappen wenn sie sich nicht melden und keinen guten Grund haben. Dann wäre die Frage aber berechtigt oder nicht?