Ich Traue mich mal

Archiv des urbia-Forums Körper & Fitness.

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Forum: Körper & Fitness

Sich in seinem Körper wohl zu fühlen und ihn schön zu finden, ist für fast jeden Menschen ein wichtiges Thema. Ob es um die richtige Diät und gemeinsames Abnehmen, Tattoos,  oder auch um Sport und Fitness geht, hier ist der richtige Platz dafür.

Beitrag von lucamae 15.02.11 - 11:50 Uhr

Guten Morgen Ihr lieben

ja wo soll ich Anfangen, vieleicht damit das ich ein großes problem mit mir selbst habe,da ich leider nicht viele Freunde habe um genau zu sagen keine sonst hätte ich es ja nicht nötig hier ins Forum zu schreiben,habe zwar einen sehr lieben Mann an meiner Seite,aber mit ihn kann ich "Noch" nicht darüber genau reden.
Es ist so das ich mit mir nicht zufrieden bin es fing schon im Alter von 13 Jahren an,war schon immer eine Dicke würde ich mal sagen,und das wurde mir auch immer fein unter die nase gehalten,was einfach schlimm war bis ich an einem Tag beschlossen habe Abzunehmen,was mir auch gelungen ist zwar nicht auf Gesunde Art aber es ist mir schnell gelungen,und das war ein super Gefühl meinen Körper so gut steuern zu können.
Konnte das ganze gut verstecken da meine Eltern voll am Arbeiten waren,und ich mit 15 schon Ausgezogen bin,mein Glück.
Nun wie das so ist man findet einen Mann bekommt ein Kind usw, in der schwangerschaft konnte ich das ganze "fast" Abstellen da ich ja wusste das es nicht gut für das Baby ist,es ist mir zwar nicht immer gelungen durchzuhalten aber nun ist unser Baby da und es ist gesund.
Habe mir mit der Geburt versprochen das ganze zu lassen wieder "Normal" zu Essen aber ich habe wieder verloren,ich habe in 6 Wochen so Alt ist unsere Tochter nun 11,6 kilo Abzunehemen,für mich das schönste Gefühl das ich das geschafft habe,ich habe also wieder das runder in der Hand und bestimme wie es mit meinen Körper zu laufen hat.
Ich weis das dies alles sehr schwer zu verstehen ist warum usw,aber es sitzt einfach fest in meinen Kopf das ich zu Dick bin wiege nun, 60 Kilo bei einer Größe von fast 1,80 für mich noch zu viel.
Ich will damit aufhören,aber ich kann nicht,nach jeder Malzeit das schlechte gewissen,es macht mich verückt diese ganzen gedanken,wann hört das auf.

War einer von euch schon mal in so eine Situation?

Danke fürs Lesen,und bitte keine vorwürfe oder sonst was das ist das letzte was ich brauche,denn das macht das ganze nur schlimmer...

Wünsche allen hier einen schönen Tag zu haben und alles liebe und gute...

Beitrag von engelchen28 15.02.11 - 12:05 Uhr

huhu!
geh zu deinem hausarzt und schildere die situation, dann bekommst du schnell hilfe. du hast erkannt, dass es ein problem gibt, das ist doch schonmal die halbe miete #freu! jetzt geh' den weg weiter, das schaffst du ganz sicher.
du brauchst fachliche hilfe, das ist klar. ich drücke dir die daumen!
vlg
julia

Beitrag von poo-tee-weet 15.02.11 - 12:10 Uhr

ich traue mich mal dir zu antworten...
obwohl ich nicht sicher bin, ob ich dir helfen kann!

ich hätte zuerst mal eine frage: du sagst "nicht gesund" abnehmen, meinst du damit du erbrichst nach dem essen, oder du reduzierst extrem die kalorienzufuhr?

und dann will ich dir sagen: ich finde es gut und mutig, dass du (wenn auch zunächst "nur" in einem forum) dich getraut hast über dein verhältnis zu essen und gewicht zu reden (schreiben). das ist ein wichtiger schritt!
dir ist ja auch selber klar, dass du deinem körper damit nicht gut tust. jetzt kann ich dir nur mut zusprechen, auch den nächsten schritt zu gehen und dir hilfe zu holen! schon allein aus gewundheitlichen gründen! der gedanke an deine tochter hat dich schon einmal stark gemacht. aber sie hat dich nciht nur damals gebraucht, sondern auch jetzt! und zwar gesund!

du willst selber etwas verändern, ich kann leider nicht mehr tun als dir dafür mut zusprechen! ich wünsche dir zunächst kraft, dich deinem mann anzuvertrauen und dass du von ihm die nötige unterstützung bekommst. und dann trau dich, dir professionelle unterstützung zu suchen!

leider kann ich dir nicht mehr helfen... ich wünsche dir viel kraft und #liebdrueck dich!

Beitrag von lucamae 15.02.11 - 12:17 Uhr

Ich Danke dir für deine lieben worte.
Also um ganz ehrlich zu sein, ich erbreche es zwar nicht immer aber oft wenn nicht das dann hilft mir Dulgolax weiter.
Ich werde versuchen mit meinen Mann offen zu reden er weis schon das was nicht stimmt,aber er weis nicht alles...

Beitrag von poo-tee-weet 15.02.11 - 13:34 Uhr

das finde ich einen sehr guten plan! dachte mir schon, dass ihm das bestimmt nicht gänzlich verborgen geblieben ist. ich hoffe mal er ist der typ mann, der dir zusätzlich kraft geben kann?!
dass du jetzt mit deinem problem aus dem stillen kämmerchen kommst ist ein sehr wichtiger schritt und ich wünsche dir ganz fest, dass du diesen weg mit unterstützung weitergehen kannst und dich dann in deinem körper wieder wohler fühlst!
#liebdrueck

Beitrag von coffeefreak 15.02.11 - 16:02 Uhr

Versuch dir hilfe zu holen.
Du hast eine essstörung. rede mit deinem mann, such dir hilfe bei einer essberatungsstelle, rede über dein problem, auch wenn es dir schwerfällt. versuch es!
glaub mir, ich kenne das, hab auch ne form der essstörung und bin jetzt in behandlung, es erleichtert vieles!

und ganz nebenbei bemerkt: versuch den konsum von dulcolax und anderen abführmitteln einzudämmen, denn sie helfen zwar, man wird aber extrem schnell abhängig davon, besonders auf den darm haben sie eine kontraproduktive wirkung, er wird "träger" und arbeitet nicht mehr von selbst.

Beitrag von baby_luna 15.02.11 - 12:39 Uhr

hallo,
ich denke du brauchst professionelle hilfe damit du lernst dich so zu lieben wie du bist .
wenn du schon seit deiner kindheit probleme mit deinem körper hast führt daran kein weg vorbei .
ich wünsche dir viel kraft und alles gute .
glg

Beitrag von haruka80 15.02.11 - 13:25 Uhr

HAllo,

ich habe selbst ein paar Jahre an einer Essstörung gelitten und kann dir sagen, dass es nicht schön ist, wenn man erstmal drin steckt. Dulcolax hab ich auch ne Zeit lang genommen-klar nimmst du davon anfangs ab, du verlierst ja Unmengen an Flüssigkeit. Dann kann dadurch natürlich körperlich einiges passieren (bis hin zu Herz-Rhythmus-Störungen durch Kaliummangel). Man braucht immer mehr, nimmt aber nicht weiter ab dadurch, sondern sofort zu, wenn man aufhört, weil der Körper dann natürlich alles einspeichert und die Verdauung komplett lahm gelegt wird. Man fühlt sich eigentlich noch beschissener als vorher.

Es ist ein Teufelskreis...du schreibst, du fühlst dicht mit 60kg bei 1,80m zu dick. Ja, dann ist es so, dann hast du so eine kranke Selbstwahrnehmung, dass dein Gehirn dir nicht sagen kann: du bist schlank.
Da hilft wirklich nur eine Therapie und da jetzt n Suchtfaktor dazugekommen ist, solltest du wirkllich schnell handeln, bevor irgendwann nur noch ein stationärer Aufenthalt hilft.

Ich fühlte mich selbst mit 37kg damals(vor 10 Jahren) zu dick (bin aber einiges kleiner als du). Ebenfalls mit 55kg fühlte ich mich dick und ganz schrecklich wars in der SS-da war ich nämlich mit 80kg wirklich dick.
Ich möchte sagen, ich habe ein gute Körpegefühl, fühle mich seit Jahren sehr wohl, mußte darum aber lange, lange kämpfen. Es ist anstrengend das alte Denken herauszubekommen, es ist ja aus seinemvorherigen Leben total verankert (also aus der Kindheit/Jugend). Man kann aber glücklich mit sich selbst werden, also: packs an!!!!

L.G:

Haruka

Beitrag von esperancefollie 15.02.11 - 14:32 Uhr

Hallo Du!

Ich finde es auch sehr mutig und verantwortungsvoll dir und deinem Kind gegenüber, dass du den Mut hast dein "Problem" überhaupt als Störung anzuerkennen und etwas dagegen tun willst. Hut ab! #pro

Weisst du, ich bin im Moment in einer sehr schwierigen persönlichen Situation mit Kind, Ex-Freund bei dem ich noch wohnen muss, da ich im Ausland bin und es sehr schwer ist, Wohnungen hier zu bekommen. Mein Ex macht mich jeden Tag runter und ich schlucke alles.

Ich habe im Herbst 09 selber radikal Diät gemacht und viel Sport getrieben, so dass ich innerhalb von 6 Monaten 20 Kilo verloren habe.

Jetzt habe ich einen "perversen" Essenrythmus um mein Gewicht "halten" zu können #schwitz. Ich esse unter der Woche sehr kalorien- und fettreduziert und keine Kolenhydrate in Form von Nudeln, Brot etc. gar nix. Am Wochenende bekomme ich dann richtige Fressattacken und dann stopfe ich so viel in mich rein, dass mir schlecht wird. Brechen tue ich aber nicht, dafür gehe ich dann wie ne wilde ins Schwimmbad um zu trainieren #augen.

So habe ich das vermeintliche Gefühl, wenigstens etwas in meinem Leben kontrollieren zu können. Bin zufrieden, wenn die Waage wieder mal am unteren Limit sich bewegt.

Wiege bei 1.78 m nun 54 Kilo! Keine Leistung - eher Armutszeugnis... Obwohl ich nicht verhungert aussehe, da ich durch den Sport schöne Formen habe.

Aber zu welchem Preis?? #gruebel

Ich weiss, habe dir keine Tipps gegeben, sondern wolle einfach mal schreiben, dass es wohl mehr solche Fälle gibt, als man denkt. Und bei den meisten, hat die Umgebung keine Ahnung davon.

Ich denke, du bist schon einige Schritte weiter als ich und deshalb, ja, tue dir Gutes, liebe dich selber auch für dein Kind. Dein Kind ist neben dir das wichtigste und beste was es gibt#verliebt (so gehts mir jedenfalls!). Wenn du natürlich einen lieben Mann hast, der dir guttut, sei er an dieser Stelle natürlich mitgerechnet...:-p

Viele Grüsse von der Maya #winke

Beitrag von lucamae 15.02.11 - 15:14 Uhr

Vielen Dank Ihr lieben,habe echt Angst gehabt es hier zu schreiben da ich ANgst hatte ich würde hier ein auf dem Dekel bekommen,aber das ist zum Glück nicht der fall...

Danke an alle...

Beitrag von carrie23 15.02.11 - 16:18 Uhr

Du brauchst eine gute Therapie, mir hat das damals geholfen.

Beitrag von schwilis1 15.02.11 - 19:18 Uhr

kenn ich. ich galt und gilte wahrschielnich immer noch als essgestoert. übergewicht und anorexie/bulimie geben sich die klinke in die hand. momentan bin ich wohl wieder auf dem absteigenden ast, davor Binge eating disordered... ach keine ahnung. diesmal versuche ich abzunehmen ohne dass ich wieder in ner essstörung lande.

ich glaube was du brauchst ist seelische aufarbeitung von dem, wo du dich so absolut kontrolllos fühlst. damit du die kontrolle über dein Gewicht langsam loslassen kannst.

es ist ein schwerer weg, aber ihc hab schon einige wunderbare menschen kennengelernt die es geschafft haben. und glücklich sind und gesund.

hausarzt, therapeut, therapie... so sollte das wohl sein :)

ich wünsch dir alles gute...