Hauskauf oder Hausbau - echt ratlos...

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von danibern 15.02.11 - 13:49 Uhr

Hallo zusammen,

mein Mann und ich machen uns seit Anfang des Jahres Gedanken, ob wir uns ein schönes Haus suchen sollten. Wir wohnen derzeit mit unserem 4 Monate alten Baby und unserer Hündin im Haus meiner Schwiegereltern. Wir wohnen schon seit fast 6 Jahren mit ihnen zusammen, sie unten, wir oben.

Jetzt haben wir uns mit ihnen unterhalten, dass wir gerne ausziehen möchten, weil die Wohnung eh zu klein wird, weil wir nächstes Jahr noch ein Geschwisterchen möchten und ausserdem ist das Haus auch gut sanierungsbedürftig.
So, sie würden mit uns mitkommen, alles verkaufen und das Geld in "unser" neues Haus investieren. Wir haben uns natürlich gefreut, weil ich echt viele Vorteile von ihrer Anwesenheit habe und wir uns auch super verstehen.

Jetzt haben wir uns gestern ein großes Haus angeschaut, wo wir alle Platz hätten. Nur für den Preis (389.000 EUR) bin ich noch nicht ganz davon überzeugt, Garten zu klein und mit vielen Treppen, einige Verschönerungsarbeiten gehören schon etc. Wir haben heute mal eine Liste gemacht, mit Vor- und Nachteilen und momentan überwiegen die Nachteile...

Jetzt überlege ich, ob wir für den Preis nicht ein günstiges Grundstück kaufen könnten und selber ein großes Haus oder ein Doppelhaus draufbauen könnten?! Fertighaus?

Wobei ich schon sagen muss, dass ich eigentlich immer gesagt hab, nie selber bauen, weil ich immer Panik vor so versteckten Kosten habe. Bei einem Hauskauf, da weiß man es kostet so und so viel, dann noch Maklerkosten, Notar- und Grundbuch, Zinsen, fertig, aber bei einem Hausbau.

Gibt es denn Fertighäuser, da wo man weiß, kostet 250.000 EUR und es bleibt im groben Rahmen dann auch dabei? Oder wie sind Eure Erfahrungen?

Ach mensch, ist das schwierig... Was würdet Ihr denn machen?

Vielen Dank schon mal für Eure Ratschläge.

LG

Daniela

Beitrag von wemauchimmer 15.02.11 - 15:31 Uhr

Also meiner Meinung nach kriegst Du, wenn Du von einem freistehenden Zweifamilienhaus redest, für 250.000 nur ziemlichen Schrott und ich glaube nicht, daß die Baupreise bei Euch in Bayern viel anders als hier in Baden-Württemberg sind. Das geht dann so in Richtung Elektro-Fußbodenheizung, keine Rollos, 1-2Steckdosen pro Zimmer. Das sind dann so Baufirmen aus dem nahen oder fernen Osten, und die räumliche Entfernung bringt ebenfalls so manche Nachteile bei der Koordination mit sich.

Aber bitte, Du kannst doch einfach mal ein paar Firmen anfragen und Dir deren Musterhäuser angucken. Bedenke aber, daß es oftmals gar nicht so einfach ist, ein Grundstück zu finden, daß es dort Bauvorschriften geben kann, die die Baufirma einzuhalten hat usw.

Eine Bestandsimmobilie kann schon günstiger sein, je weniger Ihr dran machen müsst, umso besser. Aber richtig ist es schon, bei diesen Beträgen muß es auch wirklich passen und wenn Du (oder ein anderer Beteiligter) von vorneherein schon ein schlechtes Gefühl bei dem Objekt hast, solltest Du die Finger davon lassen. Das wird ja doch erfahrungsgemäß dann eher nicht besser. Und da wird sich schon noch was anderes finden lassen...

Brich so einen Hauskauf oder -bau nicht übers Knie. Das ist doch eine folgenschwere und langfristige Entscheidung.
LG

Beitrag von engelskinder04 15.02.11 - 22:04 Uhr

Hallo,

also für uns war klar das wir bauen werden.

Ein Haus kaufen war uns zu unsicher, nachher stellt sich nach dem Kauf heraus, dass das Haus ein neus Dach braucht, die Heizung kaputt ist oder sonst was dran ist. (man sieht ja nicht alles aufeinmal)

Dann die Umgestalltung(meißt möchte man es nicht so haben, wie es gerade ist)

Und beim bauen konnten wir unsere eigenen Ideen mit einbringen.

Wir haben aber auch einen guten Bauleiter und Finanzierer gehabt,
die haben uns gesagt was es kostet und so war es auch.
Wir brauchten nicht nachfinanzieren oder sonst was.

Aber das alles war unsere Meinung.
Andere werden sicher anders denken.

Wenn ihr euch für ein Haus entscheidet würde ich vielleicht ein Gutachter
mitnehmen.

Beitrag von ayshe 16.02.11 - 12:26 Uhr

Ihr solltet euch erstmal ein wirklich genaues Bild machen, wie in eurer Gegend die Preise so liegen, für Gebrauchtimmobilien in eurer Wunschgröße, Alter, Lage etc. und auch für Grundstücke+Baukosten.

Und was die Grundstücke angeht, müßt ihr euch erkundigen, ob es B-Pläne gibt und wenn ja, was dort festgelegt ist.
Teilweise sind sie so krass, daß man sowieso nur 0815 bauen kann und sich kaum noch irgendetwas selbst aussuchen kann.
Und erkundigt euch, ob die Grundstücke bauträgergebunden sind, denn dann kannst du sowieso nicht mehr viel selbst planen, weil es meist vom Bauträger schon alles fesgtgelegt ist.


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Wobei ich schon sagen muss, dass ich eigentlich immer gesagt hab, nie selber bauen, weil ich immer Panik vor so versteckten Kosten habe.
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Kann passieren, aber ein Architekt verpflichtet sich auch, einen gewissen Rahmen einzuhalten.

Baut man mit Bauträger, kann er natürlich pleite gehen, man steht mit einen Rohbau und kann zusehen, wer es fertig baut oder lebt dann jahrelang in einem Baustellengebiet ohne feste Straßen, weil die anderen ihre halbfertigen Häuser nicht beenden oder die übrigen Grundstücke nicht mehr verkauft werden.
Das ist auch ein Risiko.


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Bei einem Hauskauf, da weiß man es kostet so und so viel, dann noch Maklerkosten, Notar- und Grundbuch, Zinsen, fertig, aber bei einem Hausbau.
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Sofern das Haus in einem wirklich absolut 100%ig gutem Zustand ist, ein neues Haus nicht über Baumängel verfügt, ein Altbau nicht einen Sanierungsstau hat,
kann es hinkommen.

An beides glaube ich persönlich aber nicht.

Auch Neubauten haben oft Mängel, die dann irgendwann sichtbar werden und die Beseitigung Geld kostet.
Und bei älteren Häusern sollte man gleich eine Sanierungsliste mit Kosten anlegen bevor man es kauft.



Also was du machen sollst, kann ich dir echt nicht sagen.
Man kann auch nicht die eigene Gegend mit einer anderen vergleichen.
Und ich kann sicher nicht dein Lastenheft mit meinem vergleichen.


Wir haben bishe rimmer gekauft und saniert.