Fruchtwasseruntersuchung

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von bettina2 15.02.11 - 14:14 Uhr

Hallo zusammen,

ich bin hier zum ersten mal im Forum und hätte mal eine Frage: Ich bin jetzt mit meinem zweiten Kind in der elften Woche schwanger und wollte mich mal informieren, was ihr von einer Fruchtwasseruntersuchung haltet bzw. wer schon mal eine gemacht hat. Ich bin jetzt 38 Jahre alt und mein Frauenarzt meinte, ich solle mal darüber nachdenken, ob ich es machen lassen möchte oder nicht. Für Antworten wäre ich sehr dankbar, denn ich bin nicht ganz sicher, ob das Risiko nicht vielleicht doch zu groß ist.

Vielen Dank schon mal im Voraus

#danke

Beitrag von pegsi 15.02.11 - 14:18 Uhr

Ich würde sagen, daß hängt ganz davon ab, was Du mit dem Ergebnis machen würdest.

In meiner ersten Schwangerschaft war ich 36 Jahre alt, diesmal bin ich 39 und habe es beide Male nicht machen lassen. Der Grund: Ich wäre gar nicht (mehr) in der Lage, mich gegen mein Kind zu entscheiden, wenn es behindert wäre. Dann macht es wenig Sinn, das Risiko einer Fehlgeburt einzugehen, auch wenn es gering ist.

Stattdessen wurde ich zum Feindiagnostik-Ultraschall geschickt, damit ich mich schon mal seelisch ein bißchen darauf einstimmen könnte, wenn etwas wäre. Zum Glück ist aber meine Große kerngesund und sieht auch die Kleine fit aus. :-)

Beitrag von angelpearl182 15.02.11 - 14:34 Uhr

ich bin jetzt in der 25.ssw mit meinem 6. Kind ss und bin 38 Jahre alt.
mir wurde es natürlich auch ans Herz gelegt, eine FU machen zu lassen, was ich ablehnte, da mir das Risiko zu groß ist, eine Fehlgeburt zu haben.
bei meiner jüngsten wurde eine FU nach der Feindiagnostik in der 22.ssw gemacht, weil sie einen genetischen Herzfehler bei der kleinen festgestellt haben. zum Glück kam da keine Trisomie21 raus, obwohl der Chefarzt sehr davon überzeugt war. in der 35+4 hatte ich dann einen oberen Blasenriss, vermutlich an der Stelle, wo der Einstich war. die Kleine kam dann bei 36+0 zur Welt. sie war top fit, trotz Herzfehler!
bei dieser ss habe ich gesagt, ich warte erst die FD ab und wenn da auffälligkeiten sind, kann ich immernoch die FU machen lassen.
diesmal ist aber alles supi, muß zwar auf grund der Vorgeschichte noch mal zur FD in der 30. ssw, aber ich denke positiv!
auch wenn sich bei eins meiner Kinder irgend eine Anomalie herausgestellt hätte, hätte ich das Kind genommen, aber ich hätte Zeit gehabt, mich darauf vorzubereiten.

Beitrag von mai75 15.02.11 - 14:35 Uhr

hallo bettina,
ich bin 35 und gehöre damit ja auch zu der Gruppe der Risikoschwangerschaften, bei denen zu Zusatzuntersuchungen geraten wird (ist ja auch prima für die lieben Ärzte, da die Kassen das alles fein zahlen *g*).
Eine Fruchtwasseruntersuchung kam für mich ohne konkrete Hinweise durch US-Untersuchungen auf evtl. Fehlbildungen nicht in Frage. Weiterhin gibt es bei uns in der Familie keinerlei vererbliche Erkrankungen, welche frühzeitig erkannt werden müssten. Das Risiko, das bei der Fruchtwasseruntersuchung etwas schief geht liegt immerhin bei 0,5 - 1%. Wir haben als Zusatzuntersuchung lediglich ein Feinscreening in der 21. SSW machen lassen. Hierbei kann mal wohl ca. 80% aller Fehlbildungen/Erkrankungen erkennen bzw. ausschließen und für den Zwerg ist es völlig ungefährlich.
Eine 100%ige Garantie gibt es sowieso nicht, selbst bei der Geburt kann etwas schief gehen.
Alles Gute.
Maike

Beitrag von schnatterine81 15.02.11 - 14:43 Uhr

also ich habe ein fruchtwasseruntersuchung machen lassen und es ist alles bestens verlaufen ist auch in 5 minuten erledigt. Man muß sich halt danach 2 tage schonen und dann ist alles gut würde es aber nicht zu zeitig machen bei mir wurde es in der 19 SSW gemacht.

LG schnatterine

Beitrag von novknuddel 15.02.11 - 15:06 Uhr

Hallo Bettina,

mein Mann (45 Jahre) und ich (41 Jahre) sind erst zur "humangenetischen Beratung" überwiesen worden. Danach haben wir uns zur Feindiagnostik (Nackenfaltenmessung) angemeldet. Wäre bei der Nackenfaltenmessung ein auffälliger Befund herausgekommen, hätten wir näher über eine Fruchtwasseruntersuchung nachgedacht. Glücklicher Weise war das nach unserer Maßgabe nicht notwendig.

Es kommt ja auch immer darauf an, was man mit einem evtl. negativen Ergebnis anfangen will. Für uns stand von Anfang an fest, wir werden unser Wunschkind auf jeden Fall bekommen - wir wollten uns durch die U's lediglich die Möglichkeit geben, uns auf eine evtl. Behinderung einstellen zu können.

Jetzt haben wir noch max.3 Wochen, bis wir unseren Sohn endlich in den Armen halten werden. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird der Kurze putzmunter und gesund zur Welt kommen.

Liebe Grüße
Michaela + Jan-Hendrik inside (38. SSW)

Beitrag von anastasia70 15.02.11 - 16:33 Uhr

Hallo,
meine persönliche Meinung zu dem Thema FD ist eine ganz andere wie hier öfter dargestellt wird. Die FD dient als "großer Ultraschall" und dort wird nachgesehen, ob alle Organe richtig funktionieren, also ein sehr ausführlicher Ultraschall. Der wird bei unseren Ärzten als Standarduntersuchung gemacht (meist von Spezialisten) und wird auch von der KK übernommen, bekommst eine ÜW vom FA zum Spezi oder Dein FA macht es selber, wenn er die Geräte dazu hat.
Ich finde die Feindiagnostik sehr wichtig, wie das Wort schon sagt = feiner Ultraschall, das hat nichts mit dieser Nackenfaltenmessung zu tun.
Ich lasse immer die FD machen, um sicher zu gehen, das alle Organe i.O., eventueller offener Rücken, Herzfehler usw. auszuschliessen bzw. das alles im Vorfeld getan werden kann und das alles zur Geburt organisiert ist (Spezialklinik , OP usw.)
Bis jetzt war bei uns immer alles in Ordnung. Habe bei mein letzten SSW mit 37 auch die NFM (gabs vorher nicht) machen lassen und werde es jetzt wieder tun. Die Ärztin hat mich auch darauf hingewiesen, das es keine 100% Ausschliessung von Behinderung gibt, das Kind kann blind oder taub zu Welt kommen, da dieses zum Bsp. überhaupt nicht kontrollierbar ist. Es geht ja auch hierbei schon, ob bis zu diesem Zeitpunkt der SSW alles zeitgerecht entwickelt ist und alles funktioniert, auch die Versorgung Mutter Kind. Sollte die NFM wider erwarten schlecht ausfallen, werde ich vielleicht ein FU machen lassen, aber das kann ich nicht genau sagen. Mit meiner FÄ haben wir besprochen, erstmal NFM und dann sehen wir sehen weiter.
Du hast doch noch Zeit für eine NFM, ich würde erst diese machen und dann werden die Ärzte Dich bestimmt auch gut beraten, ob eine FU notwendig ist oder nicht.

liebe Grüße anastasia70 (8+6)

Beitrag von supisi 16.02.11 - 05:55 Uhr

Hallo,

ich bin 39 Jahre alt und in der 10. SSW, mein Großer wird am 04.03. schon 3 Jahre alt. Mein FA hat mir zur NFM oder zur FWU geraten. Nach einem Telefonat mit der Krankenkasse und reiflicher Überlegung werde ich vorerst nur das Organscreening machen lassen. Die NFM ist mir zu ungenau, die FWU ist mir zu gefährlich. Sollte bei dem Organscreening irgendetwas auffällig sein, werde ich die FWU machen lassen!

Liebe Grüße
Susi