Mein Patenkind und ich....

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von quasiratlos 15.02.11 - 14:48 Uhr

Hallo,

weiß jetzt nicht, ob ich in diesem Forum richtig bin, probiers aber einfach mal...

Zu meinem "Problem":
seit einem dreiviertel Jahr erlebe ich mein Patenkind (3J, Junge) lediglich als nölig und quängelnd.
Er hat keine akute Fremdelphase, die ich gut verstehen könnte, sondern die einzigen Bezugspersonen, so lange sie in der Nähe sind, sind die Eltern, die zudem immer um die Aufmerksamkeit ihres Kindes buhlen.
Ausschließlich wenn sie nicht da sind, habe ich das Gefühl, an mein Patenkind überhaupt "ranzukommen".

Ansonsten läuft es so, dass er immer nur mit "maaaaaag niieecht" davon geht...ob ich mit ihm karusellfahren will, telephonieren möchte, mit ihm ein Buch lesen..

Nun habe ich mich schon sehr zurückgezogen, denn ok, ich respektiere es, wenn er nicht möchte, auch wenn es mir schon etwas weh tut.

An Weihnachten hab ich Geschenke vorbeigebracht, die sollten dann erst später aufgemacht werden, wo ich schon wieder weg war.
Gut, ist die Angelegenheit der Eltern, aber die schönste Freude ist halt die, wenn man jemanden etwas schenkt, oder?

Nach Weihnachten war ich nochmal bei meinen Freunden zu Besuch (der Mann hatte Geburtstag), da haben sie es nicht für nötig gehalten, dass der Kleine wenigstens "Danke" sagt, am Abend dann auch nicht "Tschüß und auf Wiedersehen"....

An seinem Geburtstag hab ich angerufen, da kam gleich wieder "maaaag niiiecht", ok, er kann damit noch nix anfangen, aber ganz ehrlich:
ich persönlich finde, Erziehung fängt auch damit an, wenigstens Hallo zu sagen, wenn schon für mich angerufen wird.

Ganz klar: ich bin traurig, er kann mit mir zur Zeit anscheindend nicht so viel anfangen, das kann sich ändern.

Aber wütend macht mich das Verhalten der Eltern, sie können sich ja gerne von einem dreijährigen auf der Nase rumtanzen lassen, ich habe daran kein Interesse und ein "hallo" und ein "tschüß" finde ich jetzt keine Zumutung.

Lieg ich da so falsch????#kratz

Beitrag von mamavonyannick 15.02.11 - 15:03 Uhr

hallo,

ich denke, da gehen die Meinungen auseinander. Ich persönlich halte es wie du und finde es zumutbar, ein Kind dazu aufzufordern "Hallo" und "Tschüß" zu sagen.
Was das Geschenk zu Weihnachten angeht, war es vllt vom Zeitpunkt her etwas unglücklich gewählt. Vllt gibst du ihm dein Geschenk das nächste Mal, wenn mehr Zeit da ist (evtl auch ein paar tage später) und du dann dabei sein kannst. Ich denke aber, dass du diesen Punkt mit den eltern besprechen kannst.

Was das "danke" sagen betrifft: Auch wir halten unseren Sohn dazu an und er macht das inwzischen auch problemlos. Manche Eltern sehen aber darin nicht unbedingt die Norwendigkeit bzw. argumentieren, dass man die Kinder da ja wohl nicht zu zwingen kann, weil es dann auch nicht echt ist. Nun, ich sehe das wie gesagt etwas anders. Man kann Höflichkeit erlernen, aber jeder sieht hatl den Zeitpunkt anders. Wichtig fände ich jetzt, dass die Eltern sich wenigstens dafür bedankt haben. Zu einem späteren Zeitpunkt (wenn das Kind 5 ist z.B.) würde mich der "Undank" allerdings nerven und ich würde daran nichts normales mehr finden.

Ansonsten kannst du die Zuneigung nicht erzwingen und machts es grundsätzlich - was das respektieren betrifft - ganz richtig. Vllt kannst du aber auch mal mit deinen Freunden sprechen, ob sie sich in der Stunde deines Besuches nicht ein bißchen zurücknehmen können und einfach mal Patentante und - kind im Mittelpunkt stehen lassen können bzw. ihrem kind auch gut zureden können um so dem Umgang zu erleichtern.

vg, m.

Beitrag von quasiratlos 16.02.11 - 09:08 Uhr

Da die beiden eine schon größere Tochter haben (14) und mittlerweile merken, dass an vielen Stellen aufgrund verschiedener Gründe nicht wirklich erzogen worden ist, halte ich es schon für wichtig, dann bei dem Kleinen nicht wieder dasselbe zu machen.

Es ist schwierig, die Situationen hier so zu beschreiben....die Mama des Kleinen hängt sich halt sehr an ihn dran, das ist auch ein grundsätzliches Problem zwischen den beiden als Paar...

Erziehung beginnt halt von Anfang an, und genauso wie sie ihm beibringen, Essen mit dem Besteck zu lernen (halt mit dem Löffel zunächst) genauso müsste ein "hallo" oder ein "tschüß", auf das sie bisher auch geachtet haben, drin sein, vor allem, wenn man sich über andere Eltern und deren Erziehungsmethoden immer so mokiert....

Beitrag von redrose123 15.02.11 - 15:15 Uhr

War das schon immer so? Wie eng ist euer Kontakt den? Wenn ich zu meinen Neffen/Patenkindern gehe wollen beide gleich zu mir schon immer so gewessen, seh sie leider aus Zeitgründen nun nicht so oft.....

Das sieht jeder anders, ich seh das nicht so eng telefonieren hasse ich selbst und würde nie mich beschweren wenn es ein 3jähriger nicht will. Und mit dem bedanken würd ich auch im spass machen und irgendwas sagen.

Er ist 3 Jahre alt ;-) Ihr buhlt alle um die Aufmerksamkeit von Ihm das arme Kind....

Beitrag von zahnweh 15.02.11 - 22:26 Uhr

Hallo,

zum hallo und tschüß:

ich erinnere meine manchmal daran es zu sagen. Meistens macht sie mich nach und sagt es auch.

zu den Geschenken:
die bekommt sie meistens nur nach den Feiertagen. Vorher vorbeigebrachte irritieren sie. Andererseits finde ich es dem Schenkenden gegenüber schöner, wenn er dabei ist.
Also vor dem Anlass überreichte: ich wäre in der Zwickmühle.

Die meisten bringen die Geschenke daher am Geburtstag direkt oder ein paar Tage später. Meine kann sie direkt öffnen und der Schenkende zu schauen.
Auch das mit dem Danke klappt dann prima :-)

Müsste sich meine für etwas bedanken, das schon einige Zeit zurück liegt... sie würde es - vielleicht - tun. aber so ganz verstehen tut sie es noch nicht.
Und am Geburtstag des Vaters hatten sie sicher andere Gedanken. Nicht ganz höflich, aber nachvollziehbar.

Hast du ihn ganz frech gefragt, wie ihm das Geschenk gefallen hat?
die gezeigte Freude ist für mich schon danke genug :-D
wenn er sich nicht daran erinnern kann, kann das vorkommen (zumindest nach einer Weihnachtsgeschenkeflut und dann noch Aktion bei Vaters Geburtstag)


Was den Kontakt angeht: meine hat ihre Phasen, da buhlt sie um die Aufmerksamkeit der anderen Person. Und welche, da bin ich im Vodergrund.

Wenn sie gefragt wird, was sie möchte "nein"/"mag nicht"... der sicherste Weg, dass sie sich anfängt zu beschäftigen: sie machen lassen. Einfach daneben sitzen, zu schauen, nichts anbieten. Warten bis sie von sich aus was sagt.
wenn sie sich ein bisschen langweilt, kommt sie mit der Zeit von alleine mit Ideen. Biete ich ihr mehr als zwei Möglichkeiten an, ist sie überfordert.

Variante 2: genau ZWEI Sachen anbieten "möchtest du Karussell fahren ODER Buch lesen" (ok, sie sollten beide realisierbar sein). So hat sie selbst die Wahl, ist nicht überfordert und man kann leichter nachhaken. Ein "mag nicht" zu beiden Möglichkeiten kam nur einmal vor. ;-) Ein dritter Vorschlag von ihr, kam dafür schon öfter.


am Telefon: meine liebt es zu telefonieren. Egal ob was sie dazu umfunktioniert, sie telefoniert den halben Tag. Aber wehe, wenn jemand anderes dran ist und sie anspricht. Sie wird stumm, bekommt ein Schreckgesicht und schweigt. Auch dann wenn sie die Person total gerne hat.
Jetzt mit 3,5 Jahre wird es besser. Allerdings hielt ich ihr dazu jedesmal den Hörer hin, sie wurde angesprochen und sie taute langsam auf.
Seit ein paar Tagen will sie selbst auch Hallo und Tschüß sagen. Mehr sagt sie aber nur selten ins Telefon. Außer kürzlich: Hallo brachte sie nicht raus, dafür erklärte sie "ich bin nicht krank, aber meine Mama ist krank. Tschüß"
Ich selbst hatte eine Telefonstarre bis weit in die Grundschule. Keine Ahnung warum. Ich hörte gerne mit und freute mich riesig, wenn Verwandte angerufen haben. Aber sobald ich was sagen sollte, verfiel ich in eine Art Starre.


"Ganz klar: ich bin traurig, er kann mit mir zur Zeit anscheindend nicht so viel anfangen, das kann sich ändern."

stimmt, wenn du dabei bleibst. Oder besser gesagt. Immer wieder präsent bist. Dich ins Gedächtnis des Kindes bringst.

Z.B. mit den Eltern absprichst, wann du das Weihnachtsgeschenk bringen kannst und etwas dabei bleiben kannst. So dass er es vor deiner Nase öffnen kann. (wenn sie mit dem Inhalt einverstanden sind, drück es ihm direkt in die Hand. Dann bleibt es keine 20 Sekunden zu ;-)).
Ruf am Geburtstag an, schicke evtl. noch eine Karte dazu. Das ist dann was Greifbares. Die Briefe meiner hebe ich auf. Jetzt mit 3,5 Jahren kann sie sie noch nicht lesen. Aber später sind es schöne Erinnerungen.

Wie ist es, wenn du mal einen Nachmittag Zeit mit ihm anbietest?
Vllt noch ein bisschen früh. Aber in den nächsten Jahren, mal fragen, ob du mit ihm in den Zoo darfst?

Beitrag von bine3002 15.02.11 - 22:42 Uhr

Weißt Du, man kann "Hallo" und "Tschüss" nicht erzwingen. Man kann darum bitten, man kann das Kind versuchen zu überzeugen, dass es höflich ist, aber man kann es nicht erzwingen. Und eigentlich willst Du doch auch keine erzwungenene Floskeln, sondern ein ehrlich empfundenes Gefühl.

Das Kind fordert DICH heraus. Es möchte von dir wissen, ob Du eine ERWACHSENE Bezugsperson bist, der man vertrauen kann oder ein Kind, mit dem man spielen kann. Im Moment verhälst Du dich eher wie ein bockendes Kind: "Püüüüh, wenn Du nicht willst, dann eben nicht." Deswegen kannst Du nicht erwarten, ernst genommen zu werden. Du tust das nicht absichtlich... schon klar, aber Du tust es.

Es tut dir weh, wenn er so zu dir ist? Dann sag ihm das. Zeig ihm wie ein erwachsener Mensch mit Gefühlen umgeht, denn das möchte er von dir. Insofern liegt der Fehler auch nicht bei den Eltern, denn sie können nichts machen.

Versteh mich bitte nicht falsch. Ich will dich nicht angreifen. Und dieses Verhalten ist auch schwer zu verstehen, aber Kinder denken anders als Erwachsene und sie handeln teilweise instinktiv. DIESES Kind hat noch keine Beziehung zu dir aufgebaut. Und daran kannst nur DU etwas ändern. Die Eltern könnten vielleicht Höflichkeitsfloskeln erzwingen, eine Beziehung aufbauen kannst aber nur Du.

Und selbst wenn Du das dann hast, ist es wieder anders, wenn die Eltern dabei sind. Dann läuft es so wie bei den Wölfen: Wer ist Rudelchef, wer steht an zweiter Position und wer kommt dann? Das Kind weiß im Moment einfach nicht, ob Du nur Besucher oder Rudelmitglied bist und an welcher Position Du stehst. Und deswegen geht es auf Abwehr und hält sich an die vertrauten "Rudelchefs" oder es verhält sich selbst wie ein Rudelchef, weil es einfach unsicher ist (das tun Hunde auch, wenn sie nicht wissen wo sie stehen und letztlich leben wir naturgemäß in einer ähnlichen Sozialstruktur). So komisch es also klingt: Umso mehr Du dich selbst durchsetzt und auch mal unangenehme Entscheidungen triffst, umso mehr wird das Kind dich anerkennen und sagen: "Wow, die kann sich durchsetzen, die kann mich auch beschützen!" Verstehst Du was ich meine?

Beitrag von quasiratlos 16.02.11 - 09:19 Uhr

"Das Kind fordert DICH heraus. Es möchte von dir wissen, ob Du eine ERWACHSENE Bezugsperson bist, der man vertrauen kann oder ein Kind, mit dem man spielen kann. Im Moment verhälst Du dich eher wie ein bockendes Kind: "Püüüüh, wenn Du nicht willst, dann eben nicht." Deswegen kannst Du nicht erwarten, ernst genommen zu werden. Du tust das nicht absichtlich... schon klar, aber Du tust es. "

Hm, da kam wohl was falsch rüber....ich wende mich definitiv nicht vom Kind ab, vor allem nicht mit den Worten, ich respektiere es, wenn er eben nicht so viel Kontakt möchte...

Ich distanziere mich von den Eltern, die dieses Verhalten immer auch noch fördern und darüber lachen, indem sie ihn fragen "Name, willst du mit der Patin Karrusell fahren" und statt ihm dann zu sagen, dass man "Nein, danke" sagt, lachen sie, wenn er dann "neeeeiiin" sagt, ganz abgesehen davon, dass sie auch mich nicht vorher fragen...das ist für mich total seltsam und ich bin im ersten Moment so baff, dass ich nix dazu sagen kann, was mich im Nachhinein sehr ärgert.

Und was meine Rolle als Erwachsene anbelangt, so hat er dies schonmal herausgefordert als er bei mir war und sich total aufgeführt hat, da hab ich ihm unmissverständlich klar gemacht, dass schreien und stampfen bei mir absolut Tabu ist...anschließend hat er sich beruhigt, wir waren zusammen auf dem Spielplatz für Stunden, haben zusammen Sandburgen gebaut, geschaukelt, gerutscht, sind gemütlich nach Hause, und kaum waren die Eltern da, war er wieder total aufgewühlt und seine Mama hat ihn ständig aufgefordert, irgendwas zu tun, und zeig dies und mach das.

Ich habe ihr schon mal erklärt, dass ich das nicht möchte sondern mich einfach nur freue, mein Patenkind zu sehen, dass ich es schön finde, wenn sie mir von ihm erzählt, weil ich dann an seinem Leben teilnehmen darf, dass er aber nicht zu meiner Unterhaltung da ist.

Beitrag von sunflower.1976 16.02.11 - 11:06 Uhr

Hallo!

Dein Patenkind ist drei Jahre alt - und hat noch Zeit zu lernen mit Hilfe der Unterstützung seiner Eltern.

Wegen der Geschenke... Dreijährige können noch keine richtige Beziehung zwischen dem Schenker und dem Geschenk herstellen, wenn ein Zeitraum zwischen dem Öffnen des Geschenks und dem nächsten Treffen liegt. Ein "Danke" entspricht zwar der Höflichkeit aus Erwachsenensicht, hat aber nichts mit der aktuellen Freude über das Geschenk zu tun. Daher bekommen meine Kinder von ihren Paten bzw. meine Patenkinder von mir die Geschenke z.B. nach Weihnachten beim nächsten Treffen ("Das Christkind hat noch ein Geschenk für Dich bei mir gelassen.").

Telefonate mit drei Jahren...mein großer Sohn wollte in dem Alter nur mit seinen Großeltern telefonieren und mag auch jetzt mit 5,5 Jahren nicht wirklich gerne telefonieren. Mein kleiner Sohn (2 Jahre) telefoniert gerne und würde mir am liebsten ständig den Hörer aus der Hand nehmen. Ich habe zwei knapp 7 Jahre alte Patenkinder. Eins telefoniert gerne, eins gar nicht gerne. Also fordere ich es auch nicht sondern seine Mutter richtet Grüße aus, worüber er sich freut. Von einem dreijährigen Kind würde ich kein Telefonat fordern, wenn es das nicht möchte.

Mein großer Sohn wäre in dem Alter auch nicht freiwillig mit seiner Patentante Karussell gefahren, einfach weil er größten Respekt vor Karussells hatte, er seine Patentante aus Entfernungsgründen nur selten sieht und sie ihm für so "aufregenden" Sachen wir Karussellfahrten nicht vertraut genug war.

Ich denke, man muss schon sehen, warum ein Kind sich so verhält. Seht ihr Euch z.B. selten, gibt es eventuelle Unstimmigkeiten zwischen Dir und den Eltern, ist das Kind eher zurückhaltend und braucht viel Rückhalt usw. Das alles beeinflusst Eure Beziehung.

Erziehung bedeutet natürlich, dass ein Kind lernt, auch mal Dinge zu tun, die es nciht so gerne mag. Erziehung bedeutet aber für mich auch, die eigenen Bedürfnisse des Kindes zu respektieren und es langsam an die Anforderungen der Gesellschaft zu gewöhnen.

Du begibst Dich auf das "Niveau" Deines Patenkindes herab und reagierst trotzig auf sein Verhalten. Das verbessert nichts, denn DU bist die Erwachsene und solltest entsprechend reagieren.

Mach Kontaktangebote, sei aber nicht traurig, wenn Dein Patenkind nicht möchte. lass Deinem Patenkind Zeit, damit sich eine gute Beziehung entwickeln kann.

LG Silvia

Beitrag von quasiratlos 16.02.11 - 14:05 Uhr

Hallo,

vielen Dank für deine Antwort.

Irgendwie fühle ich mich dennoch hier missverstanden...eigentlich ärgert mich nicht das Verhalten des Kindes (habe beruflich mit Kindern gearbeitet und kann deshalb schon ganz gut einschätzen, wie und was sie in welchem Alter können oder nicht).

Es regt mich mehr der Umgang der Eltern damit auf....sie sind enge Freunde von mir, eher schon Familie, ich wohne ganz in der Nähe, wir sehen uns regelmäßig, mein Patenkind kennt mich von Geburt an, ich bin also keine Fremde, die er alle paar Wochen mal sieht.

Ich verstehe auch nicht ganz, warum ich trotzig reagiere, wenn ich von den Eltern!!! erwarte, dass natürlich sie sich statt des Kindes bedanken oder mir genau sagen, wie es bei Ihnen abläuft, damit ich mich danach richten kann.

Zur Adventszeit hab ich meinem Patenkind einen total schönen Adventskalender geschickt mit kleinen Figuren aus Filz und kleinen Beuteln mit Süßigkeiten...mein Patenkind (der im übrigen sehr gern telephoniert) hat sich total gefreut, von seinem Papa hab ich einen halben Anschiss bekommen, was sie damit nun anfangen sollen, die Schnur sei zu lang, der Kleine räume die gesamten Süßigkeiten raus.....deshalb habe ich zu Weihnachten gefragt, was ich denn schönes schenken kann und auch wann es ihnen recht wäre, dass ich vorbei komme, wie es bei ihnen läuft...sie meinten, ich kann vorbeikommen, wann ich möchte...so, und dann stand ich da...

Sowas ärgert und verletzt mich sehr, denn mit derlei Aktionen kann ich keine Beziehung zu meinem Patenkind aufbauen ...ebenso wie bei den besagten animierten Unterhaltungsaufforderungen der Eltern an ihr Kind....was ich definitiv NICHT möchte!

Ich weiß, es ist schwierig, das hier immer so zu schildern, aber ich verstehe auch nicht ganz, was daran falsch ist zu sagen, dass man traurig ist, weil man das Gefühl hat, an jemanden nicht ranzukommen bzw. nicht rangelassen zu werden...

Beitrag von sunflower.1976 17.02.11 - 12:58 Uhr

Hallo!

Tut mir Leid, dass ich Dich missverstanden habe. In Deinem ersten Text kam es für mich so rüber, als ob Du eher sauer auf das Kind bist. Das mit den Eltern klang eher am Rande an. So wie Du den Text dieses Mal formuliert hast, ist es für mich verständlicher.
Klar kann man traurig sein, wenn die Beziehung zum Patenkind anders verläuft als man es erhofft. Nur es klang für mich eher vorwurfsvoll in Richtung des Kindes und das konnte ich nicht nachvollziehen.

Besprich (ohne Vorwürfe!) mit den Eltern, wie der KOntakt mit dem Kind in den nächsten Wochen/Monaten aussehen soll, was sie sich vorstellen usw. Vielleicht findet ihr dann einen gemeinsamen Konsens.