Jungs-feindlich oder nicht?

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Forum: Kids & Schule

Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen? Schulschwierigkeiten oder anstrengender Streit ums Aufräumen: Lest und diskutiert mit. Und da die Vorbereitung der Einschulung ansteht: Hier begleitet urbia-TV Vater und Tochter beim Schulranzenkauf.

Beitrag von arthurmama 15.02.11 - 14:55 Uhr

Hallo zusammen,

wie seht ihr das?

Ankündigung der Grundschule: Es wird Karneval gefeiert!
Kinder dürfen ein Kostüm tragen, vom Mitführen von Waffen in jeglicher Art soll bitte Abstand genommen werden!
Ich denke es ist hier wichtig zu wissen, dass wir über Kinder im Alter von 6-10 sprechen.

(Fällt ein Hexenbesen auch unter das Waffenverbot?)


Zu welchem Kostüm ratet ihr hier? Als Feuerwehrmann, Polizei (eigentlich nur Ornundsdienst), Clown, Glühwürmchen wird mein 8-jähriger Sohn nicht laufen.

VG, I.

Beitrag von bobb 15.02.11 - 14:57 Uhr

was ist daran jungs-feindlich?

Beitrag von arthurmama 15.02.11 - 15:08 Uhr

Stimmt, Mädchen müssten auch ihr Lara-Croft-Outfit zuhause lassen!

Beitrag von ohmama 16.02.11 - 13:30 Uhr

Hä?

Mädchen dürfen sich also nicht als Polizist oder Cowboy (mit angemaltem Schnautzbart und Colt :-p ) verkleiden?

Ganz schön mädchenfeindlich...

Beitrag von arite78 15.02.11 - 14:58 Uhr

Hallo

meiner ist zwar erst fast 6, aber im KIGA gilt bei uns das Gleiche, wir haben jetzt Superman oder son Skelettkostüm zu Auswahl zu Hause.

ich weiß aber nicht ob das noch was für 8jährige ist#schwitz

LG Arite

Beitrag von arienne41 15.02.11 - 15:00 Uhr

Hallo

Und was ist daran Jungenfeindlich?

Ich finde es normal das die Kinder keine Waffen mitnehmen sollen schon wegen der Verletzungsgefahr (z.B Schwert)

Soll er als Astronaut gehen :-) oder Hippie oder Punker

Beitrag von leiahenny 15.02.11 - 15:49 Uhr

Versteh Dich schon - bei uns waren die Hexenbesen auch keine Waffen, wie auch Zauberstäbe etc. #kratz.
Ärger Dich nicht, bei uns wurde es dann Drache, Roboter und, seine Idee Mülltüte ( das war wirklich preiswert :-).

Beitrag von arthurmama 15.02.11 - 16:53 Uhr

Natürlich werde ich nicht mit der Schule drüber diskutieren, ob von einer Plastik-Pistole eine größere Verletzungsgefahr ausgeht als von einem rosa Zauberstab mit zackigem Stern drauf ....
Ich finde es aber traurig, dass die Damen offenbar sehr viel mehr Verstandnis für das mädchen-typisches Spielzueg haben als für jungs-typisches..
LG, I.

Beitrag von manavgat 15.02.11 - 16:10 Uhr

Was meinst Du?

Echte Kerle tragen Waffen?

Ich denke der Indianer oder der Cowboy braucht keine Waffe, den erkennt man auch so.

Es geht einfach darum - vermute ich mal - dass man das knallharte Geballere verhindern will - was für alle anderen eine echte Lärmbelästigung ist.

Gespenst, Pirat, Krankenpfleger, Professor, Maurer, Friseur, Arzt

da gibt es doch sooo viele Möglichkeiten.

Gruß

Manavgat

Beitrag von arthurmama 15.02.11 - 16:50 Uhr

Ja echte Kerle tragen Waffen in der Vergangenheit war es so und scheinbar wird es in der Zukunft nur unwesentlich anders, bei der Verteidigung der Menschheit gegen Aliens und der "Macht des Dunklen".

Aber darum geht es gar nicht! Heutzutage sind bei 8-jährigen echte Kerle Star Wars Figuren und retten die Welt vor Bösem. Und ja auch die tragen Laserschwerter und Laserpistolen .....

Übrigens zu einem Piraten gehört ein Krumm-Säbel, zu einem Arzt eine Spritze oder Skalpell, zu einem Maurer wohl ein Vorschlaghammer, wahlweise auch eine Leiter oder einige Backsteine, oder eine Kreissäge, zu einem Friseur eine Schere, zu einem Phsyikprofessor ein Laser, zu einem Chemieprofessor ätzende Chemiekalien (da reicht wohl ein Dioxin-Ei), na ja zu einem Philologieprofessor ein schwerer Wälzer, zu einem Krankenpfleger gehört auch eine Bettpfanne,....., wenn es wirklich nur um die Unterbindung der Verletzungsgefahr ginge! Mir ist es auch neu, dass Spíelzeug-Gewehre und -Pistolen eine höhere Verletzungsgefahr mit sich bringen, als ein rosa Zauberstab mit zackigem Stern drauf!

Im Prinzip könnte man als Baby mit einer knautschigen Rassel gehen, alles andere könnte auch als Waffe benutzt werden.

Beitrag von itsmyday 15.02.11 - 19:00 Uhr

Ich denke nicht, dass es um die "Verletzungsgefahr" geht! (Haben die das so gesagt?? #kratz)

Mir persönlich ginge es drum, dass ich Kinder und Waffen nicht gerne zusammen sehe. Mir ist es ganz wichtig, dass meine Kinder wissen, dass Waffen Symbole des Todes sind und nicht dazu geschaffen, Faschingslaune zu verbreiten. #cool

Beitrag von valada 15.02.11 - 20:39 Uhr

Wofür müssen bei einer Faschingsfeier, auf der Kinder toben und Spielen zum Kostüm passende "Accessoires" mitgebracht werden?

Letzten Endes liegen die doch eh nur in der Ecke weil die eben beim Spielen nerven und stören....

Es kommt doch auf das Kostüm an und nicht auf das Gimmick! Und ein Pirat ist auch als Pirat zu erkennen OHNE Säbel und ein Indianer als Indianer OHNE Pfeil und Bogen!

Beitrag von sillysilly 15.02.11 - 16:24 Uhr

Hallo

ich persönlich finde das gut -
es gibt genügend Faschingsfeiern wo Waffen erlaubt sind, da muß es ja nicht in der Grundschule sein.

und die Jungs mit Waffen neigen einfach dazu etwas wilder, dramatischer zu spielen und auch andere Kinder zu "bedrohen".


Und z.B. waren in meiner Kindergartengruppe viele Kinder die erlebt haben wie ihre Familien mit Waffen bedroht wurden.
Wir hatten Kinder aus Sri Lanka die mit Waffen aus den Dörfern vertrieben wurden
ein irakisches Kind, deren Onkel neben ihm mit einem Kopfschuß hingerichtet wurde
einen Kind aus Sri Lanka wo die Mutter vergew........ wurde und dabei mit einer Pistole bedroht wurde.


Es gibt nicht nur unsere heile Welt
es gibt schlimme, schlimme Erfahrungen und ich finde es gut wenn eine Grundschule sowas vermeidet.

Denn die Eltern haben die Möglichkeit nicht zu anderen Faschingsfeiern zu gehen, weil ihre Kinder schlechte Erfahrungen gemacht haben
aber
die Feier in der Grundschule kann man nicht meiden


Grüße Silly

Beitrag von froehlich 15.02.11 - 16:38 Uhr

Entschuldige, aber ich finde, Du schiesst (auweia, darf man das überhaupt schreiben?! ;-)) weit über das Ziel hinaus..... . Ich kann Deine Argumente zum Teil ja nachvollziehen - aber bitte lass die Kirche im Dorf! Wir haben auch jahrelang im Ausland in Kriegsgebieten oder ehemaligen Kriegsgebieten gelebt und selbstredend (wie wahrscheinlich jede hier) ein kritisches Verhältnis zu Waffen. Trotzdem finde ich gibt es einen Unterschied zwischen einer totalen "laissez faire Haltung" in Bezug auf Kriegsspiele und einem KINDERFASCHING!!!!! Meine Güte - wir reden hier doch nicht von wüstem Geballere sondern von kleinen Cowboys, Indianern oder vielleicht mal nem Weltraummonster mit ner Laserpistole....dadurch nähme bestimmt niemand Schaden. Auch die Kinder nicht, die Du in Deinem (übrigens etwas drastischen Beispiel!) heranziehst (WO bitte gibt's denn hier in D so viele traumatisierte Kinder auf einem Haufen?! Im Kiga eines Asylantenheimes?) - abgesehen davon darf ich Dir berichten, daß ausgerechnet in Vietnam (wo wir 2 Jahre gelebt haben und wo für viele Menschen die Kriegserinnerungen noch sehr präsent sind!) kleine Kinder wie selbstverständlich mit Panzern, Luftgewehren etc. gespielt haben und keiner nahm daran Anstoß. Nun will ich beileibe nicht behaupten, daß ich das gut fand - im Gegenteil. Andererseits hat sich das Klischee in meinem Kopf (typisch - gewaltverroht durch Krieg und Kriegsspielerei!) auch nicht bestätigt. Ich denke, bei uns wird zu viel Heiopei um alles gemacht - und JA; ich finde diese huschikuschi-wir-haben-uns-alle-lieb Hudelei jungsfeindlich. Wer solche Ballerspiele permanent ausblendet und empört verbietet nimmt in Kauf, daß sich Jungs später andere (viel gefährlichere) Ventile suchen. Das bestätigt Dir heute jeder Kinderpsychologe. Aber es ist natürlich typisch, daß in unseren frauengesteuerten Kindergärten für wildere Spiele nicht mal im Fasching Platz ist. Arme Kinder!

Grüße

Beitrag von sillysilly 15.02.11 - 16:47 Uhr

Hallo

das ist meine Meinung

Klar die meisten hier schreiben, daß sie es gut finden
ich schreibe daß ich es gut finde und meine persönliche Erfahrung - wieso ich es gut finde
und mich schreibst du an ?

Du findest meine Erfahrung warum ich es will also seltsamer
als die anderen Schreiberinnen die ohne Begründung ein Waffenverbot gut finden

meine Erfahrung

und ich finde es schwierig wenn die Eltern keine Wahl haben sich gegen diesen Fasching, die Begegnung mit Waffen zu entscheiden.


Und ich habe diese Kinderaugen gesehen, als Kinder mal doch Waffen mit in die Einrichtung brachten.
Es war echte Angst da ...... und ich finde das muß nicht sein.

oder z.B. das irakische Kind hat dann eine Waffe genommen und die Kinder von hinten gepackt und dann die Situation nachgespielt ....

Für mich haben diese Vorfälle einfach den Aspekt gebracht - daß es eben auch einen anderen Bezug zum Thema Waffen gibt.
Eben das es nicht nur als Spielzeug kennen gelernt wird.


wir wohnen hier in einem sozialen Brennpunkt
mit sehr, sehr vielen Flüchtlingen und auch bis vor kurzem Asylberwerberheime im Einzugsgebiet meiner Einrichtung ......


Beitrag von arthurmama 15.02.11 - 17:35 Uhr

Ich sehe es auch so! Es ist Fasching! Närrische Zeit, dauert genau 1 Tag bei uns und sollte nicht in einem Gemetzel enden.

Ne und weder meine Söhne noch die übrigen Jungs rennen permanent, grundsätzlich mit Waffen rum - die haben ein bisschen mehr Phantasie als nur sowas zu spielen! Aber sie DÜRFEN auch sowas spielen!

LG, I.

PS. Irgendwie ist das alles sehr verklemmt heutzutage!

Beitrag von luka22 15.02.11 - 16:30 Uhr

Ich denke es ist nicht jungsfeindlich! Es geht nicht um die Frage, ob Jungen generell keine "Waffen" an Fasnet tragen sollten oder nicht. Es geht wahrscheinlich rein um die Sicherheit. Leider sind gerade die Schwerter hart und ein Schlag auf den Hinterkopf nicht gerade lustig!
Bei uns dürfen die Kinder ihre Pistolen mitbringen, aber ohne Munition, bei den Schwertern weiß ich es nicht.
Lass doch deinen Sohn als Punker oder als Vampir gehen! :-)

Grüße
Luka

Beitrag von arthurmama 15.02.11 - 17:04 Uhr

Hallo,

ja gegen Schwerter-Verbot hätte ich auch nichts und ich kann auch sehr gut verstehen, dass das Geballer mit Schreckschuss nicht wirklich von allen in den Mangen zu ertragen ist, aber dass eine Zauberstab weniger gefährlich sein soll als eine Plastik-Pistole kannmir nicht wirklich einer erzäheln.
Deswegen sehe ich, dass es eben nicht um die "Verletzungsgefahr" geht, sondern vielmehr um ein echte Inakzptanz der Jungspezifischen Spiele, auch wenn die nur im Unterbewußtsein vorherrscht und politisch korrekt anders dargestellt wird.

LG, I.

Beitrag von luka22 15.02.11 - 17:12 Uhr

Für mich gäbe es nur einen Grund solche Spielzeuge zu verbieten und das wäre die Sicherheit! Alles andere ist tatsächlich "Inakzeptanz der jungenspezifischen Spiele". Räuber und Gendarm...ich glaube das spielen Jungen (und Mädchen!) schon seit menschengedenken. Was der Prinzessin ihre Stöckelschüchen, sind dem Jungen seine Pistolen. Gerade an Fasching sollte das kein Problem sein!


Grüße
Luka

Beitrag von froehlich 15.02.11 - 18:22 Uhr

Naja, weisst Du...also ich finde das Sicherheitsargument in punkto Schwert zieht irgendwie nicht so. Ein Junge, der mit einem Holz- oder Plastikschwert tatsächlich andere Kinder vertrimmt hat ein generelles Problem - der nimmt zur Not auch einen Stock oder den Küchenbesen um jemanden über'n Kopp zu hauen. Wäre mir neu, daß man mit einem Schwert automatisch rumklopft - na klar, so ein bisschen, zum Spaß vielleicht....kannst ja recht haben. Andererseits kann dman en Kindern doch nun wirklich erklären, daß bestimmte Dinge tabu sind. Also MEINE Jungs kapieren das, sogar der Kleine mit 19 Monaten schon. Dass es auch beim Raufen Regeln gibt wissen die meisten (nicht auf den Kopf, kein Bein stellen etc.) - ich glaube schon, daß das "Waffenverbot" für viele Mütter ein eher weltanschauliches Ding ist. Ich muß ja zugeben, ich war früher auch eher so drauf - aber das hat sich mittlerweile geändert, nicht zuletzt durch den wirklich fundierten Rat erprobter Kindertherapeuten. Und übrigens war ich auch ein wildes MÄDCHEN und ich habe es geliebt mit Pfeil und Bogen rumzurennen und Robin Hood zu spielen. Dürfte ich heute auch nicht mehr. Oh Mann!!!

Beitrag von 3wichtel 16.02.11 - 14:34 Uhr

Ich war immer ziemlich lässig im Umgang mit Spielzeugwaffen.
Bis mein dritter Sohn drei wurde:

Der dreht dermassen durch, wenn er ein Schwert in der Hand hat #augen
Sofort will er los "KÄMPFEN"!

Und das macht er mit Kochlöffeln oder Besenstielen nicht!

Seitdem kann ich das Waffenverbot schon sehr gut verstehen.

Beitrag von risala 15.02.11 - 16:41 Uhr

Hi,

ich habe noch keine Ahnung, wie es bei uns dieses Jahr ablaufen wird. aber es ist absolut üblich, dass "Waffen" verboten sind.

Letztes Jahr durften die Kinder Waffen etc zwar mitbringen (weil sie zum Kostüm gehören), aber diese wurden dann eingesammelt und erst am Schulende wieder ausgegeben. Ich denke, dass es so auch diesmal wieder laufen wird.

Letztes Jahr war Fabian Cowboy - dieses Jahr geht er als Jäger.

Gruß
Kim

Beitrag von lena10 15.02.11 - 16:57 Uhr

Hallo,

also ehrlich, wie kann man sich über so etwas aufregen???

Ich finde es auch sehr ätzend, wenn Jungs (und übrigens auch Mädchen!) im Grundschulalter mit Spielzeugwaffen ballernd durch die Gegend laufen und alles erschießen, was ihnen in die Quere kommt! Wenn Eltern das toll finden und zu Hause akzeptieren - bitteschön! Aber wenn eine Schule das nicht haben möchte, auch gut (und für mich nur allzu verständlich!).

Und was spricht gegen Cowboy, Indianer, etc.??? Kann man die nur an ihren Waffen erkennen? Komisch, mein Sohn hat all diese Verkleidungen schon durch, obwohl er noch nie eine Waffe an Karneval dabei hatte....

Manche Leute suchen sich ihre Probleme aber auch!

Lena

Beitrag von arthurmama 15.02.11 - 17:27 Uhr

Ach ne, weder phantasievolle Jungs noch Mädels BRAUCHEN Spielzeugwaffen um rumzuballern, das geht auch mit dem Finger ganz gut und die Geräusche dazu kommen aus der eigenen Beat-Box ....

Ich denke, das grundsätzlich zu verbieten ud durchzusetzen, würde einem Gezicke-Verbot bei Mädchen gleichkommen. Man kann sich wirklich das Leben auch schwer machen!

LG, I.

Beitrag von delfinchen 15.02.11 - 20:29 Uhr

???

es ist doch en eklatanter unterschied zwischen waffen, auch wenns spielzeugwaffen sind, und dem "gezicke" von mädels ...

wenn du deine festgefahrene meinung hast und es definitiv jungsfeindlich findest, warum fragst du dann hier nach?
du hast deine meinung und findest es nicht in ordnung, viele andere, darunter auch ich, haben die meinung, dass es richtig ist, wenn bei ener schulveranstaltung spielzeugwaffen verboten werden.
ein cowboy zeichnet sich nicht auschließlich durch einen colt aus .... ursprünglich hat cowboy auch eine ganz andere bedeutung als "waffe ziehen und ballern".

ich finde es auf jeden fall nicht jungsfeindlich und würde mir ein solches vorgehen von mehr öffentlichen veranstaltungen, die für kinder organisiert sind, wünschen.


grüße,
delfinchen



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