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Forum: Trennung

Sorgerecht, Umgangsrecht, Unterhaltszahlung ... ? Wenn sich ein Paar zu einer Trennung entschließt, ergeben sich für jedes Elternteil ganz neue Fragen an die eigene Lebensplanung.

Beitrag von natsch29 15.02.11 - 18:16 Uhr

Hallo an Alle!!

Hab einige Fragen und hoffe das mir vielleicht jemand einen Tip oder Ratschlag geben kann, nun zu meinem Problem:

Ich war letztes Jahr mit einem Mann zusammen, vielleicht wenns hoch kommt ein 1/4 Jahr. Anfang des Jahres kurz nachdem wir zusammen kamen, hatte ich einen schweren Autounfall ohne ihn darum zu bitten hat er mir für 300€ ein Ersatzauto gekauft. Auch er hatte sein Nutzen davon, denn auf grund dessen das er keinen Führerschein hat, hab ich ihn von A nach B kutschiert. Egal wir waren ja zusammen. Das Auto was er bezahlt hatte, hab ich komplett auf meinen Namen zugelassen, ich steh in sämtlichen Papieren und zahl natürlich die Steuer und die Versicherung. Während der Beziehung hat er mir eine Rechnung bezahlt, da ich finanziell nicht gut da stand. Am Auto mussten auch 2 Reperaturen gemacht werden, eine schwarz und eine mit Rechnung. Soweit so gut, da er finanziell gut da steht, hat auch er das bezahlt, es fiel auch nie ein Wort darüber wegen Zurückzahlung, er sagt immer es gibt kein Dein und Mein mehr es ist jetzt Unseres. War mir zwar irgendwie unangenehm aber ich hatte es so akzeptiert. Ende des Jahres hab ich mich von ihm getrennt, viele Lügen seinerseits usw...Kurz nach der Trennung meinte er dann zu mir, er will das Geld was er fürs Auto bezahlt hat und sämtliche Rechnungen die auch er bezahlt hat. Das dumme ist, das er den Fahrzeugbrief hat und den kaufvertrag fürs Auto mit seinem namen unterschrieben hat. Ich hab mich von ihm einschüchtern lassen, da ich weiß das er zu allem fähig ist und ihm im Oktober die 300€ fürs Auto gebracht, mit Zeugen und habe von ihm eine Quittung über die 300€ bekommen. Den Kaufvertrag und den Fahrzeugbrief hat er mir nicht gegeben, das würde ich erst dann bekommen, wenn der Rest bezahlt wäre. Er weiss das es mir finanziell auf keinen Fall möglich ist, die Summe aufeinmal an ihn zahlen zu können. Ich habe versucht mit ihm eine Ratenzahlung zu vereinbaren, darauf hat er sich nicht eingelassen. Seit Oktober war Funkstille. Jetzt hat er mir Ende letzter Woche geschrieben, das er bis Freitag das komplette geld haben möchte. (Letztes Jahr hatte ich bei der Werkstatt die die Reperaturen gemacht hatte angerufen und mir wurde eben gesagt das über eine Reperatur keine Rechnung existiert und die andere Rechnung auf seinen Namen läuft, aber nicht bezahlt wäre).

Wie ist das jetzt, er hat die Sachen alle freiwillig bezahlt, kann er das jetzt alles zurückfordern, nur weil ich mich von ihm getrennt habe? Sitzt er am längeren Hebel, weil er den Fahrzeugbrief hat? Er hat mir heute geschrieben, das er angeblich mit seinem Anwalt Rücksprache gehalten hat und wenn er bis Freitag nicht die komplette Summe bekommen würde, dann will er mich wegen Betrug anzeigen. Kann er das denn einfach so? Er hat soweit ich weiss, nichts schriftliches in der Hand!

Was kann ich machen und was kann er machen, bzw was habe ich zu befürchten? Man kann doch nicht, nur weil der eine sich trennt, plötzlich Sachen zurückfordern, die man in der Beziehung freiwillig bezahlt hat. Oder sehe ich das etwa falsch? Er hat mich soviel angelogen und ich habe auch so einiges in unserer Beziehung bezahlt und fordere dies auch nicht aus gekränktem Stolz von ihm zurück!

Für Tips wäre ich sehr dankbar.

Danke N.

Beitrag von witch71 15.02.11 - 19:22 Uhr

Du stehst im Farzeugbrief, richtig? Also als Besitzerin des Autos.

Beitrag von buzzfuzz 15.02.11 - 20:00 Uhr

wer drin steht ist doch egal oder nicht?? der der den brief besitzt ist eigentümer...deshalb soll man ja den brief immer sicher aufbewahren....

Beitrag von witch71 15.02.11 - 20:15 Uhr

Nein, das ist ein gängiger Irrtum. :-)

Beitrag von buzzfuzz 15.02.11 - 21:17 Uhr

hmm wie ist des denn dann?

Beitrag von witch71 15.02.11 - 21:30 Uhr

Der Besitzer des Fahrzeugbriefs ist nur berechtigt, das Auto beispielsweise um- oder abzumelden. Das aber auch nur, wenn er selbst im Schein steht.

Beispiel:

Ich kauf Dein Auto, Du behältst aber den Brief, um es abzumelden. Das tust Du auch, gibst mir aber den Brief trotzdem nicht.
Allerdings habe ich mit Dir einen Kaufvertrag gemacht (schriftlich oder auch mündlich), das Auto bezahlt (nachweislich), das Auto erhalten und mitgenommen.
Wem gehört nun das Auto? Mir, klar. Der Brief berechtigt Dich nun ja zu gar nichts mehr.

Im vorliegenden Fall ging es zwar etwas turbulent zu, aber letztlich hat ja alles stattgefunden, was nötig ist, um das Auto in ihren Besitz zu übergeben. Er behält also den Brief völlig zu Unrecht.

Beitrag von buzzfuzz 15.02.11 - 21:48 Uhr

nunja sie hat aber keinen beleg in demhervorgeht das diese 300 fürs auto waren,sondern nur das er 300 bekommen hat.

Beitrag von witch71 15.02.11 - 21:57 Uhr

Sie hatte einen Zeugen dabei, der kann sicher bestätigen, dass es einen mündlichen Kaufvertrag gab und das Geld auch für das Auto war.

Klar, bisschen dünn eine Quittung ohne Quittungszweck, aber das sollte der Zeuge wieder rausreissen.

Er kann es schon drauf ankommen lassen und vor Gericht gehen, das Problem ist aber, dass er ja vorher nicht weiss, ob er damit durchkommen wird. Die Sachlage ist hier - auch für ihn - zu unklar. Wenn alles mit rechten Dingen zugeht, müsste der Richter in ihrem Sinn entscheiden. Ob er das riskieren will?

Ich habe ihr geraten, schriftlich per Einschreiben mit Rückschein auf die Aushändigung des FB zu bestehen.

Beitrag von buzzfuzz 15.02.11 - 22:25 Uhr

ja eine verfahrene kiste...aber ich denke das sie sie doch dahin gehend vielleicht beraten lassen sollte...sei es beim anwalt oder beim schiedsmann.

wobei ich nciht weiss ob ein schiedsmann dafür zuständig ist.aber ein einschreiben also die bestätigung zeigt nciht den inhalt um was es ging bei diesem einschreiben...ob dies dann wieder reicht?

Ich glaube keiner von uns wird genau die rechtliche lage wissen...daher besser sie holt sich rechtliche hilfe.

diana

Beitrag von leo-nie 15.02.11 - 20:21 Uhr

Also anzeigen kann er Dich nicht, denn es liegt weder Betrug noch eine andere Straftat im Raum. Jeder Polizist auf der Wache würde ihn belächeln und nach Hause schicken.

Vielleicht aber kann er Dich zivilrechtlich anzeigen. Denn da kenn ich mich nicht so aus. Das macht er dann aber nicht bei der Polizei, sondern beim Zivilgericht (Amtsgericht in seiner Nähe).

Eigentlich könntest Du zur Polizei und ihn wegen Unterschlagung des Fahrzeugbriefes anzeigen. Denn das steht im Raum. Er muss ihn Dir aushändigen.

Du hast leider auch nichts schriftlich, dass er Dir das Auto und die Rechnungen "geschenkt" hat.
So wirklich weiß ich auch nicht weiter.