waldorfkindergarten ja/nein

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von hro-tina 15.02.11 - 18:19 Uhr

wir haben das Angebot unseren dann 2 3/4 Jahre alten Sohn in den Waldorfkindergarten zu bringen.

Bringt jemand seine Kinder auch dorthin und was haltet ihr von solchen Kindergärten?

Beitrag von perserkater 15.02.11 - 18:42 Uhr

Hallo

Vom Konzept Waldorf halte ich nichts wobei ich es im Kindergarten noch ok finde aber spätestens zur Schulzeit geht das gar nicht mehr.
Da musst du dir aber dein eigenes Bild machen, im Netz gibts ja ganz viele Infos und Meinungen dazu.

Mein Sohn geht in einen "konzeptionslosen" Kiga und wird später eine Grundschule mit "Jena-Plan" Konzept besuchen.

LG

Beitrag von hanni2711 15.02.11 - 18:59 Uhr

Hallo

meine Tochter ist seit September in einem Waldorfkindergarten. Wir sind dazu gekommen wie die Jungfrau zum Kind :-)

Bis dahin war sie in einem normalen Kindergarten und es war ok. Wir mochten den KiGa alle sehr gern. Dann sind wir umgezogen und haben einen neuen gesucht.

Als wir dann ein Haus gefunden haben, dass uns gefallen hat, habe ich mich im Ort umgeschaut. Wir haben hier zwei Kindergärten und einer davon ist der Waldorfkindergarten. Der andere hatte keinen Platz mehr und da hab ich mir mal den Waldorfkindergarten eben angeschaut.

Ich muss zugeben, ich bin sehr positiv überrascht. Es ist wirklich toll! Meine Tochter geht nun noch lieber in der KiGa und ist da sehr zufrieden. Damit sind wir es auch.

Die Erzieherinnen sind sehr nett und kümmern sich rührend auch um die nicht ganz so einfachen Kinder und bewältigen alle Situationen sehr gut.
Sie veranstalten viele Puppenspiele für die Kinder und ich war wirklich baff, als ich mal zugeschaut hab!

Die Eingewöhnung ist viel angenehmer als in den meisten Kindergärten. Sie geben den Kindern die Zeit die sie brauchen. Sehr angenehm.

Meine Tochter und ich werden jeden Morgen persönlich begrüßt und es wird immer noch kurz gesprochen. Das Kind wird richtig wahrgenommen. Dadurch hatte meine Maus nun zum ersten mal so überhaupt keine Probleme sich von mir zu trennen. Bis dahin wurden wir meist von weitem begrüßt und dann musste ich mir eine Erzieherin suchen, die meine Tochter kurz genommen hat, bis ich gegangen bin. Sonst wollte sie mich nicht so recht gehen lassen.

Was ich auch toll finde ist, dass täglich frisch für die Kinder gekocht wird und sie auch mitmachen können, wenn sie wollen. Auch das Frühstück wird dort frisch zubereitet. Milchreis, Müsli, Brot und frisch gebackene Brötchen im Wechsel. die Brötchen backen die Kinder jede Woche selbst.

Es wird sehr viel Wert auf soziale Kompetenz. Das gefällt mir. Endlich ist dieses:"dann lad ich dich nicht zu meinem Geburtstag ein...." vorbei. Selbst den Großeltern ist es aufgefallen.
Es herrscht einfach kein Druck.
Eurythmie ist im KiGa sehr süß und macht meiner Tochter auch viel Spaß. Uns ist aufgefallen, dass sie viel ausdrucksstärker geworden ist :-)

Auch sonst sind die Spiele und Basteleien und Beschäftigungen wirklich schön. Sie verbringen viel Zeit draußen. Was für uns auch wichtig ist. Allerdings ist es hier kein MUSS. Haben die Kinder keine Lust mehr, gehen sie wieder rein.
Die Kinder werden auch genügend gefördert und auf die Schule vorbereitet.

Du siehst, wir sind zufrieden. Ich würde die Entscheidung immer wieder so treffen.

Allerdings glaube ich auch, dass es sehr von den Erzieherinnen abhängt.
Schau es Dir an und lass Dein Herz entscheiden.
Ich hätte vorher nicht gedacht, dass ich das Konzept gut finden werde (meine Eltern übrigens noch weniger) - mittlerweile bin ich davon überzeugt.

Euch alles Gute!

Johanna mit Charlotte (4) und #ei (17 ssw)

Beitrag von bluemotion 15.02.11 - 19:00 Uhr

Ich halte auch nicht wirklich was davon. Kindergarten ist vielleicht noch okey, aber sobald die Schulzeit losgeht, würde ich das Kind in eine normale Schule geben.

Meine Schwester wollte ihren Sohn auch in die Waldorfschule geben. Aber ich hätte da bedenken, das das später zum Nachteil für das Kind ausgelegt werden könnte (Beruf/Freundeskreis). Nach dem Motto, das man ja sowieso nur Hüpfen und Klatschen gelernt hat. Das möchte ich keinesfalls! Das Konzept ist so gemacht, das die Kinder zwar ihren Lernstoff im Schuljahr genauso schaffen müssen wie die "Normalen" Schulkinder, aber wenn sie auf gut deutsch mal gerade keine Lust haben, dann können sie etwas spielen oder sich ausruhen gehen. Find ich irgendwie nicht gerade förderlich. Eine gewisse Disziplin müßte das Kind schon lernen. Meine Meinung! Natürlich gibt es auch die Mütter, die dieses Konzept bis auf`s Messer verteidigen;-)

LG

Beitrag von shorty23 15.02.11 - 19:24 Uhr

Klar, jede/r hat seine eigene Meinung, tortzdem interessiert mich, warum du denkst, der Abschluss könnte weniger wert sein, denn dort macht man doch das gleiche Abitur bzw. sogar noch in mehr Fächern und das mit Staatsschullehrern, die den Vorsitz führen (war ich selbst schon mal, also als Vorsitzende von der Staatsschule), denke nicht, dass der Abschluss dann als weniger angesehen wird, warum auch? Und ich fand die Schüler dort genau so klug oder wenig klug wie an der Staatsschule, fand da war kein Unterschied zu erkennen. Aber naja, das ist eben meine Erfahrung!

Beitrag von meandco 16.02.11 - 09:17 Uhr

> Eine gewisse Disziplin müßte das Kind schon lernen. <

#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl

bin zwar kein freund von waldorf ... aber du glaubst doch nicht im ernst dass die da keine disziplin lernen???

sorry, aber in reformpadagogischen einrichtungen lernst du erst was disziplin ist ;-) wenn du da dran gewöhnt bist, trifft dich in klassischen einrichtungen der schlag wie es da abgeht #schwitz

lg
me

Beitrag von oekomami 16.02.11 - 12:29 Uhr

Hallo,

das Abitur ist noch shcwer als an einer Staatlichen Schule, da du ein Leistungsfach mehr hast.

Von der Waldorfschule hier in der Nähe machen jedes Jahr ca 60 % der Kinder Abitur.

Und außer ein Kind haben im Sommer alle Kinder einen Ausbildungsplatz bekommen.

In der normalen Schule haben aber nur 10 einen bekommen

Beitrag von hanni2711 15.02.11 - 19:04 Uhr

Offensichtlich können einige hier nicht so gut lesen!
Es geht um den Kindergarten - nicht um Schule!

Ich würde meine Tochter nach wie vor nicht auf eine Waldorfschule schicken. Der Kindergarten ist allerdings super und das beste was meiner Tochter passieren konnte!

Außerdem äußern sich hier offenbar nur Mütter, die einen solchen noch nicht von drinnen gesehen haben.....

Beitrag von bluemotion 15.02.11 - 19:20 Uhr

Und ob manch Mütter hier lesen können!
Allerdings frage ich mich, wie du diese Mütter so genau kennen magst, um zu beurteilen, das sie NIE einen W-KiGa von innen gesehn haben können? Schon mal was von "Tag der offenen Tür" gehört#winke

Ich sprach ja auch nur von meiner Meinung über die Schule. Das sollte eigentlich nebenbei erwähnt werden, ist dann aber etwas länger geworden, tut mir aber auch nicht leid!
Ein W-KiGa gefällt mir nämlich auch. Das hab ich geschrieben. Mehr wurde ja auch nicht gefragt.

Aber ich nehme dir das nicht übel.....der eine hat ruhigeren Charakter, die anderen eben aufbrausenden/beleidigenden#aha

Einen schönen ruhigen Abend wünsche ich dir!

Beitrag von olle-deern 15.02.11 - 19:21 Uhr

Hallo,
ich habe 13 Jahre lang Volleyballmannschaften trainiert, immer Mädels im Alter 12-16 Jahre ungefähr.
In jedem Jahrgang hatte ich 1-2 Mädels dabei die die Waldorfschule besuchten.
Es war sehr auffallend, dass diese Mädels eine enorme soziale Kompetenz besaßen (bzw. wohl immernoch besitzen).
Es waren in Konfliktsituationen immer diejenigen, die alles in Ruhe besprachen (ohne kreischen und heulen), die ohne weiteres in der Lage waren sich selber zurück zu nehmen und sich für andere zu freuen. Diese Mädels hatten immer ein Auge darauf was für das Team am besten ist und nicht immer nur "Was bringt mir das?" im Kopf.
Dabei waren sie durchaus sehr ehrgeizig was die eigene Leistung betraf.

Das sollte ja eigentlich immer so sein wenn man Mannschaftssport betreibt, ist es aber leider bei weitem nicht.

Es mag natürlich daran liegen, dass davon einiges aus dem Elternhaus kam, aber dies sind meine Erfahrungen mit Waldorfschülern. Durchweg positiv und hätten wir so eine Schule in der Nähe, würde ich diese für mein Kind auf jeden Fall in Betracht ziehen.

Gruß

Beitrag von sillysilly 15.02.11 - 19:26 Uhr

Hallo

die Frage ist einfach wie kommt dein Sohn mit Umstellungen klar

Ich persönlich würde es nicht machen, obwohl ich tolle Walddorfkindergärten gesehen habe.
weil ich der Meinung bin es ist sinnvoll, wenn man den Weg dann auch weiter geht.

Der Freund meiner Schwägerin war in einer Waldorfschule ..... ist ein supertoller Kerl, hatte aber massive Probleme den Abschluß zu schaffen ( den müssen sie ja auf einer normalen Schule machen )
Aber das zum Thema Schule.

Ich denke bei einem Kind daß sich gut anpassen kann, und auch sehr fit ist kann man mit einem Waldorfkindergarten nicht viel falsch machen.

Mein Gedanke wäre eher wie er von diesem pädagogischen doch sehr speziellen Ansatz den Übergang auf die "harte" Regelschule schafft


Grüße Silly

Beitrag von sequoia 15.02.11 - 19:28 Uhr

Hi,

wir sind in einem Montessori Kinderhaus, (Walddorf gibts bei uns in der Gegend nicht ) und finden den super. Wichtig ist, das die Erzieher das auch können und nicht das "Anarchie" Programm fahren ;-)

Ich würde solche Kindergärten generell empfehlen, weil die Kinder mehr praktische Dinge lernen, es kleinere Gruppen gibt, schon der Umgang mit den Kindern... - die Liste ist lang.
Außerdem hats weniger Anstaltscharakter... an diese Stelle mögen die Steine fliegen...

Interessant ist, wie viele keinen solchen Kiga je von innen gesehen haben, aber Dinge wissen.... die gar nicht stimmen


Grüße



Beitrag von alexma1978 15.02.11 - 19:34 Uhr

Hallo,

ich finde Waldorf ganz schlimm, obwohl ich alternative Konzepte gut finde. Sind selbst in einer Motessori-Einrichtung.

Aber bei den Lehren von Rudolf Steiner schüttelt es mich (gruselig). Auch steht mir bei Waldorf zu sehr die Gruppe im Vordergrund, das individuelle Kind koimmt zu kurz.

Waldorf ist für mich das Gegenteil von Anarchie. Viel zu viele starre REgeln, Gleichschaltung und Konformität.

Wer denkt, Waldorf sei so FRiedeFreude "ICh tanz meinen Namen" hat die dahinterstehenden Ideologien nicht verstanden. Dieses Freie, Lockere, was Waldorf immer nachgesagt wird, gefällt mir. Aber nicht dieser Druck und Terror.

LG,

Alexandra

Beitrag von ratpanat75 15.02.11 - 19:49 Uhr

Ich stimme dir zu.
Wer Waldorf mit anderen alternativen Konzepten wie Montessori, Jena-Plan, etc. in einen Topf wirft, hat offensichlicht keinen blassen Schimmer von Rudolf Steiners Ideologie.

LG

Beitrag von sequoia 15.02.11 - 20:13 Uhr

Hmmm, so was hab ich mir schon gedacht.

Allerdings weiss ich nix genaues, weil wir ja auch in der Monte sind. Und da stehen wir auch dahinter.

Grüße

Beitrag von ratpanat75 15.02.11 - 19:45 Uhr

Ich würde Waldorf und Montessori niemals in einen Topf werfen, nur weil beides "alternative" Konzepte sind!
Hast du dich mal mit Rudolf Steiners Ideologie beschäftigt?


LG

Beitrag von sequoia 15.02.11 - 20:19 Uhr

Nein, ich schrieb ja, das wir im Montessori Kinderhaus sind. Und das finden wir gut.
Waldorf kennen wir nicht. Nur nerven mich immer diese ewigen Vorurteile von Leuten, die weder das Eine, noch das Andere kennnen, aber gross Meinung machen.

Aber am allerschlimmsten find ich Regelkigas bzw. Schulen.


Grüße

Beitrag von ratpanat75 16.02.11 - 07:40 Uhr

"Ich würde solche Kindergärten generell empfehlen"

Das hat sich für mich so angehört, als würdest du keinen Unterschied zwischen den einzelnen Konzepten machen.
Ich denke schon, dass viele wissen, worum es bei Rudolf Steiner geht und dass die deshalb die Waldorf- Pädagogik ablehnen.
Ich bin generell auch für alternative Konzepte wie Montessori, Jena-Plan, etc, aber Waldorf finde ich schrecklich.

LG

Beitrag von doris72 15.02.11 - 20:05 Uhr

Hallo,

ich finde Waldorfkindergärten sehr schön. Wir haben im näheren Umkreis gleich zwei davon. Sie sind super toll gestaltet und die Kinder werden sehr sinnvoll und liebevoll beschäftigt. Ich kenne einige Mütter von Waldorfkindergartenkindern und sie sind sehr begeistert.
Ich habe mich auch dafür interessiert. Was mir nicht gefiel war, daß von den Eltern außer einem relativ hohen Beitrag noch sehr viel Eigenleistung (Putzen der Räume sowie WE Dienste um etwas Neues zu bauen oder den Garten in Schuß zu halten). Das gehört zum Konzept der Waldörfler. Das ist nichts für mich. Sonst hätte ich es mir wirklich überlegt.

Die Waldorfschule möchte ich für meine Kinder nicht, aber Kiga... warum nicht.

Unser Sohn geht übrigens in eine Montessori Kita und ich bin sehr zufrieden.

LG von Doris



Beitrag von oekomami 15.02.11 - 20:36 Uhr

Hallo,

hier im Waldorfkiga müssen die Eltern nicht mehr machen wie in anderen KIGAs.

Zum Putzen kommt eine Putzfrau und den Garten machen die Erzieherinen mit den Kindern, wenn was neues gebaut wird kann man mitmachen, muss man aber nicht.

Beitrag von alexma1978 15.02.11 - 20:40 Uhr

Ich finde, die Elternarbeit sollte auch kein Argument sein. Im Montessori-Kinderhaus müssen wir auch 20h/Jahr ableisten. Auch zahlen wir zusätzlich noch einen Beitrag.

Das ist mir aber die Kinderbetreuung wert. Die Elternarbeit ist doch auch sinnvoll.

Beitrag von oekomami 15.02.11 - 20:52 Uhr

Hallo,

ich muss sagen ich mache auch oft was für den KIGA.

Basten mit den Kindern würde ich nie machen, weil ich es nicht kann. Dafür backe ich lieber was zu Sankt Martin oder gehe beim Ausflug mit.

Beitrag von doris72 15.02.11 - 20:45 Uhr

Siehste, da wäre ich dann sofort dabei gewesen.

Jedes 2. WE und meine Nachmittage im Kiga zu verbringen habe ich wirklich keine Lust...

LG

Beitrag von tessy25 15.02.11 - 20:28 Uhr

Hallo,

Waldorfkindergarten ist meiner Meinung nach das Beste, was einem Kind passieren kann. Und damit dann ja auch das Beste für die Eltern.

Was dir aber klar sein muss: es gibt unglaublich viele Leute, die von Waldorf null Ahnung haben - aber dagegen sind! Das sind dann auch die, die dumme Komentare abgeben, obwohl sie sich mit dem Konzept noch nicht einmal ansatzweise beschäftigt haben.

Was kann es besseres geben, als verlässliche Strukturen, Fantasieförderndes Spielmaterial, kreatives basteln, werken, kneten, malen, einen rhythmischen und klaren Tagesablauf, Handgestenspiel, Tischtheater, respektvolles Miteinander, wunderschöne Räumlichkeiten - ich könnte ewig weitermachen.

Wenn du darüber stehen kannst, dass dich dann immer mal wieder irgendwelche Leute mit "dann kann er ja auch seinen Namen tanzen" anquatschen, solltest du unbedingt den Platz annehmen. Zum einen deshalb, weil es sonst 1000 andere liebend gerne tun, zum anderen, weil eben diese Leute nicht mal wissen, was sie mit dem allseits beliebten Spruch meinen (es nennt sich übrigens Eurythmie - und ich kann auch meinen Namen tanzen - aber warum sollte ich es denn tun???;-))

Lass dich nicht irre machen und herzlichen Glückwunsch!

Liebe Grüße
Tess

Beitrag von jankar 15.02.11 - 23:02 Uhr

#pro#pro#pro
LG Karina