Es hört einfach nicht auf!

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Forum: Trennung

Sorgerecht, Umgangsrecht, Unterhaltszahlung ... ? Wenn sich ein Paar zu einer Trennung entschließt, ergeben sich für jedes Elternteil ganz neue Fragen an die eigene Lebensplanung.

Beitrag von mayra85 15.02.11 - 23:07 Uhr

Hallo ihr Lieben,

ich muss mich hier mal ein wenig ausheulen, meine Freunde und Familie können es schon nicht mehr hören.

Ich war 2 Jahre mit meinem Freund zusammen und es stellte sich schnell heraus, dass er ein "Phasenalkoholiker" und während der Zeit auch Kokser ist, das heißt, dass es Wochen gibt in denen er gar nichts getrunken hat und sich dann aber wieder ein komplettes Wochenende so abschießt, dass nichts mehr geht.

Wir haben uns sehr sehr geliebt und hatten auch viele schöne Zeiten, in denen wir viel gemeinsam gemacht haben, wir waren uns beide sehr nah.

Wir wollten zwei Kinder, zusammen ziehen, ein Haus bauen und für ewig für einander da sein.

Jedoch wurde er immer unzuverlässiger, Abstürze kamen häufiger und irgendwie zerstörte das unsere Beziehung - ich machte Schluss, obwohl ich ihn noch so sehr liebte. Wir waren einige Monate getrennt, haben aber gemerkt, dass wir ohne einander nicht können. Wir sind dann wieder zusammen gekommen.

Doch leider hielt das nur 2 Monate - trotzdem er eine Therapie begonnen hatte, hatte er wieder einen Absturz (war ja klar, dass es dann nicht sofort vorbei ist, trotzdem hart.) - Ich habe versucht damit umzugehen - dann hatten wir einen klitzekleinern Streit um Banalitäten, die ihn aber dazu gebracht haben, tagelang nicht mit mir zu sprechen.

Am Wochenende hatte er sich dann von Freitag bis Sonntag total voll gekippt mit Alkohol (das habe ich später erfahren - wir wohnen nicht zusammen) und was ich noch vergessen hatte zu erwähnen, wenn er die Abstürze hat, dann kokst er auch noch!!

Jedenfalls war dann das Ende vom Lied, dass wir 6!! Tage keinen Kontakt hatten, er hat sich nicht auf meine SMS gemeldet nur einmal kurz, dass er weiß, dass er an allem Schuld ist etc - er kam danach dann zum Reden, machte mir nur Vorwürfe - ich wäre Schuld gewesen, dass er wieder trinken gegangen wäre etc.

Da habe ich es nicht mehr mit ihm ausgehalten und die Beziehung endgültig beendet - ABER ich bekomme ihn einfach nicht aus meinem Kopf + Herz - wir sind schon 4 Monate getrennt und ich denke immer noch jeden Tag an ihn und vermisse die schöne Zeit mit ihm.

Abends sitze ich hier und weine um ihn - wann hört das endlich wieder auf???


Falls jemand meinen Text zu Ende gelesen hat - vielen Dank.

Beitrag von mimo 16.02.11 - 16:43 Uhr

hallo meine Liebe,

auch ich bin seit 10 Monaten getrennt und hatte die Hölle hintermir. Ich dachte das ist ein Alptraum der nie aufhört. Wie eine Gehirnwäsche, immer er im Kopf von morgens bis abends. Es bestimmt Dein Leben.

Ich dachte mir manchmal bräuchtest Dich nicht mal umbringen denn irgendwie fühle ich mich sowieso schon wie tot. Also weiter, gebetet, geweint, viiiieel mit Freundinnen geredet und gehofft dass es besser wird. Irgendwann vor zwei Monaten hat sich ein Schalter umgelegt und es war fast weg. Manchmal kommt es noch aber das ist nicht zu vergleichen. irgendwie kapiert das Herz irgendwann was der Verstand schon längst weiss.

Halte durch, rede viel mit Freunden oder egal wem. Es wird besser. Und arbeite auch selbst mit Dir, dass Du lernst einzusehen dass es so besser ist.

Ich dachte auch das geht bis zu meinem Lebensende, aber siehe da es wird besser.

Ich glaubte das auch niemandem und doch sie hatten Recht. Irgendwann muss man einsehen, dass das ein Teil seines Lebens ist wenn auch kein schöner, aber er gehörte dazu und geht eben zu Ende.

LG Mimo

Beitrag von ciocia 17.02.11 - 11:59 Uhr

Hallo

auch wenn es weh tut (noch) ist es gut, dass du dich von diesem Mann getrennt hast. Du warst auf dem besten WEge co-abhängig zu werden und dann ist es viel schwieriger aus dem Teufelskreis auszubrechen. Er soll ohne Hilfe und Mitleid trocken werden, nur so kann es für immer klappen. Aber selbst ein trockener Alkoholiker kann immer wieder rückfällig werden.

schau nach vorne

die Tochter eines (funktionierenden alkoholabhängigen Vaters und einer co-abhängigen Mutter)