Als 1. Fremdsprache Französisch auf Gymnasium ????

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Beitrag von reuter81 15.02.11 - 23:18 Uhr

Hallo,

die Lateinfrage ist nun geklärt, da kommt die nächste....

Als Klasse 5 des Gymnasiums Französisch als 1.Fremdsprach, Ab Klasse 6 dann Englisch.

Hat jemand Erfahrungswerte bezüglich der Vor u. Nachteile?

Bei uns auf dem Gymnasium ist es so, das für Französisch als 1. FS
die Empfehlung für ein Gymnasium Pflicht ist.

Da das Gymnasium auch Kinder mit Realschulempfehlung aufnimmt steht diesen nur Englisch zur Verfügung. Würde bedeuten, das die Wahl von Französisch als 1.FS Schüler ohne Empfehlung ausschliesst.

Dies ist aber halt nur ein Aspekt.

Würde mich über Erfahrungen/Ratschläge sehr freuen.

LG

Beitrag von delfinchen 16.02.11 - 06:02 Uhr

hallo,

ich persönlich empfinde französisch als erste fremdsprache zu komplex.
ich hatte latein (5. - 13. klasse), englisch (7. - 11. Klasse) und französisch (9. - 11.klasse) in der schule und hab noch sprachkurse in spanisch (uni), italienisch (vhs) und dänisch (vhs) gemacht. die komplizierteste sprache war für mich eindeutig französisch.

in bayern würde französisch zudem das problem nach sich ziehen, dass ein früher wechseln zurück auf die realschule ncht ganz einfach wäre.
nachd er 5. klasse geht nur, wenn man die 5. klase dann an der realschule wiederholt. in meinen augen blödsinn, dass man von einer "höheren" schule kommend an der "niedrigeren" sofort mit dem wiederholen der jahrgangsstufe beginnt.
in die 6. klasse braucht man unter den bedingungen aber nicht wechseln, weil einem ja französisch fehlt.

will man nach der 6. klasse wechseln, müste man auch die 6. wiederholen, denn auch wenn man dann am gymnasium ein jahr englisch hatte, es dürfte kaum reichen, um zwei jahre realschul-englisch zu kompensieren, so dass man schon mit kleineren bis größeren lücken startet, keine ideale voraussetzung.
von der 6. klasse gym aber die 6. klase realschule zu wiederholen, nunja, ergibt auch keinen sinn.

nach der 7. klasse zu wechseln gut, da könnte man dann schön die 8. klasse realschule einsteigen, wären da nicht fächer, die man am gymnasium nicht hat.

wie gesagt, das sind die werte aus bayern, aber da kein bundesland dabei steht, hab ich jetzt einfach mal die hiesige situation aufgelistet.

lg,
delfinchen

Beitrag von tammi04 16.02.11 - 09:13 Uhr

Hallo Reuter,
ich hatte damals Französisch als erste Fremdsprache.

Das haben bei uns nur die gewählt, die sich relativ sicher waren, nicht in die Realschule abzurutschen oder eine Klasse wiederholen zu müssen. Der Vorteil: In der Klasse waren kaum Wackelkandidaten, sondern lauter relativ kluge, relativ lernfähige und lernwillige Kinder.

Für ein kluges, lernwilliges Kind ist das ein optimales Umfeld!

Die Sprachenabfolge an sich halte ich für ziemlich egal. Französisch ist zwar ein bisschen komplexer als Englisch, aber dafür viel eindeutiger und mit weniger Ausnahmen und Unregelmäßigkeiten. Nachteile dadurch, dass ich etwas später mit Englisch anfing, hatte ich nie.

Grüße, Tammi

Beitrag von schullek 16.02.11 - 11:02 Uhr

weniger ausnahmen udn unregelmäßigkeiten? ich weiß ja nicht, wie der französichunterricht heute abläuft, aber ich kann mich an um die 7-9 zeitformen in französich erinnern, die wir erkennen udn anwenden können mussten. dazu dann die komplizierte schreibweise und artikel...
da ist englisch meilenweit einfacher. finde zumindest ich#schein

Beitrag von tammi04 16.02.11 - 11:17 Uhr

@Schullek: Bei Englisch hat man schneller die Illusion, man würde es können ... Stimmt aber meistens nicht. ;-)

SIeben bis neun Zeitformen? Das möchte ich anzweifeln, Französisch hat nicht mehr Zeitformen als Englisch, und das Gerund fällt auch noch weg.

Zum Beispiel die Ausspracheregeln sind im Englischen so schwierig und chaotisch wie bei keiner anderen Sprache. Zu jedem Wort muss man Aussprache und Schreibweise getrennt lernen.

Und dass man sich mit dem Englischen später dann in der Uni schwerer tut, wenn man es als zweite Fremdsprache lernte, stimmt schlicht und einfach nicht. Viele Klassenkameraden einschließlich mir haben trotz Englisch als zweite Fremdsprache den englischen Leistungskurs gemeinsam mit den Erstsprachlern besucht und waren im Schnitt sogar besser.

Was noch ein Argument wäre: Wie nah seid ihr denn an Frankreich? Im Westen Deutschlands liegt Frankreich nun mal in direkter Nachbarschaft.

Grüße, Tammi

Beitrag von schullek 16.02.11 - 11:32 Uhr

ich zähle allein mit:

présent, passé composé, imparfait, plus-que-parfait, passé simple, passé antérieur, futur, futur antérieur schon 8. und wir natten dann noch irgendeine literarische schlagmichtot, die mich echt nerven gekostet hat. allerdings kann ich mir vorstellen, dass der französichunterricht heute bei weitem nicht mehr so aufgebaut ist,. sicherlich gabs da wie im englischunterricht reformen, die mehr aufs sprachliche ausgerichtet sind. die grammatik in den hintegrund gerückt. zu wünschen wäre es den kindern....

nein, ich wohne nicht an der westgrenze. wo verrat ich nicht;-)
aber ich komme aus dem osten und wir haben auch nicht polnisch oder tschechisch gelernt, nur weil es die nachbarn waren.

ich bezweifle auch nicht, dass die schüler mit englisch als zweiter fremdsprache schlechter sind im nachhinein. aber für mich spricht eigentlich alles für englisch als erste fremdsprache. was dann danach kommt lässt sich erörtern. wobei meine rangfpólge dann diese wäre: englisch, spanisch, latein. latein einfach nur, weil sie in deuz´tschland leider fürs studium noch häufig wichtig ist. ich hab gsd das latinum in der shcule gemacht, ián der uni wär ich damir wahrscheinlich baden gegangen#schein

lg

Beitrag von tammi04 16.02.11 - 11:44 Uhr

Viel weniger als im Englischen:

Simple Present
Present Continuous
Simple Past
Past Continuous
Present Perfect (simple)
Present Perfect Continuous
Past Perfect (simple)
Past Perfect Continuous
Future Simple (will)
going to-future
Future Continuous
Future II Simple
Future II Continuous

Die Konditionalformen haben wir noch nicht mal mitgezählt ... ;-)

Hab mal kurz gegoogelt. Die allgemeine Meinung (die ich bestätigen würde): Meist fällt Französisch den Deutschen am Anfang etwas schwerer, dafür später deutlich leichter. Mit Englisch ist es genau umgekehrt.

Übrigens lerne ich gerade Spanisch, und das ist soooo einfach, wenn man Französisch kann. :-D

Grüße, Tammi

Beitrag von schullek 16.02.11 - 11:56 Uhr

naja, um dich zu übertrumpfen tät ich jetzt gern noch mehr raussuchen, mein französischlehrer meinte immer es gibt um die 15, die er im studium gelernt hat, aber im sinne des erwachsen sein lass ich das#schein

ich finde englisch einfacher, du französich, ist sicher einfach auch ne geschmacksfrage.
mein hauptargument fürs englisch: weltsprache und einfach nützlicher.
aber wie du schon sagst, werden die unterschiede bei engslich als zweiter nicht so gravierend sein.
für mein kidn würde aber trotzdem nur englisch als erste in betracht kommen.

ach spanisch: spanisch finde ich generell einfach. habs zwar auch als vierte gelernt, bzw. angefangen, aber ich würde spanischbei der wahl fpr mein kind auch immer dem frsnzösichen vorziehen.

lg

Beitrag von delfinchen 16.02.11 - 12:36 Uhr

weniger komplex???????????????????????????

ich weiß ja nicht, wie ihr französisch gelernt habt, aber alleine, dass man bei den meisten verben ALLE personen lernen muss, während hingegen im englischen gilt, dass - mit ausnahme der 3. person singular - alle personen gleich gebildet werden, spricht für die komplexität des französischen ....

was gibt es denn im englischen für ausnahmen?? kaum eine. im französischen lernst du oft zu einem verb gleich die ausnahme dazu, z.b. bei "naitre".

und was ist mit den verbformen "en allant" usw.? das ist doch ein gerund, wenn ich mich nicht irre.
dann gibt es noch den subjonctiv (oder wie man den schreibt), der dem aci im lateinischen entspricht.
man mus immer überlegen, wie viele personen, ob männlich, weiblich und entsprechend e/ ee/ ees anpassen. dann wieder die ausnahme, wenn ein akkusativ folgt usw. ...

englisch ist einzig das richtige anwenden der zeiten etwas schwieriger. aber nach meiner persönlichen erfahrung stört es die engländer/ amerikaner weniger, wenn man mal einen zeitfehler macht als die franzosen, die oft zwar nicht gewillt sind, ne andere sprache als hre zu sprechen, aber die erwarten, dass man alles richtig macht und kann (so hab ich das eben erlebt und pauschalisere jetzt bewusst).

englisch als erste fremdsprache ist schon deshalb motivierender, weil man dann schnell liedtexte versteht, sich überall auf der welt verständigen kann usw.
französisch ist das schreiben alleine schon so schwierig, dass es wenig motivierend ist, die aussprache so ungewohnt, dass man am anfang sehr gehemmt ist, zu sprechen. und da man es deultich weniger in den alltagsmedien (tv, radio) hört, als englisch, ist es einfach weniger leicht zugänglich.
ausnahme natürlich, wenn man sehr nahe oder gar im drei-länder-eck lebt.

grüße,
delfinchen

Beitrag von schullek 16.02.11 - 10:59 Uhr

ich würde immer englisch zur ersten fremdsprache machen, denn es ist einfach die weltsprache. französisch kommt bei mir in der rangfolge nach englisch und hinter spanisch.
ich würde also def. französisch nicht als erste fremdsprache wählen.
ich hatte englisch, latein, französisch udn spanisch. rat mal, welche sprache ich bisher tatsächlich nie bzw. so gut wie nie brauchte? richtig, französisch.
englisch brauchst du überall. und wenn das kind studieren soll/will, dann sowieso. im studium sin sehr viele texte etc. nur in englsich möglich. spanisch wird auf der welt weitaus häufiger gesprochen udn auch verstanden. und latein brauchte ich als eingansgvoraussetzung zur uni. französisch nur, als ich mal beim franz. bäcker was bestellt habe.
eindeutig: englsich udn dann erst französich, besser noch spanisch.

lg

Beitrag von kati543 16.02.11 - 11:53 Uhr

Es kommt ganz darauf an, in welche Richtung dein Kind eventuell später mal gehen will. Letztendlich geht dein Kind ja nicht in die Schule, der Schule willen, sondern um sich auf sein späteres Leben bestmöglichst vorzubereiten. Und die Sprachwahl ist da schon extrem richtungsweisend (das hätte ich damals in dem Alter aber auch nicht gedacht).

Wenn dein Kind also später ein Studium in Betracht zieht in Richtung von Geisteswissenschaften (nicht alle, aber doch einige), Religionswissenschaften ist Latein sehr gut.
Wenn dein Kind eher die technische Richtung anstrebt, Computer,.... dann ist Englisch ein absolutes MUSS.
Französisch würde ich nie als 1. Fremdsprache machen. Das ist viel zu speziell. Im Falle eines Wechsels der Schule (vielleicht weil ihr umzieht, vielleicht weil Gym doch nicht soooo einfach war,... - es kann einfach vieles passieren) würde deinem Kind ein Jahr Englisch fehlen und im ungünstigsten Fall Französisch nicht weiter unterrichtet werden können.