Mutterschutzgeld bei Haupt- und Nebenjob - bin verwirrt

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von serafinabeja 16.02.11 - 09:28 Uhr

Hallo zusammen,

habe jetzt gehört, dass während des Mutterschutzes kein Geld für den Nebenjob gezahlt wird? Kann das den richtig sein? Gilt hiern icht auch der Mutterschutz?

Also ich habe einen Hauptjob und arbeite noch einige Stunden im Monat regelmäßig für eine andere Firma auf 400€-Basis.
Heißt das jetzt, dass ich nur mein Gehalt vom Hauptjob bekommen werde und auf das zusätzliche Geld vom Nebenjob verzichten muss?

Vielleicht hat ja schon mal jemand damit Erfahrung gemacht und kann mir helfen. Irgendwie muss man ja auch planen können...

Danke#winke

Beitrag von susannea 16.02.11 - 10:02 Uhr

Das ist glücklicher Weise absoluter Blödsinn. DAs gilt nur für Leute, die nur einen Nebenjob haben und da auch nicht so direkt!

Deine beiden AG wissen voneinander? DAs ist wichtig, denn sie müssen die 13 Euro täglich von der KK unter sich aufteilen.

DAnach zahlen sie dir beide soviel Zuschuß, dass du dein komplettes EInkommen aus beiden Jobs hast!

Siehe auch: http://www.schwanger-in-bayern.de/schwangerenberatung/themen/finanzielle-leistungen/mutterschaftsgeld.html unter Punkt 3.8

Beitrag von crocoleiny 16.02.11 - 10:10 Uhr

aber während der elternzeit (wo du elterngeld bekommst) darfst du nichts dazuverdienen. also eigentlich schon doof.

Beitrag von susannea 16.02.11 - 10:12 Uhr

Nein, du darfst was dazu verdienen!

Es wird aber alles angerechnet!

Beitrag von serafinabeja 16.02.11 - 11:05 Uhr

Wieso???

Muss eh nach dem Mutterschutz im Hauptjob zu 50% von zuhause aus weitermachen (einzige Angestelle, werde sonst nach Elternzeit gehen dürfen) und werde den Nebenjob, wenn die mich da noch haben wollen auch weitermachen (sind nur 6 Stunden im Monat).

Beitrag von marienkaefer1985 16.02.11 - 11:13 Uhr

Weil das Geld, was du dann verdienst von deinem Elterngeld abgezogen wird.

Du kannst bis zu 30 Std. pro Woche arbeiten, dann wird es dir auf das Elterngeld angerechnet. Wenn du noch mehr arbeitest, bekommst du gar kein Elterngeld, sondern nur das Gehalt das du für deine Arbeit bekommst.

Im Endeffekt springt ein bisschen mehr raus...

Beispiel:

Du bekommst 65 % auf 2.000 € netto, dann bekommst du 1.300 € Elterngeld.

Arbeitest du jetzt 20 Std. pro Woche und somit auf 50 %, würdest du ja quasi für die 50 % dein Gehalt von deinem Arbeitgeber bekommen (Steuern usw. werden ganz normal abgezogen) und auf die restlichen 50 % bekommst du wieder die 65 % Elterngeld angerechnet.

Beitrag von susannea 16.02.11 - 11:19 Uhr

Da sieht man wieder, dass die Leute, die das behaupten, nichts davon verstanden haben.

Bei 2000 Euro Einkommen gibts nur 1250 Euro Elterngeld.

Hat man nun 1000 Euro Einkommen, bleiben 650 Euro Elterngeld, die man zusätzlich bekommt. Also hat man 1650 Euro Einkommen in dem Monat und somit 400 Euro mehr, als ohne Teilzeittätigkeit!

Sind meienr Meinugn nach doch eine ganze Menge 400 Euro mehr!

Beitrag von marienkaefer1985 16.02.11 - 12:44 Uhr

Warum bekommt man nur 1.250 € Elterngeld?

Lt. meinem Taschenrechner sind 65 % von 2.000 € genau 1.300 €!?

Und das andere stimmt auch nicht ganz, denn sie hat bei 50 % ja nicht das gleiche Nettogehalt raus wie bei einem Vollzeitjob. Außerdem ist das ja ein Brutto-Beispiel und nicht netto ;-)

Deine Rechnung geht also auch nicht auf!

Beitrag von susannea 16.02.11 - 12:49 Uhr

Wieso sollte sie bei 50% nicht die Hälfte Netto raus haben, ist doch Verhandlungssache, bei uns klappte das gut!

Dein Taschenrechner hat dich scheinbar nicht auf die Abzuziehende Werbungskostenpauschel hingewiesen, deshalb merkt man, dass du das Prinzip der Berechnugn eben nicht verstanden hast!

Und nein, es ist nicht wirklich ein Bruttobeispiel, denn wir gehen einfach davon aus (so wie es häufig ist), dass keine zusätzlichen Kosten, außer Fahrtkosten, die oft mit der Steuer gut abgedeckt sind, entstehen!

Wenn du das alles berücksichtigen wolltest, dann hättest du es ja schon vorher machen müssen ;)

Beitrag von marienkaefer1985 16.02.11 - 13:21 Uhr

Warum siehst du das gleich alles so verbissen? Es ist nur ein BEISPIEL. Meine Güte...

Ja, Werbungskosten kommen runter, die kommen ja schließlich runter, ob man nun 1.000 € netto raus hat oder 2.000 € netto!

Also, nochmal ein BEISPIEL ;-)

Wenn du für eine Vollzeitstelle 2.000 € brutto bekommst und diese dann später beim gleichen Stundenlohn zu 50 % ausübst, hast du einen Bruttolohn von 1.000 € raus.

Nettolohn bei 2.000 € brutto: 1349,71 € (Steuerklasse I, keine Kinder, Hamburg, gesetzlich versichert, keine Kirchensteuer)

Nettolohn bei 1.000 € brutto: 780,42 € -> (Steuerklasse I, 0,5 Kind, Hamburg, gesetzlich versichert, keine Kirchensteuer)


So, wenn du das jetzt also wieder hochrechnest, ergeben 780,42 € + 780,42 € genau 1.561,04 €. Ist doch nicht das gleiche wie 1.349,71 €, oder?

Weil sich die Abzüge verändern und die Steuerklassen und Kinderfreibeträge.


Es gibt 1.000 verschiedene Möglichkeiten. Sie kann ihr Gehalt neu verhandeln, sie kann ne andere Position mit mehr/ weniger Stundenlohn erhalten, sie kann Fahrtkosten dazugesteuert bekommen usw. Ist alles Verhandlungssache und deshalb hier in einem BEISPIEL nicht darstellbar ;-)

Beitrag von susannea 16.02.11 - 13:47 Uhr

Genau das ist der Punjkt, die Webrungskosten werden bei beiden Einkommen abgezogen, dadurch ist die Differenz größer und es gibt mehr Elterngeld!

Das wird von vielen nciht berücksichtigt, dadurch rechnet es sich nämlich oft doch!

In der Regel gehen wir doch aber von Ehepaaren aus (Frauen Stkl. V), da gibts keine veränderten Kinderfreibeträge und die Grenze ist auch nicht vorhanden und dann kommt das gut hin ;)


Aber was eben wichtig war und das kam bei dir bei den vergessenen Werbungskosten eben nciht raus, es bleibt einem mehr als 33 Cent je Euro Verdienst, denn das wird ja oft behauptet!

Beitrag von serafinabeja 16.02.11 - 11:11 Uhr

Oh danke, der Link ist Gold wert!